Inhaltverzeichnis
1 -Einleitung
2-Was ist ein Modalverb
3-Semantik der Modalverben
3-1 Objektiver Gebrauch der Modalverben
3-1-1 Verben, die Möglichkeit/Erlaubnis ausdrücken
3-1-2 Verben, die Notwendigkeit/Auftrag ausdrücken
3-1-3 Verben, die Wille/Wunsch implizieren
3-2 Subjektiver gebrauch der Modalverben
3-2-1 Verben, die Vermutung bezeichnen
3-2-2 Verben, die eine fremde Behauptung ausdrücken
4 -Schlussfolgerungen
5 -Literaturverzeichnis
1-EINLEITUNG
Ich habe das Thema der Modalverben einfach gewählt, weil es mir persönlich viel interessiert. Um die Ihnalten der Hausarbeit zu enwickeln, habe ich die folgende Struktur gefolgt:
Erstens habe ich eine kleine Definition gegeben, um zu erklären, was ein Modalverb ist. Hier habe ich, was die verschiedenen Grammatiken über die Modalverben sagen, zusammengefasst.
Danach kommt der Schwerpunkt der Hausarbeit, d.h., eine Revisión, was die verschiedenen Grammatiken über die semantische Funktionen der Modalverben in der deutschen Sprache sagen . Hier habe ich das Thema des objektiven und subjektiven Gebrauch dieser Verben entwickelt.
Zuletzt, als Schlussfolgerungen habe ich einige der Unterschiede zwischen die verschidene Grammatiken genannt.
2-WAS IST EIN MODALVERB?
In der Duden Grammatik wird ein Modalverb als ein ´Verb, das in Verbindung mit dem Infinitiv eines anderen dessen Inhalt modifizieren ¨1 , bestimmt. Die Modalverben werden so genannt, weil sie normalerweise als Hilfsverben funktionieren.Wie die Kopulaverben sind die Modalverben eine kleine, abgeschlossene Klasse. Ihr wichtigstes syntaktisches Charakteristikum ist, dass sie diesen reinen Infinitiv als Ergänzung nehmen, also einen Infinitiv ohne `zu`. Die Modalverben werden auch so genannt, weil sie viel mit dem linguistischen Konzept der Modalität zu tun haben. Diese Modalität bedeutet die Art, wie sich die Beziehung zwischen dem Subjekt eines Satzes und der Handlung dieses Infinitivs entwickelt, das heisst, Wunsch, Möglichkeit, Erlaubnis, usw 2 . Eine zweite Bedeutung wäre auch die Art, in welcher sich der Sprecher zum Vorgang verhält , und zwar seine Einschätzung der Realität dieses Vorgangs, d.h., Vermutung oder fremde Behauptung.
¨1 Duden, S. 865.
2 Helbig-Buscha, S. 131.
Wenn die verschiedenen Modalverben die erste Rolle spielen, spricht man vom objektiven Gebrauch der Modalverben 3 . Wenn die Modalverben in der zweiten Möglichkeit gebraucht werden, spricht man vom subjektiven Gebrauch der Modalverben 4 .
Zu den Modalverben gehören: dürfen, können, mögen, müssen, sollen und wollen.Es gibt aber auch einige Verben, die sich wie die Modalverben verhalten, und zwar, die sogenannten modalisierenden Verben (brauchen, nicht brauchen, lassen, usw.)Ausserdem gibt es einige Verben, die man als halbmodale Verben betrachtet: pflegen, drohen, scheinen (auch mit Rektion des zu-Infinitivs) 5 . Die Modalverben haben einige Besonderheiten in der Konjugation. Sie haben, zum Beispiel, keinen Imperativ. Obwohl sie häufig für Aufforderungen und Verbote verwendet werden (du darfst das nicht tun), fehlen die Formen des Imperativs im Paradigma (*müsse, *sollt).
Die zusammengesetzten Formen der Vergangenheit (d.h., Perfekt und Plusquamperfekt) werden nicht mit dem Partizip II, sondern mit dem Infinitiv Präsens (der sogenannte Ersatzinfinitiv) gebildet. Z.B. Sie hat antworten müssen. Die Modalverben sind auch nicht Passivfähig, aber sie können eine Passiv-Paraphrase bilden. z.B. Ich will nicht gestört werden (Präsens); Ich wollte nicht gestört werden (Präteritum); Ich habe nicht gestört werden wollen (Perfekt). Die Modalverben sind Präteritopräsentia. Damit ist gemeint, dass sie das Präsens so bilden wie andere Verben das Präteritum. Sie Konsevieren Teile eines alten Konjugationsmusters,das fast ganz verschwunden ist .z.B. Präsens (Modalverb) Präteritum (eines regelrechten Verbs)
Zuletzt können die Modalverben manchmal ohne regierten Infinitiv gebraucht werden. In diesem Fall werden sie mit einem Adverbial gebraucht werden. z.B. Ich will ins Kino (gehen); Ich muss nach Hause (gehen). Die Verben wollen, können, mögen/möchte- können auch elliptisch benutzt werden, wenn sie zusammen mit einem
3 Objektive Modalität bei Helbig-Buscha.
4 Oder subjektive Modalität bei Helbig-Buscha.
5 Die vorliegende Hausarbeit handelt nur um die Modalverben im engeren Sinne. Um weitere Anmerkungen über die modalisierenden und halbmodalen Verben zu treffen, darf man die in der Bibliographie zitierten Grammatiken nachschlagen.
6 Weitere Anmerkungen über das Thema findet man bei Eisenberg, S.91-92.
Akkusativ erscheinen: Ich kann Tennis (spielen); Ich möchte ein Stück Kuchen (essen/nehmen).
3-Semantik der Modalverben
Wie es oben gesagt wurde, gibt es im Deutschen nur sechs Modalverben im engeren Sinne, welche nach ihrer Semantik in drei Paare unterteilt werden können, d.h., Möglichkeit (können und dürfen), Notwendichkeit (müssen und sollen) und Wille oder Wunsch (wollen und mögen).
Es gibt auch andere Differenzierungen, die auch wichtig sind, um die Semantik dieser Verben zu verstehen:
-Die Verben dürfen und sollen implizieren eine `dritte Instanz`. -Die Verben müssen und wollen impliizieren eine grössere Intensität. -Die Verben nicht sollen und nicht dürfen implizieren Verbot. -Die Verben nicht brauchen und nicht müssen implizieren eine Nicht-Notwendigkeit.
3-1 Objektiver Gebrauch der Modalverben
3-1-1 Verben, die Möglichkeit/ Erlaubnis ausdrücken:
a) Können:
-Möglichkeit 7 : Können Sie ihn anrufen, bitte? Wir können heute baden gehen, es ist besser geworden. -Fähigkeit: Ich kann sehr gut Französisch (reden) Sie kann Klavier spielen. -Erlaubnis: Man kann hier rauchen Sie können nach Hause gehen
b) Dürfen:
-Erlaubnis: Sie dürfen hier rauchen
7 Nach Duden Kann diese Möglichkeit verschieden sein. z.B. Sie kann eine (Körperliche, geistige oder angeborene) Fähigkeit, eine Gelegenheit, eine ontologische Möglichkeit oder eine Gruñid-Folge- Beziehung sein.
-Berechtigung 8 : Das kann ein (religiöses, ethisches, wissenschaftliches, usw.) Prinzip, ein Umstand, eine Bedingung oder das Schicksal: Erst mit 60 Jahren durfte er das Glück seiner Kinder releven.
-´Nicht dürfen¨: (`Es ist verboten`): Hier darf man nicht parken Sie dürfen nicht nach Hause gehen.
3-1-2 Verben, die Notwendigkeit/Auftrag ausdrücken:
a) Sollen:
-Auftrag: Ich soll Ihnen den Brief übergeben Du sollst ruhig sein. -Empfehlung: (Aussage eines anderen)
-Zukunft in der Vergangenheit: (im Präteritum)
Wir sollten nichts mehr von ihm hören und sehen.
-`Nicht sollen`: Sie sollen nicht ins Wasser gehen (eine andere Person sagt, dass Sie nicht ins Wasser gehen).
b) Müssen:
-Notwendigkeit: Sie müssen die Rechnung bezahlen Er muss viel arbeiten, um die Prüfung zu bestehen.
-Vermutung 9 : Nach den Berechnungen der Astronomen muss die Mondffinsternis morgen um 18.15 Uhr eintreten. -`Nicht müssen: (=`nicht brauchen`) Sie müssen nicht ins Wasser gehen
* Anmerkung: Sollen impliziert eine freie Entscheidung, während müssen keine Entscheidungsfreiheit zulässt.
3-1-3 Verben, die Wille oder Wunsch implizieren:
a) Wollen: -Wille, Absicht: Ich will Arzt werden
8 Duden, S. 95
9 Wie mit können aber mit `hoher Wahrscheindlichkeit`.
-Notwendigkeit: Die Sache will gut überlegt sein -Zukunft: Ich will hier warten, bis du zurück kommst
b) Mögen:
-Wunsch 10 : Ich möchte nach Köln reisen -Lust etwas zu tun: Ich mag das nicht hören Sie mag Fisch
3-2 Subjektiver Gebrauch der Modalverben
Bei ihrem subjektiven Gebrauch können die Modalverben in zwei Gruppen klassifiziert werden. Eine erste Gruppe wären solche Verben, die eine Vermutung bezeichnen, d.h., die Verben können, mögen, dürfen und müssen. Der zweiten Gruppe gehören die Verben wollen und sollen 11 .
3-2-1 Verben, die Vermutung bezeichnen
Das Verb können bezeichnet beim subjektiven Gebrauch eine Ùngewissheit`, etwas, dass nicht sicher ist, und es wird normalerweise im Konjunktiv II benutzt. z.B. Er kann 30 Jahre alt sein. Er könnte aber auch schon 40 sein. (Das heisst, es wäre möglich, dass er schon 40 ist).
Wenn können nicht im Konjunktiv II benutzt wird, ist die Ungewissheit starker. z.B. Er kann noch kommen (d.h., es ist denkbar, dass er noch kommt). Wenn können mit dem Negationswort nicht gebraucht wird, die Bedeutung ist immer ` Unmöglichkeit`. z.B. Er kann nicht mehr kommen (d.h., es ist nicht denkbar, dass er noch kommt).
Das Verb mögen bezeichnet beim subjektiven Gebrauch eine `einräumende Vermutung`. In diesem Fall ist der Satz mit mögen normalerweise nicht allein. z.B. Sie mögen zwar Recht haben, aber Sie überzeugen mich nicht. Manchmal (in Fragen) bezeichnet mögen `Unsicherheit`. In diesem Fall wird der Satz mit modaler Partikel wohl gebildet. z.B. Wie alt mag sie wohl sein? Das Verb müssen bezeichnet `Gewissheit` und `Sicherheit`. z.B. Er muss krank sein. Im Konjunktiv Iidrückt das Verb eine `Empfehlung` oder eine`persönliche
10 In diesem Fall kommt mögen im Konjunktiv II vor.
11 Diese Klassifikation findet man bei Helbig-Buscha. Vgl. Dafür S. 136-137.
Meinung des Sprechers`ab. z.B. Sie müsste das eigentlich wissen (d.h. Ich bin ziemlich sicher, dass sie es weiss).
Das Verb dürfen wird beim subjektiven Gebrauch immer im Konjunktiv II benutzt und es bezeichnet `Wahrscheindlichkeit`. z.B.Sie dürfte im Kino sein. (d.h., sie ist wahrscheindlich im Kino).
3-2-2 Verben, die eine fremde Behauptung ausdrücken
Das Verb sollen bezeichnet beim subjektiven Gebrauch, was jemand von einer anderen Person behauptet hat, aber der Sprecher ist nicht sicher von der Sicherheit der Nachtricht. z.B.Das Wetter soll besser werden (d.h. das habe ich gehört, aber ich bin nicht sicher).
Im Konjunktiv II + Infinitiv II des Vollverbs drückt das Verb sollen eine zweifelnde Frage aus. z.B. Sollte er das wirklich getan haben? Das Verb wollen drückt beim subjektiven Gebrauch aus, was ein anderer Sprecher behauptet hat. Der Sprecher distanziert sich von der Behauptung, die das subjekt macht. Der Sprecher zweifelt. z.B. Sie will 50 Jahre alt sein (aber ich glaube, sie alter sein muss).
4- Schlussfolgerungen
Wir haben gesehen, dass die Modalverben eine kleine Gruppe besonderer Verben ist. Ihre wichtigste Eigenschaft ist, dass sie eine bestimmte `Modalität` ausdrúcken. Sie werden normalerweise mit dem Infinitiv (ohne `zu`) eines anderen Verbs gebraucht. Sie sind nicht passivfähig, sie haben keinen Imperativ und müssen das Perfekt durch den sogenannten Ersatzinfinitiv bilden. Sie haben zwei verschiedene semantische Funktionen, und zwar, der objektive und subjektive Gebrauch, dessen Beschreibung der Schwerpunkt dieser Hausarbeit ist. Wie oben gesehen wurde, haben die Autoren der verschiedenen Grammatiken das Thema nicht gleich entwickelt, d,h., sie haben nicht die gleichen Kriterien, um eine Klassifikation dieser Gebräuche gefolgt.
In der Duden Grammatik, zum Beispiel, wird überhaupt keine spezifische Unterscheidung zwischen dem objektiven und subjektiven Gebrauch der Modalverven angegeben (dabei sind alle mögliche Varianten des objektiven und subjektiven Gebrauchs gemischt angegeben).
Bei Helbig-Buscha gibt es jedoch eine einfache und nützliche Klassifikation aber die Anzahl von Varianten ist nicht so vollständig wie bei Duden. Deswegen war es immer notwendig, die einfachste und deutlchichste Klassifikation zu folgen. Ich habe auch andere Grammatiken benutzt, aber sie waren in diesem Sinne nicht ganz nützlich. Bei der Programm Grammatik findet man die gleiche Klassifikation Helbig-Buschas 12 aber mit einer kommunikativischen Einstellung, da sie eine Grammatik für Ausländer ist, deren Muttersprache das Spanische ist. Zuletzt gibt es auch die Grammatik von Eisenberg, die obwohl sehr theoretisch ist, sehr nützlich für das erste Teil der Hausarbeit gewesen ist.
5- Literaturverzeichnis
-Corcoll, R. und B., Programm. Alemán para Hispanohablantes. (Tomo de
gramática). Barcelona, 1994. Herder.
-Drodowski, G. et al., Duden Grammatik. (Band 4). Neuauflage. Mannheim,
Leipzig, ... 1998. Dudenverlag.
-Eisenberg, P., Grundriss der deutschen Grammatik. Der Satz. Stuttgart,
Weimar, 1999. Verlag J. B. Metzler.
-Helbig, H., Buscha, J., Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den
Ausländerunterricht. Leipzig, Berlin, München, 1998. Langenscheidt.
12 Besonders für den subjektiven Gebrauch der Modalverben.
Arbeit zitieren:
Enrique del Cerro Calderón, 2002, Die Modalverben: objektiver und subjektiver Gebrauch, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Modalpartikeln im Deutschen und ihre mögliche Wiedergabe im Italienisc...
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Struktur und Handelsführung in Molières "Tartuffe"
Romanistik - Französisch - Literatur
Seminararbeit, 23 Seiten
Die Verbgruppen Kopula, Modalverben, Modalitätsverben und Funktionsver...
Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Hausarbeit, 18 Seiten
Der Donjuanismus bei Moliere, Byron und Hoffmann - ein Vergleich
Romanistik - Französisch - Literatur
Seminararbeit, 24 Seiten
Irmgard Keun: "Das kunstseidene Mädchen" - Frauentyp der Neu...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 13 Seiten
Anglizismen in der deutschen Pressesprache am Beispiel des 'Spiege...
Hausarbeit, 15 Seiten
Das kunstseidene Mädchen - Die Frau im Wandel der Zeit
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 19 Seiten
Habitus und Kapitalien - Bourdieus Konzepte zu Kapital, Habitus, und F...
Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe
Hausarbeit, 25 Seiten
Das Bild der "neuen Frau" bei Autorinnen und Autoren der Wei...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Italienisch und Deutsch in Südtirol
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Hausarbeit, 23 Seiten
Literaturepochen (Vom Barock bis zur Exilliteratur)
Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen
Referat / Aufsatz (Schule), 8 Seiten
Die Anfänge der Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland 1949...
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Seminararbeit, 27 Seiten
Anomietheorie und Labeling Approach
Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Enrique del Cerro Calderón gefällt Die Modalverben: objektiver und subjektiver Gebrauch
Enrique del Cerro Calderón hat den Text Die Modalverben: objektiver und subjektiver Gebrauch veröffentlicht
jenny lopez Vielen Dank für die Erklärungen über die Modalität. Es war sehr nützlich für mich und hat mir wirklich geholfen!
am Sunday, February 06, 2011
Enrique del Cerro Calderón Ich freue mich sehr darauf
am Monday, June 06, 2011
Enrique del Cerro Calderón hat einen neuen Text hochgeladen
Treffpunkt Deutsch: Grundstufe Value Pack (Includes Die Deutsche Gramm...
E. Rosemarie Widmaier, Fritz T. Widmaier, Margaret Gonglewski
0 Kommentare