Inhaltsverzeichnis
1. Die Nachkriegskrise und die Anfänge der NSDAP (1918-1923)
1.1 Die Entstehung der NSDAP
1.2 Das Entscheidungsjahr 1923
2. Die NSDAP zwischen 1924-1929
3. Der Untergang der Republik und der Aufstieg der NSDAP
3.1 Wirtschafts- und Staatskrise
3.2 Die Auflösung der großen Koalition
4. Der Durchbruch der NSDAP zur Massenbewegung
4.1 Weitere Expansion der NSDAP in der Ära Brüning
4.2 Die Ablösung Brünings durch von Papen
5. Die NSDAP in der Endphase der Republik
6. Von Schleicher und seine Politik
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Der Aufstieg der NSDAP und die Politik Papens und Schleicher
1.Die Nachkriegskrise und die Anfänge der NSDAP (1918-1923)
Rechte und Möglichkeiten des Reichspräsidenten, zumal beim Fehlen klarer parlamentarischer Mehrheiten
o Ökonomische Entwicklung: mit ihren Auswirkungen auf die politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnisse Inflation -> Höhepunkt 1922/23 Hyperinflation Folge: Kollaps der Wirtschaft
Die Inflation führte zu erheblichen sozialen Umschichtungen. Es wurden praktisch alle enteignet, die von Einkünften aus Geldvermögen lebten (Sparer, Hypothekengläubiger, Inhaber öffentlicher Ämter u.a.). Ebenfalls betroffen waren Rentner, Beamte und Angestellte, deren Bezüge nur einmal im Monat ausbezahlt wurden.
offensichtliche Ungerechtigkeit, mit der bürgerliche Tugenden wie Sparsamkeit, Fleiß und Ehrlichkeit bestraft wurden tiefgreifende Verunsicherung in den mittelständischen Schichten
antirepublikanische Reserviertheit der führenden Schichten schwächt die Abwehrbereitschaft der Republik gegenüber der nationalsozialistischen Bewegung
Justiz war gegenüber den Gesetzesverstößen Rechtsradikaler äußerst nachsichtig
Staatsapparat fehlte eine wirkliche Abwehrbereitschaft gegenüber der nationalsozialistischen Gefahr
zahlreiche Hochschullehrer förderten oder tolerierten die Ausbreitung rechtsradikaler Ideen und antidemokratischer Haltung an den Hochschulen
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o starke Militarisierung der Politik
starker Zulauf zu Wehr- und Kampfverbänden (teilweise Nachfolger der Freikorps). Von ihnen gingen viele Querverbindungen zu der radikalen völkisch-antisemitischen Bewegung aus.
o Politische Parteien durch Fülle ungelöster Probleme überfordert wurden immer weniger als Interessenvertreter ihrer jeweiligen Anhänger gesehen, verloren ihre Stammwähler
o Friedensvertrag von Versailles: erhebliche Schwächung des Reiches
1.1 Die Entstehung der NSDAP
Die Anfänge der NSDAP und ihre frühere Entwicklung sind untrennbar verbunden mit der besonderen Atmosphäre im nachrevolutionären München. Dort fand die erste und radikalste Revolution innerhalb des Deutschen Reiches statt, die erst Anfang Mai 1919 niedergeschlagen wurde.
Diese Ereignisse hinterließen in den mittelständischen Schichten Münchens eine tiefsitzende Revolutionsfurcht, ein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung.
Vor diesem Hintergrund steuerte die im April 1920 gebildete Regierung unter Gustav Ritter von Kahr einen antisozialistischen und gegen die Reichsregierung gebildeten Kurs ein. Für die radikale Rechte wurde Bayern so zum Flucht- und Sammelplatz von Geheimbünden, Wehrverbänden und anderen gegenrevolutionären Gruppierungen. Innerhalb dieses rechtsradikalen Lagers dominierte die völkische Ideologie: eine radikale, rassistische und insbesondere antisemitisch begründete Variante des Nationalismus.
Unter diesen zahlreichen Gruppierungen existierte seit Anfang 1919 die zunächst völlig bedeutungslose Deutsche Arbeiterpartei (DAP). Wirklich bekannt bzw. an Bedeutung gewann die Partei erst, nachdem Adolf Hitler zu ihr gestoßen war und die Werbearbeit als Werbeobmann der Partei übernommen hatte. Aufmerksam auf Hitler wurden die Führer der DAP, der Sportjournalist Karl Harrer und der Schlosser Anton Drexler, durch einen Diskussionsbeitrag von ihm und baten ihn, der Partei beizutreten (Hitler 55.Mitglied). Das demagogische Naturtalent machte aus dem demagogischen Stammtisch eine Kampfpartei und erregte nicht nur in München zunehmend Aufmerksamkeit. Bereits Ende 1920 zählte die Partei schon über 2000 Mitglieder.
Im Februar 1920 änderte die Partei ihren Namen in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) um und verabschiedete ein 25-Punkte-Programm, das die
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typischen Forderungen der damaligen Rechten aneinandergereiht hat: Vereinigung aller Deutschen in einem Großdeutschland, Beseitigung des Versailler Vertrages, Errichtung eines autoritären Staates, Sicherung gegen Auswüchse des Kapitalismus und vor allem verschiedene antisemitische Maßnahmen. Im Juli 1921 wurde Hitler zum alleinigen Parteivorsitzenden gewählt und mit „diktatorischen Machtbefugnissen“ ausgestattet. Unter der Führung und Anleitung Hitlers entfaltete die NSDAP eine große Aktivität und der Umbau der NSDAP zur Führerpartei begann. Kennzeichnend hierfür war der systematische Aufbau eines regelrechten Führerkults, durch den die Person Hitler zum Programm, zum eigentlichen Inhalt der Parteibestrebung wurde. Ständig wurden Kundgebungen veranstaltet, mit teilweise mehreren tausend Menschen. Auch suchte die Partei die gewaltsame Auseinandersetzung mit ihren politischen Gegnern. Zu diesem Zweck wurde im August 1921 die zunächst „Sport-“ oder „Schutzabteilung-“, dann „Sturmabteilung“ genannte SA gegründet. Saalschlachten, in deren Verlauf man die politischen Gegner aus den eigenen Versammlungen hinausprügelte bzw. Veranstaltungen anderer Parteien wirksam störte, waren bald das besondere Markenzeichen der NSDAP. Die SA wurde, mit Unterstützung der Reichswehr, militärisch geschult und bewaffnet und so in einen Wehrverband umgewandelt.
1.2 Das Entscheidungsjahr 1923
Am 9.November 1923 fühlte sich Hitler so stark, dass er einen Putsch gegen die Reichsregierung und die Regierung Bayerns wagte, unterstützt unter anderem durch den General Erich Ludendorff. Auf einen Marsch zur Feldherrnhalle in München sollte in Analogie zu Mussolinis Marsch auf Rom von 1922 ein Marsch auf Berlin folgen; er brach im Kugelhagel der Polizei zusammen, jedoch war Hitler jetzt überall bekannt. Dazu trug auch die Fehlentscheidung des Gerichts bei, das Hitler im April 1924 nur zu fünf Jahren Festungshaft verurteilte, von denen er dann noch nicht einmal ein Jahr absaß, sondern nur zehn Monate, in denen er seine politische Weltanschauung in seinem Buch „Mein Kampf“ festhielt. 1923 hatte die Partei bereits 56000 Mitglieder.
2. Die NSDAP zwischen 1924-1929
Bereits in der „stabilen“ Phase der Weimarer Republik behauptete sich die NSDAP, trotz zunächst ausbleibender Wahlerfolge.
Nach seiner vorzeitigen Entlassung im Dezember 1924 machte sich Hitler mit unverminderter Energie an die Neuorganisation der NSDAP, die nach dem Putsch verboten worden war. Nach ihrer Widergründung im Februar 1925 gelang es ihm, alle innerparteilichen Gegner auszuschalten und im Mai zum umstrittenen Führer gewählt zu werden.
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Die Parteiorganisation wurde nach und nach zentralisiert und die Gaueinteilung (territoriale Organisationseinheit der NSDAP) an die der Reichstagswahlkreise angepasst.
Zunächst war die Taktik der Parteiführung auf die Gewinnung der Arbeiterschaft gerichtet. Vor allem Joseph Goebbels, der im November 1926 zum Gauleiter ernannt wurde, führte diese Taktik intensiv durch: er versuchte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, durch ständige Auseinandersetzungen mit der Linken auf die noch unbedeutende Partei zu ziehen. Jedoch brachten die Anstrengungen der NSDAP vorerst keinen großen Erfolg: bei den Reichstagswahlen vom Mai 1928 erhielt die Partei nur 2,6 Prozent der Stimmen. Die besten Wahlergebnisse konnten im ländlichen Bereich erworben werden, weshalb die NSDAP dazu überging, schwerpunktmäßig ihre Kräfte auf jeweils eine Region zu konzentrieren: Jede Stadt, jedes Dorf in einem Bereich wurde mit Propaganda überhäuft und politische Gegner, die sich zu rühren wagten, wurden mit Hilfe der SA zum Schweigen gebracht. Dies geschah so lange, bis ein Bereich als „erobert“ galt.
Die NSDAP-Propaganda stellte die bestehenden Verhältnisse möglichst negativ dar und war auf ganz bestimmte Themen reduziert, wie die Schmach des Versailler „Friedensdiktats“, die Unzulänglichkeiten des Weimarer „Systems“, die miserablen Lebensbedingungen unter der beginnenden Wirtschaftskrise. Dem wurde die leuchtende Utopie des dritten Reiches entgegengestellt, die jedoch nur sehr vage beschrieben wurde, um Konflikte innerhalb der Anhängerschaft zu vermeiden. Weiteres Kennzeichen der NS-Propaganda war die ständige latente Drohung mit Gewalt.
Um möglichst jeden zu erreichen, wurden bewusst moderne Mittel eingesetzt, wie etwa Filmwagen, die zum Beispiel auf dem Land für Abwechslung sorgten, die Luftfahrt, Filme und der Rundfunk. Ebenso wichtig wie diese Propaganda war die mitreißende Rede- und Ausstrahlungskraft Hitlers, die sorgsam inszenierten Auftritte des Führers und die einmal im Jahr als Massenveranstaltung abgehaltenen Parteitage.
3. Der Untergang der Republik und der Aufstieg der NSDAP
Die Belastungen aus Kriegs- und Nachkriegszeit und die strukturellen Probleme verstärkten die Wirkungen der wirtschaftlichen und politischen Krise, in der die erste Republik 1929/30 geriet.
3.1 Wirtschafts- und Staatskrise 25. Oktober 1929: Schwarzer Freitag Reparationszahlungen
Ende 1929 abflachende Konjunktur
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Strukturelle Probleme: hohe Arbeitslosigkeit hohe Löhne und Sozialleistungen Wachstumsschwäche Überkartellisierung
Folgen: Bankenzusammenbrüche, Rückgang der Industrieproduktion, Massenarbeitslosigkeit (1932: 7Millionen Arbeitslose). Neben der materiellen Verelendung, die die Arbeitslosigkeit für die Betroffenen brachte, kam das Gefühl hinzu an eine hilflose, überforderte, aber dennoch kontrollierende Sozialbürokratie ausgeliefert zu sein. In dieser Lage schienen die Hilfsangebote und Versprechungen der radikalen politischen Kräfte eine mögliche Alternative zu bieten.
3.2 Die Auflösung der großen Koalition
In der Phase, in der die demokratischen Kräfte gelähmt waren, gelangte Hitler mit der NSDAP der entscheidende Durchbruch zur Macht, als der Untergang der Weimarer Republik unumgänglich war und sie zu einem halbautoritären Staat umgebaut wurde.
Erst die aufziehende Weltwirtschaftskrise bescherte der NSDAP einen größeren Zulauf bei verschiedenen Landtagswahlen.
März 1930: Bruch der großen Koalition unter Führung des Sozialdemokraten Hermann Müller, die möglicherweise die schlimmsten Auswirkungen der Krise hätte abfangen können (Grund: Erhöhung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge, Verabschiedung des Young-Abkommens).
Heinrich Brüning (Vorsitzender des Zentrums) erhielt von Hindenburg den Auftrag, allein durch das Notverordnungsrecht des Reichspräsidenten zu regieren.
Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt im Juli 1930 löste Brüning den Reichstag auf. Eine verhängnisvolle Entscheidung, denn er nahm damit in Kauf, dass die NSDAP, die bereits bei den letzten Landtagswahlen erstaunliche Erfolge zu verzeichnen hatte, bei den Reichstagswahlen vom September 1930 ihren Stimmenanteil von 2,6 auf 18,3 Prozent und die Zahl ihrer Mandate von 12 auf 107 steigern konnte. Sie war somit zweitstärkste Partei. Die in der Öffentlichkeit bisher wenig beachtete Randpartei war damit in kürzester Zeit zur Massenbewegung geworden.
Das Ergebnis der Wahl löste in den Reihen der NSDAP eine große Siegesfreude aus und viele Anhänger zeigten sich davon überzeugt, dass die Partei bald an die Macht kommt.
Ihren Erfolg vom September 1930 konnte die NSDAP bei den nächsten Reichstagswahlen noch ausbauen und wurde mit 37,2 Prozent der abgegebenen Stimmen stärkste Fraktion im Reichstag.
4.1 Weitere Expansion der NSDAP in der Ära Brüning
Hauptziel Brünings: Zahlungsunfähigkeit des Reiches aufweisen, um Reparationszahlungen zu stoppen.
Eine wirksame Bekämpfung der Nationalsozialisten unterblieb, da Brüning hoffte, die NSDAP für seine Politik einspannen zu können.
Oktober 1931: Bildung der Harzburger Front (NSDAP, DNVP, Stahlhelm u.a.) Die Gewalttätigkeiten, die mittlerweile zum festen Bestandteil ihrer Propaganda geworden ist, wurden mittlerweile bis an den Rand eines offenen Bürgerkrieges vorangetrieben. Der Führerkult um die Person Hitler steigert sich in ein unglaubliches Ausmaß.
Durch ungeheure Wahlkampfanstrengungen waren sie auch auf Länderebene erfolgreich: es gelang ihnen im Laufe des Jahres 1932 in einer Reihe kleiner Länder, in Sachsen-Anhalt, Oldenburg und Mecklenburg-Schwerin, ebenfalls die Führung der Landesregierungen zu übernehmen.
Die von der SA ausgehenden Gefahren eskalierten so dramatisch, dass die Reichsregierung nun doch zur Gegenmaßnahme schritt. Wegen der überdeutlichen Gefahr eines NS-Putsches wurde am 13.April 1932 ein Verbot der SA und SS erlassen. Zwar war die Parteigruppe auf einen solchen Schritt vorbereitet und verlegte ihre Aktivität in den Untergrund, doch die Tatsache, dass die SA- und SS-Männer nicht mehr aufmarschieren konnten, verhinderte die schnelle Ausbreitung der NS-Bewegung deutlich. Die preußische sozialdemokratisch geführte Regierung hatte dieses Verbot von Brüning gefordert, jedoch stieß das Verbot bei der Reichswehr auf Ablehnung, da sie die SA als Personalreserve in Planung hatten. Die NSDAP versuchte nun durch vorgezogene Neuwahlen eine Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizuführen. Sie nahm Verhandlungen mit dem einflussreichen Leiter des Ministeramts im Reichswehrministerium, General Kurt von Schleicher, auf, der über nützliche Verbindungen, insbesondere auch zum Reichskanzler, verfügte. Die NSDAP stellte in vager Form die Unterstützung für ein rechtsgerichtetes Kabinett in Aussicht und verlangte als Vorbedingung die Aufhebung des SA-Verbotes und vorgezogene Neuwahlen. Dabei wurde Schleicher beauftragt, die Betroffenheit Hindenburgs über die Reichswehrkritik am SA-Verbot zu nutzen, um den Sturz Brünings zu betreiben. Die Führung der NSDAP war über dieses falsche Spiel laufend unterrichtet.
Schleicher wollte Hitler allerdings unter einem konservativen Kanzler an der neuen Regierung beteiligen und so zähmen. Seine Überlegungen waren folgendermaßen: die NSDAP werde durch die Regierungsbeteiligung abgenutzt und bei ihren Wählern „entzaubert“. Er traf mit Hitler die Verabredung, einer Bildung einer von der NSDAP tolerierten Übergangsregierung, die das SA- und SS-Verbot aufheben, den Reichstag auflösen und Neuwahlen ausschreiben sollte. Nach der so am 30.Mai erzwungenen Amtsaufgabe Brünings berief der Reichspräsident Franz von Papen, der dem äußerst rechten Flügel des Zentrums angehörte, zum Reichskanzler. Allerdings wurde von Papen weder vom Zentrum noch von einer anderen Regierung im Reichstag unterstützt; er verzichtete bei der Bildung seiner Regierung auch bewusst auf irgendeinen Versuch parlamentarischer Absicherung. Sein rechtskonservatives Kabinett, in das von Schleicher als Wehrminister eintrat und so die Unterstützung der Armee demonstrierte, bedeutete den endgültigen Übergang zur Präsidialdiktatur. Offen vertrat von Papen mit seiner Konzeption vom „Neuen Staat“ die Hinwendung zu einem autoritären Verfassungsmodell.
Im Gegensatz zu Reichskanzler Brüning, der das Notverordnungsrecht des Reichspräsidenten ausgenutzt hatte, um ohne das Parlament zu regieren, regierte von Papen gegen das Parlament. Zweimal, am 4.Juni und in der ersten Sitzung des gerade gewählten Reichstages am 12.September 1932, machte er von der präsidialen Auflösungsverfügung Gebrauch und verschaffte sich so für begrenzte Zeit die notwendige Handlungsfreiheit. Unter der nun voll ausgebildeten präsidialen Diktatur verlagerte sich das politische Entscheidungszentrum vom Parlament zum Reichspräsidenten und geriet damit unter den Einfluss von der Intrigen und taktischen Überlegungen im Kreis seiner Berater. Die Bedeutung der Parteien
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schwand völlig, während das Gewicht von Reichswehr, Bürokratie und Verbänden zunahm. Die fast schon lächerliche Rolle, die Parlament und Parteien jetzt noch spielten, schwächte das Vertrauen in die Demokratie und verstärkte den Wunsch nach einer anderen Regierungsform.
Absprachegemäß löste von Papen zunächst am 4.Juni den Reichstag auf und machte kurz darauf das SA-Verbot wieder rückgängig, so dass die NSDAP mit voller Kraft in den Wahlkampf ziehen konnte.
Wenige Tage vor den Wahlen am 20.Juli 1932 beseitigte von Papen durch einen Staatsstreich, den sogenannten Preußen-Schlag, gegen die preußische Regierung das letzte ernstzunehmende Hindernis gegen diktatorische Bestrebungen.
Bei den Wahlen vom 31.Juli 1932 konnte die NSDAP vor allem auf Kosten von DNVP, DVP und DDP, ihren Stimmanteil auf 37,8 Prozent steigern. Die NSDAP war damit zwar zur politischen dominierenden Kraft geworden, sie war jedoch immer noch weit davon entfernt, über die Wahlurnen an die Macht zu kommen.
5. Die NSDAP in der Endphase der Republik
Nach dieser für ihn so erfolgreichen Wahl forderte Hitler den Posten des Reichskanzlers für sich. Eine Welle nationalsozialistischen Terrors zeigte der Regierung, dass die Anhängerschaft kaum noch zu halten war. Den Anspruch Hitlers auf die Übernahme der Regierung wies der Reichspräsident jedoch entschieden zurück. Diese Ablehnung verdeutlichte der NSDAP, dass ihre Politik trotz der großen Wahlerfolge in einer Sackgasse zu enden drohte. Innerhalb der Partei wuchsen die Zweifel an der Richtigkeit des legalen Kurses der Partei; Teile der SA drängten zum Losschlagen.
Als der Reichstag Anfang September erneut aufgelöst wurde - bei einem Misstrauensvotum hatte von Papen nur 42Stimmen erhalten - zeigte die Wahlkampforganisation der NSDAP personelle und materielle Schwächen. Die Depression verstärkte sich, als die Partei bei den für den 6.November angesetzten Neuwahlen einen Stimmverlust von 4Prozent erlitt und auf 33,1 Prozent absank.
Gegen Ende 1932 befand sich die NSDAP am Rande einer Existenzkrise.
6. Von Schleicher und seine Politik
Auch zeigte sich am Jahresende, dass die Regierung unter von Papen wegen Erfolglosigkeit und allgemeiner Ablehnung in der Öffentlichkeit nicht weiter bestehen
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konnte. Der Reichspräsident verweigerte aber erneut Hitlers Forderung, ihm das Kanzleramt zu überlassen.
Pläne von Papens, den Reichstag auf Dauer auszuschalten und den militärischen Ausnahmezustand zu verhängen, wurden von Schleicher im Ansatz verhindert. Seit Jahren der Intrigant, versuchte von Schleicher eine letzte Karte auszus +pielen: Am 2.Dezember übernahm er selbst das Kanzleramt. Die Politik des Kanzlers von Schleicher bestand in dem Versuch, außerhalb des Parlaments eine „Querfront“ von den Gewerkschaften bis zum Strasser-Flügel der NSDAP zustande bringen und damit die NS-Beweugung de facto zu spalten. In seinen öffentlichen Reden gab er sich versöhnlich und als „sozialer General“; er kündigte umfassende Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen an. Anfang Dezember 1932 bot er Straßer die Vizekanzlerschaft und das Amt des preußischen Ministerpräsidenten an. Hitler lehnte diesen Vorschlag ab, Strasser verzichtete auf einen Alleingang und zog sich von seinen Ämtern in der NSDAP zurück. Die nun ausbrechende schwere Führungskrise verstärkte die Unsicherheit innerhalb der Partei.
Die Affäre um Strasser bestärkte Hitler in seiner Absicht, das Experiment Schleichers nun schleunigst zu beenden. Zu einem ersten direkten Zusammentreffen zwischen Hitler und von Papen kam es am 4.Januar. Bei dieser Intrige hinter dem Rücken von Schleichers gab von Papen gegenüber Hitler den Vertrauensverlust des Kanzlers beim Reichspräsidenten zu.
Die Landtagswahlen am 15.Januar 1933 brachten mit knapp 40Prozent der Stimmen für die NSDAP im Vergleich zu den Novemberwahlen eine leichte Verbesserung der Position, was von der Parteipropaganda sogleich als triumphaler Erfolg dargestellt wurde. Verschwiegen wurde dabei, dass das Resultat dem vom Juli 1932 zurückblieb. Doch selbst wenn dieser Erfolg zweifelhaft war, er trug dazu bei, die Verhandlungsposition Hitlers zu stärken.
Es folgten weitere Gespräche mit von Papen. In diesen Besprechungen verlangte von Papen, die NSDAP solle sich an seiner Regierung durch die Übernahme einiger Ministerien beteiligen; Hitler dagegen forderte die Kanzlerschaft. Schließlich willigte von Papen in eine Kanzlerschaft Hitlers ein, nachdem er zu der Überzeugung gekommen war, man könne Hitler durch eine maßgebliche Beteiligung bürgerlicher Minister einrahmen.
Währenddessen setzte sich der Vertrauensverlust von Schleicher beim Reichspräsidenten rapide fort. Eine wichtige Station war der öffentliche Bruch, den der Reichslandbund, eine dem Gutsbesitzer von Hindenburg eigentlich nahe stehende Organisation, Mitte Januar 1933 mit der Regierung Schleicher vollzog. Der Kanzler versuchte nun, nachdem sein Querfrontkonzept zunächst nicht umgesetzt werden konnte, von Hindenburg davon zu überzeugen, er möge den Reichstag über die verfassungsmäßig vorgeschriebene Frist hinaus verlängern. Er musste jedoch feststellen, dass von Hindenburg zu diesem Schritt nicht mehr bereit war. Der Reichspräsident weigerte sich aber auch, die ihn durch von Papen empfohlene Kanzlerschaft Hitlers, dem er zutiefst misstraute, zu aktzeptieren. Ein Meinungsumschwung trat erst dann ein, als von Papen ihm - unter Wideraufnahme des Harzburger Bündnisses - „eine nationnale Front“ präsentieren konnte, in der die Nationalsozialisten durch den Stahlhelm und die DNVP gezähmt zu sein schienen. Als von Hindenburg sich nun auch der Bitte von Schleichers, er möge
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den Reichstag auflösen und Neuwahlen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist anberaumen, verweigerte, tat von Schleicher das, was von ihm erwartet wurde. Er gab durch seinen Rücktritt am 28. Januar 1933 den Weg für die Kanzlerschaft Hitlers frei.
Quellenangaben:
Cornelsen, Der Nationalsozialismus S.8-20 Krisen im 20.Jahrhundert S.150-200 Deutschland im Umbruch S.18-36 Information zur politischen Bildung
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Sandra Barteit, 2001, Der Aufstieg der NSDAP und die Politik Papens und Schleichers, München, GRIN Verlag GmbH
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Sarah Luppino
Hitler.
ich hasssssssssssseeeeeeeeeeeeeeeeeee hitler und ich werde es imma tun was er uns angetan hat ist nicht verzeihlich. viele liebe grüsse sarah luppino
am Monday, October 29, 2007-