Führer sagt die Juden seien unser Unglück, versuchte sie die Verfolgung zu rechtfertigen und Der Führer weiß das besser als wir.
- Die Begeisterung verringerte sich als sie von einem jungen Lehrer hörten, der grundlos misshandelt wurde und nun verschwunden ist. - Er sei zur Umerziehung in ein KZ geschleppt worden. - Nachdem 1937 ihrer Brüder und sie verhaftet wurden, waren ihre Zweifel am NS gewachsen.
- Anfang November, klingelte es frühmorgens bei den Scholls. - Die Gestapo stand vor der Tür: Hausdurchsuchung. - Als erstes ließen sich die Männer die Tagebücher von den beiden Mädchen aushändigen.
- Einzelne Passagen lasen sie laut vor und lachten sich darüber kaputt. - In den Mädchen stieg eine unbändige Wut auf. - Aus alledem konnte sich die clevere Mutter schnell zusammenreimen wonach die Männer suchten.
- Sie griff einen Korb und erklärte sie müsse jetzt einkaufen und verlies das Haus.
- Sie ging stattdessen aber schnell zum Jungenzimmer und sammelte alle verdächtigen Sachen ein und brachte sie zu ihrer Nachbarn. - Trotzdem hatte die Gestapo Inge, Werner und Sophie verhaftet. - Sophie durfte nach zwei Stunden gehen, doch die anderen wurden nach Stuttgart gebracht.
- Inge konnte sich mit gespielter Naivität herausreden, doch Werner musste sogar seinen 15 Geburtstag allein in einer Zelle verbringen. - Die Verhöre die er ertragen musste ähnelten einer Gehirnwäsche. - Dann wurde auch noch Hans verhaftet und auch nach Stuttgart gebracht. - Sein Vater setzte alles daran, seine Kinder aus den Fängen der Gestapo zu befreien, denn Hans war der Verzweiflung Nahe, so sehr hatten die Verhöre und ständigen Anschuldigungen der Gestapo sein Selbstbewusstsein untergraben.
- Schließlich wurden sie freigelassen.
- Inge und Hans hatten seid dem mit dem NS abgerechnet, bei Sophie aber dauerte es länger, sie brauchte Zeit um einen Entschluss zu fassen. - Sie wurde des öfteren auch zur Schulleitung zitiert, um irgendetwas geheimnisvolles aus ihr herauszubekommen.
- Beispielsweise eine Teilnahme an einem Geheimbund oder so etwas in der Art.
- Doch Sophie war sich keiner Schuld bewusst.
- Nachdem dies alles geschehen war glaubte sie nicht wirklich noch an den NS.
- Eine ihrer großen Leidenschaften war das Zeichnen. - Dabei fand sie erste Kontakte mit sogenannten „entarnten“ Künstlern.
- Sie beschäftigte sich auch viel mit der Literatur, mit zunehmender Neigung zur Philosophie und Theologie.
- Das war ihre Gegenwelt zum NS, in der sie frei denken konnte, und andere ihre Meinungen teilten - Im Frühjahr 1940 bestand sie ihr Abitur. - Da der Krieg viele Arbeitskräfte band, wurde verordnet, dass alle Abiturienten einen Arbeitsdienst zu verrichten hatten, bevor sie weiter studieren konnten.
- Da Sophie das aber nicht wollte, beschloss sie Kindermädchen zu werden, um den Arbeitsdienst zu vermeiden. - Das gelang ihr aber nicht.
- Sie musste Arbeitsdienst und außerdem noch Kriegshilfedienst ableisten, dass alles dauerte 12 Monate lang. - Das alles waren schwere Rückschläge für die Familie. - Im März 1942 kam Sophie zurück nach Ulm.
- An ihrem letzten Geburtstag, am 9 Mai 1942 reiste sie nach München, um ihr Biologie- und Philosophiestudium zu beginnen. - Inge sagte, dass die ganze Familie platt gewesen wäre, als sie ihre Entscheidung erklärte. Jeder hatte damit gerechnet, dass sie auf die Kunstakademie geht. Sie meinte Kunst kann man nicht lernen. Ich studiere Biologie und Philosophie.
- Durch ihren auch in München Medizin studierenden Brüder Hans kommt sie in Kontakt mit anderen Studenten, die sie in ihrer Ablehnung gegen den NS unterstützen.
- Sechs Wochen nach ihrer Ankunft erschien das erste Flugblatt der „Weißen Rose“.
- Sie kam nach hause und wollte Hans die Nachricht erzählen. - Ihre Begeisterung trübte sich aber als sie auf seinem Tisch lauter Bücher fand, in denen alles wichtige was im Flugblatt stand, unterstrichen war. - Sie sagte zu ihm, dass es zu gefährlich sei, da unsere Familie für die Gestapo kein unbeschriebenes Blatt sei und wollte ihm diese Idee weitere Flugblätter zu schreiben verbieten.
- Er hörte nicht auf seine Schwester und machte weiter. - Nachdem sie sich damit abgefunden hatte, dass ihr Bruder nicht mehr umzustimmen war, wollte sie aktiv mitwirken. - Anfangs war ihr Bruder nicht so begeistert, dass sein „kleines Schwesterchen“ mitwirken wollte, doch er lies sich umstimmen.
Die Weiße Rose
- die weiße Rose bestand außer den Geschwistern Scholl des weiteren aus: - Christoph Probst, 1918 geboren, studierte Medizin und war der Meinung, der NS sei eine böse geistige Krankheit“. Er war jung verheiratet und hatte drei Kinder.
- Alexander Schmorell, 1917 geboren, studierte ebenfalls Medizin und war künstlerisch hochbegabt. Er diente der weißen Rose aus innerer Überzeugung und Aufrichtigkeit.
- Willi Graf, 1918 geboren, studierte wie die anderen auch Medizin und verabscheute die Hitlerjugend. Er versuchte, Mitbeschworene zu gewinnen und mit ihnen ein Netz von Widerstandsgruppen aufzubauen. - Und Kurt Huber, 1893 geboren, war der Professor der Philosophie und der Musikpsychologie in München. Er verheimlichte seine kritische Einstellung nicht.
- Alle jungen 5 Mitglieder der Weißen Rose, hörten seine Vorlesungen. Seine Erfahrungen und Besonnenheiten waren ein wertvoller Ausgleich der ungestümen Begeisterung der jungen Gruppenmitglieder. - Nur diese Freunde und Kurt Huber verfassten Flugblätter um sich gegen den NS zu wehren.
- Hans hat den Namen „ Die Weiße Rose“ willkürlich gewählt. Er wollte in einer schlagfertigen Propaganda mit diesem Namen Aufmerksamkeit und Interesse erwecken.
- Er hat diesen Namen aber auch teils Gefühlsmäßig gewählt, da er unmittelbar unter dem Eindruck der spanischen Romanze von Brentano „Die Rosa Blanca“ gestanden hat.
- 1942 muss die Weiße Rose ihre Arbeit vorerst einstellen, da die Frauen zum Rüstungseinsatz und die Männer an die Front mussten. - Werner, Sophies jüngster Bruder, starb an der Front. - Während dessen musste ihr Vater auch noch eine Haftstrafe absitzen. - Er hatte in Gegenwart seiner Sekretärin erzählt, dass der zweite Weltkrieg schon verloren sei und Hitler alles noch unnötig in die Länge ziehen würde. - im Januar 1943 ist Sophie erstmals an der Herstellung eines Flugblattes beteiligt.
- Die unter anderem in Köln, Stuttgart, Berlin und Wien verteilten Flugschriften verursachten Aufsehen und führten zu einer intensivierten Fahndung nach den Urhebern. Die Gestapo vermutete, dass die Autoren der Flugblätter in den Münchner Studentenkreisen säßen. - Am 15. Februar wird das 6 Flugblatt fertiggestellt und versendet. - Drei Tage später legten Hans und Sophie Scholl das 6 Flugblatt in den menschenleeren Flur der Münchener Universität. - Die letzten Exemplare ließen sie in den Lichthof hinunterfallen.
- Ein Hausmeister jedoch hatte die Geschwister erblickt und verschloss alle Ausgänge.
- Kurz darauf wurden sie von der Gestapo verhaftet. - Wenig später wurde ihr Freund Christoph Probst festgenommen. - Ein Student über die Verhaftung:
- „Alle Ausgänge der Universität wurden versperrt. Die Studenten erhielten Anweisung, sich im Lichthof zu versammeln. Jeder, der ein Flugblatt an sich genommen hatte, musste es an den eigens dazu beauftragten Sammler abgeben. So standen wir zwei Stunden und warteten, bis schließlich Hans Scholl und seine Schwester mit gefesselten Händen an uns vorbeigeführt wurden. Er hat uns noch einmal angesehen, aber kein Muskel seines Gesichtes zeigte ein Erkennen.
Er wusste wohl, dass er jeden ihm Bekannten in den Augen der Gestapo-Beamten verdächtig machen würde.
- Auf die Verhaftung folgten drei Tage pausenloser Verhöre. - Dann, am Montag den 22. Februar 1943 um 10.00 Uhr begann die Gerichtsverhandlung.
- Den Vorsitz führte der aus Berlin angereiste Roland Freisler. - Die Anklage lautet: „länderverräterische Feindbegünstigung. Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung.“
- Die Pflichtverteidiger setzten sich während der dreistündigen Verhandlung nicht für die Angeklagten ein.
- Und dann wird um 13.00 Uhr das Urteil verkündet, obwohl es jeder schon kannte.
- Hans und Sophie Scholl werden gemeinsam mit Christoph Probst zum Tode verurteilt und noch am selben Tag im Strafgefängnis München-Stadelheim hingerichtet.
- Um 17.00 Uhr werden die drei Freunde im Gefängnis getötet. - Freiheit ruft Hans Scholl, als er vor der Guillotine steht. - Sophie wurde mit 21 Jahren, ihr Bruder und Christoph Probst mit 24 Jahren getötet. - Er hinterlies 3 Kinder. - Auf diesen Prozess folgten 4 weitere.
- Die drei weiteren Mitglieder der weißen Rose werden auch enthauptet. - Freunde und andere Organisationen werden enttarnt und erhalten nach dem NS die gerechteten Strafen dafür.
- Das sechste Flugblatt der weißen Rose wird nach England geschmuggelt, dort vervielfältigt und von britischen Bombern über Deutschland abgeworfen.
- Darunter stand: von Münchener Studenten
Arbeit zitieren:
Katarina Klabes, 2001, Scholl, Sophie - eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag GmbH
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Zu empfehlen; jedoch nicht ohne Fehler.
Ich halte diese Biographie für durchaus gelungen. Mir persönlich fehlten jedoch noch einige wesentliche Punkte, die hier in Stichpunkten aufgeführt werden:
1. es fehlt der Grund der Verhaftung der Brüder Sophies (Erhalt eines verbotenen Bundes)
2. warum gelang es Sophie nicht den Arbeitsdienst zu umgehen?
3. es fehlt völlig die Rolle, die Sophies Freund als begeisterter Anhänger der Nazis spielte
4. auch hätte einige berühmte Aussagen Sophies angebracht wewrden könen, um ihr Verhalten noch intensiver zu reflektieren:
z.B.: Ich würde das Gleiche wieder tun (auf die Frage Freislers, ob sie ihr Handeln bereue)
oder aber auch: Unsere Köpfe rollen heute, aber Ihre rollen auch noch.(gerichtet an die Gerichtskammer)
Trotzdem ein gut recherchierter Text, der die wichtigen Punkte enthält!
Gratulation zu dieser Arbeit!!!
am Friday, January 09, 2004-
Marie k.
danke.
toll! einfach nur toll! du hast mir sehr weitergeholfen! DANKE! DAS IST ECHT KLASSE GEWORDEN =D!!!!
am Tuesday, September 16, 2008-