VORWORT
Profifußballmannschaften sind internationale, multikulturelle Teams, und diese Teams bewähren sich. Warum? Die Umstände des Fußballsports scheinen integrative Wirkung zu haben. Könnte (oder vielleicht sogar: wird) diese Wirkung nicht für die Integration Kinder ausländischer Herkunft genützt werden? Fördert gemeinsames Fußballspielen im Turnunterricht oder Verein sowie allgemein der Sport die Integration? Die geteilte Freude an der Bewegung, der Spaß am sportlichen Spiel, das Fehlen von Kommunikationsproblemen, gemeinsame Ziele lassen Teamgeist und Kameradschaft entstehen, so meine Hypothese. Ich suchte Literatur zu diesem Thema und meine Erkenntnisse will ich in dieser Arbeit schildern.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit (und weil ich Formulierungen wie AusländerInnen unästhetisch finde) verwende ich eingeschlechtliche Formulierungen. Selbstverständlich sind aber mit Ausnahme der eindeutigen Begriffe (wie Frau, Vater, Mädchen) immer beide Geschlechter gemeint.
1. GRUNDBEGRIFFE
1.1. Integration 1
Obwohl (oder weil?) Integration ein Begriff ist, der in den letzten Jahren in Medien und Politik Konjunktur hat, wird offensichtlich sehr Unterschiedliches darunter verstanden. Man kann Integration absolut verstehen, d.h. man schreibt einem System selbst eine vorhandene oder nicht vorhandene Integration bzw. Desintegration zu. Ich verwende in meiner Arbeit einen relationalen Integrationsbegriff, d.h. es geht um die Beziehung einer Person oder einer Gruppe (Subsystem) zu einem Kollektiv (System, Ganzes), die Integration in die Gesellschaft. Als Kriterien, die Integration beschreiben, sehe ich einerseits die innere Einstellung zum System, die Identifikation mit dem Kollektiv, das Wir-Gefühl, andererseits das äußere Verhalten, die Kooperation, der Beitrag des Individuums zum Erreichen eines kollektiven Ziels. Je stärker das Wir-Gefühl, je intensiver die Kooperation, desto höher das Ausmaß der Integration.
1 Vgl. Friedrichs/Jagodzinski, 1999, S.9ff
2
1.2. Ausländer
Per Definition sind in Österreich diejenigen Menschen Ausländer, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Wenn ich hier in dieser Arbeit den Begriff ausländische Kinder verwende, dann meine ich damit insbesondere Kinder ausländischer Herkunft und nichtdeutscher Muttersprache (unabhängig davon, wie gut sie schon deutsch gelernt haben).
2. THEORIE
Dem Sport werden viele Funktionen zugeschrieben. Hier geht es um die sozial-integrative Funktion. Kann Sport die Integration von ethnischen Minderheiten fördern? Wenn ja, unter welchen Bedingungen und in welchem Ausmaß? Worauf beruht die Integrationswirkung des Sports?
2.1. Literatur zur sozial-integrative Wirkung des Sports Kirchner 2 schreibt in seiner Arbeit über den Sport Folgendes:
„Der Sport faßt Individuen aus verschiedenen Gruppen, sozialen Schichten, Nationen und Rassen zu einem Kollektiv zusammen und ermöglicht Gefühle der Gemeinschaft herzustellen. Er bietet die Möglichkeit zur Identitätsfindung und Identifikation mit einem Kollektiv. Damit eröffnet er die Chance, soziale Verhaltensmuster einer Gesellschaft zu verstehen und sich entsprechend dieser Werte- und Normenmuster, die der Sport vermitteln kann, zu verhalten.“
Diese sehr positive Sichtweise des Sports wird aber später doch etwas relativiert, denn der einzige durchgängige Unterschied zwischen Sportlern und Nichtsportlern ist die Geselligkeit: Sportler haben mehr soziale Kontakte, leben mehr in Gruppen eingebunden. 3 Kirchner konnte in seiner empirischen Arbeit auch seine Hypothese untermauern, dass Sportlerinnen eine signifikant höhere soziale Integration aufweisen als Nichtsportlerinnen 4 und kommt zu dem Schluss, dass „dem Sport eine gewichtige Rolle bezügliche der Integration von Jugendlichen in die Gesellschaft zugeschrieben werden“ kann.
2 Kirchner, 1998, S.7f
3 Vgl. auch Norden/Schulz, 1988, S.168
4 Vlg. Kirchner, 1998, S.97
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Beim Sport erfolgt Kommunikation häufig nonverbal, es ergibt sich die Gelegenheit, andere kennen zu lernen, ohne dass viel gesprochen werden muss. Dabei kann man wahrscheinlich Gemeinsamkeiten entdecken, obwohl der Andere so „anders“ ist. Durch den häufigen Kontakt lernt man vielleicht etwas über die fremde Kultur, Missverständnisse und Vorurteile können abgebaut, Verständnis und Toleranz aufgebaut werden. Norden und Schulz 5 erläutern den vor allem auf Erwachsene und Vereinssport bezogenen Begriff der Sportfreundschaft: Diese spezielle Kategorie von Freundschaft entstehe durch die körperliche Nähe beim gemeinsamen Sport, sei es direkt bei der Sportausübung oder danach im Umkleideraum oder beim Duschen. „Mit der physischen Nähe entsteht gleichsam psychische Nähe, Körpernähe und Körperkontakt ermöglichen ein schnelles Sich-Kennenlernen“. Allerdings: Trotz dieser Intimität seien Sportfreundschaften oberflächlicher als „authentische“ Freundschaften.
Mitglieder von Gruppen (hier insbesondere Mannschaften) können ein Gefühl gemeinsamer Identität, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, entwickeln. Bedingung hierfür ist jedoch, dass der einzelne Nutzen aus der Gruppe zieht, wobei hier unter Nutzen v.a. das Prestige und die Freude, die man durch einen Sieg über eine gegnerische Mannschaft erhält, zu verstehen ist. Der Nutzen kann aber auch lediglich im Spaß und in der Entspannung liegen. 6 Hier stellt sich aber schon auch die Frage, ob dieses Wir-Gefühl und die Solidarität auch für außersportliche Bereiche hält, werden sie in den Alltag mitgenommen?
2.2. Sport als Spiegel der Gesellschaft?
Integration durch Sport in die Gesellschaft ist nur plausibel, wenn sich der Sport ständig mit der Gesellschaft und seinen Institutionen austauscht, wenn Sport Teil der Gesellschaft ist. Dann ist aber nicht einzusehen, warum Sport in einer von Ausländerfeindlichkeit, Misstrauen und Fremdenangst geprägten Welt Toleranz und Solidarität produzieren können sollte. Um es bildlicher auszudrücken: Warum sollten in der Turnhalle andere Einstellungen anzutreffen sein als auf der Straße? Reproduziert also Sport nur laufende gesellschaftliche Entwicklungen? Die Abschottung vieler Sportvereine gegen Ausländer, Rassismus und Xenophobie in den Fußballstadien, Konflikte innerhalb multiethnischer
5 Vgl. Norden/Schulz, 1988, S.168f
6 Vgl. Norden/Schulz, 1988, S.137f
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Mannschaften lassen diesen Schluss zu. Jürgen Kothy 7 kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis: Sport kann die grundsätzliche Entwicklungstendenzen der Gesellschaft nicht korrigieren. Der Sport ist aber dennoch ein wichtiger Träger der gesellschaftlichen Entwicklung und somit mehr als nur dessen Reproduzent.
2.3. Integration ethnischer Minderheiten durch Sport
Jürgen Kothy 8 analysiert die Erfahrungen im außerschulischen Sport und kommt zu folgenden Ergebnissen:
1) Sprachkenntnisse seien für die soziale Integration im Sport nicht verzichtbar sondern Voraussetzung. Weiters würden unterschiedliche Körpersprache und kulturabhängiges Körpergefühl Missverständnisse provozieren und Konfliktpotential bergen. 2) Ethnische Minderheiten gründeten vermehrt eigene Sportvereine. „Assimilativer Druck auf Einwanderer geht in starkem Maße schon von den Lebensbereichen Ausbildung, Beruf und Wohnumfeld aus. Die Freizeitgestaltung möchten viele Ausländer von diesem Druck freihalten; sie möchten sich im Kreis ihrer ethnischen Bezugsgruppen bewegen, die Entspannung und Verhaltenssicherheit bieten.“
3) Ob ungebundener Freizeitsport oder Wettkampfsport stärker integrativ wirken, ist nicht klar. Für die stärkere Integrationswirkung des Wettkampfsportes spreche, dass im Freizeitsport Schicht- und Milieuunterschiede deutlich hervortreten, während Wett-kampfsport nur sportbezogene Sieger und Verlierer produziere (vernachlässigt wird hier die Vorselektion beim Hineinwachsen in den Wettkampfsport). 4) Ohne ganzheitliche Einbindung in die Lebenswelt und ohne sozialpädagogische Betreuung bleibe Sport „integrativ folgenlos“.
5) Integration setzt immer auch Aufnahmebereitschaft der Gesellschaft voraus. Es zeige sich jedoch, dass die bestehenden Sportvereine auf Fremde oft mit Misstrauen und Abwehr reagierten.
7 Vgl. Kothy, 1995a, S.55f
8 Vgl. Kothy, 1995b, S. 87ff
5
Übertragen auf den Schulsport gelangt Kothy zu folgenden Erkenntnissen: ad 1) Sprachkompetenz ist auch für sportliche Aktivitäten Voraussetzung, sie unterstützen aber ihrerseits den Spracherwerb.
ad 2) Die Einrichtung ethnischer Gruppen im Schulsport sei sinnvoll (zB für türkische Mädchen), es ist aber auf eine Rückbindung an die Klasse zu achten. ad 3) Die Pluralität von sportlichen Ausübungs- und Bewegungsformen sei zu sichern. ad 4/5) Die „Erfahrungswelt Sport, Spiel und Bewegung“ seien „ganzheitlich einzusetzen“ und der Bewegung die Möglichkeit zu schaffen, „das Fremde im Anderen und in sich selbst zu erfahren“.
3. PROJEKT „SPORT OHNE GRENZEN“ 9
Das Projekt „Sport ohne Grenzen“ wurde 1983 von Helga Adolph, Dozentin an der Universität Gesamthochschule Kassel, initiiert. Es hatte zum Ziel, deutschen und nichtdeutschen Kindern und Jugendlichen über ein Spiel- und Sportangebot die Möglichkeit zu geben, einander kennen zu lernen und spielend gegenseitige Vorurteile abzubauen. Das bisherige Scheitern ähnlicher Projekte sah man in deren falschen Ansätzen begründet. Man beschloss, die Arbeit auf einen Stadtteil zu beziehen, „um Kinder und Jugendliche eines sozialen Umfeldes zusammenzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, Kontakte über den Projektrahmen hinaus zu vertiefen“ 10 . Ein wichtiges Grundprinzip des Projektes war die Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendbetreuungseinrichtungen und Sportvereinen im Viertel. Hilfestellung inhaltlicher und finanzieller Art bekam man vor allem von der Deutschen Sportjugend. 11
Das Angebot war breit gefächert und reichte von Badminton, Fußball, Folklore/Tanz, Spielturnen bis hin zu ganzen Spielnachmittagen. Neben dem festen wöchentlichen Programm wurden noch Turniere, Feste und weitere Freizeitaktivitäten angeboten. Diverse Werbemaßnahmen (vor allem auch die persönliche Ansprache) und das
9 Vgl. Adolph 1995, S.63-76
10 Adolph, 1995, S.66
11 Die Deutsche Sportjugend ist die Dachorganisation der Jugendorganisationen der im Deutschen
Sportbund (Dachorganisation der Sport- und Turnvereine) organisierten Verbände.
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Eröffnungsspielefest kamen gut an und nach der Einführungsphase besuchten konstant etwa 150 Kinder und Jugendliche die zehn wöchentlichen Spiel- und Sportangebote. Der durchschnittliche Ausländeranteil lag bei etwa 35%.
Relativ einfach gestaltete sich die Arbeit mit Kindern. Türkische Kinder brachten oft auch noch ihre jüngeren Geschwister mit, sodass die Altersspanne in den Kindergruppen von fünf bis zwölf Jahren reichte. „Von Vorurteilen ist in dieser Altersstufe noch nicht viel zu spüren: hier schien für uns schon damals der wesentliche Ansatzpunkt für interkulturelle Arbeit zu liegen.“ 12
Nicht ganz so problemlos lief die Arbeit mit den Jugendlichen. Doch indem erst nach und nach ausländische Jugendliche, die vorher kaum Kontakt mit den Einheimischen gehabt hatten, zu den Gruppen stießen, lernten die nicht gerade vorbehaltlosen deutschen Jugendlichen mit der Situation umzugehen.
„Unsere anfängliche Angst, deutsche Jugendliche würden sich mit wachsender Ausländerbeteiligung zurückziehen - dies war in mehreren Kasseler Jugendzentren erwiesenermaßen der Fall - erwieß[!] sich als unbegründet [...], wohl auch durch das offensive Eintreten der ÜbungsleiterInnen für die Idee des gemeinsamen Sporttreibens“. 13
„Sport ohne Grenzen“ erlangte gerade auch bei den ausländischen Familien im Stadtteil eine große Bekanntheit, und es ergaben sich durch das Projekt erstmals Kontakte mit türkischen Eltern.
Eines der Hauptziele des Projektes war, die Integration der ausländischen (und deutschen) Jugendlichen in die Sportvereine zu erleichtern. Es wurden in Folge nicht nur einzelne Jugendliche in den Vereinen aktiv, sondern ganze (multiethnische) Mannschaften wurden in die Verbände aufgenommen.
Adolph schilderte in ihrem Bericht folgende Probleme und Hürden bei der Durchführung des Projektes:
Ø Durch die notorische Knappheit an Sporthallen, war es schwierig, freie Hallenzeiten zu beschaffen. Oft stellte sich dann noch heraus, dass sich die hart erkämpfte Hallenzeit
12 Adolph, 1995, S. 70.
13 Adolph, 1995, S. 73.
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mit dem muttersprachlichen Unterricht überschnitt.
Ø Die starke familiäre Einbindung der türkischen Jugendlichen und die damit ver-bundenen Aufgaben ermöglichte ihnen oft nur eine unregelmäßige Teilnahme. Ø In den Kindergruppen waren türkische Mädchen stark vertreten. Doch mit Eintritt in die Pubertät verschwanden die Mädchen. Versuche, diese Gruppe mit Alternativangeboten (zB Folklore und Tanz) anzusprechen, blieben unbefriedigend. Ø Die Werbung für die Teilnahme an Sportwochen funktioniert nur bei deutschen Familien über Elternbriefe und einen Elternabend. Türkische Eltern konnten erst durch (zeitaufwendige) Hausbesuche und persönliche Gespräch veranlasst werden, ihre Kinder mitzuschicken.
Ø Durch die allgemeine ausländerfeindliche Stimmung verunsicherte türkische Eltern tendieren dazu, ihre Kinder weniger aus dem Haus zu lassen, was die Integrationsarbeit natürlich erschwert.
Die Projektgruppe musste zur Kenntnis nehmen, dass auch „Sport ohne Grenzen“ seine Grenzen hatte, wiewohl Helga Adolph resümiert, dass ihre Integrationsbemühungen mittels Sport durchaus positiv zu bewerten seien. 14 Weiters hätten auch die kooperierenden Institutionen von ihrer Mitarbeit profitiert: die Sportvereine durch neue Mitglieder, die Jugendzentren durch die Vermittlung von Sporthallennutzungszeiten und größeren Besucherkreis, die Schulen durch verbessertes Klima aufgrund weniger zwischenethnischer Konflikte.
Laut Adolph waren folgende Punkte die Basis für den Erfolg ihres Projektes: Ø Die finanzielle Unterstützung durch die Deutsche Sportjugend. Ø Hochmotivierte Projektmitarbeiterinnen und Übungsleiter. Ø Die Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen, Jugendzentren, Stadtverwaltung. Ø Die (nicht selbstverständliche) Aufgeschlossenheit der kooperierenden Sportvereine, die bereit waren, sich mit den Problemen interethnischer Gruppen auseinander zu setzen.
14 Vgl. Adolph, 1995, S.71
8
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Hypothese, dass gemeinsam ausgeübter Sport Kameradschaft entstehen lässt, scheint sich innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen zu bestätigen. Grundbedingung ist, dass sich eine Gruppe im soziologischen Sinne bildet - dies trifft wohl zumindest auf Mannschaftssportarten zu. Die Solidarität gilt jedoch hauptsächlich den Gruppenmitgliedern, hier also den österreichischen und den ausländischen Mannschaftsmitgliedern, andere sind kaum einbezogen, schon gar nicht, wenn sie in der gegnerischen Mannschaft spielen.
Dass ausländische Sportler eigenethnische Sportvereine präferieren, ist angesichts des Assimilationsdrucks und der herrschenden Ausländerfeindlichkeit verständlich und sollte akzeptiert werden. Dennoch befürchte ich, dass Kontakt und Nähe allein über Wettkämpfe Integration nicht fördern, sondern durch die Konkurrenzsituation eher das Gegenteil bewirken. Als erläuterndes Beispiel möchte ich die im Fußball regelmäßig auftretenden Fälle von Xenophobie und Rassismus anführen. Es gilt also, das „richtige“ Maß an Nähe zu finden.
Auf die Situation islamischer Mädchen ist besonders einzugehen: Durch feste Hallenkapazitäten nur für Mädchen, geeignete Trainerinnen, Sportarten und Trainingszeiten, vielleicht in Verbindung mit anderen Freizeiteinrichtungen könnten sich mehr Mädchen angesprochen fühlen (und außerdem eher von den Eltern die Erlaubnis zur Sportausübung bekommen).
5. ZUSAMMENFASSUNG
Trotz positivem Resümee sei vor übertriebenen Erwartungen an den Sport gewarnt: Grundlegend für Integration ist eine entsprechende Motivation aller Beteiligten (Sportler und deren Familien, Lehrer und Trainerinnen, Kommunen), dass eine Balance gefunden wird zwischen Distanz und Nähe und dass schon im Kindesalter angesetzt wird. Sport als Teil der Gesellschaft kann zwar auf diese einwirken, sie jedoch nicht grundlegend verändern. Somit muss die sozial-integrative Wirkung des Sportes in einer ausländerfeindlichen Gesellschaft immer begrenzt bleiben.
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Literaturverzeichnis:
Adolph, Helga (1995): Sport ohne Grenzen. Bericht über ein Projekt zur Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher durch Sport und seine Folgen. In: Arbeitskreis „Sport mit Ausländern“ des Essener Sportbundes e.V. (Hg.): Gegeneinander-Nebeneinander-Miteinander. Wege und Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Deutschen und Nicht-Deutschen im Sport. Essen; S. 63-77.
Friedrichs, Jürgen und Jagodzinski, Wolfgang (1999):Theorien sozialer Integration. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 39, S. 9-45. Kirchner, Heimo (1998): Die Rolle des Sports für die Integration von Jugendlichen in die Gesellschaft. Wien.
Kothy, Jürgen (1995a): Integration zwischen Nähe und Distanz. Möglichkeiten und Grenzen des organisierten Sports. In: Arbeitskreis „Sport mit Ausländern“ des Essener Sportbundes e.V. (Hg.): Gegeneinander-Nebeneinander-Miteinander. Wege und Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Deutschen und Nicht-Deutschen im Sport. Essen; S. 45-63.
Kothy, Jürgen (1995b): Migration - ein soziales Problem im Schulsport. In: Baumann, Hartmut und Kaimerl, Bernhard (Hg.): Schulsport - wozu? Bericht über das Sportwissenschaftliche Symposium am 10.05.1994 in Erlangen. Aachen; S. 87-97. Norden, Gilbert und Schulz, Wolfgang (1988): Sport in der modernen Gesellschaft. Linz.
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Arbeit zitieren:
Elfriede Wagner, 2001, Integration durch Sport?, München, GRIN Verlag GmbH
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