Inhaltsverzeichnis
1. Exegese 3
1.1 Lesen und gliedern 3
1.2 Übersetzungsvergleich 4
1.3 Literarischer Kontext 8
1.4 Parallelstellen 10
1.5 Inhaltlich-geistliche Klärung in Abschnitten 11
2. Gedanken zur Anwendung 13
2.1 Wo spricht der Text in unsere heutige Zeit? 13
Drei Ideen 13
2.2 Meine Zuhörer 13
2.2 Anlass 14
3. Ziele 14
3.1 Was möchte ich erreichen? 14
3.2 Wie möchte ich das Ziel erreichen? 14
4. Wörtliche Niederschrift 15
4.1 Stichwortfassung der Predigt 15
4.2 Stilistische Ausgestaltung und endgültige Predigtfassung 17
5 Ablaufplan 20
Literaturverzeichnis 21
2
1. Exegese
1.1 Lesen und gliedern
Beim ersten Mal lesen verstand ich eigentlich nur worum es in dieser Geschichte ging. Da ist ein Mann, der Zedekia heißt. Dieser wird mit 21 Jahren zum König gesalbt. Er und das Volk lebten aber nicht so wie es dem Herrn gefallen hätte, obwohl er es ihnen durch Propheten zeigte. Daraufhin wird das Herz des Königs verstockt und der Herr lässt durch einen anderen König den größten Teil des Volkes und die Stadt Jerusalem vernichten.
Dies alles wurde vorhergesagt und in diesem Textabschnitt wird die Erfüllung geschildert. Deshalb will ich zuerst einmal die Gliederung machen und andere Übersetzungen lesen bevor ich mich weiter in den Test vertiefe.
Gründliches Lesen des Textes aus 2. Chronik 36, 1-11 aus Luther, dann den Text nach eigenem Verständnis gliedern und mit Überschriften versehen. Eigene Überschriften sind unterstrichen und kursiv.
Zedekia wird König
11 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er König wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem
Das Verhalten des Königs Zedekia und des Volkes
12 und tat, was dem HERRN, seinem Gott, missfiel, und demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der da redete, wie der HERR zu ihm gesprochen hatte. Das verstockte Herz des Königs
13 Auch wurde er abtrünnig von Nebukadnezar, dem König von Babel, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte, und wurde halsstarrig und verstockte sein Herz, sodass er sich nicht bekehrte zu dem HERRN, dem Gott Israels. 14 Auch alle Oberen Judas und die Priester und das Volk versündigten sich noch mehr mit all den gräulichen Sitten der Heiden und machten unrein das Haus des HERRN, das er geheiligt hatte in Jerusalem. Mitleid und Geduld des Herrn
15 Und der HERR, der Gott ihrer Väter, ließ immer wieder gegen sie reden durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung. 16 Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und
3
verhöhnten seine Propheten, bis der Grimm des HERRN über sein Volk wuchs und es kein Vergeben mehr gab. Die Strafe Gottes
17 Da führte er gegen sie heran den König der Chaldäer und ließ ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erschlagen im Hause ihres Heiligtums und verschonte weder die Jünglinge noch die Jungfrauen, weder die Alten noch die Greise; alle gab er sie in seine Hand.
18 Und alle Geräte im Hause Gottes, große und kleine, die Schätze im Hause des HERRN und die Schätze des Königs und seiner Oberen, alles ließ er nach Babel führen.
19 Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer Jerusalems ein und alle ihre Burgtürme brannten sie mit Feuer aus, sodass alle ihre kostbaren Geräte zunichte wurden.
20 Und er führte weg nach Babel alle, die das Schwert übrig gelassen hatte, und sie wurden seine und seiner Söhne Knechte, bis das Königtum der Perser zur Herrschaft kam, Die Erfüllung der Prophetie
21 damit erfüllt würde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias. Das Land hatte die ganze Zeit über, da es wüste lag, Sabbat, bis es an seinen Sabbaten genug hatte, auf dass siebzig Jahre voll wurden.
1.2 Übersetzungsvergleich
Mit Hilfe einer Tabelle werde ich nun 3 Bibelübersetzungen vergleichen. Schwarz sind unveränderte und gleiche Textstellen, grün sind Unterschiede für die gleiche Bedeutung, blau ist Zusätzliches, das in einer der anderen Bibeln nicht vorkommt, rot markiert sind unterschiedliche Bedeutungen.
4
Es gibt keine gravierenden Unterschiede zwischen den einzelnen Bibeln, dass ich eine völlig außer Acht lassen würde. Es gibt einige kleine Unterschiede von der Bedeutung einzelner Worte, deshalb habe ich mich entschieden, mit der Guten Nachricht Bibel (GNB.) weiter zu arbeiten. Vor allem aber, weil man in der GNB. den Schluss »Das Land soll siebzig Jahre lang Brach liegen, bis alle Sabbatjahre nachgeholt sind, die Israel nicht eingehalten hat.« viel besser verstehen kann. Außerdem ist ein viel flüssigeres Lesen möglich. Zudem denke ich, dass es für die Zuhörer viel besser verständlich sein wird, wenn ich Teile des Textes vorlese, da gerade Stellen aus dem Buch Chronik nicht so geläufig sind.
1.3 Literarischer Kontext
Den literarischen Kontext musste ich größtenteils aus dem Lexikon nehmen, da mir das allgemeine Wissen aus dem At. noch fehlt.
Der direkt vorausgehende Kontext
• Im Text werden drei weitere Könige genannt: Joahas, Jojakim und Jojacham
und ihre Geschichte. Sie taten alle nicht das, was dem Herrn gefiel.
Der direkt nachfolgende Kontext
• Dem Text folgt die Geschichte von dem König Kyrus, der auf den Befehl
Gottes mit Hilfe des Volkes einen Tempel in Jerusalem bauen will.
Das Kapitel 36 im Kontext der Chronik-Bücher
• Das gesamte Buch der Chronik behandelt im Allgemeinen die Geschichte des
Volkes Israel. Angefangen bei Adam geht es bis zum Ende der babylonischen Gefangenschaft, meist bestehend aus einer Aneinanderreihung von Namen und Geschlechtern. Etwas ausführlicher wird dann über David berichtet. Im ganzen Buch Chronik stehen nie die geschichtlichen Ereignisse im Vordergrund, sondern der Mensch, der Israelit. Das Nordreich wird nicht berücksichtigt, weil es vom Hause David und vom Gottesdienst in Jerusalem abgefallen war. 1
1 Vgl. F. Rienecker, Bibelexikon, Wuppertal/Zürich.2000
8
Die Bücher der Chronik im Kontext des At.
• Ziel des Schreibers ist es wahrscheinlich, die Lücken in Samuels Geschichte und den Ereignissen der Könige zu schließen, 2 sowie das sich von Gott entfernen und die immer wieder erneute Hinwendung zu Gott.
Sachklärung
• Nebukadnezar: Nebukadnezar lebte um 600 v. Chr., verfällt in den Wahnsinn,
kommt aber durch Gottes Gnade zum Glauben an Gott
• Babel: Hauptstadt von Babylon, soll die schönste und herrlichste Stadt zur
damaligen Zeit gewesen sein. Wurde aber, wie prophezeit, zerstört und nie wieder aufgebaut. • Haus Gottes: Tempel
• Verstocktes Herz: verhärtet, wenn etwas weich ist kann man es formen, etwas
Hartes lässt sich aber fast nicht mehr formen, sonst wird die Struktur verändert. Das heißt für einen Menschen, dass er nichts mehr annehmen kann, eigensinnig und blind ist und nicht mehr aufnahmefähig, hart gegen alles andere ist.
Skopus
• Gottes Treue und das Wechselbad zwischen den Leistungen und dem
Versagen des Menschen wenn es um Gottes Gebote oder Aufträge geht. Immer wieder straft Gott durch Krankheit oder fremde Herrscher, aber immer wieder erbarmt er sich auch seines Volkes aus reiner Gnade. 3 Zudem zeigen sich das Glück und die Not. Der Erfolg und das Elend sind nicht Launen des Zufalls, sondern Folgen des menschlichen Verhaltens. 4
Skopus der Predigt
• Von wem lasse ich mich formen und wie lasse ich mich formen?
Literarische Art
• Historische Erzählung
2 Vgl. R.Brockhaus, Studienbibel, Wuppertal/Zürich,2000,23.
3 Vgl. R.Brockhaus, a. a. O., 23
4 R.Brockhaus, Bibellexikon, Wuppertal/Zürich,2000,23.
9
1.4 Parallelstellen
Direkte Parallelstellen
- 2. Könige 24-18 bis 2. Könige 25-21 und - Jeremia 52, 1-30
In diesen Parallelstellen findet sich die gleiche Geschichte, nur etwas expliziter dargestellt.
Da in diesen Parallelstellen keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden, sondern nur das Geschehen und der Hergang des Kampfes, sowie die Not und das Verhalten der Menschen beschrieben werden, werde ich diesen Parallelstellen nicht so große Beachtung schenken.
Indirekte Parallelstellen
- Lukas 20-9/19 Gleichnis vom bösen Weingärtner - 1 Sam 6-6
Warum verstockt ihr euer Herz, wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verstockten? Ist's nicht so: Als der HERR seine Macht an ihnen bewies, ließen sie sie ziehen, sodass sie gehen konnten - Psalm 119,70
Ihr Herz ist völlig verstockt; ich aber habe Freude an deinem Gesetz - Hebr. 3,7-13
7 Darum, wie der Heilige Geist spricht »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, 8 so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste,
9 wo mich eure Väter versuchten und prüften und hatten doch meine Werke gesehen vierzig Jahre lang.
10 Darum wurde ich zornig über dieses Geschlecht und sprach: Immer irren sie im Herzen! Aber sie verstanden meine Wege nicht,11 sodass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen.«
12 Seht zu, liebe Brüder, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott;13 sondern [ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde.
10
Diese Stellen habe ich aus einigen gewählt, da ich sie später vielleicht für die Andacht benutzen will. Aber auch weil es mir mit Hilfe dieser Stellen leichter fiel die Brücke zum Nächsten abschnitt zu schlagen und zu einer besseren Übertragung in unsere heutige zeit.
1.5 Inhaltlich-geistliche Klärung in Abschnitten
Was der Text tatsächlich aussagt
Verse 11-12: Mit 21 Jahren wurde Zedekia König und regierte 11 Jahre lang. Aber in diesen 11 Jahren lebte er so, dass es Gott nicht gefiel. Auf den Propheten, den Gott ihm sendet, hört er nicht, obwohl dieser nicht seine eigene Meinung vertritt, sondern die Botschaft Gottes übermittelt.
Verse 13-14: Zedekia wurde aber nicht nur Gott gegenüber untreu, sondern tat auch Dinge, die Nebukadnezar nicht gefielen, obwohl dieser ihn eingesetzt hatte. Daraufhin wurde er halsstarrig und verstockte sein Herz so sehr, dass er den Weg zu Gott gar nicht mehr finden konnte. Aber nicht nur er, sondern auch das ganze Volk, egal in welcher Stellung. Mit Sitten und Bräuchen der heidnischen Völker verunreinigten sie Gottes Tempel, den er selbst geheiligt hatte. Verse 15-16: Gott versuchte immer wieder, ihnen durch seine Boten zu zeigen, dass sie auf dem falschen Weg sind, aber sie wollten einfach nicht hören bis es einfach zu viel wurde und es kein Zurück mehr gab.
Verse 17-21: Als Folge vom ständigen und langen „gegen Gott sein“ und „nicht nach seinen Geboten leben“ sowie „nicht auf seine Propheten hören“, straft Gott das Volk mit einem Angriff der Chaldäer. Diese räuberten, zerstörten und töteten und nahmen alle Überlebenden mit, um sie als Geiseln zu missbrauchen. Das ging so lange bis das Königreich der Perser zu Ende war. So erfüllte sich, was Jesaja sagte: die Sabbate, die sie nicht eingehalten haben, müssen sie nun alle in Gefangenschaft bei einem fremden Volk nachholen, das sie knechtet.
Meine Gedanken zum Text oder: was da nicht unbedingt steht
Vers 12: Jeremia sprach also mit Zedekia, aber allem Anschein nach vergebens. Was oder wie sie miteinander geredet hatten ist nicht klar. Aber Zedekia sündigte weiter vor Gott, das heißt, dass Gott ihm die Möglichkeit gab, noch einmal umzukehren. Diese Chance nahm Zedekia aber nicht ernst oder wollte sie nicht ernst nehmen, sondern machte so weiter wie bisher.
11
Vers 13: Jetzt begeht Zedekia auch noch den Fehler, dass er abtrünnig wird gegenüber Nebukadnezar, der ihm den Job gegeben hatte. Also hat er nicht nur Gott gegen sich, was natürlich schlimmer ist, sondern nun auch noch einen Menschen -und das keinen geringen. Jetzt ist Zedekia an einem Punkt, an dem er selbst nicht mehr umkehren kann, weil er sich selbst so halsstarrig und blind immer wieder gegen Gott gestellt hat, dass sein Herz kalt ist und nichts anderes mehr akzeptiert außer seine eigene Sache. So verbaut er sich durch sein eigenes Handeln den Weg zu Gott und damit eine neue Ausrichtung seines Lebens völlig. Vers 14: Jetzt beginnt auch das ganze Volk sich noch mehr zu versündigen, also haben sie davor schon nicht das getan, was Gott von ihnen verlangt hat. ZU dem missbrauchen sie den heiligen Tempel, in den Gott eingezogen war. Vers 15-16: Gott sieht das alles und statt einfach alle zu vernichten oder sie sofort zu strafen, hat er Mitleid. Er versucht, ihnen durch das Reden von Propheten zu sagen: „Hey, schaut doch, was ihr da macht, lasst es doch bleiben und kommt wieder zu mir zurück, wenn ihr mich anbetet und euch demütigt, dann vergebe ich euch“. Aber nein, sie hörten nicht auf Gott. Im Gegenteil, sie verspotten die Propheten und damit Gott selber. Sie bringen damit zum Ausdruck, wir sind unser eigener Gott. Das machen sie so lange bis es Gott damit reicht, bis Gott an den Punkt kommt, wo das Maß voll ist und es keine Rettung mehr gibt.
Verse 17-21: Die ablehnende, ja verspottende Haltung der Menschen trägt nun Früchte. Gott macht ernst mit dem, was er ihnen gedroht und angekündigt hat. Er lässt die Chaldäer gegen sie in den Krieg ziehen und vernichtet alles. Die Menschen, die übrig beleiben, müssen in die Gefangenschaft.
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2. Gedanken zur Anwendung
2.1 Wo spricht der Text in unsere heutige Zeit?
Drei Ideen
1. Unsere Regierung ist genau auf diesem Weg, indem sie versucht, Gott und vor allem auch seine Maßstäbe einfach zu ignorieren. Ich denke da an die gleichgeschlechtliche Liebe, Gerhard Schröder, der nicht sagen wollte: „So wahr mir Gott helfe“, an die Legalisierung der Pornografie, an viele Gesetze oder viele andere Dinge, wo Gottes Gebote ganz klar keinen Stellenwert mehr haben.
Nun würde sich mir die Frage stellen, wie lange schaut Gott bei uns noch zu bis er uns strafen wird? Oder sind wir nicht schon gestraft, wenn wir die geistliche Verarmung unserer Bevölkerung anschauen, die
Orientierungslosigkeit vieler Jungedlicher oder die Ratlosigkeit der Politiker? 2. Aber nicht nur für unsere Regierung kann dies gelten, sondern auch für jeden Menschen persönlich, wenn er sich verhält wie Zedekia. Wenn er sich von Gott abwendet oder sich erst gar nicht zu ihm hin wendet. Wenn er den Weg ohne Gott wählt und damit den ewigen Tod in der Hölle anstatt das ewige Leben bei Gott.
3. Für uns Christen könnte das heißen, das wir in ganz besonderem Maße darauf bedacht sein sollen auf Gottes Wort zu hören. Dass wir unser Herz nicht gegen ihn verhärten, sondern ihm mit Freuden dienen.
2.2 Meine Zuhörer
Ein bunt gemischtes Publikum, das wohl gerade in den Sorgen des neu begonnenen Studiums steckt. Aber auch in den Freuden über neu gewonnene Beziehungen in der Klasse und im Lza.
2.2 Anlass
Die morgendliche Andacht in der Klasse im Fach Homiletik.
3. Ziele
3.1 Was möchte ich erreichen?
Eigentliches Ziel
In dem Text steckt so viel drin und auch der Skopus der Chronik-Bücher ist so riesig, dass er sich in diesen Text nur schwer einbinden lässt. Da ich zu weit ausholen müsste und das nicht in acht Minuten passen würde, habe ich mir den Aspekt des verstockten Herzens herausgegriffen. Mein Ziel ist nun, diesen nicht zu einseitig und mit größtmöglichem Textverständnis zu vermitteln.
Auswirkungen bei den Hörern
- neu auf Gottes Stimme hören - darüber nachdenken wo uns Gott formen will - Zuspruch Gottes: er wird uns formen
3.2 Wie möchte ich das Ziel erreichen?
• durch das Anknüpfen an die letzte Predigt von Pawel das Interesse wecken
und die Geschichte weiter führen
• durch das Beispiel vom Tonklumpen das Wort „verstockt“ plastisch darstellen • Zedekia und Josia als Vergleiche für uns benutzen • durch das Lied „Komm zu Jesus“ am Ende noch einmal ins Nachdenken
kommen
• Wiederholung am Ende, dass sich das Gesagte und mein Skopus gut einprägt und in den Tag mitgenommen werden kann
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4. Wörtliche Niederschrift
4.1 Stichwortfassung der Predigt
Einleitung
Wir hörten das letzte Mal aus Chronik 34 von Josia.
Ein König, der nicht nur auf Gottes Wort hörte, sondern es auch in die Tat umsetzte. Ein Mensch, der nach dem Herzen Gottes lebte und wandelte in all seinen Geboten.
Ich möchte nun ein paar Kapitel weiter gehen.
Inzwischen ist Josia im Kampf gegen den Pharao Necho bei Megiddo gefallen. Das Volk hatte 3 weitere Könige, die nicht taten was Gott gefällt. Das Volk hat viel zu leiden: 3 Könige innerhalb von 12 Jahren, eine zusätzliche Steuer und vieles andere. In dieser Zeit nun spielt die Geschichte.
Ich möchte lesen aus 2. Chronik 36, 11-21
Zedekia also wird mit 11 Jahren König, aber ganz anders als Josia kümmert er sich nicht um das, was Gott sagt.
Im Gegenteil, er hört nicht auf das, was Gott ihm durch seinen Boten sagt, sondern verfällt immer weiter in die Sünde, so dass sich sein Herz gegen das, was Gott sagt verstockte.
Was bedeute nun aber, dass sich das Herz eines Menschen verstockt? Tageslichtprojektor Folien auflegen
Ich will das kurz an einem Stück Ton zeigen, auch wenn ich weiß, dass dieser Vergleich ein wenig hinkt.
Wenn der Ton am Anfang noch diese Form hat, ist er leicht zu formen. Man kann recht einfach alles aus ihm machen.
Und wenn ein Mensch wie Josia sich von Gottes Händen Formen lässt, dann kommt dabei etwas Schönes und vor allem Brauchbares heraus.
Wenn aber ein Mensch wie Zedekia sich nicht formen lässt und nicht auf das hört, was Gott zu ihm sagt, dann bleibt es ein unnützer Klumpen Ton, der mit der Zeit immer härter wird und sich immer schlechter formen lässt und irgendwann sich gar nicht mehr formen lässt.
15
So ist es dann auch mit Zedekia in unserer Geschichte geschehen. Wenn es heißt, er demütigte sich nicht vor dem Herrn heißt das, er lies sich nicht formen so wie Gott es wollte.
Weiter heißt es: „Bis der Grimm des HERRN über sein Volk wuchs und es kein Vergeben mehr gab“.
Nun ist ein Status quo erreicht, wie wenn der Ton hart ist, er lässt sich nicht mehr formen.
Hauptteil
Wie ist das bei dir aus, wie ist das bei mir? Lassen wir uns noch formen, lassen wir uns noch verändern?
In Hebräer 3,7-8 und 12-13 lesen wir:
7 Darum, wie der heilige Geist spricht »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, 8 so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste,
12 Seht zu, liebe Brüder, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott;
13 sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde.
Der Schreiber meint wohl nicht nur Juden oder die Hebräer, sondern dich und mich. Noch einmal zurück zu Zedekia: Er tat genau das. Er hörte nicht auf die Stimme Gottes. Und was geschah mit ihm?
Der Zorn Gottes stieg und stieg und Gott hat 11 Jahre Geduld, aber auch Gottes Geduld hat ein Ende und er vernichtet den größten Teil des Volkes, der Rest geht in Gefangenschaft. Der Ton ist nicht mehr zu verformen.
Was ist nun mit uns, was ist mit meinem Herzen, das ich ja Gott gegeben habe? Lass ich es von ihm formen oder will ich mich noch immer selber formen? Der Schreiber des Hebräer-Briefes weiß um diese Gefahr der Sünde. Deshalb schreibt er ja in Vers 13: sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der
16
Sünde.
Lassen wir uns also nicht betrügen von der Sünde, sondern formen von Gott. Dass er ein Gefäß aus uns macht, wir so werden wie er es will: wunderschön und kein hässlicher Klumpen.
Gott möchte dir die Kraft geben, er möchte dich verändern.
Aber du musst es auch zulassen.
Wenn du dich gegen das wehrst, was Gott zu dir spricht in der stillen Zeit, im Gebet, in der Andacht…
Wie soll er dich dann verändern? Wenn du dich hasst, bist du wie der Ton, der irgendwann so fest ist, dass er sich nicht mehr formen lässt. Wenn du dich aber nach Gott ausrichtest, dann wird er dich formen.
Schluss
Nun liegt es an uns, ob wir uns formen lassen. Gott zwingt dich nicht, aber erwartet auch dich.
Was gibt es Schöneres, als uns in die Hände Gottes fallen zu lassen, dem besten Platz auf der Welt? Und uns von ihm verändern zu lassen, denn Jesus meint es gut mit mir und mit dir.
4.2 Stilistische Ausgestaltung und endgültige Predigtfassung
Einleitung
Wir hörten das letzte Mal von Josia und seinem Leben aus Chronik 34. Josia war ein König, der nach dem Herzen Gottes lebte und wandelte in all seinen Geboten. Josia starb in einer Schlacht gegen den Pharao Necho. Nach ihm kommen drei weitere Könige innerhalb von 12 Jahren. Das Volk leidet sehr unter der Fremdherrschaft, den Kriegen, den sehr hohen Steuern und vielem Anderen. In dieser Zeit nun wird Zedekia König. Ich möchte lesen aus 2. Chronik 36,1-11.
Zedekia wird mit seinen 11 Jahren König, aber ist so ganz anders als Josia von dem Pawel berichtete. Zedekia regiert nach seinem eigene Willen. Er kümmert sich überhaupt nicht um das, was Gott sagt, und zu dem verstrickt er sich immer weiter in seinen Sünden und verspottet Gottes Propheten genau so wie das ganze Volk. Das tat er so sehr, dass sich sein Herz verstockte.
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Hier muss ich einhaken, denn was heißt es denn, dass ein Herz sich verstockt. Verstockt bedeutet hart sein. Ich will mal versuchen, das anhand eines Stück Tons deutlich zu machen.
erste Folie auflegen
Hier also so ein Stück Ton. In dieser Form zu nichts zu gebrauchen, außer geformt zu werden. Und das hat ein Josia mit sich machen lassen.
zweite Folie auflegen
Und Gott machte etwas aus ihm. Ganz anders Zedekia: Er lies sich nicht formen. Wenn man Ton nicht formt wird er hart. So ist er also zu nichts zu gebraucheneinfach ein Klumpen Ton.
dritte Folie auflegen
Wenn nun ein Klumpen Ton einmal so fest ist, lässt er sich nicht mehr formen. Das ist wie mit dem Herz eines Menschen, das verstockt ist. Es ist so fest, dass es sich nicht mehr formen lässt.
Das ist mit Zedekia in unserer Geschichte geschehen, weil er sich immer weiter in seinen Sünden verstrickte und sich nicht von Gott dazu bewegen lies umzukehren. Weiter heißt es: „Bis der Grimm des HERRN über sein Volk wuchs und es kein Vergeben mehr gab“. Nun ist ein Status quo erreicht, wie beim Ton, er lässt sich nicht mehr formen. Es gab kein Vergeben mehr. Wie ist das bei mir? Lasse ich mich formen? Lässt du dich formen?
Hauptteil
Im Brief an die Hebräer heißt es: (Hebräer 3, 7-8 und 12-13) 7 Darum, wie der Heilige Geist spricht »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, 8 so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste,
12 Seht zu, liebe Brüder, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott;
13 sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde.
Der Schreiber hat dies zwar nicht an Zedekia geschrieben, aber so oder so ähnlich
18
kann die Warnung des Propheten ausgesehen haben, den Gott schickte. Nun meint der Schreiben des Hebräer-Briefs nicht Zedekia, auch nicht nur die Hebräer oder die Juden, sondern er meint mich und er meint dich.
Noch einmal zurück zu Zedekia. Er tat genau das, er hörte nicht auf Gottes Wort, sondern er lies sich von der Sünde betrügen. 11 Jahre hatte Gott Geduld mit Zedekia, dann war auch Gottes Geduld zu Ende und er vernichtete das Volk und Zedekia durch einen Krieg. Die paar Leute, die übrig blieben, gingen in Gefangenschaft. Der Ton war nicht zu formen.
Was ist nun mit uns? Von wem lasse ich mich formen? Von Gott, der es gut meint und mich zu einem wundervollen Gefäß machen will oder lasse ich mich von der Sünde formen, die mich betrügt, wo sie nur kann? Der Schreiber des Hebräer-Briefs weiß um diese Gefahr der Sünde, deshalb heißt es in Vers 13: „Sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es heute heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde.“
Schluss
Ich will noch mal kurz zusammenfassen: Lassen wir uns also nicht betrügen von der Sünde, sondern formen von Gott.
Dass er ein Gefäß aus uns macht, das so ist wie er es will: wunderschön und nicht ein hässlicher Klumpen, der zu nichts nütze ist.
Was mich persönlich aber mit am meisten fasziniert ist, dass Gott uns verändern möchte. Wie der Töpfer aus dem Ton ein Gefäß macht, so möchte auch Gott uns formen. Aber du musst es zulassen, denn Gott wird dich niemals dazu zwingen. Wie es in Phlm 14 steht Aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, damit das Gute dir nicht abgenötigt wäre, sondern freiwillig geschehe.
a Wenn du dich gegen das wehrst, was Gott zu dir zum Beispiel in der stillen Zeit, im Gebet oder in der Andacht sagt, kann er dich nicht verändern. Aber je weniger du auf Gott hörst, je weiter du dich von ihm entfernst, desto schwieriger wird es, dich zu formen.
Fazit
Nun liegt es an uns, ob wir uns formen lassen. Gott zwingt dich nicht, aber er wartet auf dich. Was gibt es schöneres als uns in die Hände Gottes fallen zu lassen, dem besten Platz auf der Welt und uns von ihm verändern zu lassen? Denn Jesus meint es gut - vollkommen gut.
19
5 Ablaufplan
Begrüßung Ich möchte euch alle herzlich zu unsere Homelitik Andacht in der Kapelle begrüßen: schön, dass ihr da seid. Anfangsgebet Zum Anfang möchte ich mit uns beten.
Predigt Predigt vom Blatt
Lied Ich bin frei oh ohhh.
Schlussgebet Ich werde euch jetzt eine Minute der Stille geben und Andi macht dann den Anfang der Gebetsgemeinschaft.
Verabschiedung Euch noch einen wunderschönen Tag!
20
Literaturverzeichnis
Bräumer, H.: 2 Chronik, Wuppertaler Studienbibel,2000. Rienecker, F.: verschiedene, Bibellexikon, 2000.
21
Arbeit zitieren:
Ronnie Berzins, 2005, Predigt und Exegese über 2. Chronik 36, 11-21, München, GRIN Verlag GmbH
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