• Sie können Lebensmittel aus ökologischem Landbau meist an den Prädikaten "Öko" und "Bio" erkennen. Die sehr strengen Richtlinien bei der Vergabe dieser Gütesiegel machen einen Missbrauch heutzutage beinahe unmöglich. • Vorteile von Bioprodukten: Ökologisch erzeugte Produkte wurden ohne Gentechnik oder Bestrahlung hergestellt. Die meisten Verbraucher sind zudem von der höheren geschmacklichen Qualität dieser Nahrungsmittel überzeugt. • Wo ist Biokost erhältlich: Die Lebensmittel aus dem ökologischen Landbau bekommt man entweder bei regionalen Landwirten, Genossenschaften oder in Bioläden. Auf der Webseite Naturkost.de können Sie vielfältige Informationen zu
• Die Webseite Naturkost24.de bietet ebenfalls einen gut sortierten Online-Shop mit Naturkostwaren. Weitere Internet-Shops, die Bioprodukte vertreiben, können Sie bei dem Internetverzeichnis Bellnet abrufen.
Alternative Ernährungsformen stellen wir Ihnen auch in den dooyoo-Kategorien vor.
• In der Gesundheitsrubrik werden unter anderem die verschiedenen Formen des Vegetarismus erläutert.
• Die Kategorie Essen & Trinken bietet einen detaillierten Überblick über sämtliche Nahrungsmittel. Besonderer Tipp für Hobbyköche und Genießer: Die dooyoo-Küche mit leckeren Rezepten für raffinierte Menüs, die ganz ohne Fleisch auskommen.
• Unter dem Stichwort "BSE" können Sie in der Gesundheitskategorie nachlesen, was dooyoo-Mitglieder über BSE denken. Das BSE - Forum eröffnet Ihnen zudem die Möglichkeit, auch selbst über das Problem zu diskutieren.
Chronik
1920
Der Kieler Neurologe Hans-Georg Creutzfeldt (1885-1964) und der Hamburger Neurologe Alfons Jakob (1884-1931) beschreiben als erste die Creutzfeld - Jakob -Krankheit. 1984
In Sussex untersucht der Tierarzt David Bee eine torkelnde und orientierungslos wirkende Kuh. Diese stirbt nach sechs Wochen - sieben Monate später diagnostiziert man "Bovine Spongiforme Enzephalopathie" bei dem Tier. 1985
Nach dem Tod der Kuh in Sussex sterben weitere Kühe in Südengland. Dieser Zeitpunkt markiert den Beginn der BSE-Epidemie. 1986
Im November 1986 wird der erste offizielle BSE-Fall bekannt gegeben. Erst 1996 gesteht die britische Regierung eine Gefährdung des Menschen durch BSE ein. 1987
Vier Rinderherden sind in England inzwischen an BSE erkrankt. Bereits im Dezember diesen Jahres werden Hinweise auf verfüttertes Tiermehl als mögliche Übertragungsursache vermutet. 1988
Das britische Landwirtschaftsministerium ordnet an, dass nur Rinder mit akuten BSE-Symptomen (Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe) getötet werden sollen. Das Fleisch aller anderen BSE-infizierten Tiere kommt weiterhin in den Handel. Einen BSE-Test gibt
es noch nicht. Die USA erlassen ein Importverbot für britisches Rindfleisch. In Großbritannien sind zu diesem Zeitpunkt bereits 2100 Rinder an den Folgen von BSE gestorben. 1989
Frankreich und Deutschland erlassen ein totales Importverbot für britisches Rindfleisch, das nach einem EU-Protest jedoch wieder aufgehoben wird. Im Mai wird der Import von Tiermehl aus England gestoppt. Die britische Regierung ordnet Massenschlachtungen an. 1990
Bis 1990 erkranken 10.000 britische Rinder an BSE. Es tauchen erste Hinweise auf, nach denen die BSE-Krankheit auch auf den Menschen übertragen werden kann. Deutschland verhängt ein totales Importverbot für lebende Rinder aus Großbritannien. Die Einfuhr von Rindfleisch bleibt eingeschränkt erlaubt. 1991
Aus Frankreich wird der erste BSE-Fall gemeldet. 1992
Der erste BSE-Fall in Deutschland. Ein aus England importiertes Rind stirbt in Schleswig - Holstein an der Krankheit. In Großbritannien erreicht die BSE-Seuche den Höhepunkt. Jeden Monat sterben mehr als 2500 Rinder an BSE, im Jahr 1992 sind es insgesamt 37.280 Tiere. 1993
Die Zahl der BSE-Fälle in Großbritannien geht langsam zurück. Die britische Regierung beteuert erneut, dass "british beef" absolut sicher sei. 1994
Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer (CSU) fordert ein Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch. Aber die EU-Minister entscheiden sich gegen die wirtschaftliche Ausgrenzung eines Mitgliedes. 1995
In diesem Jahr sterben drei Menschen in Großbritannien an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK). Sie werden häufig als die ersten BSE-Opfer bezeichnet. Der Bundesgesundheitsminister will alle 5000 Rinder aus England töten lassen. Das Vorhaben scheitert jedoch am Votum der Bundesländer, die Gefahren für die Landwirtschaft sehen. Der Bundesrat beschließt im Dezember 1995 ein totales Importverbot für britisches Rindfleisch, das jedoch vom Gesundheitsministerium mit dem Hinweis auf das EU-Recht abgelehnt wird. 1996
Der britische Premierminister John Major gibt im März erstmals öffentlich den Zusammenhang zwischen BSE und den an CJK erkrankten Menschen zu. Man zählt inzwischen zehn Tote in Großbritannien. Zum Schutz der Verbraucher verhängt die Europäische Kommission ein weltweites Exportverbot für britische Rinder, Rinderprodukte und britisches Tiermehl. Schließlich wird Großbritannien von der EU verpflichtet, alle Rinder, die älter als 30 Monate sind, zu töten. Trotz zahlreicher Forderungen im Dezember 1996 werden Risikoträger für die Herstellung von Wurst nicht verboten. Die Industrie nutzt weiterhin Hirn, Rückenmark und Milz für die Wurstverarbeitung. 1997
Die Bundesländer stimmen der Zwangsschlachtung aller 5200 aus Großbritannien und der Schweiz importierten Rinder zu.
Die EU-Kommission deckt den illegalen Export von 1600 Tonnen Rindfleisch aus Großbritannien auf.
1998
Die EU erlässt ein Exportverbot für portugiesisches Rindfleisch. Von 1990 bis Ende 1998 wurden in Portugal 197 BSE-Fälle entdeckt. Die EU-Kommission hebt dieses Exportverbot jedoch einen Monat später im Grundsatz wieder auf. 1999
In Nordrhein - Westfalen werden von der grünen Umweltministerin Bärbel Höhn BSE-Massentests in Schlachthöfen angeordnet. Hinweise auf das Vorhandensein der Krankheit in Deutschland bleiben aus. Bis Juni 2000 können rund 5000 Rinder untersucht werden. In einzelnen Bundesländern, darunter Bayern, regt sich großer Widerstand gegen diese Tests - man fürchtet um das Vertrauen der Verbraucher in Rindfleisch.
Die Europäische Union hebt das totale Exportverbot für britisches Rindfleisch wieder auf. 2000
Gegen den Willen mehrerer Bundesländer billigt die Bundesregierung die Aufhebung des Importverbots für britisches Rindfleisch mit der Forderung an die EU, das Fleisch unmissverständlich zu kennzeichnen. Die EU erhebt Klage gegen die Bundesrepublik.
Die EU-Verordnung der Rindfleisch-Etikettierung tritt in Kraft. Verbraucher können danach bei jedem gekauften Stück Rindfleisch erkennen, wo das Tier geschlachtet und zerlegt wurde - nicht aber wo das Rind geboren und aufgewachsen ist. Außerdem gilt die Verordnung nicht für Fleischprodukte wie Wurst.
In Deutschland wird im September die erste BSE-befallene Kuh entdeckt. Diese Kuh wurde in Schleswig-Holstein geboren und aufgezogen. Als dieser BSE-Fall bestätigt wird, beschließt die Bundesregierung ein totales Tiermehlverbot. Im November diesen Jahres wird auch aus Spanien der erste BSE-Fall gemeldet. Im Dezember des Jahres werden in Sachsen-Anhalt in 88 von 435 Rinderfutter-Proben illegale Tiermehl-Bestandteile gefunden. Obwohl das Verfütterung von Tiermehl seit 1994 verboten ist, werden in vielen Bundesländern Tiermehle im Rinderfutter entdeckt. In Bayern wird ebenfalls ein BSE-Fall bekannt.
In Großbritannien erkranken im Schnitt noch immer 25 Rinder pro Woche an BSE. 2001
Lebensmittelkontrolleure suchenn in deutschen Supermärkten nach falsch deklarierter Wurst. In Deutschland sind bis zum 9. Januar insgesamt zehn BSE-Fälle amtlich bestätigt worden, sechs davon in Bayern, zwei in Niedersachsen und zwei in Schleswig-Holstein. Alle bisher entdeckten BSE-Rinder stammen aus bäuerlichen Familienbetrieben.
Ein Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wird eingeführt. Renate Künast (Grüne) aus Berlin übernimmt das Ministeramt. Ab dem 26. Januar müssen in Deutschland alle geschlachteten Rinder, die älter als 24 Monate sind, auf BSE getestet werden. Damit gelten in Deutschland schärfere Vorschriften als in den übrigen Ländern der EU. Seit dem 31. Januar 2001 beteiligt sich Deutschland an einem von der Europäischen Union initiierten Schlachtprogramm. Es sieht vor, 400 000 ältere Rinder zu töten.
Grund: Durch die BSE-Krise ist die Nachfrage nach Rindfleisch eingebrochen.
Arbeit zitieren:
2000, BSE, München, GRIN Verlag GmbH
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