- selbst ich glaube auch, dass die Seele nach meinem Tod weiterleben wird
- die altgriechischen Philosophen beschäftigten sich deutlich mehr mit der Seele und stellten wichtige Fragen, die teilweise heute noch von besonderer Bedeutung sind
- z.B. für dieses Thema: Beeinflusst die Seele den Körper oder der Körper die Seele?
- Wo, Wann entsteht sie? Wer (Tier, Pflanzen), Wieviel, Woraus besteht sie?
- Neuzeitliche Erklärungsversuche beruhen auf Überlegungen von Demokrit (griechischer Philosoph, 460 v.Chr.)
- Er bezeichnet ein Seelenatom, als ein Atom, dass es immer zwischen zwei immer existierenden Körperatomen wandert
- Hierbei kommt es zum physikalischen Bild des virtuellen Austausches von Teilchen, es verleiht einem körperlichen Gebilde das Einmalige, Spezifische und Dauerhafte
- Meister Eckhart, ein Prediger und Philosoph aus dem Mittelalter bezeichnet die Seele als losgelöst von allem Geschaffenen, als tiefen Grund des Menschseins.
- Damit nähert er sich buddhistischen Gedanken
- nach dem Bewußtseinsforscher Daniel Dennett ist unsere Seele ist kein einheitliches Gebilde
- ist nicht etwas, was wir in bestimmten Regionen finden können, wie z.B. im Gehirn
- aber man kann so tun, als ob es ein solches Zentrum existiert
- ich glaube nach meinem Gefühl, dass die Seele das Zentrum in der Brust hat
- aber jeder soll es für sich herausfinden und Spüren wo er seine Seele empfindet
- Der gedankliche Kosmos von Aristoteles stellt auch eine interessante Theorie auf
- Er stellt ein in vielfacher Weise nach Schichten und Sphären gegliedertes System dar
- Zuunterst liegt die gestaltlose Materie, zuoberst der Geist, dazwischen Dinge, Lebewesen und die Seele.
- Aristoteles unterscheidet die allen Lebewesen eigene
- vegetative Seele,
- die animalische Seele ( mit der sinnlichen Wahrnehmung, dem Begehren und der Fähigkeit zur willkürlichen Bewegung)
- und die vernünftige Seele als das Prinzip des Denkens und Wollens
- ähnlich trennte auch Platon die Begierde von Mut und Willen und vom Verstand,
- ordnet es jeweils in Unterleib, Brust und Kopf zu
- nach diesen Theorien mit der Dreizahl der Bereiche (Leib, Seele und Geist) stellte Sigmund Freud (Nervenarzt) eine ähnlich Theorie auf, worauf ich später noch komme
- heutzutage befassen sich mit der Seele hauptsächlich Psychologen, Philosophen, Theologen, Neurophysiologen, Embryologen und Evolutionsforscher
3.Sigmund Freud – Der Begründer der Pychoanalyse:
- Sigmund Freud, österreichischer Arzt, Neurologe u. Begründer der Psychoanalyse
- Geb. Freiberg (heute Tschechische Republik), dann zog er nach nach 3 Jahren mit der Familie nach Wien
- War ein sehr begabter Schüler und konnte 5 Sprachen sprechen
- Studierte in Wien Medizin
- Bekam Interesse zur Erforschung psychischer Störungen
- 1886 eröffnete er eine Privatpraxis
- kurz darauf heiratet er Marie Baernay, der Ehe entstammen 6 Kinder, darunter Anna, die eine Kinderpsychologin wurde
- das Wort Psychoanalyse trat nach 1896 immer auf, er befasst sich nun mit der Erforschung des Unbewußten und entwickelte Methoden der Erforschung weiter
- nach den Erklärungsversuch der Angst und des Widerstandes wandte er sich der Traumdeutung zu, oft interpretierte und analysierte er seine eigenen Träume
- dies ist bis heute mit der Theorie zum Sexual- und Aggressionstrieb heftig umstritten
- 1900 wurde sein Buch „Traumdeutung“ veröffentlicht worin er die Grundkonzepte der Psychoanalyse darlegt
- 1902 wurde er ein einflußreicher und bekannter Prof an der Uni Wien
- die wachsende Anerkennung der Bewegung ermöglicht die Gründung einer Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV), die neben Europa auch in Amerika anklang findet
- mehre Anhänger sagen sich von Freud`s Theorie ab (z.B. Carl Jung), es kam zu heftigen Kontroversen
- nach dem 1. Weltkrieg konzentriert sich Freud mithilfe seiner Theorien auf die Erklärung von Religion, Weltlichem, Kunst und Literatur
- 1923 musste er schmerzhafte Operationen wegen Gaumenkrebs erdulden
- 1938 floh er vor den Nazis, da er jüdischen Ursprungs war und verstarb 1939 in London
4.Die verschiedenen Bewußtseinsstadien nach der Lehre der Psychoanalyse:
• Das Bewußte bezieht sich auf Phänomene, denen wir uns jeden Moment bewußt sind.
• das Vorbewußte auf solche Erlebnisse, die wir uns bewußt machen können, wenn wir uns anstrengen.
• das Unbewußte beinhaltet die Erlebnisse, denen wir uns nicht bewußt sind und die uns nur unter ganz besonderen Umständen bewußt werden können.
- Freud maß insbesondere dem Unbewußten entscheidende Bedeutung zu.
- Durch die Analysen von Träumen, Versprechern, Neurosen, Psychosen, Kunstwerken und Riten versuchte er die Eigenarten des Unbewußten zu verstehen und seine Bedeutung für das Verhalten aufzuzeigen.
5.Die Persönlichkeitstheorie der Psychoanalyse:
- nach Freud teilt man die Seele in drei Teile auf
Das Es:
- Träger aller sexuellen und aggressiven Triebe.
- Hier gibt es keinen Aufschub, keine Hemmung, keinen Verstand, keine Logik und keine Moral. Es herrscht das „Lustprinzip“.
- oder anders gesagt, es ist triebgesteuert
- es hat auch keinen Kontakt zur Außenwelt
- („ich fremdes Seelengebiet“) Das Ich:
- Die Hauptaufgabe des Ich besteht darin, die Wünsche des Es mit den Forderungen des Über-Ich zu koordinieren.
- Das Ich orientiert sich am Realitätsprinzip.
Das Über-Ich:
- Kann als Gegenspieler des Es bezeichnet werden.
- Es enthält unsere Ideale und unser Gewissen.
- Es erzeugt Schuldgefühle und Angst vor Strafen bei Übertretung.
- Es handelt nach dem Moralitätsprinzip ( "ich darf (nicht)) und strebt nach Perfektionismus).
- D.h. es versucht sich an der Umwelt anzupassen um im Strom der Masse mit zu schwimmen, ohne dass man zum Außenseiter wird o. unhöflich wird
- Ich-Stärke: Ausgeglichenheit von Es und Über-Ich durch ein gut funktionierendes Ich.
- Ich-Schwäche : Unausgeglichenheit der drei Instanzen. Freud verbindet die Ich- Schwäche mit dem Entstehen einer Neurose.
- d.h., die Bemühung der Psychoanalyse bestehen darin das Ich zu stärken, vom Über- Ich unabhängiger zu machen, das Wahrnehmungsfeld zu erweitern und die Organisation auszubauen um dann neue Stücke vom Es zu kultivieren
- die Psychoanalyse war eine gedankliche und methodische Revolution in der Medizin im letzten Jahrhundert
- erstmals wurde der Begriff der neurotischen Erkrankungen geprägt und diese immer schon bekannten Erkrankungen erkannt und behandelbar.
- Es entwickelten sich neben der Psychoanalyse andere Psychotherapieverfahren, wie Verhaltenstherapie, Gestalttherapie u.v.a.
- Heute weißt man, dass viele körperliche Erkrankungen durch seelische unbewußte Konflikte entstehen
- diese Erkrankungen werden psychosomatische Erkrankungen genannt
- Beispiele: Magengeschwüre, Darmentzündungen, Asthma, Juckreiz u.v.a.
- Durch eine Psychotherapie wird durch die Bearbeitung unbewußter Probleme das Ich gestärkt und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Körper und Seele hergestellt
- Dadurch kann man die Krankheiten oft ohne Medikamente heilen und das Immunsystem stärken
6.Gedanken zur Neurophysiologie:
- Die Gehirnforscher erforschen die Verbindung seelischer Zustände mit Veränderungen der Gehirnphysiologie und den Vorgängen in den Nervenzellen.
- Man weiß, dass bestimmte Transmittervorgänge im Gehirn mit seelischen Erkrankungen zusammenhängen.
- So können durch Medikamente diese Transmittervorgänge gezielt beeinflußt werden und Depressionen und andere Erkrankungen behandelt werden
- Wie diese Transmittervorgänge funktionieren haben wir gelernt.
- So gibt der Satz „Die Seele als Software zum Steuern der Hardware Körper“!
7.Quellenangabe:
- Historisches Wörterbuch der Philosophie
- Artikel von P.M. (Wissenschaftszeitschrift)
- Sigmund Freud v. Hans-Martin Lohmann
- Neurosenlehre, Psychottherapeutische und Psychosomatische Medizin v. Hoffmann u. Hochapfel
- Lexikon der Psychologie v. Peter R. Hofstätter
Arbeit zitieren:
Jannis Trendel, 2001, Die Seele, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zum Begriff von Macht und Gewalt bei Hannah Arendt
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 21 Seiten
Der Panoptismus in Michel Foucaults Werk "Überwachen und Strafen&...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hauptseminararbeit, 22 Seiten
Kommentar zu Michel Foucault "Überwachen und Strafen. Die Geburt ...
Hausarbeit, 14 Seiten
Einführung in die Philosophie Descartes
Erkenntnistheorie
Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
Hausarbeit, 16 Seiten
Begründung und Legitimation politischer Ordnung durch Vertrag bei Thom...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Begriffe Macht und Gewalt bei Hannah Arendt mit vergleichender Per...
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Hauptseminararbeit, 32 Seiten
Jannis Trendel hat den Text Die Seele veröffentlicht
Jannis Trendel hat einen neuen Text hochgeladen
I, Pierre Seel, Deported Homosexual: A Memoir of Nazi Terror
Pierre Seel, Joachim Neugroschel
Leib und Seele: Salutogenese und Pathogenese / Body and Soul: Salutoge...
Norbert Rückert, Petr Ondracek, Lyudmyla Romanenkova, Wolf Bloemers, Fritz-Helmut Wisch
0 Kommentare