- Übereinstimmung mit den Soikern: Leben des Menschen in Harmonie mit seinen Kräften und Anlagen, menschl. Schicksal durch göttliche Vorsehung vorherbestimmt Die jüngere Stoa oder die Stoa der Kaiserzeit (1. Jh. v. Chr. bis 2. Jh. n. Chr.)
- Vertreter: Seneca (4v. Chr.-65n. Chr.), Epiktet (griech. , der Erworbene, 60-140n. Chr.), Marc Aurel (121-180n. Chr.)
- Seneca: Zunächst Erzieher, dann jahrelang einflußreichster Berater des Kaisers Nero, repräsentierte die öffentliche Seite des Stoizismus
- Forderte ein von Tugend und Einsicht geleitetes Leben als das einzig glückliche Leben
- Betonte die Macht der Vernunft und die Unabhängigkeit, die sie dem Menschen gegenüber dem Schicksal verleiht
- Stoische Weise Erzieher der Menschheit „Es gibt etwas, worin der Weise selbst Gott übertrifft. Dieser dankt es seiner Natur, dass er nichts fürchtet; der Weise dankt es sich selbst.“
- Rückzug aufs Land wegen politischem Intrigenspiel
- Anklage wegen Beteiligung an einer Verschwörung, zu Unrecht
- Aufgefordert, sich selbst zu töten
- „Tod ist, nicht zu existieren. Wie das ist, weis ich bereits: das wird nach mir sein, was vor mir gewesen ist. Wenn darin Qual enthalten ist, muß es sie auch gegeben haben, bevor wir hinaustraten in das Licht der Welt; und doch haben wir damals keine Qual empfunden.“
- Epiktet. Jugend als Sklave, lehrte in Rom bis 95n. Chr. nach Erhalt seiner Freiheit, von Domitian mit anderen Stoikern verbannt, wegen Kritik der tyrannischen Herrschaft des Kaisers, nichts Schriftliches hinterlassen, aber Mitschriften eines Schülers „Handbüchlein“
- Steht in Tradition der älteren Stoa: Ziel ist Seelenfrieden
- Einige Dinge stehen in der Macht des Menschen, andere nicht
- In seiner Macht stehen: die Meinung, das Handeln, der Wunsch und die Abneigung
- Nicht in seiner Macht stehen: der Körper, die Reichtümer und die öffentlichen Ämter
- Sinnlos, sich abzuplagen
- Armut und Krankheit vom Schicksal geprägte Zustände, Klage sinnlos
- Marc Aurel: von seinem Onkel Antonius Pius, einem der gebildetsten röm. Kaiser, adoptiert, 161n. Chr. auf Thron, Rest seines Lebens im Dienste des Reiches, muß ständig Feinde von den Grenzen abwehren, obwohl er selbst friedlicher Natur ist
- „Meditationen“, ein Tagebuch voll philosophischer Reflexionen
- betrachtete es als eine Pflicht, die Lasten seines Amtes zu ertragen
- Menschen umgeben von vernunftgeprägten Kosmos (ältere Stoa)
- Beitrag jedes Einzelnen zur Weltharmonie: Erfüllung seiner Aufgaben, trotz des ständigen Wechsels aller Dinge
Arbeit zitieren:
Jana Beer, 2001, Stoa-Epochen, München, GRIN Verlag GmbH
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am Sunday, September 15, 2002-