Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 4
1.1. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und ihre Bedeutung 4
2. Was ist interkulturelle Kommunikation? 5
2.1. Kultur 6
2.2. Kommunikation 7
2.3. Hindernisse in der Kommunikation 8
2.3.1. Raum 8
2.3.2. Zeit 9
2.3.3. Denkmuster 9
2.4. Ebenen möglicher Mißverständnisse 9
2.5. Werte und Einstellungen 11
3. Interkulturelles Training 12
3.1. Interkulturelle Didaktik: Begriffsbestimmung 13
3.2. Bedarf und Zielgruppen 13
3.3. Trainingsziele 14
3.4. Interkulturelle Handlungs- und Kommunikationskompetenz 15
4. Trainingskonzeptionen 17
4.1. Kulturspezifische informationsorientierte Trainings 19
4.2. Kulturunspezifische informationsorientierte Trainings 20
4.3. Kulturunspezifische interaktionsorientierte Trainings 20
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4.4. Kulturspezifische interaktionsorientierte Trainings 20
4.5. Problematik 21
5. Diskursanalytischer Ansatz 22
6. Resümee 24
7. Literaturverzeichnis 25
8. Zusätzliche Internet-Quellen 27
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1. Einleitung
Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen hat es immer schon gegeben. Durch die Entwicklung moderner Verkehrs- und Kommunikationsmittel hat sich das Ausmaß der Begegnungen aber in den letzten 150 Jahren vervielfacht. Auch das Interesse an interkultureller Interaktion und Kommunikation hat stetig zugenommen. Immer mehr Menschen wollen wissen, was eigentlich vorgeht, wenn Personen, die verschiedenen Kulturen angehören, einander begegnen. Und insbesondere auf dem Welt-Wirtschaftsmarkt, der durch Konkurrenz, Leistungsdruck und internationale Verflechtungen gekennzeichnet ist, gewinnt interkulturelle Kommunikation immer mehr an Bedeutung. An dieser Stelle wird schon klar, daß das Thema interkulturelle Wirtschaftskommunikation nicht nur wissenschaftlich, sondern auch wirtschaftlich sehr interessant ist.
Im Vordergrund dieser Arbeit stehen nun interkulturelle Kommunikationsprobleme und ihre didaktische Umsetzung in verschiedenen Trainingskonzeptionen. Nach einer theoretischen Hinführung zum Thema interkulturelle Wirtschaftskommunikation, wird im Hauptteil das standardisierte Trainingskonzept kritisch diskutiert (Kapitel 3-4). In einem zweiten Schritt folgt die Beschreibung des diskursanalytischen Trainingsansatzes als Trainingsalternative der Zukunft.
Ein vollständige Analyse aller möglichen Aspekte interkultureller Trainingsdidaktik ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich. Viel mehr soll gezeigt verschiedene Trainingsmethoden exemplarisch dargestellt und kritisch diskutiert werden.
1.1. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und ihre Bedeutung
Weltweit und europaweit sind Gesellschaften/Unternehmen längst miteinander vernetzt und die politische und wirtschaftliche Unternehmenskommunikation ist seit langem keine monokulturelle Angelegenheit mehr! Für die Bundesrepublik beinhaltet Unternehmenskommunikation schon immer interkulturelle Aspekte. Gründe dafür sind ihre vorwiegend exportorientierte Wirtschaft, sowie eine hohe Zahl an Migrationsarbeitern.
Kommunikation von Menschen innerhalb eines Unternehmens ist bereits eine große Heraus-forderung. Noch anspruchsvoller ist es, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen verschiedenen Firmen/Organisationen und Unternehmenskulturen zu gestalten. In einer Zeit dynami-
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scher Kooperation über alle Grenzen hinweg geht es in Theorie und Praxis der Wirtschaftskommunikation verstärkt um den Umgang mit Kulturunterschieden. Interkulturelle Kommunikation ist zu einem wesentlichen Teil eines interkulturell ausgerichteten Management-Ansatzes geworden.
Sprach- und Kulturkenntnisse (soft skills) werden z.B. für den Umgang mit ausländischen Kunden gebraucht. Wer im Ausland ein Produkt verkaufen will, muß es dem Geschäftspartner möglichst leicht machen, das eigene Waren- und Dienstleistungsangebot zu verstehen und zu bewerten.
Die zunehmende Internationalisierung einer Vielzahl von Arbeitsfeldern drückt sich zum einen in der quantitativen Zunahme der traditionellen Außenbeziehungen aus, zum anderen bewirkt sie eine neue Qualität der Begegnung von kulturdifferenten Werten, Wahrnehmungs-und Interpretationsschemata. Solche kulturellen Erfahrungen gehören also im wachsenden Maße zum Alltag des Zusammenlebens und -arbeitens. Sie manifestieren sich im Alltag in spezifischen Handlungs- und Kommunikationsformen und erfordern im Beruf die Bereitschaft zu längeren Auslandsentsendungen und die Fähigkeit zur Kooperation in multikulturellen Arbeitsteams.
Im Blickfeld stehen dabei in den letzten Jahren verstärkt die asiatischen Länder, die aufgrund ihrer kostengünstigen Produktionsweise für Europa zu einem interessanten Wirtschaftsfaktor geworden sind. In beziehungsorientierten Systemen, wie sie in Asien zu finden sind, ist es für einen deutschen Auslandsmitarbeiter wichtig, persönliche Kontakte über die reine Arbeits- und Geschäftsbeziehung hinaus zu pflegen; diese erfordern fast zwangsläufig auch eine weitergehende Verständigungsmöglichkeit als nur eine Drittsprache (wie z.B. die Verkehrsprache Englisch) (vgl. Knapp 1995: 8-24; Pleines 1998: 78-86/98-106/167-174 1 )
2. Was ist interkulturelle Kommunikation?
Interkulturelle Kommunikation wird allgemein als Kommunikation unter erschwerten Bedingungen beschrieben; als Interaktion, bei der ‚Selbstverständlichkeiten’ plötzlich in Frage gestellt werden und erprobte Verhaltens- und Interpretationsmuster an Gültigkeit verlieren.
1 weitere Quellen: http//:www.viadrina.euv-frankfurt-o.de (20.12.2000) ; http//:www.gwdg.de (30.12.2001)
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Die Folgen reichen von Verunsicherung, über stereotype Zuschreibungen bis hin zum Kulturschock.
Kommunikationen gelten dann als interkulturell, wenn damit Kommunikationen zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Kulturen assoziiert werden und auftretende Kommunikationsschwierigkeiten auf kulturelle Differenzen zurück geführt werden können. Wobei in den meisten Fällen nur die Kultur eines Aktionspartners den Kontext für die Kommunikation bestimmt.
Interkulturelle Kommunikation hat also mit kommunikativen Formen der Wahrnehmung, der Klärung und der Lösung sprachlich-kultureller Differenzen zu tun. Denn so manches Mißverständnis auf dieser Ebene hat schon zum Scheitern von wichtigen (Geschäfts)beziehungen geführt.
Kultur und Kommunikation sind sehr eng miteinander verbunden; wie Edward Hall (Hall:1976) schon sagte: Culture is communication. Gleichwohl ist es angesichts der unüberschaubaren Vielfalt der Definitionen von „Kultur“ und „Kommunikation“ notwendig, die der folgenden Darstellung zugrundeliegende Verwendung dieser Begriffe offenzulegen.
2.1. Kultur
Wodurch werden Gespräche zu interkulturellen Gesprächen? Wann und wie wird der Faktor Kultur in der Interaktionssituation relevant? Ist interkulturelle Kommunikation also gleichzusetzen mit Gesprächssituationen zwischen Vertretern verschiedener Nationalitäten?
Bei der Analyse der Ziele eines Trainings zur interkulturellen Managementkompetenz ist es hilfreich, von einem Kulturbegriff auszugehen, der dieses komplexe Phänomen strukturieren hilft. Die prägnanteste Kulturdefinition stammt von Hofstede. In seinem Werk Kulturen und Organisationen nennt Hofstede Kultur die Software des Geistes (Hofstede 1994: 5). Entsprechend dieser Ansicht ist Kultur die mentale Programmierung, die jedes Mitglied einer gegebenen Gemeinschaft, Nation, Organisation oder Gruppe erlebt und entsprechend derer er voraussichtlich folgerichtig handeln wird. Kultur so verstanden, enthält eine Menge alltäglicher und gewöhnlicher Dinge des Lebens, wie z. B. begrüßen, essen, zeigen oder verbergen von Emotionen; Körperabstand zu anderen, lieben oder Körperhygiene (Hofstede 1994: 5).
Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang die Kulturdistanz. Niederländer, Dänen und Schweizer sind den Deutschen vertrauter als Inder oder Japaner. Die einen stehen uns näher, die anderen erscheinen uns weit entfernt. Mit den Worten nah und fern ist eine Di-
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2001, Interkulturelles Management-Training, Munich, GRIN Publishing GmbH
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