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Gliederung
1. Prinzipien der Mnemotechnik
1.1. Definitionen
1.2. Die mnemonischen Stellen
1.3. Die mnemonischen Bilder
1.4. Zusammenwirken von Stellen und Bildern
2. Überblick über heutige Mnemotechniken
2.1. Loci-Technik
2.2. Technik der assoziativen Verbindung
2.3. Geschichtentechnik
2.4. Kennworttechniken
2.5. Schlüsselwortmethode
2.6. Merkverse
2.7. Aufteilung in Kategorien
2.8. Ankronym und Akrostichon
2.9. Entdecken bzw. Schaffen von inneren und äußeren Beziehungen
2.10. Visualisierung
2.11. Wortfunktion und ihre lineare Übersetzung
3. Zusammenfassung
3.1. Mnemotechniken - die Universallösung?
4. Literatur
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1. Prinzipien der Mnemotechnik
1.1. Definitionen
Zur Klärung des Begriffs „Mnemotechnik“ zog ich zuerst das Fremdwörterbuch des Dudens heran. Darin sind die Begriffe „Mneme“ und „Mnemotechnik“ wie folgt beschrieben:
„Mneme (gr.) Gedächtnis; Erinnerung, Fähigkeit lebender Substanz, für die Lebensvorgänge wichtige Information zu speichern (...) Mnemotechnik Technik, Verfahren, sich etwas leichter einzuprägen, seine Gedächtnisleistung zu steigern, z.B. durch systematische Übung od. Lernhilfen (wie z.B. Merkverse).“ (DUDEN, Fremdwörterbuch; 1997; S. 524)
1.2. Die mnemonischen Stellen
Als Erfinder der Mnemotechnik gilt SIMONIDES (556-468 v.Chr. - gr. Dichter). Der Überlieferung nach war er der einzige Überlebende eines großen Festmahls, bei dem die Decke einstürzte und alle anderen ums Leben kamen. Simonides konnte die Gäste als einziger, an Hand der Sitzordnung an der Festtafel, identifizieren. Wie dieses Beispiel zeigt, schafft die Ordnung nach den Prinzipien der antiken Mnemotechnik am meisten Klarheit für das Gedächtnis. Dieser Ordnung bei der Mnemotechnik liegt ein Inventar von sogenannten mnemonischen Stellen zugrunde. Die Beschaffenheit und Reihenfolge der mnemonischen Stellen sollen für das Gedächtnis eindeutig sein.
Für die Wesensart der mnemonischen Stellen wurden spezielle Kriterien entwickelt, als sich die antike Mnemotechnik zu einer etablierten Gedächtniskunst ausgebildet hat. Sie sollten 1. zahlreich, 2. sehr anschaulich, 3. deutlich voneinander abgegrenzt, 4. voneinander verschieden, 5. mäßig groß,
6. mäßig voneinander entfernt (etwa 10m optimal), 7. hell und 8. verkehrsarm
sein. Vor allem Gebäude und Stadtviertel, die dem einzelnen vertraut sind, erfüllen diese Kriterien und eignen sich daher besonders gut als mnemonische Stellen.
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1.3. Die mnemonischen Bilder
Hierbei werden Sachverhalte und Begriffe der zu erinnernden Information in mnemonische Bilder - oder auch Gedächtnisbilder - transformiert. Die Erstellung der Gedächtnisbilder wird wesentlich vom Konkretheitsgrad des entsprechenden Begriffs oder Sachverhalts geprägt.
So sind direkte Abbilder für konkrete Begriffe, die ein Einzelding bezeichnen, die einfachste Lösung. Wenn man sich dann z.B. den Begriff Katze merken soll, stellt man sich in seiner Phantasie einfach eine Katze vor.
Begriffe, die man sich nicht so direkt vorstellen kann, wie z.B. Glück, Zufriedenheit, etc., werden durch möglichst konkrete stellvertretende Begriffe repräsentiert. Für diese abstrakteren oder umfangreicheren Begriffe bieten sich vier Grundverfahren an: 1. das Sinnverfahren
(z.B. Begriff: Computer -> Sinnbild: Monitor/Bildschirm) 2. das Stellvertretungsverfahren
3. das Klangverfahren
4. das Zeichenverfahren
1.4. Zusammenwirken von Stellen und Bildern
Um die zu lernenden Begriffe abrufbereit im Gedächtnis zu speichern werden die einzelnen mnemonischen Bilder den jeweiligen mnemonischen Stellen zugeordnet. In dieser Phase zeigt sich die Leistungsfähigkeit der Mnemotechnik. Beim gedanklichen durchlaufen der mnemonischen Stellen wird bei jeder Stelle an das dort zugeordnete Bild erinnert, das wiederum den ursprünglichen Begriff wachruft. Das wiederholte Üben im Durchlaufen der Stellen ist somit die Voraussetzung für eine problemlose Abrufbarkeit der erwünschten Gedanken.
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Nun stellt sich natürlich die Frage, was man mit den Bildern und Stellen macht, wenn die gespeicherten Informationen nicht mehr benötigt werden, um das Erinnerungsvermögen nicht unnötig zu belasten. Einige Theorien behaupten, daß die Bilder automatisch verblassen, sobald sie nicht mehr benötigt werden. Ein kleiner Trick kann diesen Vorgang aber unterstützen: man geht gedanklich die Stellen und die dazugehörigen Bilder ab und „übermalt“ oder „tapeziert“ sie einfach, um damit neuen Platz zu schaffen.
2. Überblick über heutige Mnemotechniken (vgl. SPERBER, 1989, S. 29 ff.)
2.1. Loci-Technik
Diese Technik eignet sich besonders zum Behalten von Begriffen bzw. Gedanken in ihrer richtigen Reihenfolge. Zum Beispiel, um Gliederungspunkte für freie Reden zu behalten, indem sie an den entsprechenden mnemonischen Stellen verankert werden. Bei der Loci-Technik werden geographische Orte gelernt und als Hinweisreize für den Abruf der zu behaltenden Begriffe (oder Gedanken) verwendet. Am einfachsten stellt sich dies dar, wenn Orte verwendet werden, die dem Lerner bereits vertraut sind (z.B. Häuser, Stadtviertel, etc.). Jedem Ort wird dann ein Begriff im Geiste zugeordnet. Um die zu lernenden Begriffe wiederzugeben, muß der Lerner nur an die verschiedenen Orte „zurückgehen“ und sich die bildhaften Vorstellungen der Begriffe in Erinnerung rufen.
Am meisten profitieren Personen mit einem guten räumlichen Gedächtnis von der Loci-Technik.
2.2. Technik der assoziativen Verbindung
Wenn eine Liste von Begriffen oder Gegenständen, die in keinem logischem oder natürlichen Zusammenhang stehen, zu lernen ist, bietet sich die Technik der assoziativen Verbindung besonders an.
Hierbei werden zwischen den Begriffen selber interaktive Gedächtnisbilder erschaffen. Das führt dazu, daß die Erinnerung an einen Begriff das interaktive Bild mit dem nächsten Begriff abruft. Somit wird eine sich fortsetzende Schleife von Gedächtnisbildern aktiviert.
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Beispiel:
Folgende Begriffe sollen in der richtigen Reihenfolge gelernt werden: Auto, Vorhang, Abfalleimer, etc... Technik:
Zuerst ein Auto vorstellen, das aus einem Vorhang gemacht ist, dann einen Abfalleimer, in dem der Vorhang zerknüllt liegt, etc... Untersuchungen haben ergeben, daß Versuchspersonen zwei- bis dreimal mehr von längeren Wortlisten behalten, wenn sie die Technik der assoziativen Verbindung anwenden im Vergleich mit Kontrollgruppen, die normales Auswendiglernen als Strategie benützen.
2.3. Geschichtentechnik
Willkürlich aneinandergereihte Begriffe werden durch die Geschichtentechnik einfach gelernt.
Die Begriffe werden zu einer zusammenhängenden Geschichte, mag sie auch noch so phantastisch erscheinen, verknüpft. Der Erfolg dieser Technik beruht vor allem auf den spontanen Visualisierungen, die mit der Erfindung einer Geschichte einher gehen. Das wiederum bedeutet aber, daß die zu lernenden Begriffe einen relativ hohen Konkretheitsgrad aufweisen müssen, um mit dieser Technik erfolgreich gelernt werden zu können. Beispiel:
Folgende Begriffe sollen gelernt werden: Baum, Riesenrad, Brunnen, etc... Technik:
Ein Baum wollte auf den Jahrmarkt gehen. Voller Begeisterung setzte er sich in das Riesenrad und genoß die schöne Aussicht. Nach einigen Umdrehungen wurde er aber sehr durstig und sucht sich einen großen Brunnen in den er seine Wurzeln halten konnte, .......
Die Leistungsfähigkeit der Geschichtentechnik entspricht, laut den Untersuchungen, etwa der der Technik der assoziativen Verbindung.
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2.4. Kennworttechniken
Die Kennworttechniken bieten eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Als Basis dient das Kennwort, mit dem die zu lernende Information in einem interaktiven Gedächtnisbild kombiniert wird. Meistens ist das Kennwort ein bekannter, gut eingeübter und konkreter Begriff. Es ist also mit den mnemonischen Stellen vergleichbar.
Es gibt zahlreiche Varianten der Kennworttechniken, hier sollen nun die bekanntesten kurz gezeigt werden:
- Kennworttechnik auf Buchstaben basierend:
- Kennworttechnik auf Zahlen basierend:
- Kennwortechnik auf phonetisch und visuelle Ähnlichkeiten basierend Sie ist der „Schlüsselwortmethode“ sehr ähnlich.
Ein wichtiges Ziel der meisten Kennwortsysteme ist es, eine feste Reihenfolge der Kennwörter zu erstellen, um somit die zu behaltenden Informationen geordnet zu lernen.
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2.5. Schlüsselwortmethode
Die Schlüsselwortmethode eignet sich besonders für den Wortschatzerwerb beim Fremdsprachenlernen.
Das unbekannte, fremdsprachliche Wort wird hierbei mit einem klangähnlichen, konkreten Wort, dem Schlüsselwort, der Muttersprache in einem interaktiven Gedächtnisbild assoziiert. Die dadurch entstehende Gedächtnisspur soll einen erfolgreichen Abruf zwischen Vokabellernen der Fremd- und Muttersprache in beiden Richtungen gewährleisten.
Am besten ist diese Methode für Substantive, etwas weniger für gut für Verben und am wenigsten für Adjektive geeignet, da der Konkretheitsgrad in die selbe Richtung abnimmt. Weiterhin wurde in Experimenten festgestellt, daß nicht nur die Effizienz der Schlüsselwortmethode wesentlich höher ist, sondern auch der Zeitaufwand wesentlich geringer ist im Gegensatz zu herkömmlichen Strategien. Ebenfalls erstaunlich sind die Ergebnisse, daß die Methode eine beträchtliche Leistungsfähigkeit zur Erweiterung des muttersprachlichen Wortschatzes gezeigt hat. Es gibt auch eine graphemische Version der Schlüsselwortmethode, die dem Lerner das Einprägen von Schriftbildern erleichtern kann. Diese ist besonders für visuelle Lerner geeignet, und bei Sprachen mit fremden Schriftbildern, wie z.B. Chinesisch oder Japanisch. Das Schriftbild eines gegebenen Wortes wird dabei durch das Gedächtnisbild eines bekannten Gegenstandes oder einer einfachen Szene rekodiert. Beispiel: Zu lernender Begriff:
Ein Amerikaner soll das deutsche Wort Dach (roof) lernen . Technik:
Ein ähnliches Wort der Muttersprache ist „duck“ (Ente). Nun wird ein interaktives Gedächtnisbild erschaffen, wie z.B. viele schnatternde Enten (duck) auf einem Dach (roof).
Leider ist es für viele Fremdwörter schwierig, ein passendes Schlüsselwort zu finden.
2.6. Merkverse
Diese Methode, allgemein auch als „Eselsbrücke“ bekannt, dürfte wohl die bekannteste Mnemotechnik sein. Sie basiert auf der hohen Einprägsamkeit von Reim und Rhythmus. Durch diese Verbindung werden Daten und Regeln besonders gut
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behalten. Vor allem im Latein- und Geschichtsunterricht werden Merkverse angewendet, aber auch im Mathematikunterricht können sie gute Dienste leisten. Beispiele:
„Drei, drei, drei: bei Issus Keilerei.“ „753 schlüpfte Rom aus dem Ei:“
2.7. Aufteilung in Kategorien
Das Aufteilen in Kategorien ist so weit verbreitet, daß man es schon kaum mehr als Technik empfindet. Die Kategorisierung von mehreren Informationen in kleinere Einheiten nach bestimmten Gesichtspunkten oder Merkmalen kann nicht nur eine bedeutende Steigerung der Lernleistung bewirken, sondern ist auch gedächtnisentlastend.
2.8. Ankronym und Akrostichon
Sehr bekannt sind Mnemotechniken, in denen der erste Buchstabe oder die ersten Buchstaben eines Wortes als Gedächtnisstütze für das jeweilige Wort dienen. Auf diesem Prinzip funktioniert auch das Ankronym.
Hierbei werden die Anfangsbuchstaben der zu lernenden Begriffe zu einem neuen Wort oder Quasi-Wort zusammengefasst. Beispiel: Zu lernende Begriffe:
Die fünf größten zusammenhängende Seen der USA - Huron, Ontario, Michigan, Erie, Superior. Technik:
H(uron) O(ntario) M(ichigan) E(rie) S(uperior) = HOMES Das Akrostichon funktioniert ähnlich.
Die Anfangsbuchstaben der zu lernenden Wörter oder Begriffe bilden einen sinnhaften Satz, der wesentlich leichter als die einzelnen Wörter isoliert zu behalten ist. Beispiel: Zu lernende Begriffe:
Die Reihenfolge der Planeten von der Sonne - Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto.
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Technik:
„Men Very Easily Make Jugs Serve Nocturnal Purposes.“ 2.9. Entdecken bzw. Schaffen von inneren und äußeren Beziehungsgeflechten Wenn man sich beim Lernen die Mühe macht, bestimmte Prinzipien oder Regelmäßigkeiten innerhalb der Lerninformation selber zu entdecken oder eine Beziehung zu anderen schon bekannten Informationen herzustellen, werden viele Informationen besser gespeichert. Beispiel: Zu merkende Information: Telefonnummer = 375-2553 Technik:
Teilt man 75 durch die erste Zahl 3, ergibt das die vierte und fünfte Zahl 25. Dann wiederholt sich die 5 als sechste Zahl und die siebte Zahl ist die gleiche wie die erste Zahl 3.
Es lassen sich aber auch häufig externe Beziehungen zu Lerniformationen herstellen. So kann man z.B. Telefonnummern mit Geburts- oder Geschichtsdaten verknüpfen. Oder man assoziiert Grenzverläufe von Ländern mit bekannten Formen, wie z.B. Italien mit einem Stiefel zu vergleichen.
2.10. Visualisierung
In der Lernpsychologie geht man davon aus, daß konkrete Informationen besser durch Verbildlichung gelernt werden. Wenn man diese Erkenntnisse auf die Mnemotechnik überträgt, heißt das, daß die Anwendung von
Verbildlichungstechniken besonders für konkrete Wörter und sonstige konkrete Informationen sinnvoll und erfolgversprechend sind.
Sehr beliebt sind Verbildlichungen, die am Schriftbild anknüpfen und passende Buchstaben gemäß der Wortbedeutung erarbeiten. Beispiele:
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Ansonsten findet man in Lehrwerken für Fremdsprachen überwiegend direkte Verbildlichungen von Wörtern bzw. Begriffen. Beispiele:
„Bildergeschichten“, die den Lerner auffordern, die einzelnen Szenen wörtlich zu beschreiben oder zu einer zusammenhängenden Geschichte zu verknüpfen, zeichnen sich durch eine noch größere Verarbeitungstiefe aus.
2.11. Wortfunktion und ihre lineare Übersetzung
Eine weitere interessante Technik stellt die lineare Übersetzung von und zur Muttersprache und durch Gegenüberstellung der Übersetzungen dar. Diese Methode scheint sich besonders für bestimmte Komposita zu eignen. Beispiele: Vom Deutschen ausgehend: Scheinwerfer = beam thrower (spotlight) Fahrrad = drivewheel (bicycle) Vom Englischen ausgehend: Spotlight = Punktlicht (Scheinwerfer) Blackboard = Schwarzbrett (Tafel)
Diese bewußt gemachte Komik soll nicht nur der besseren Einprägung der Wörter dienen, sondern dem Lerner auch überzeugen, daß die zu lernende Sprache möglichst idiomatisch begriffen werden muß.
3. Zusammenfassung
3.1. Mnemotechniken - die Universallösung?
In den vorangehenden Abschnitten habe ich versucht, die Vielfalt der Mnemotechniken und deren Prinzipien darzulegen. So zahlreich die Varianten sind, so zahlreich sind auch ihre Anwendungsgebiete. Mnemotechniken können den Alltag in vielerlei Hinsicht erleichtern. Sei es beim täglichen Einkauf, wenn man mit Hilfe
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der Loci-Technik die Liste der Lebensmittel besser behält. Oder man kann sich endlich die wichtigsten Telefonnummern dank Beziehungsgeflechten merken. Aber auch im Fremdsprachenerwerb können die Mnemotechniken gute Dienste leisten. Jedoch sollte der Lehrende nicht davon ausgehen, daß er mit den Mnemotechniken ein „Allheilmittel“ zur Lösung all seiner Probleme gefunden hat! Man kann die Anwendung von Mnemotechniken nicht erzwingen. Jeder Lerner hat seine eigenen Strategien. Der eine ist ein visueller, der nächste ein akustischer, wieder ein anderer ein haptischer Lerner. Es gibt also keine universelle Methode, die für jeden optimal ist. Die Mnemotechniken können aber eine hilfreiche Stütze darstellen. Wenn der Lehrende verschiedene Techniken anbietet, erklärt oder selbst anwendet, kann der Lerner selbst entscheiden, ob ihn diese Methoden weiterbringen können. Wenn auch nur ein fremdsprachlicher Lerner mit Erfolg eine Mneotechnik zur Verbesserung seiner Lerntechniken aufnimmt und somit den Lernprozeß erleichtert, hat sich der Aufwand, diese Methoden zu vermitteln bereits gelohnt!
4. Literatur
DROSDOWSKI, GÜNTHER et al.: Bd. 5. Duden, Fremdwörterbuch. Mannheim: Dudenverlag, 1997.
LINDSAY, P.H. und NORMAN, D.A.: Einführung in die Psychologie -Informationsaufnahme und - verarbeitung beim Menschen. Heidelberg: Springer-Verlag, 1981.
SPERBER, HORST G.: Mnemotechniken im Fremdsprachenerwerb: mit Schewerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“. München: Iudicium Verlag GmbH, 1989.
Arbeit zitieren:
Ruth Blumer, 2000, Mnemotechniken, München, GRIN Verlag GmbH
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