Inhaltsverzeichnis
A Inhaltsverzeichnis 2
B Einleitung 3
C Wirtschaftliche Folgen der EU-Osterweiterung 4
1 Der Weg zur EU-Osterweiterung 4
2 Befürchtungen und Erwartungen 6
3 Auswirkungen nach knapp zwei Jahren 8
D Zusammenfassung und Ausblick 10
E Literaturverzeichnis 11
B Einleitung
Der 1. Mai 2004, mit dem sich die Europäische Union (EU) von ehemals 15 Mitgliedern auf jetzt 25 Mitglieder und somit 450 Millionen Einwohner vergrößert hat, liegt mittlerweile gut eineinhalb Jahre zurück. Es war die größte Erweiterung in der Geschichte der EU und wohl auch die am heftigsten diskutierteste. Kaum eine Aktion der EU hat mehr Menschen beschäftigt, insbesondere im Hinblick auf deren wirtschaftlichen Folgen: Arbeitnehmer, die um ihre Jobs fürchteten, Manager, die sich um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen sorgten und Professoren, die sich um den Standort Deutschland den Kopf zerbrachen. 1 Neben den häufig skizzierten Schreckensszenarien (Lohndumping und wachsende Arbeitslosigkeit) gab es jedoch auch optimistische Stimmen, die für alle Seiten positive Auswirkungen der EU-Osterweiterung prophezeiten.
Wie die EU-Osterweiterung aus heutiger Sicht zu bewerten ist, soll Thema dieses Essay sein. Dabei möchte ich mich auf die ökonomischen Folgen beschränken und Deutschland fokussieren. Vorher sollen jedoch in einem ersten Schritt kurz die Etappen auf dem Weg zur EU-Osterweiterung nachgezeichnet und in einem zweiten Schritt die Chancen und Risiken dargestellt werden.
1 Fröhlingsdorf 2004, S. 101.
C Wirtschaftliche Folgen der EU-Osterweiterung 1 Der Weg zur EU-Osterweiterung
Nach der Wende in den Jahren 1989/90 war die Öffnung der EU hin zu den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) eine logische Konsequenz einer Politik, die auf ein friedliches und prosperierendes Europa abzielt. Neben der Stabilisierung von Demokratie und Marktwirtschaft spielten v.a.
sicherheitspolitische Aufgaben eine entscheidende Rolle. Direkt im Anschluss an die Transformationsprozesse in den MOEL wurden Marktöffnungen zugunsten Osteuropas vorangetrieben, die schließlich in Assoziierungsabkommen, den so genannten Europa-Abkommen mit den einzelnen Staaten, mündeten. Darin wurde die EU dazu verpflichtet, ihren Markt schneller zu öffnen als die Partnerländer. 2
Die Europa-Ankommen machten jedoch keine verbindliche Aussage im Hinblick auf den Beitrittswunsch der Kandidaten. Die Möglichkeit eines Beitritts wurde erst im Juni 1993 durch den Europäischen Rat in Kopenhagen konkretisiert, indem die so genannten Kopenhagen-Kriterien festgelegt wurden, die Vorraussetzung für ein Mitgliedschaft sein sollten. 3 Im Dezember des folgenden Jahres wurde in Essen ein Heranführungsstrategie beschlossen, welche die MOEL auf die schrittweise Eingliederung in den Binnenmarkt der EU vorbereiten sollte. Ein Schlüsseldokument dazu, ist das Weißbuch der Kommission, das als Leitfaden für die Assoziationspartner dienen sollte, wobei es v.a. darum ging, die institutionellen und administrativen Voraussetzungen zu schaffen, um das Gemeinschaftsrecht um zusetzten. 4
Beim Gipfel von Amsterdam im Juli 1997 sollte die EU als Institution auf die Erweiterung vorbereitet werden und es wurde eine Stellung dazu abgegeben, inwieweit die Kandidaten die Kopenhagen-Kriterien bereits erfüllten. Die erstmalige Differenzierung und Priorisierung unter den Beitrittsländern in zwei Gruppen (Erste Gruppe: Ungarn, Polen, Estland, Tschechische Republik, Slowenien und Zypern; Zweite Gruppe: Bulgarien,
2 Kreile 2004, S. 650-53.
3 Belke 2002, S. 6
Arbeit zitieren:
Rita Bartl, 2006, Wirtschaftliche Folgen der EU-Osterweiterung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Ökonomische Folgen der EU-Osterweiterung
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 16 Seiten
VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Hausarbeit (Hauptseminar), 32 Seiten
Die Entwicklung der Handelsverflechtung zwischen den alten und den neu...
VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Hausarbeit, 32 Seiten
Buchbesprechung zu 'Theorien der Sozialen Arbeit' - eine Einfü...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 22 Seiten
Good and bad practice in participatory research
"The best of both worlds:...
Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik
Hausarbeit, 13 Seiten
Ökonomische Folgen der EU für Polen
Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 EMRK)
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Seminararbeit, 34 Seiten
Das Okunsche Gesetz - Der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum un...
Seminararbeit, 22 Seiten
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Output - Ok...
Hausarbeit, 40 Seiten
Die Rolle und Stellung der Gewerkschaften in GB und der BRD - ein Verg...
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Vereine als (Re-) Produzenten sozialen Kapitals
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Staatsbürgerschaft: ein politisches Konzept im Wandel - oder in der Kr...
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 17 Seiten
Rita Bartl's Text Wirtschaftliche Folgen der EU-Osterweiterung ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Rita Bartl hat den Text Wirtschaftliche Folgen der EU-Osterweiterung veröffentlicht
Rita Bartl hat einen neuen Text hochgeladen
Serbia Matters: Domestic Reforms and European Integration
Wolfgang Petritsch, Goran Svilanovic, Christophe Solioz
Das europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000. Band 3. Arten der EU-...
Ökologie und Verbreitung von A...
Die Verträge zur EU-Osterweiterung
Kommentar mit systematischen E...
Franz Merli, Stefan Huster
0 Kommentare