Nannerl Mozart
Das 18. Jahrhundert
Herren- und Frauenrecht
Die Gesellschaft wurde von den Männern bestimmt. Die Frauen blieben im öffentlichen Leben meistens im Hintergrund. Ihnen blieb die Führung des Haushalts vorbehalten. Entscheidungen innerhalb und ausserhalb der Familie fällte nur der Mann.
Knaben wurden viel mehr gefördert als Mädchen z.B. in Sprachen, Musik usw. So verlief auch die Karriere von Nannerl. Frauen durften wegen der Haltung der Beine schon gar nicht erst Orgel spielen.
Die Freiheiten der Männer waren viel grösser. Einer jungen Frau war es nicht erlaubt alleine zu reisen.
Gab es zu dieser Zeit Künstlerinnen die öffentlich tätig sein durften? Hauptsächlich durften nur Künstler öffentlich tätig sein. Es gab jedoch einzelne Künstlerinnen, die das selbe Recht hatten, wie die Künstler. Der Beruf der Frauen war der Haushalt. In vornehmeren Häusern halfen ihnen Mägde dabei. Heirat
Ohne Bewilligung des Vaters durfte keine Tochter und kein Sohn heiraten. Schwangerschaften, Geburten und Kinder
Häufige Schwangerschaften, sowie eine hohe Säuglingssterblichkeit waren typisch für diese Zeit. In vornehmen Häusern wurden die Kinder nicht von der Mutter gestillt, sondern von Ammen. Vornamen
Die Kinder erhielten öfters denselben Vornamen wie ihre Eltern. Deswegen entstanden viele Übernamen, um Verwechslungen zu vermeiden. Medikamente
Medikamente, wie es sie heute gibt, existierten zu dieser Zeit noch nicht. So konnte man bereits an einer Erkältung oder Lungenentzündung sterben.
Familie Mozart Anna Maria und Leopold
Leopold war in Salzburg ein sehr bekannter Musiker. Dort lernte er Anna Maria Pertl kennen. Für Euphrosina jedoch, der Mutter von Anna Maria, war Leopold ein mittelloser Geiger und Diener. Sie wollte die Hochzeit von Leopold und ihrer Tochter nicht bewilligen. Doch Leopold bat seine Mutter um einen Vorschuss auf das väterliche Erbe. Obwohl auch sie mit der Wahl nicht einverstanden war, schickte sie dem Sohn das Geld. „Am 21. November 1747 segnete der Stadtkaplan von Salzburg die Hochzeit” ( Marianne Wintersteiner: Anna Maria und Nannerl Mozart, zwei Frauen um Wolfgang Amadeus, S. 52 ) von Anna Maria, 27-jährig, und Leopold, 28-jährig, ein. Alfred Einstein, der Biograph von Mozart, behauptete, dass der gescheite Leopold Mozart und die ungeschulte Anna Maria Pertl nicht zusammenpassten. Geburten von Anna Maria Mozart
Anna Maria Mozart gebar bevor Nannerl zur Welt kam drei Kinder, die alle nach kurzer Zeit starben. Als sie erneut schwanger wurde, machte sie es gegen die Gewohnheiten der besseren Kreise. Sie nahm die Armen als Vorbild. Sie band den Bauch mit keiner Schnur zusammen (um die schöne Figur zu behalten) und sie setzte ihr Kind nach der Geburt der Natur aus, damit es gegen Krankheiten abgehärtet wurde. So überlebte das Kind: Es war Nannerl. Eigendlich wurde sie Maria Anna getauft, weil die Mutter nicht wollte, dass sie gleich heisse wie sie, aber doch ähnlich. Danach gebar Anna Maria noch drei Kinder, doch nur das Dritte überlebte, welches Wolfgang Amadeus hiess. Anna Maria schenkte innerhalb von acht Jahren sieben Kinder das Leben, doch nur zwei davon überlebten.
Das Leben von Nannerl Mozart
Die Zeit vor der Geburt des Bruders
In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 1751 kam Maria Anna Walburga Ignatia Mozart, genannt Nannerl, als Tochter von Leopold Mozart und Anna Maria geb. Pertl, in Salzburg zur Welt. Nannerl war musikalisch sehr begabt. Der Vater schrieb für sie die „Schlittenfahrt” und Nannerl tanzte im Rhythmus dazu. Nannerl wurde täglich von der Grossmutter Euphrosina betreut. Sie wollte damit ihre Sturheit bei der Heirat wieder gut machen. Nannerl ging schon mit vier Jahren mit ihr in die Salons, wo sie Klavier spielte und von den Freundinnen Euphrosinas bestaunt wurde. Sie hatte ein ungewöhnliches Talent. Als Nannerl sieben Jahre alt war, begann Leopold sie systematisch zu unterrichten. Der Vater schrieb für sie „Nannerls Notenbuch”.
Kurz vor der Geburt ihres Bruders, Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus (auf lat. Amadeus), am 27. Januar 1756, starb Euphrosina. Nannerl meinte, dass die Grossmutter ihr als Ersatz den Bruder schickte. Daher liebte sie ihren kleinen Bruder ungewöhnlich fest,
Familie Mozart Anna Maria und Leopold
Leopold war in Salzburg ein sehr bekannter Musiker. Dort lernte er Anna Maria Pertl kennen. Für Euphrosina jedoch, der Mutter von Anna Maria, war Leopold ein mittelloser Geiger und Diener. Sie wollte die Hochzeit von Leopold und ihrer Tochter nicht bewilligen. Doch Leopold bat seine Mutter um einen Vorschuss auf das väterliche Erbe. Obwohl auch sie mit der Wahl nicht einverstanden war, schickte sie dem Sohn das Geld. „Am 21. November 1747 segnete der Stadtkaplan von Salzburg die Hochzeit” ( Marianne Wintersteiner: Anna Maria und Nannerl Mozart, zwei Frauen um Wolfgang Amadeus, S. 52 ) von Anna Maria, 27-jährig, und Leopold, 28-jährig, ein. Alfred Einstein, der Biograph von Mozart, behauptete, dass der gescheite Leopold Mozart und die ungeschulte Anna Maria Pertl nicht zusammenpassten. Geburten von Anna Maria Mozart
Anna Maria Mozart gebar bevor Nannerl zur Welt kam drei Kinder, die alle nach kurzer Zeit starben. Als sie erneut schwanger wurde, machte sie es gegen die Gewohnheiten der besseren Kreise. Sie nahm die Armen als Vorbild. Sie band den Bauch mit keiner Schnur zusammen (um die schöne Figur zu behalten) und sie setzte ihr Kind nach der Geburt der Natur aus, damit es gegen Krankheiten abgehärtet wurde. So überlebte das Kind: Es war Nannerl. Eigendlich wurde sie Maria Anna getauft, weil die Mutter nicht wollte, dass sie gleich heisse wie sie, aber doch ähnlich. Danach gebar Anna Maria noch drei Kinder, doch nur das Dritte überlebte, welches Wolfgang Amadeus hiess. Anna Maria schenkte innerhalb von acht Jahren sieben Kinder das Leben, doch nur zwei davon überlebten.
Das Leben von Nannerl Mozart
Die Zeit vor der Geburt des Bruders
In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 1751 kam Maria Anna Walburga Ignatia Mozart, genannt Nannerl, als Tochter von Leopold Mozart und Anna Maria geb. Pertl, in Salzburg zur Welt. Nannerl war musikalisch sehr begabt. Der Vater schrieb für sie die „Schlittenfahrt” und Nannerl tanzte im Rhythmus dazu. Nannerl wurde täglich von der Grossmutter Euphrosina betreut. Sie wollte damit ihre Sturheit bei der Heirat wieder gut machen. Nannerl ging schon mit vier Jahren mit ihr in die Salons, wo sie Klavier spielte und von den Freundinnen Euphrosinas bestaunt wurde. Sie hatte ein ungewöhnliches Talent. Als Nannerl sieben Jahre alt war, begann Leopold sie systematisch zu unterrichten. Der Vater schrieb für sie „Nannerls Notenbuch”.
Kurz vor der Geburt ihres Bruders, Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus (auf lat. Amadeus), am 27. Januar 1756, starb Euphrosina. Nannerl meinte, dass die Grossmutter ihr als Ersatz den Bruder schickte. Daher liebte sie ihren kleinen Bruder ungewöhnlich fest,
akzeptierte ihn vollständig und wehrte sich später nicht dagegen, dass er ihr vorgezogen und mehr gefördert wurde. Dies war zudem zu jener Zeit allgemein üblich. Die Kinderjahre
Nannerl und Wolfgang besuchten nie eine Schule. Ihr Vater unterrichtete sie in allem selbst. Das wichtigste für ihn war der Musikunterricht. Er unterrichtete jedoch Nannerl und Wolfgang sehr unterschiedlich: Wolfgang: Nannerl: Klavier spielen Klavier spielen Auf verdeckter Klaviatur spielen Auf verdeckter Klaviatur spielen Singen Singen Violine spielen Orgel spielen Improvisieren Komponieren Angeschlagene Töne genau benennen ( Eva Rieder: Nannerl Mozart, S. 69 )
Wolfgang war vom Klavierspiel noch mehr begeistert als Nannerl. Mit fünf Jahren komponierte er schon die ersten Stücke. Die beiden Kinder beeindruckten Johann Ernst Eberlin, einen Freund von Leopold. Er schlug vor, mit den Kindern zum Kurfürsten Maximilian III zu fahren und sie dort vorspielen zu lassen. Es wurde ein grosser Erfolg. Dies regte Leopold an, mit den Kindern weitere Reisen zu machen. Die Reisen
1761 spielten die Kinder vor Adligen und am Kaiserhof in Wien. Nannerl war ein Wunderkind. Sie hatte sowohl die Musikalität des Vaters, als auch die Tüchtigkeit der Mutter geerbt. Wolfgang hingegen war nur musikalisch begabt. Nannerl bekam für ihr grosses Können sogar eine Brosche und ein Kleid von der Kaiserin geschenkt.
Danach gingen sie nach Pressburg. Doch bald kehrten sie heim, denn Leopolds alter Freund Eberlin war gestorben. Leopold trauerte, und hoffte, dass er die Stelle als erster Hofkapellmeister übernehmen könnte. Doch leider bekam er diesen Posten nicht. Dies hatte jedoch auch Vorteile, denn als erster Hofkapellmeister wären weitere Reisen nicht mehr möglich gewesen.
Anfangs 1762 reiste die ganze Familie für drei Wochen nach München. Dort spielte die Familie zusammen: Wolfgang und Leopold spielten Geige und Nannerl Klavier. Die 3-jährige Reise
Im Juni 1763 gingen sie wieder auf Reisen, bis Ende 1766. Sie fuhren nach München, Schwezingen, Augsburg, Heidelberg, Mannheim, Mainz, Frankfurt, Paris, Brüssel, London
akzeptierte ihn vollständig und wehrte sich später nicht dagegen, dass er ihr vorgezogen und mehr gefördert wurde. Dies war zudem zu jener Zeit allgemein üblich. Die Kinderjahre
Nannerl und Wolfgang besuchten nie eine Schule. Ihr Vater unterrichtete sie in allem selbst. Das wichtigste für ihn war der Musikunterricht. Er unterrichtete jedoch Nannerl und Wolfgang sehr unterschiedlich: Wolfgang: Nannerl: Klavier spielen Klavier spielen Auf verdeckter Klaviatur spielen Auf verdeckter Klaviatur spielen Singen Singen Violine spielen Orgel spielen Improvisieren Komponieren Angeschlagene Töne genau benennen ( Eva Rieder: Nannerl Mozart, S. 69 )
Wolfgang war vom Klavierspiel noch mehr begeistert als Nannerl. Mit fünf Jahren komponierte er schon die ersten Stücke. Die beiden Kinder beeindruckten Johann Ernst Eberlin, einen Freund von Leopold. Er schlug vor, mit den Kindern zum Kurfürsten Maximilian III zu fahren und sie dort vorspielen zu lassen. Es wurde ein grosser Erfolg. Dies regte Leopold an, mit den Kindern weitere Reisen zu machen. Die Reisen
1761 spielten die Kinder vor Adligen und am Kaiserhof in Wien. Nannerl war ein Wunderkind. Sie hatte sowohl die Musikalität des Vaters, als auch die Tüchtigkeit der Mutter geerbt. Wolfgang hingegen war nur musikalisch begabt. Nannerl bekam für ihr grosses Können sogar eine Brosche und ein Kleid von der Kaiserin geschenkt.
Danach gingen sie nach Pressburg. Doch bald kehrten sie heim, denn Leopolds alter Freund Eberlin war gestorben. Leopold trauerte, und hoffte, dass er die Stelle als erster Hofkapellmeister übernehmen könnte. Doch leider bekam er diesen Posten nicht. Dies hatte jedoch auch Vorteile, denn als erster Hofkapellmeister wären weitere Reisen nicht mehr möglich gewesen.
Anfangs 1762 reiste die ganze Familie für drei Wochen nach München. Dort spielte die Familie zusammen: Wolfgang und Leopold spielten Geige und Nannerl Klavier. Die 3-jährige Reise
Im Juni 1763 gingen sie wieder auf Reisen, bis Ende 1766. Sie fuhren nach München, Schwezingen, Augsburg, Heidelberg, Mannheim, Mainz, Frankfurt, Paris, Brüssel, London
und Den Haag. Nannerl beschrieb ihre Erlebnisse in einem Tagebuch. Fast überall wurden die beiden Wunderkinder gefeiert. Besonders Nannerl beeindruckte die Zuhörer. Sie wurde von allen Seiten bewundert. Die schwierigsten Stücke konnte sie fehlerlos und perfekt vorspielen. In Schwezingen drehte sich plötzlich alles um Nannerl. Sie spielte viel eindrucksvoller als Wolfgang und stand im Vordergrund. Ihr Gesichtsausdruck war verändert. Sie liebte Johann Wolfgang von Goethe.
In Paris hatten Nannerl und Wolfgang ebenfalls grossen Erfolg. Leopold verstärkte den Eindruck noch, indem er Nannerl und Wolfgang je ein Jahr jünger ausgab. In Paris behauptete man sogar, Nannerl spiele die Stücke des bekannten Komponisten Schoberth ( der auch als der beste Pianist der Pariser Salons galt ) besser, als dieser selbst. Die beiden Kinder lernten in Paris lesen, schreiben und rechnen.
London blieb den Kinder ewig in Erinnerung. Sie lernten dort Johann Christian Bach kennen. Nannerl pflegte eine langjährige Freundschaft mit ihm. Diese Station ihrer Reise wurde für Nannerl und Wolfgang zum Höhepunkt. Sie wurden in Gedichten und Festreden gefeiert. In Den Haag wurde Nannerl schwer krank. Man befürchtete, dass sie sterben müsse. Doch drei Monate später am 29. Januar und 26. Februar 1766 konnte sie wieder vorspielen. Diese 3-jährige Reise war der Höhepunkt und zugleich das Ende von Nannerls öffentlicher, musikalischer Karriere. Leopolds Wille
Leopolds Ziel war, den Sohn zu fördern und Nannerls Karriere musste in den Hintergrund treten. Anna Maria war das nicht recht. Sie erklärte Leopold, dass Nannerl genau so begabt sei wie Wolfgang. Doch Leopold sagte, Nannerl sei nur ein Mädchen. Das hiess, er förderte von jetzt an nur noch Wolfgang. Nannerl wurde noch dazu eingesetzt, die von Wolfgang komponierten Stücke zu beurteilen. Im Jahre 1770 reiste Leopold allein mit Wolfgang nach Italien. Nannerl und die Mutter blieben zu Hause. Sie kümmerten sich um den Haushalt, trafen sich mit Freunden und gingen an verschiedene Feste, um es auch lustig zu haben. Die grosse Liebe
Nannerl hatte viele Verehrer, aber keiner konnte sie begeistern. Doch eines Tages lernte sie Franz Armand d’Yppold kennen, in den sie sich sofort verliebte. Er war die grosse Liebe ihres Lebens. Herr d’Yppold konnte sehr gut musizieren. Daher waren Nannerl und Anna Maria überzeugt, dass Franz dem Vater gefallen würde. Doch als Leopold nach 2 Jahren wieder nach Hause kam, verbot er Nannerl, ihn zu heiraten, da d’Yppold ihm zu arm war. Leopold wollte, dass Nannerl Joseph von Mölk heirate. Auch die Familie von Franz stellte sich gegen die Heirat. Dank Anna Maria, die mit Leopold gesprochen hatte, durfte sie ihn wenigstens treffen. Das grösste Ereignis mit Franz war für Nannerl die Maskenschlittenfahrt in München, die ihr lebenslang in Erinnerung blieb. Das Alltagsleben
Nannerls Lebensbeschäftigung war Musik,Theater, Beten und Hausarbeit. Dazu kam aber auch das Interesse für Kleider und Modefragen. Nannerl suchte fast jeden Tag ein Gotteshaus auf, obwohl dies nicht mehr üblich war.
und Den Haag. Nannerl beschrieb ihre Erlebnisse in einem Tagebuch. Fast überall wurden die beiden Wunderkinder gefeiert. Besonders Nannerl beeindruckte die Zuhörer. Sie wurde von allen Seiten bewundert. Die schwierigsten Stücke konnte sie fehlerlos und perfekt vorspielen. In Schwezingen drehte sich plötzlich alles um Nannerl. Sie spielte viel eindrucksvoller als Wolfgang und stand im Vordergrund. Ihr Gesichtsausdruck war verändert. Sie liebte Johann Wolfgang von Goethe.
In Paris hatten Nannerl und Wolfgang ebenfalls grossen Erfolg. Leopold verstärkte den Eindruck noch, indem er Nannerl und Wolfgang je ein Jahr jünger ausgab. In Paris behauptete man sogar, Nannerl spiele die Stücke des bekannten Komponisten Schoberth ( der auch als der beste Pianist der Pariser Salons galt ) besser, als dieser selbst. Die beiden Kinder lernten in Paris lesen, schreiben und rechnen.
London blieb den Kinder ewig in Erinnerung. Sie lernten dort Johann Christian Bach kennen. Nannerl pflegte eine langjährige Freundschaft mit ihm. Diese Station ihrer Reise wurde für Nannerl und Wolfgang zum Höhepunkt. Sie wurden in Gedichten und Festreden gefeiert. In Den Haag wurde Nannerl schwer krank. Man befürchtete, dass sie sterben müsse. Doch drei Monate später am 29. Januar und 26. Februar 1766 konnte sie wieder vorspielen. Diese 3-jährige Reise war der Höhepunkt und zugleich das Ende von Nannerls öffentlicher, musikalischer Karriere. Leopolds Wille
Leopolds Ziel war, den Sohn zu fördern und Nannerls Karriere musste in den Hintergrund treten. Anna Maria war das nicht recht. Sie erklärte Leopold, dass Nannerl genau so begabt sei wie Wolfgang. Doch Leopold sagte, Nannerl sei nur ein Mädchen. Das hiess, er förderte von jetzt an nur noch Wolfgang. Nannerl wurde noch dazu eingesetzt, die von Wolfgang komponierten Stücke zu beurteilen. Im Jahre 1770 reiste Leopold allein mit Wolfgang nach Italien. Nannerl und die Mutter blieben zu Hause. Sie kümmerten sich um den Haushalt, trafen sich mit Freunden und gingen an verschiedene Feste, um es auch lustig zu haben. Die grosse Liebe
Nannerl hatte viele Verehrer, aber keiner konnte sie begeistern. Doch eines Tages lernte sie Franz Armand d’Yppold kennen, in den sie sich sofort verliebte. Er war die grosse Liebe ihres Lebens. Herr d’Yppold konnte sehr gut musizieren. Daher waren Nannerl und Anna Maria überzeugt, dass Franz dem Vater gefallen würde. Doch als Leopold nach 2 Jahren wieder nach Hause kam, verbot er Nannerl, ihn zu heiraten, da d’Yppold ihm zu arm war. Leopold wollte, dass Nannerl Joseph von Mölk heirate. Auch die Familie von Franz stellte sich gegen die Heirat. Dank Anna Maria, die mit Leopold gesprochen hatte, durfte sie ihn wenigstens treffen. Das grösste Ereignis mit Franz war für Nannerl die Maskenschlittenfahrt in München, die ihr lebenslang in Erinnerung blieb. Das Alltagsleben
Nannerls Lebensbeschäftigung war Musik,Theater, Beten und Hausarbeit. Dazu kam aber auch das Interesse für Kleider und Modefragen. Nannerl suchte fast jeden Tag ein Gotteshaus auf, obwohl dies nicht mehr üblich war.
Der Tod der Mutter
Im Jahre 1777 reisten Anna Maria und Wolfgang allein nach Paris, denn Leopold bekam keine Bewilligung vom Fürsten für eine weitere Reise. Der Grund war, dass Wolfgang schon genug alt war um selbst zu reisen. Doch Leopold wusste, dass dieser mit Geld nicht umgehen konnte. In Paris hatte Anna Maria starke Kopfschmerzen. Sie glaubte, es sei wegen der Hitze. Eines Tages bekam sie hohes Fieber. Als Wolfgang merkte, dass die Mutter krank war holte er den Arzt. Doch nichts nützte. Anna Marias Kopfschmerzen und das Fieber liessen nicht nach. Dazu kam auch noch Schüttelfrost. Nach 14 Tagen, in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1778, starb sie vermutlich an einer starken Grippe. Als Nannerl vom Tod der Mutter erfuhr, erlitt sie eine schwere Migräne. Dazu kam auch noch die Überlastung mit dem Haushalt. Die Heirat
Nach dem Tod der Mutter verbot Leopold seiner Tochter Franz d’Yppold weiterhin zu treffen. Johann Baptist Berchtold von Sonnenburg war ein Bekannter der Familie Mozart. Seine junge Frau Maria Anna starb plötzlich. Johann wollte Nannerl heiraten, weil sie noch Jungfrau war. Leopold war sofort einverstanden. Doch Nannerl weigerte sich zunächst, denn sie liebte immer noch Franz d’Yppold. Schliesslich wurde sie überredet und heiratete 1784, als sie 33 Jahre alt war, Johann Baptist von Sonnenburg und zog zu ihm nach St.Gilgen. Das war aber keine Liebesheirat. Johann besass etwa 27’000 Gulden (600’000 Sfr). Für damals war dies sehr viel Geld. Nannerl war die dritten Frau von Johann. Ihr 48-jähriger Mann brachte fünf Kinder in die Ehe. Da eines der Kinder ebenfalls Nannerl hiess, wurde Nannerl Marianne genannt. Die Ehe
Nannerl hatte es am Anfang nicht einfach, denn es waren schwierige Kinder, die sie zu betreuen hatte. In der Familie Berchtold war sie Ehefrau, Stiefmutter und die Herrin des Hauses. Sie dachte oft, „wenn nur Mama noch leben würde, wäre ich mit meinem lieben Franz zusammen”. Trotz ihrer Heirat hatte sie noch weiterhin Kontakt zu Franz, was sowohl von Leopold als auch von Johann unterstützt wurde. Am 28. Juli 1785 gebar Nannerl ihr erstes Kind, welches Leopoldus hiess. Dieser wuchs jedoch bei ihrem Vater Leopold auf, was Nannerl traurig machte. Doch nach zwei Jahren starb Leopold, am 18. Mai 1787, mit 68 Jahren. Dies war damals ein hohes Alter.
Nannerl erbte über 2000 Gulden. Wenn er damals nur die Hälfte als Mitgift gegeben hätte, wären Franz und Nannerl jetzt verheiratet. Leopoldus lebte von da an wieder bei seiner Mutter. Nannerl schenkte noch zwei weiteren Kindern das Leben: Jeanette Johanna und Maria Bernadette, die jedoch im Kindesalter starb. 1790 starb ihr geliebter Freund Franz bei einem Unfall.
1791 starb Nannerls Bruder Wolfgang. Er und Nannerl waren sehr verbunden. Bis zum Tod des Vaters hatten sie fleissigen Kontakt. Wolfgang schickte ihr seine neu komponierten Stücke und bat sie um ihre Meinung. Danach hörte sie nichts mehr von ihm. Vermutlich, weil Konstanze, die Frau von Wolfgang, dies nicht wollte.
1801 starb Nannerls Mann. Sie trauerte sehr, denn sie hatten am Schluss eine tiefe Verbindung. Wie immer nach Schicksalsschlägen erkrankte Nannerl wegen psychischer
Der Tod der Mutter
Im Jahre 1777 reisten Anna Maria und Wolfgang allein nach Paris, denn Leopold bekam keine Bewilligung vom Fürsten für eine weitere Reise. Der Grund war, dass Wolfgang schon genug alt war um selbst zu reisen. Doch Leopold wusste, dass dieser mit Geld nicht umgehen konnte. In Paris hatte Anna Maria starke Kopfschmerzen. Sie glaubte, es sei wegen der Hitze. Eines Tages bekam sie hohes Fieber. Als Wolfgang merkte, dass die Mutter krank war holte er den Arzt. Doch nichts nützte. Anna Marias Kopfschmerzen und das Fieber liessen nicht nach. Dazu kam auch noch Schüttelfrost. Nach 14 Tagen, in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1778, starb sie vermutlich an einer starken Grippe. Als Nannerl vom Tod der Mutter erfuhr, erlitt sie eine schwere Migräne. Dazu kam auch noch die Überlastung mit dem Haushalt. Die Heirat
Nach dem Tod der Mutter verbot Leopold seiner Tochter Franz d’Yppold weiterhin zu treffen. Johann Baptist Berchtold von Sonnenburg war ein Bekannter der Familie Mozart. Seine junge Frau Maria Anna starb plötzlich. Johann wollte Nannerl heiraten, weil sie noch Jungfrau war. Leopold war sofort einverstanden. Doch Nannerl weigerte sich zunächst, denn sie liebte immer noch Franz d’Yppold. Schliesslich wurde sie überredet und heiratete 1784, als sie 33 Jahre alt war, Johann Baptist von Sonnenburg und zog zu ihm nach St.Gilgen. Das war aber keine Liebesheirat. Johann besass etwa 27’000 Gulden (600’000 Sfr). Für damals war dies sehr viel Geld. Nannerl war die dritten Frau von Johann. Ihr 48-jähriger Mann brachte fünf Kinder in die Ehe. Da eines der Kinder ebenfalls Nannerl hiess, wurde Nannerl Marianne genannt. Die Ehe
Nannerl hatte es am Anfang nicht einfach, denn es waren schwierige Kinder, die sie zu betreuen hatte. In der Familie Berchtold war sie Ehefrau, Stiefmutter und die Herrin des Hauses. Sie dachte oft, „wenn nur Mama noch leben würde, wäre ich mit meinem lieben Franz zusammen”. Trotz ihrer Heirat hatte sie noch weiterhin Kontakt zu Franz, was sowohl von Leopold als auch von Johann unterstützt wurde. Am 28. Juli 1785 gebar Nannerl ihr erstes Kind, welches Leopoldus hiess. Dieser wuchs jedoch bei ihrem Vater Leopold auf, was Nannerl traurig machte. Doch nach zwei Jahren starb Leopold, am 18. Mai 1787, mit 68 Jahren. Dies war damals ein hohes Alter.
Nannerl erbte über 2000 Gulden. Wenn er damals nur die Hälfte als Mitgift gegeben hätte, wären Franz und Nannerl jetzt verheiratet. Leopoldus lebte von da an wieder bei seiner Mutter. Nannerl schenkte noch zwei weiteren Kindern das Leben: Jeanette Johanna und Maria Bernadette, die jedoch im Kindesalter starb. 1790 starb ihr geliebter Freund Franz bei einem Unfall.
1791 starb Nannerls Bruder Wolfgang. Er und Nannerl waren sehr verbunden. Bis zum Tod des Vaters hatten sie fleissigen Kontakt. Wolfgang schickte ihr seine neu komponierten Stücke und bat sie um ihre Meinung. Danach hörte sie nichts mehr von ihm. Vermutlich, weil Konstanze, die Frau von Wolfgang, dies nicht wollte.
1801 starb Nannerls Mann. Sie trauerte sehr, denn sie hatten am Schluss eine tiefe Verbindung. Wie immer nach Schicksalsschlägen erkrankte Nannerl wegen psychischer
Belastung schwer. Diese Zeit war für Nannerl die schlimmste ihres Lebens. Sie hatte lange Zeit Herzprobleme. Doch sie erholte sich wieder. Wieder in Salzburg
Nach Berchtolds Tod zog Nannerl mit ihrer Tochter Jeanette nach Salzburg. Dort arbeitete sie an der Biographie ihres Bruders. Ein weiterer Schicksalsschlag traf sie am 1. September 1805, ihre Tochter Jeanette starb an Nervenfieber.
In Salzburg gab Nannerl wieder Klavierunterricht, bis sie völlig erblindet, bettlägrig und verarmt im Jahre 1829 im sehr hohen Alter von 78 Jahren starb.
Interview mit Herrn Kuster
„Sagt Ihnen der Name Nannerl etwas?” „Wie ist ihr Nachname? Ich kenne mehrere Nannerl.” „Sie heisst Nannerl Mozart.” „Meinst du die Schwester von Wolfgang Amadeus?” „Ja, richtig. Ist sie heute noch bekannt?”
„Nein, man spricht nur noch von Wolfgang. Doch das ist nicht aussergewöhnlich. Meistens wird heute nur noch von Komponisten und nicht von Komponistinnen gesprochen.” „Gibt es von Nannerl denn überhaupt noch Kompositionen, die heute noch gespielt werden?”
„Ich glaube, es gibt sie schon noch. Doch man hat sie noch nicht gefunden. Ich nehme aber an, dass sie irgendwo bei einer Familie unerkannt liegen. Möglich ist aber auch, dass Sammler die Notenblätter erkannt haben und diese bei sich behalten. Bekannt ist nur Nannerls erstes Notenbuch, mit dem sie gelernt hat. Doch dies hat der Vater Leopold geschrieben.” „Wissen Sie noch mehr über Nannerl ?”
„Eigentlich nicht, obwohl ich Klavierlehrer bin. Auch die in Musik ausgebildeten Leute wissen nicht viel über sie. Es fällt mir auch schwer, zu wissen was wirklich stimmt, denn es gibt viel zu wenige und zudem widersprüchliche Informationen.” Herzlichen Dank!
Belastung schwer. Diese Zeit war für Nannerl die schlimmste ihres Lebens. Sie hatte lange Zeit Herzprobleme. Doch sie erholte sich wieder. Wieder in Salzburg
Nach Berchtolds Tod zog Nannerl mit ihrer Tochter Jeanette nach Salzburg. Dort arbeitete sie an der Biographie ihres Bruders. Ein weiterer Schicksalsschlag traf sie am 1. September 1805, ihre Tochter Jeanette starb an Nervenfieber.
In Salzburg gab Nannerl wieder Klavierunterricht, bis sie völlig erblindet, bettlägrig und verarmt im Jahre 1829 im sehr hohen Alter von 78 Jahren starb.
Interview mit Herrn Kuster
„Sagt Ihnen der Name Nannerl etwas?” „Wie ist ihr Nachname? Ich kenne mehrere Nannerl.” „Sie heisst Nannerl Mozart.” „Meinst du die Schwester von Wolfgang Amadeus?” „Ja, richtig. Ist sie heute noch bekannt?”
„Nein, man spricht nur noch von Wolfgang. Doch das ist nicht aussergewöhnlich. Meistens wird heute nur noch von Komponisten und nicht von Komponistinnen gesprochen.” „Gibt es von Nannerl denn überhaupt noch Kompositionen, die heute noch gespielt werden?”
„Ich glaube, es gibt sie schon noch. Doch man hat sie noch nicht gefunden. Ich nehme aber an, dass sie irgendwo bei einer Familie unerkannt liegen. Möglich ist aber auch, dass Sammler die Notenblätter erkannt haben und diese bei sich behalten. Bekannt ist nur Nannerls erstes Notenbuch, mit dem sie gelernt hat. Doch dies hat der Vater Leopold geschrieben.” „Wissen Sie noch mehr über Nannerl ?”
„Eigentlich nicht, obwohl ich Klavierlehrer bin. Auch die in Musik ausgebildeten Leute wissen nicht viel über sie. Es fällt mir auch schwer, zu wissen was wirklich stimmt, denn es gibt viel zu wenige und zudem widersprüchliche Informationen.” Herzlichen Dank!
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Stéphanie Schuettel, 2001, Mozart, Nannerl, München, GRIN Verlag GmbH
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Für MS Word 2003 - Update 2010
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Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
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Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
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Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
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