Inhalt
Inhalt 1
Einleitung 2
1. Was ist Globales Lernen 3
1.1. Was versteht man unter Globalen Lernen? 3
1.2. Vorstellung eines Konzeptes Globalen Lernens 3
2. Die Zeitschrift Global Lernen’ 6
2.1. Allgemeines über die Zeitschrift Global Lernen’ 6
2.2. Hintergrund der Zeitschrift Global Lernen’ 7
2.3. Global Lernen im Unterricht 8
3. Zeitschrift Eine Welt in der Schule’ 11
3.1. Allgemeines über die Zeitschrift Eine Welt in der Schule’ 11
3.2. Hindergrund der Zeitschrift Eine Welt in der Schule’ 12
3.3. Umsetzung der didaktisch-methodischen Prinzipien 14
4. Vergleich der beiden Zeitschriften - Gemeinsamkeiten und
Unterschiede 16
4.1. Ziele: 16
4.2.Für welche Zielgruppe: 16
4.3. Inhalt und Aufbau: 16
4.4. Literaturangaben: 17
4.5. Themen: 17
4.6. Grundlegende Unterschiede: 18
5. Die zwei Zeitschriften im Vergleich mit der didaktischen
Minimalperspektive 20
Schluss : 22
Literaturverzeichnis 23
1
Einleitung
Themen wie der zunehmende Tourismus, der Ressourcenverbrauch oder die wachsende wirtschaftliche Kluft zwischen den Ländern, sind nur ein paar herausgegriffene Punkte, die unsere heutige Welt beeinflussen und sie zunehmend komplexer werden lassen. So wird die Globalisierung zu einer zunehmenden Herausforderung. Diese trifft auch den Bereich Bildung. Denn Lehrer und Lehrerinnen haben, außer Wissensvermittlung, den Auftrag Schüler und Schülerinnen auf die Welt von morgen vorzubereiten. Eine Möglichkeit hierbei ist das Globale Lernen. Doch was ist mit Globalen Lernen gemeint? Welche Ansätze gibt es hierfür und wie können diese in die Praxis umgesetzt werden? Um dies zu zeigen, möchte ich zwei Fachzeitschriften vorstellen und miteinander vergleichen. Hierzu habe ich einige Ausgaben der Zeitschriften gelesen und Material über Globales Lernen gesucht. Anders als erwatet, habe ich sehr viel Material gefunden. Deshalb habe ich versucht mich vor allem auf neuere Ansätze und Konzepte einzuschränken.
Zu Beginn meiner Hausarbeit möchte ich klären, was man überhaupt unter Globalen Lernen versteht und hierzu den Ansatz ‚eine didaktische Minimalperspektive’ von Annette Scheunpflug und Nikolaus Schröck darstellen. Darauf folgt die Vorstellung der beiden Zeitschriften. Zum einen ist das die Zeitschrift ‚Global lernen’, welche von Brot für die Welt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Pädagogik und der Schulprojektstelle Globales Lernen herausgebracht wird. Zum anderen die Zeitschrift „Eine Welt in der Schule“. Sie ist ein Projekt des Grundschulverbandes - Arbeitskreis Pädagogik e.V. Ein Vergleich der beiden Zeitschriften untereinander und die Frage, ob der von mir vorgestellte Ansatz in die Zeitschriften mit einfließt, soll die Arbeit abschließen.
2
1. Was ist Globales Lernen
1.1. Was versteht man unter Globalen Lernen?
Globales Lernen kann als „ein Bildungsauftrag zur Förderung mündiger, verantwortungsbewusster und mitgestaltungsfähiger WeltbürgerInnen“ (Neda Forghani: Was ist Globales Lernen? S.1) verstanden werden. Allerdings gibt es keinen eindeutigen Begriff oder eine allgemein Akzeptierte Definition Globalen Lernens. Wie lässt es sich auch ohne eine bestimmte Definition charakterisieren? Ausgangspunkt ist die Herausforderung der voranschreitenden Globalisierung. Das Ziel welches sich dadurch ergibt ist „die Erschließung der globalen Dimensionen und einer weltumfassenden Sichtweise in der Erziehung sowie die Vermittlung von zukunftsfähigen Kompetenzen“ (ebd. S.2). Dieses Ziel soll durch ein ganzheitliches und handlungsorientiertes Lernen erreicht werden. (vgl.ebd.S.2). Innerhalb dieser Charakterisierung gibt es verschiedene Konzepte und Ansätze zum Globalen Lernen. Eines dieser Konzepte möchte ich nun kurz vorstellen.
1.2. Vorstellung eines Konzeptes Globalen Lernens
Annette Scheunpflug und Nikolaus Schröck nennen ihr Konzept die „didatische Minimalperspektive“. Dabei gehen die beiden davon aus, dass man Globales Lernen unter mehreren Parametern betrachten muss. Ein Parameter dieses Konzeptes ist „das Thema“. Themen wie Umweltveränderung, Ein- und Auswanderung oder der Umgang mit unserer Umwelt stehen im Zentrum von Globalen Lernen. Allerdings gibt es keine Vorschrift, welche Themen behandelt werden sollen. Doch sollten die Themen sich auf die globale Gerechtigkeit beziehen. Durch die Globalisierung entstehen auch gesellschaftliche Herausforderungen, welche zu Problemen führen. Im Unterricht sollten diese angesprochen werden und nach Problemlösungen gesucht werden. Natürlich ist die Aufgabe der Lehrer den Schüler oder die Schülerin auf die Zukunft in unserer ‚Einen Welt’ vorzubereiten.
Doch wie die Zukunft aussieht kann man nie genau sagen. Deshalb ist es wichtig, Schüler unter anderem darauf vorzubereiteten, wie sie mit Nichtwissen umgehen können.
3
Das Vermeiden von einseitigen Lösungsperspektiven kann hierbei ein guter Ansatz sein. Ein weiterer Parameter ist „die räumliche Dimension“.
Wenn wir von Themen wie z.B. Umweltverschmutzung sprechen, bleiben die Auswirkungen nie an ein und demselben Ort. Denn Themen ereignen sich in unterschiedlichen Dimensionen. Hier wird einmal die geographische Entfernung und einmal die soziale Entfernung vom Schüler sichtbar. Der Slogan ‚global denken- lokal handeln macht deutlich, wie sich Themen von der lokalen, regionalen, nationalen bis hin zur globalen Ebene verbinden. Der letzte Parameter nennt sich „Kompetenzen“. Vorhin wurde schon unter dem Punkt „Thema“ daraufhingewiesen, wie wichtig es ist mit Nichtwissen umgehen zu können. Mit den Kompetenzen möchte man erreichen, auf dieses Nichtwissen und die Ungewissheit gegenüber der Zukunft, welche sich durch den raschen sozialen Wandel vollzieht, vorzubereiten. Bei diesem Parameter erkennt man eine deutliche Parallele zum aktuellen Bildungsplan der Grundschule in Baden-Württemberg. Denn die zu erreichende Gesamtkompetenz setzt sich aus den gleichen Komponenten zusammen: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Personalkompetenz und Sozialkompetenz. Dabei möchte man mit der Fachkompetenz Fachwissen wie z.B. Fakten oder Regeln vermitteln. Schüler sollen Phänomene und Argumente durchschauen und Maßnahmen oder Zusammenhänge beurteilen können. Bei der Methodenkompetenz sollen die Schüler z.B. Fähigkeiten wie „Nachschlagen, Strukturieren, Planen, Gestalten, Visualisieren oder die selbstständige Bearbeitung von komplexen Aufgaben“ (A. Scheunpflug, Broschüre S. 17) lernen. Hinter der Sozialen Kompetenz stehen „Fähigkeiten wie z.B. Kooperieren, Zuhören, Begründen, Argumentieren, Fragen, Diskutieren, solidarisch Handeln oder Präsentieren“ (ebd. S.17). Gerade beim Globalen Lernen gehört zu dieser Kompetenz auch die Begegnung mit verschiedenen Sprachen. Die letzte Kompetenz ist die Personale Kompetenz, welche sich in „Selbstvertrauen, im Aufbau von Werthaltung, im Üben von Toleranz, in Identifikation und Engagement oder Empathie- Fähigkeit“ (ebd. S.18) zeigt.
4
An den aufgezeigten Parametern wird deutlich, dass Globales Lernen nicht als Unterrichtsfach gesehen werden darf, sondern als ein Unterrichtsprinzip. Die drei Parameter können oftmals nicht in einer Unterrichtseinheit auf einmal und gleichmäßig berücksichtigt werden. Es sollte aber trotzdem darauf geachtet werden, sie „in der Summe des Unterrichts“ (ebd. S 18) zu beachten.
Eine Ausgewogenheit der Kompetenzen kann durch einen fächerübergreifenden Unterricht erreicht werden. Gleichzeitig kann dies aber auch durch verschiedene „Bausteine Globalen Lernens“ (ebd. S. 18) realisiert werden, welche an unterschiedlichen Stellen in den Stundenverlauf einfließen.
5
2. Die Zeitschrift ‚Global Lernen’ 2.1. Allgemeines über die Zeitschrift ‚Global Lernen’
Die Zeitschrift Global Lernen wendet sich vor allem an Lehrer und Lehrerinnen der Sekundarstufe I und II und wird drei mal jährlich von „Brot für die Welt“ in Zusammenarbeit mit dem „Arbeitskreis Pädagogik“ und der „Schulprojektstelle Globales Lernen“ herausgebracht. Man kann die Zeitschrift kostenlos bei Brot für die Welt oder dem Institut für Friedenspädagogik in Tübingen bestellen. Pro Zeitung wird ein Thema behandelt, welches ein entwicklungsbezogenes Thema anspricht. Der Länderbezug ist hierbei weltweit. Die Redaktion von Friedenspädagogik Tübingen, die Öffentlichkeitsarbeit Bildung bei Brot für die Welt und der Arbeitskreis Pädagogik trifft sich hierzu drei bis vier mal im Jahr und diskutiert welche Themen demnächst erscheinen werden. Im Jahrgang 2006, mit welchem ich mich näher beschäftigt habe, sind die Themen z.B.: Müllexport, Versöhnung und Fairer Handel. Zum ersten Mal erschien die Zeitschrift 1995, inzwischen werden pro Auflage 10 000 Exemplare gedruckt. Die erste Seite hat sich in dieser Zeit, bis auf einen unterschiedlichen Farbdruck, kaum verändert. Name der Zeitschrift, kurze Darstellung des Inhalts, die Adresse der Schulprojektstelle Globales Lernen, ein passendes Bild zum Thema sind nur ein paar Beispiele für das konstante Layout. Im Gegensatz hierzu hat sich der Aufbau der Zeitschriften mit den Jahren etwas geändert. In den beiden ersten Ausgaben wurde zuerst das Thema bei Brot für die Welt vorgestellt, darauf hin folgten Themen und Vorschläge für den Unterricht und zum Schluss Nachrichten, Medien und Literatur. Begeleitet wurde das Heft von didaktischen Hinweisen. Doch schon ab der dritten Ausgabe 1995 wurde der Inhalt neu gestalten. Die damalige Gliederung sah folgendermaßen aus:
- Herausforderung für den Unterricht
- Übersicht zum Thema, bzw. Daten und Fakten
- Bilder zum Thema
- Verschiedene Texte zum Thema
- Vorstellung von Projekten
- Nachrichten.
Wie schon bei den ersten zwei Auflagen gibt es auch in den folgenden Zeitschriften immer wieder didaktische Hinweise zum Vorgehen im Unterricht. Doch es standen keine konkreten, fertigen Arbeitsblätter zur Verfügung. Dies
6
änderte sich mit der ersten Ausgabe im Jahre 2003. Nun wurde der Inhalt in die Überkategorien: Praxis, Info, Konkret und Nachrichten eingeteilt und sorgt so für mehr Übersichtlichkeit. Konkret kann das, wie im Heft 2/2006 so aussehen: Auf Seite eins und zwei wird von den Herausgebern ein Text verfasst, welcher das entsprechende Thema, hier Versöhnung, vorstellt. Die didaktischen durchaus vielversprechenden Hinweise vielen nun weg, doch dafür gibt es seit 2003 immer auf den Seiten drei und vier unter dem Punkt ‚Praxis’ fertige Arbeitsblätter, die direkt für den Unterricht in der Sekundarstufe I und II kopiert werden können. Unter der Rubrik ‚Infos’ findet man noch mehr Hintergrundinformation zum Thema, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschrieben sind. Diese dienen zum einen für den Lehrer als Selbststudium. Aber auch für die Schüler höherer Klassen können diese als Informationsbeschaffung dienen oder durch die verschiedenen Sichtweisen zur Diskussion in der Klasse anregen. Die Redaktion plant sich weiter an die Verknüpfung von Information und Arbeitsblätter zu halten, da sie damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Die Informationstexte werden nicht, wie die Einführung, von den Herausgebern selbst geschrieben. Die Redaktion sucht bei verschiedenen Quellen nach fremden Texten, damit man sich, als Leser, in verschiedene Rollen hineinversetzten kann. Darauffolgend wird unter ‚Konkret’ ein passendes Projekt von Brot für die Welt vorgestellt. In der Ausgabe zur Versöhnung ist dies, wie in Ruanda Täter in Selbsthilfegruppen lernen auf Opfer des Völkermordes zuzugehen. Abschließend gibt es eine Seite unter der Überschrift ‚Nachrichten’, welche neue Projekte, Aktionen und ähnliches vorstellt.
2.2. Hintergrund der Zeitschrift ‚Global Lernen’
Die zentrale Frage, welche hinter der Zeitschrift Globales Lernen steht lautet: „Was und wie sollen wir zukünftig lernen, um in der zusammenwachsenden Weltgesellschaft Orientierung gewinnen, Handlungskompetenz erwerben und Verantwortung wahrnehmen zu können?“ (Scheunpflug: Globales Lernen ). Doch welche Grundlagen liegen den Redakteuren der Zeitschrift Globales Lernen zugrunde?
7
Die Redaktion orientiert sich an verschiedenen Definitionen Globalen Lernens. Dazu gehört z.B. das Schweizer Forum „Schule für eine Welt“. Allerdings gibt es laut Aussage von Herrn Jäger vom Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V. keine bestimmte theoretische Grundlage als Hintergrund für ihre Zeitschrift Global Lernen. Sie ergreift dagegen aus unterschiedlichen Ansätzen zum Globalen Lernen Ideen heraus, welche sie unter didaktischen Aspekten für sinnvoll hält. In der Broschüre „ Global Lernen. Einführung in eine pädagogische Konzeption zur entwicklungsbezogenen Bildung“ von A. Scheunpflug und N. Schröck schreibt Ursula Hildebrand was Globales Lernen für die Bildungsarbeit von Brot für die Welt und somit auch für die Herausgeber der Zeitschrift Global Lernen bedeutet:
- Sie wollen „Ereignisse und Themen aus dem Alltag der Schülerinnen mit globalen Problemstellungen und Sichtweisen aus anderen Kulturkreisen und Weltreligionen verknüpfen“.
- Sie „machen dabei die ‚Alltagszusammenhänge’ für die Schule sichtbar“. So können Schüler und Schülerinnen beim Vergleich mit Kindern oder Jugendlichen aus anderen Ländern nicht nur Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten erkennen.
- Des Weiteren wird das „vernetzte Denken“ gefördert. Auch hier gilt der bewährte Slogan: global denken, lokal handeln.
- „Mit neuen und bewährten didaktisch-methodischen Anregungen in den Unterrichtsmaterialien“ wollen sie das ganzheitliche und handlungs-orientierte Lernen fördern. (Broschüre als Literatuangabe)
2.3. Global Lernen im Unterricht
Wie oben erwähnt wurden die ‚didaktischen Hinweise’ ab der ersten Ausgabe im Jahr 2006 in Arbeitsblätter ersetzt, durch welche das Globale Lernen in der Schule ermöglicht werden soll. Diese Arbeitsblätter findet man nun regelmäßig in jeder Ausgabe, auf Seite drei und vier, unter der Rubrik ‚Praxis’. Sie sind für eine einzelne Unterrichtsstunde entworfen und sollen sich vor allem für den Einsatz in Arbeitsgruppen eignen. Auf Seite zwei findet der Leser eine kleine Hilfe für die Anwendung der Arbeitsblätter im Unterricht. Als Beispiel möchte ich nun
8
Arbeitsblätter der Ausgabe 1/2006 vorstellen. Hier ist das Thema Fairer Handel. Auf Seite drei geht es vor allem um unterschiedliche Methoden für Umfrage und Recherche zum Thema. Durch eigene Recherche zum Fairen Handel wird so das Vernetzte Denken angesprochen. So wird den Schülern klar, wie ihr eigener Konsum mit dem globalen Handel zusammenhängt. Dies kann zu einem Nachdenken über eigene Lebensgewohnheiten führen. Auf Seite vier bietet das Arbeitsblatt eine inhaltliche und methodische Vertiefung zum Thema an. Durch die Auseinandersetzung der Problematik zwischen Fairem Handel und dem Discounter Lidl wird mit einem Rollenspiel der handlungsorientierte Unterricht realisiert. Weiterhin ist positiv anzumerken, dass die Schüler bei der
Vorbereitung für das Rollenspiel die Texte selbstständig verstehen und auswerten müssen. Sie lernen bei der Erarbeitung verschiedene Standpunkte und damit verbundene Meinungen kennen. Durch das anschließende Rollenspiel können die Schüler sich in dieses unterschiedliche Meinungen hineinversetzten. Wie vorhin schon erwähnt, will die Zeitschrift ‚Global Lernen’ Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I und II ansprechen. Dies merkt man zum einen daran, dass die Schüler auf den Arbeitsblättern mit ‚Sie’ angesprochen werden. Hier ist zu bedenken, dass diese förmliche Anrede für die Sekundarstufe I sehr wahrscheinlich ungewohnt sein wird und die Schüler vermutlich irritiert sind. Zum anderen wird ein bestimmtes Vorwissen bei den Schülern vorausgesetzt. So z.B. bei der Aufgabe „Daten zum Fairen Handel“. Hier sollen die Schüler Daten über den gesamten Verbrauch bestimmter Produkte sammeln und anschließend den Anteil der Waren aus Fairem Handel errechnen. Ohne bestimmtes mathematisches Hintergrundwissen kann ein Schüler diese Aufgabe nur schwer lösen. Nicht nur in der Ausgabe 1/2006 muss immer wieder auf das Internet zurückgegriffen werden. Dies liegt wahrscheinlich unter anderem am Mitwirken des Vereins für Friedenspädagogik. Denn dieser hat vor allem die Bedeutung der neuen Medien und die Nutzung des Internets in den Blickpunkt Globalen Lernens gebracht. Falls die Möglichkeit der Internetnutzung in der Schule nicht zu Verfügung steht, kann aber auch auf die verschiedenen Artikel unter der Rubrik ‚Info’ als Recherchequelle zurückgegriffen werden. Bei den Hinweisen zum Einsatz der Blätter steht, der Einsatz eignet sich besonders in Arbeitsgruppen. Allerdings fehlt jegliche Beschreibung, wie dieser Einsatz konkret aussehen könnte. Die verschiedenen Rechercheaufgaben auf Seite drei könnte man in
9
Kleingruppen behandeln. Allerdings sind die Aufgaben im Zeitaufwand sehr verschieden, was wiederum zu Komplikationen führen kann. Auch das Arbeitsblatt zum Rollenspiel ist fraglich. Denn die Schüler haben hier keine Zeiteinteilungen der einzelnen Schritte vorgegeben. Sie müssen selbst entscheiden, wie lange sie für das Recherchieren, die Durcharbeitung der Texte oder die Podiumsdiskussion benötigen. Manche Klassen sind dies vielleicht schon gewöhnt und können mit so einer selbstständigen und offenen Aufgabenstellung arbeiten. Bei anderen würde dies in einem Chaos enden. Des Weiteren muss beim Verwenden der Arbeitsblätter daraufgeachtet werden, dass die Zeitschrift ein weites Spektrum von Schülern anspricht. Einerseits verschiedene Schulen, anderseits verschiedene Klassenstufen. Eine 5. Klasse in der Hauptschule kann nicht dasselbe Blatt bekommen, wie eine 13. Klasse eines Gymnasiums. Außerdem ist jede Klasse verschieden. Die eine arbeitet besonders gut bei einem offenen, selbstständigen Unterricht, die andere braucht genaue Vorgaben und die Durchstrukturierung durch den Lehrkörper. Daraus lässt sich schließen, dass die Arbeitsblätter eine gute Vorlage für die Umsetzung des Globalen Lernens sind, sie aber nur selten komplett unverändert für den Unterricht verwendet werden können.
10
3. Zeitschrift ‚Eine Welt in der Schule’ 3.1. Allgemeines über die Zeitschrift ‚Eine Welt in der Schule’
Die Zeitschrift ‚Eine Welt in der Schule’ bietet Unterrichtsanregungen für Lehrer und Lehrerinnen der Grundschule und der Sekundarstufe I und ist ein Projekt des Grundschulverbandes - Arbeitskreis Grundschule e.V. welches viermal jährlich erscheint. Man kann die Zeitschrift kostenlos auf der Homepage www.weltinderschule.uni-bremen.de bestellen oder seit dem Jahrgang 1996 als pdf - Datei herunterladen. Des Weiteren ist sie ein Beiheft verschiedener pädagogischer Fachzeitschriften wie z.B. ‚Grundschule aktuell’. Eine Ausgabe beschäftigt sich mit mehreren Themen. Im Jahrgang 2006 war das z.B. die Türkei, Ökolandbau in der Schule oder die Familie. Das Projekt ‚Eine Welt in der Schule’ gibt es schon seit 1979. Lange Zeit trug die Zeitschrift den Titel „Dritte Welt in der Grundschule“, dieser wurde von 1992 bis 1994 von „Eine (Dritte) Welt in der Grundschule“ abgelöst. „Unmittelbarer Auslöser für die Veränderung unseres Namens war, die überraschende Tatsache, dass jene Institution, die unser Projekt in hohem Maße fördert, das BMZ selbst zu diesem Zeitpunkt die Bezeichnung „Dritte Welt“ in ihren Schriften aufgab und nur noch von ‚Einer Welt’ sprach.“ ( 25 Jahre „Eine Welt in der Schule, Internet. S. 7) Mit dem jetzigen Titel erschien sie zum ersten Mal 1994. Die nochmalige Veränderung hatte vor allem inhaltliche Gründe. Das Projekt wurde nämlich auf die Sekundarstufe I erweitert. Die Begründung für die Erweiterung lag vor allem in einer praktischen Erfahrung, denn auf Tagungen für Lehrer und Lehrerinnen wurde festgestellt, dass sich auch Lehrende höherer Klassen für die didaktisch-methodischen Prinzipien interessierten und diese auch schon bei älteren Schülern angewandt haben. Im Jahr 1994 war die Zeitschrift noch im Schwarz-Weiß-Druck. Das änderte sich vier Jahre später. Das Deckblatt ist auch gleichzeitig die erste Seite und hat sich seit dem neuen Titel kaum geändert. Dafür ist die Zeitschrift seit 2006, aus finanziellen Gründen, dünner geworden. Sie umfasst nun nur noch 16 Seiten. Damit die Attraktivität erhalten bleibt, gibt es eine Verknüpfung der Zeitschrift mit der Homepage des Projektes. Hierzu gibt es ein neu eingeführtes Zeichen, welches darauf hin weist, dass zu diesem Thema zusätzliches Material kostenlos heruntergeladen werden kann. Mit dieser virtuellen Ergänzung will die Redaktion „eine leicht zugängliche und trotzdem hochwertige Unterrichtsvorbereitung
11
ermöglichen“ (Eine Welt in der Schule Ausgabe 1/2006, S.2). Am Aufbau der Zeitschrift hat sich seit 2006 allerdings wenig verändert. Jede Ausgabe enthält zwei bis drei Unterrichtsbeispiele zum Lernbereich „Eine Welt“ sowie Materialhinweise, Internettipps, Hintergrundinformationen usw. Die Autoren der Redaktion Prof. Dr. R. Schmitt, A. Pahl und W. Brünjes schreiben immer wieder eigene Texte. Aber auch andere Autoren wie z.B. W. Liesigk, B .Zahn oder M. Breddermann trifft man in verschiedenen Auflagen immer wieder an. Bei Bedarf bietet das Projekt zusätzliche Angebote. Das sind z.B. Lehrerfortbildungen für den Bereich Grundschule und die Sekundarstufe I. Auf diesen Tagungen werden Unterrichtsbeispiele erarbeitet und im Unterricht erprobt. Wenn sie erfolgreich waren, können sie in einer Ausgabe von Eine Welt in der Schule veröffentlicht werden. Seit einigen Jahren kann man beim Projekt ‚Eine Welt in der Schule’ spezielle Materialkisten nach Themenpunkten zusammenstellen lassen und sie dann für einen bestimmten Zeitraum auszuleihen. Dabei besteht diese Materialsammlung nicht nur aus Büchern und Texten, sondern z.B. auch aus Dias, Videofilmen, Spielen, Handlungsmaterial und Realien. (vlg. Homepage)
3.2. Hindergrund der Zeitschrift ‚Eine Welt in der Schule’
Doch auf welchen Grundlagen baut die Zeitschrift auf? Das Hauptziel der Mitarbeiter des Projektes ist „eine positive Einstellung gegenüber fremden Kulturen und Völkern bei Schülern fördern“ (Homepage, wo?) Prof. Dr. R.Schmitt hat sieben didaktisch-methodische Prinzipien entworfen, nach denen diese Ziel erreicht werden kann:
1. Die Solidarität mit Mitschülern sollte als Voraussetzung gegeben sein 2.„Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Kooperatives oder gar solidarisches Verhalten“ sind nach Prof. Dr. R.Schmitt wichtige Ziele der Sozialerziehung. Da Kinder heute, unter anderem durch die Medien, nicht von der real existierenden Welt abgeschirmt sind, müssen sie lernen mit Problemen dieser Welt umzugehen. Am Beispiel anderer Kinder, die es womöglich schwerer haben, können sie „diese Wirklichkeit besser durchschauen und bewältigen lernen“(7.prinzipien, homepage).
12
3. Allerdings sollten fremde Kulturen und Ländern nicht nur im Blick ihrer Andersartigkeit betrachtet werden, es sollten vor allem die Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten herausgearbeitet werden.
4. Die Themen sind oftmals sehr komplex. Natürlich kann man das vor allem jüngeren Kindern nicht auf einmal vermitteln. Es sollten sich allerdings nach und nach die Bausteine zu einem ganzen Zusammensetzten. Desgleichen sollte bei „älteren Schülerinnen und Schülern Kontinuität bei der Behandlung der ‚Eine Welt’-Thematik“ (7.Prinzipien, homepage) eingehalten werden. 5. Durch „Rollenspiel, Aktionen, Begegnung mit Menschen anderer Länder“ (Prinzipien, homepage) soll eine handlungsorientierter Unterricht gewährleistet werden. Für eine interessante Vermittlung ist es gut, erfundene Charakter im gleichen Alter als Vermittler der Informationen zu benutzen. 6. Natürlich werden Probleme von Menschen auf der ganzen Welt angesprochen. Doch „die Schülerinnen und Schüler dürfen nicht mit unlösbaren Problemen allein gelassen werden“. (homepage, prinzipien)
7. „Nicht Toleranz allein, schon gar nicht Mitleid, sondern Solidarität ist das Ziel eines Lernbereiches ‚Eine Welt“ in der Schule“. ( homepage, 7 Prinzipien). Durch gemeinsames Überlegen soll ein Problem gelöst werden.
Auch wenn sich die didaktisch-methodischen Prinzipien am Anfang nur an die Schülerinnen und Schüler der Grundschule gerichtet haben, kann man sie auch in höheren Klassen gut anwenden. Allerdings sollte außer der Umsetzung dieser Prinzipien auch auf institutionelle Rahmenbedingungen geachtet werden. Das wären der fächerübergreifende Unterricht, die Zusammenarbeit mehrerer Lehrer, am besten über die eigene Schule hinweg, und das Einbeziehen der Eltern. (vgl. homepage, 7.did.Prinzipien). Der Verfasser der Prinzipien deutet außerdem darauf hin, dass bei den Schülern „die kognitive Breite und Differenzierbarkeit, die persönliche Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, das emotionale Engagement und die Handlungsspielräume“ (prinzipien, homepage)beständig zunehmen sollten.
13
3.3. Umsetzung der didaktisch-methodischen Prinzipien
Nach Wolfgang Brünjes werden oftmals Unterrichtsprojekte durchgeführt, welche sich nicht an die didaktisch-methodischen Prinzipien wenden. Er hat hierzu eine fiktive Geschichte erfunden und an ihr klar gemacht, was diese Lehrerin dort, seiner Meinung nach, falsch gemacht hat. Ich habe mich mit den vier Zeitschriften aus dem Jahrgang 2006 etwas näher beschäftigt. An einem ausgewählten Projektbericht möchte ich nun aufzeigen, ob und wie die didaktisch-methodischen Prinzipien von Prof. Dr .R.Schmitt hier umgesetzt werden. Es handelt sich um den Artikel „Familienleben in...“ von Andrea Hübner im Heft 1/März 2006. Sie beschreibt ein Projekt zum Thema Familie an einer Berliner Grundschule. Bevor die Lehrerin mit dem Vergleich Familienbilder in Deutschland mit den Familien in andern Kulturen beginnt, wird besprochen, welche Familienformen es gibt und welche in der Klasse vorkommen. Beim Vergleich mit anderen Ländern, schaut die Autorin zum Beispiel auch darauf, dass nicht nur auf Unterschiede geachtet wird, sondern auch auf die Gemeinsamkeiten. So können die Schüler Vorurteile und Ängste gegenüber Fremden abbauen. Sie beachtet damit Punkt drei der didaktisch- methodischen Prinzipien. Ein weiteres Beispiel ist das selbstständige Erforschen und Recherchieren. Mit dieser Selbstständigkeit hat sie Punkt zwei der Prinzipien umgesetzt. Gleich zu Beginn schreibt Frau Hübner, dass sie das Projekt den Eltern vorgestellt hat. So kann die Unterstützung von Außerhalb gewährleistet werden. Mit der Einladung einer Mutter, welche aus Shanghai nach Deutschland gekommen war, bekamen die Schüler eine ganz persönliche Beschreibung des Familienlebens in China. Diese Aktion finden wir in „Begegnung mit Menschen anderer Länder“ in Punkt fünf wieder. Im Fazit fasst die Lehrerin zusammen, dass sich die Schüler den „Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuchen der verschiedenen Länder genähert“ (Zeitung S.6) haben. Ist damit eine positive Einstellung erreicht worden? Es wird weiterhin im Fazit geschrieben: „Da in Berlin Menschen verschiedenste Nationalitäten leben, konnte so ein Beitrag zu mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber den Mitmenschen geleistet werden“. In Punkt sieben der didaktisch-methodischen Prinzipien heißt es aber, dass eben nicht Toleranz alleine, sondern Solidarität das wesentliche Ziel ist. Natürlich ist das Thema Familie ein Thema, zu welchem die Kinder aus eigener Erfahrung eine Beziehung haben, doch heißt es nicht in Punkt zwei, dass Schüler die Ziele der
14
Sozialerziehung „nur im Zusammenhang mit wirklichen sozialen Problemen“ erreichen. (Homepage, Prinzipien). Vielleicht hätte man deshalb soziale Probleme von ärmeren Familien in anderen Ländern ansprechen können und sich anschließend über mögliche Verbesserungen durch gemeinsames Handeln Gedanken machen können. Des Weiteren ist dieses Projekt ein Abschlussprojekt der letzten Schulwoche. Natürlich ist dies eine schöne Überlegung und es ist auch zu vermuteten, dass die Kinder einige Kenntnisse und Fähigkeiten mitgenommen haben, doch wäre eine gewisse Kontinuität wünschenswert gewesen. Denn eine einzelne Projektwoche kann eine dauerhafte Aufarbeitung nicht ersetzten. So zeigt dieses Beispiel ganz deutlich, wie schwierig ist zu sein schein, alle didaktisch-methodischen Prinzipien in einem Projekt unterzubringen. Da die Projektbeispiele in einer der Zeitschriften von „Eine Welt in der Schule“ zu finden sind, ist zu vermuten, dass die Herausgeber auch nicht das Ziel vor Augen haben, alle Prinzipien in einem Projekt umzusetzen.
15
4. Vergleich der beiden Zeitschriften - Gemeinsamkeiten und
Unterschiede
4.1. Ziele:
Die Zeitschrift ‚Eine Welt in der Schule’ verfolgt das Ziel eine positive Einstellung gegenüber fremden Kulturen und Völkern bei Schülern zu fördern. Dies will sie vor allem durch anregende, praxisbewährte Unterrichtsbeispiele erreichen, welche die Lehrer und Lehrerinnen zum Nachahmen und Inspirieren anregen soll. (Quellenangabe, Internet?) Die Zeitschrift ‚Global Lernen’ möchte der zentralen Frage nachgehen „was und wie sollen wir künftig lernen, um in der zusammenwachsenden Weltgesellschaft Orientierung gewinnen, Handlungskompetenz erwerben und Verantwortung wahrnehmen können“. (Broschüre).
4.2.Für welche Zielgruppe:
Die Redakteure von ‚Global Lernen’ wollen Lehrer und Lehrerinnen der Sekundarstufe I und II ansprechen. Es ist aber anzumerken, dass die Zeitschrift auch für Schüler höherer Klassen sehr interessant sein kann. Die Begründung der Entscheidung für höhere Klassen ist zum einen, dass der Einbezug der Grundschule ein zu großes Spektrum von Klassenstufen wäre und somit auch zu unterschiedlich. Außerdem sind in diesen Klassenstufen die Lücken des Globalen Lernens am Größten. Des Weiteren wird für die angesprochenen Themen ein Hintergrundwissen vorausgesetzt, welches von einem Grundschüler nicht verlangt werden kann. ‚Eine Welt in der Schule’ hat dagegen gerade diesen Grundschulbereich mit einbezogen und dafür die Sekundarstufe II außer Acht gelassen. Ihre Begründung liegt darin, dass die Einstellungen gegenüber anderen Völkern „zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr“ (25.Jahre eine Welt in der Schule. Internet, S.2) entstehen. Wenn man diese positiv beeinflussen möchte, sollte man also genau dort ansetzten.
4.3. Inhalt und Aufbau:
Jede Ausgabe von ‚Eine Welt in der Schule’ enthält drei bis vier praxisbewährte und ausführlichbeschrieben Unterrichtsbeispiele. In Ausgabe 1/2006 gibt es einen
16
informativen Artikel über „die Familie“, dies findet man aber zum einen nicht in jeder Zeitschrift und zum anderen ist es eine Information, die nur aus einem Blickwinkel berichtet. Dies ist bei ‚Global Lernen’ anders. Diese gliedert sich seit 2006 in verschiedene Rubriken (Praxis, Info, Konkret, Nachrichten). Mit den verschiedenen Artikel zur „Info“ können Lehrer, aber auch Schüler sich belesen und aus verschiedenen Sichtpunkten ihre eigene Meinung bilden. Bei ‚Eine Welt in der Schule’ bezieht sich alles konkret auf die Schule. Das ist bei ‚Global Lernen’ nicht nur der Fall. Unter dem Hinblick, dass Brot für die Welt unter den Herausgebern ist, wird auch in der Zeitschrift von passenden Projekten zu den Themen berichtet. Die Vorschläge für die Umsetzung im Unterricht
unterscheiden sich dadurch, dass sich ‚Eine Welt in der Schule’ in der ganzen Zeitschrift vor allem dieser praktischen Umsetzung durch vorgestellte Unterrichtsstunden oder Projekte wendet. ‚Global Lernen’ bietet zwar Hintergrundmaterial, welches auch im Unterricht an die Schüler ausgeteilt werden kann, doch der Praxisteil mit den zwei Arbeitsblättern ist wesentlich geringer. Gemeinsam ist den Zeitschriften, dass sie beide bei der Umsetzung des Globalen Lernens den fächerübergreifenden Unterricht befürworten.
4.4. Literaturangaben:
Die Berichte unter der Rubrik ‚Info’ enthalten bei ‚Global Lernen’ immer die Quellenangaben. Allerdings wurde in Ausgabe 3/2006 auf Seite 2 unter anderem eine Definition von www.wikipedia.de angegeben. Hier stellt sich die Frage, ob dies als eine seriöse Quelle gehandhabt werden kann. Des Weiteren wird unter anderem bei der Literaturangabe der Bezug zur Kirche sichtbar. Beispiel geben Bei ‚Eine Welt in der Schule’ haben die Autoren nach ihrer Unterrichtsvorstellung alle Literaturangaben hinterlassen. Falls man als Leser den Unterrichtsvorschlag gerne ausprobieren möchte, kann man sich in dieser verwendeten Literatur noch Wissen aneignen.
4.5. Themen:
Bei ‚Global Lernen’ sind es Themen, die sich mit Überlebensproblemen von Menschen befassen. „Ereignisse und Themen aus dem Alltag mit globalen
17
Problemstellungen und Sichtweisen aus anderen Kulturkreisen und Weltreligionen“ verknüpfen (Broschüre). Zur Wahl der Themen treffen sich die verschiedenen Herausgeber drei bis vier mal im Jahr und diskutieren über verschiedene Möglichkeiten. Diese Wahl wird im Einführungstext zum Thema in jeder Ausgabe begründet. Wie die Themenwahl bei ‚Eine Welt in der Schule’ geregelt ist, habe ich nicht herausgefunden. Die Zeitschrift hat im Gegensatz zu ‚Global Lernen’ auch nicht ein Thema, welches sich durch die ganze Zeitschrift hindurch zieht. Doch wird ein deutlicher Bezug der Schüler zum Thema meistens sichtbar. Natürlich stellt das Thema „fairer Handel“ in ‚Global Lernen’ Ausgabe.... auch einen Bezug zwischen Schüler und Thema her, da Schüler mit einem Einkauf selbst entscheiden können was sie kaufen und so eine Auswirkung auf den weltweiten Handel haben. Allerdings werden die Themen bei ‚Eine Welt in der Schule’ meist an konkreten Beispielen aufgegriffen. So z.B. bei Heft 4/Dezember 1998. In dieser Ausgabe wird gezeigt wie am Beispiel von Kakao/Schokolade das Thema fairer Handel aufgegriffen wird. Da Schokolade bei Kindern meist ein „äußerst positiv besetztes Produkt“ (EwidS 4/98 S.3) ist, kann mit guten Voraussetzungen das Thema erarbeitet werden. Die Auflage 4/98 bietet hierzu verschiedene Unterrichtskizzen für Klasse drei und vier zum Thema Schokolade in Ghana an. Dort werden außer dem Kakaohandel auch noch die Bestandteile des Kakaos, Kakaoanbauländer, Ernte und das Leben in Ghana als Unterrichtsbausteine vorgestellt. Wichtig ist hier, dass das Hintergrundwissen zum fairen Handel erst erarbeitet wird und nicht wie in der Zeitschrift ‚Global Lernen’ erst erarbeitet werden muss. Da ‚Global Lernen’ Grundwissen schon voraussetzt, sind die Themen oft allgemeiner, aber auch komplexer gestaltet und es kann anhand der Arbeitsblätter und Informationen detaillierter gearbeitet werden.
4.6. Grundlegende Unterschiede:
Nicht nur in der Auswahl und Darstellung gibt es grundlegende Unterschiede der Zeitungen. Durch die vorgestellten Unterrichtsbeispiele in ‚Eine Welt in der Schule’ kann man sehen, wie es möglich ist, Schülern andere Länder, Sitten und Gebräuche nahe zu bringen. Bei ‚Global lernen’ seht mehr der Slogan „global denken- lokal handeln“ im Vordergrund.
18
Zusätzlich wird der Leser hier durch die diversen Artikel ‚Info’ durch die verschieden Sichtweisen mehr zum selbstständigen Nachdenken über Globale Themen angeregt. Während ‚Eine Welt in der Schule’ die didaktischmethodischen Prinzipien als Hintergrund für die Zeitschrift im Auge hat, beruft sich Global Lernen nicht auf einen konkreten Ansatz für Globales Lernen. Auch spezifische Angebote von ‚Eine Welt in der Schule’, wie die Lehrerfortbildung, Materialkisten und die enge Verbindung von Internet und Zeitschrift fallen bei ‚Global lernen’ weg.
19
5. Die zwei Zeitschriften im Vergleich mit der didaktischen
Minimalperspektive
Das Konzept der didaktischen Minimalperspektive von A. Scheunpflug und N. Schröck „definiert sich über die Themenbereiche, die angesprochen, die räumliche Dimension, die betrachtet und über die Kompetenzen, die angestrebt werden“. (Broschüre von Scheunpflug S. 18). Doch orientieren sich die beiden Zeitschriften ‚Global lernen’ und ‚Eine Welt in der Schule’ an diesem Ansatz? Zunächst einmal möchte ich hierzu die Themenbereiche betrachten. In der didaktischen Minimalperspektive heißt es, dass es keinen bestimmten Themenkanon gibt, sich die Themen allerdings „mit Überlebensproblemen von Menschen befassen“ sollen ( Scheunpflug S. 16). Gleichzeitig sollen sie sich auf Gerechtigkeit beziehen. Bei Global Lernen trifft dies bei vielen Themen wie z.B. Menschenrechte, Kinderarbeit, oder fairer Handel zu. In der Zeitschrift ‚Eine Welt in der Schule’ werden vor allem Unterrichtsprojekte vorgestellt, z.B.: in der Ausgabe 2/2006 ‚Ramona aus Rumänien - Ein Mädchen stellt seinen Alltag und seine Freunde vor’. Hier erfahren die Schüler viel über das Alltagsleben des kleinen Mädchens. Allerdings wird kaum auf Überlebensbedingungen des Mädchen eingegangen. Auch beim Thema ‚Familie’ in 1/2006 werden kaum gesellschaftliche Probleme angesprochen. Die räumliche Dimension finden wir in beiden Zeitschriften wieder. Das Thema ‚fairer Handel’ bei Global Lernen ereignet sich nicht nur an einem Ort. Denn ob ich Produkte aus fairem Handel kaufe oder nicht, hat globale Auswirkungen, indem dies z.B. einen Bauer in Ghana betreffen kann. Auch bei ‚Eine Welt in der Schule’ wird die soziale und geographische Entfernung des öfteren angesprochen. So z.B. in Heft 4/2006 ‚Kinder der Sonne- Peru-Projekttage’. Denn hier erfahren die Schüler vieles über das Leben von anderen Kindern in Peru. Welches sich geographisch weit entfernt finden lässt und die soziale Gegebenheiten teilweise auch anders sind wie hier in Deutschland. Des Weiteren finden wir einige Aspekte der vorgestellten Kompetenzen in der Minimalperspektive bei den didaktisch-methodischen Prinzipien von Prof. R. Schmitt wieder. Einige seien hier genannt: Punkt zwei der Prinzipien spiegelt sich mit ‚Selbstständigkeit und kooperatives und solidarisches Verhalten’ in den methodischen und sozialen Kompetenzen wieder.
20
Zu den institutionellen Rahmenbedingungen, welche die Behandlung des Themas „Eine Welt in der Schule“ begünstigen, gehört unter anderem der fächerübergreifende Unterricht. (vlg. „Eine Welt“ in den Klassen 1 bis 10“ R. Schmitt). Dies schreibt auch Scheunpflug und Schröck in ihrem Ansatz: „Die Ausgewogenheit kann entstehen, wenn Globales Lernen z.B. in einer umfassenden Unterrichtseinheit fächerübergreifend angelegt wird“. (Scheunpflug S. 18). Allerdings wird deutlich, dass Solidarität bei ‚Eine Welt in der Schule’ noch mehr, als bei der Minimalperspektive, im Vordergrund steht: „ Nicht Toleranz alleine, schon gar nicht Mitleid, sonder Solidarität ist das Ziel [...]“ wird in den didaktisch-methodischen Prinzipien geschrieben. Unter der personalen Kompetenz der Minimalperspektive findet man dagegen nur das „Üben von Toleranz“. Bei der Zeitschrift ‚Global lernen’ sind die vier Kompetenzen sehr stark vertreten. An dem Arbeitsblatt zum fairen Handel lässt sich dies beispielhaft verdeutlichen. Bei der sehr offen gestellten Aufgabe zu ‚Discounter und Fairer Handel’, in Heft 1/2006 auf Seite vier oben, sollen die Schüler zunächst zum Thema recherchieren, Argumente der verschiedenen Positionen finden und diese anschließend in einer Podiumsdiskussion vorstellen. Ein großer Teil, welcher sich unter Methodenkompetenz zusammenfasst, wird hier geübt: Recherchieren, Strukturieren, Planen, Gestalten, Visualisieren und die selbstständige Bearbeitung von komplexen Aufgaben. Gleichzeitig wird durch das Sammeln von Argumenten Fachwissen erarbeitet und so die Fachkompetenz abgedeckt. Um die Podiumsdiskussion selbstständig vorzubereiten, müssen die Schüler untereinander kooperieren. Außerdem müssen sie während der Diskussion ihre erarbeiteten Argumente den anderen Präsentieren und ihren Mitschülern zuhören. So wird die soziale Kompetenz hier stark vertreten. Da die Schüler sich eine bestimmte Rolle heraussuchen und diese dann übernehmen, kommt auch eine Identifikation mit dieser Rolle zustanden und somit wird die personale Kompetenz beachtet.
Zusammenfassend lässt sich nun sagen, dass sich in beiden Zeitschriften die Ansätze aus dem Konzept der Minimalperspektive wiederspiegeln. Allerdings ist dies bei der Zeitschrift ‚Global lernen’ deutlich stärker. Dies sieht man unter anderem an der Themenwahl und auch die erforderlichen Kompetenzen sind hier deutlich häufiger zu finden. Wie in Teil zwei schon erwähnt, hat die Zeitschrift Global Lernen nicht nur einen Ansatz als Grundlage.
21
Allerdings ist nach diesem Vergleich anzunehmen, dass die Redakteure sich unter anderem an der Minimalperspektive von Scheunpflug und Schröck orientieren.
Schluss:
Durch die Vorstellung und den Vergleich der beiden pädagogischen Zeitschriften ‚Eine Welt in der Schule und ‚Global lernen’ wird deutlich, wie beide Zeitschriften versuchen die theoretischen Ansätze über Globales Lernen in die Praxis umzusetzen. Allerdings zeigt die genaue Betrachtung, dass dies auf verschiedene Weise möglich ist. Dies liegt wohl zum einen daran, dass es keine allgemein gültige Definition für den Bereich Global lernen gibt. Zum anderen sind die verschiedenen Ziele der beiden Zeitschriften ein Grund dafür. Denn ‚Eine Welt in der Schule’ möchte eine positive Einstellung gegenüber fremden Kulturen und Völkern bei Schülern fördern. Dagegen hat ‚Global lernen’ ihren Schwerpunkt auf der Frage, was und wie die Schüler in der Zukunft lernen sollen, um in einer zusammenwachsenden Weltgesellschaft Orientierung gewinnen, Handlungskompetenz erwerben und die Verantwortung wahrnehmen können. Doch der Hauptgedanken, welcher von den beiden Zeitschriften verfolgt wird, ist der gleiche. Sie möchten beide auf die Herausforderung der Entwicklung der Weltgesellschaft pädagogisch reagieren. Die Tatsache, dass sie dies auf unterschiedliche Weise in die Praxis umsetzten wollen kann eigentlich nur als Positiv angesehen werden. Denn wenn sich Global Lernen als eine Herausforderung unserer Weltgesellschaft sehen möchte, muss es auch auf die Vielfalt der Kontexte eingehen und deshalb unterschiedliche pädagogische Ansätze und Konzepte entwickeln. Vielleicht wird auch der zukünftige Bildungsplan in Baden-Württemberg verstärkt auf das Globale Lernen eingehen. Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, ein Projekt der
Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat im Juni 2007 hierfür schon die ersten Ansätze unternommen.
22
Literaturverzeichnis
BfdW, Brot für die Welt, Schule aktiv, Zeitschrift Global lernen, http://www.brotfuer-die-welt.de/schule-aktiv/index.php [10.10.07]
Brünjes, Wolfgang, Die Speise der Götter im Unterricht, in: Eine Welt in der Schule (1998) H.4, S.3
Brünjes, Wolfgang, Und keiner wirft den ersten Stein „Eine Welt“ im Unterrichteine fiktive Geschichte, http://www.weltinderschule.uni-bremen.de/frameset.htm [10.10.07]
Eine Welt Interent Konferenz, Portal Globales Lernen, http://www.eine-weltnetz.de/ [10.10.07]
Eine Welt in der Schule (2006) H. 1-4 Eine Welt in der Schule (1994) H. 1
Entwicklungspolitische Bildungs- und Schulestelle, http://www.baobab.at/start.asp [10.10.07]
Entwicklungspädagogisches Informationszentrum, Globales Lernen, http://www.epiz.de/lernen/ [10.10.07]
Forghani, Neda ( 2001): Globales Lernen. Die Überwindung des nationalen Ethos, Innsbruck
Forghani, Neda, Was ist Globales lernen?...und was ist es nicht?!, http://www.eine-welt-netz.de/coremedia/generator/ewik/de/Downloads/Grundlagentexte/Forghani_2C_ 20GL.pdf [04.09.07]
Führing, Gisela (Hg.) (2003): Das Globale Klassenzimmer. Beiträge zu einem Wettbewerb, Münster
Global Lernen (2006) H. 1-3 Global Lernen (2003) H. 1 Global Lernen (1998) H. 2/4 Global Lernen (1996) H. 1 Global Lernen (1995) H. 1-3
Holzbrecher, Alfred (2004): Interkulturelle Pädagogik, Berlin
Hübler, Andrea, Familienleben in… Ein Projekt zum Thema Familie an einer Berliner Grundschule, in: Eine Welt in der Schule (2006) H.1, S. 4-6
Initiative Globales Lernen, Globlern21, http://www.globlern21.de/ [10.10.07]
Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V., http://www.friedenspaedagogik.de/ [10.10.07]
23
Jäger, Gespräch mit Herrn Jäger vom Friedensinstitut in Tübingen [06.08.07]
Pahl, Andrea, Bewährtes und Neues im Jahr 2006. Kostenloses Unterrichtsmaterial, in: Eine Welt in der Schule (2006) H.1, S.2
Pahl, Andrea, Vater, Mutter, Kind? Familienleben ist, wenn… in: Eine Welt in der Schule (2006) H.1, S.3
EWidS, Projekt „Eine Welt in der Schule“, http://www.weltinderschule.unibremen.de [10.10.07]
Scheunpflug, Annette; Hirsch, K. (Hg)(2000): Globalisierung als Herausforderung für die Pädagogik, Frankfurt am Main
Scheunpflug, Annette; Schröck, N. (2000): Einführung in eine pädagogische Konzeption zur entwicklungsbezogenen Bildung, Stuttgart
Schmitt, Rudolf (2004), 25 Jahre „Eine Welt in der Schule“ Dokumentation -Bilanz- Perspektive, http://www.weltinderschule.uni-bremen.de/frameset.htm [04.09.07]
Schmitt, Rudolf (2006), „Eine Welt“ in den Klassen 1bis 10, http://www.weltinderschule.uni-bremen.de/frameset.htm [04.09.07]
Schmitt, Rudolf (Hg) (1997): Eine Welt in der Schule Klasse 1-10. Arbeitskreis Grundschule - Der Grundschulverband e.V., Frankfurt a.M.
Seitz, Klaus (2002): Bildung in der Weltgesellschaft. Gesellschaftstheoretische Grundlagen Globalen Lernens, Frankfurt a.M.
Selby, David; Rathenow, H. (2003): Globales Lernen. Praxishandbuch für die Sekundarstufe und I und II, Berlin
Solidarisch leben lernen e.V. (Hg) (2002): Praxishandbuch Globales Lernen. Handbuch für Unterricht und Bildungsarbeit, Frankfurt a.M.
Venro, Verband Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regierungsorganisationen e.V., www.venro.org [04.09.07]
24
Arbeit zitieren:
Karolin Schmid, 2007, Konzepte Globalen Lernens - Zwei Fachzeitschriften im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Menschenrechte in der internationalen Politik und die Kontroverse um d...
Politik - Internationale Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
Zwischenprüfungsarbeit, 34 Seiten
Die mittelschottische Aeneis-Übersetzung des Gavin Douglas - Strategie...
Magisterarbeit, 89 Seiten
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Referat (Ausarbeitung), 10 Seiten
Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Das politische Konzept des Jihad in der Entstehung und Frühzeit des Is...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 19 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Politische Bildung im vereinten Deutschland - eine Standortbestimmung
Politik - Didaktik, politische Bildung
Seminararbeit, 10 Seiten
Europarat - Hüter der demokratischen Sicherheit
Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
Referat / Aufsatz (Schule), 7 Seiten
Die elektronisch-wissenschaftliche Fachzeitschrift. Eigenschaften und ...
Informationswissenschaften, Informationsmanagement
Seminararbeit, 25 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Bedeutung für den afrikanische...
Politik - Internationale Politik - Region: Afrika
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Die Sino-Afrikanischen Beziehungen
Win-Win-Zusammenarbeit oder Au...
Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Studienarbeit, 30 Seiten
Das Zeitunglesen im Leben dreier Generationen
Medien / Kommunikation - Printmedien, Presse
Hausarbeit, 8 Seiten
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und den USA
Konflikt oder gegenseitige Abh...
Seminararbeit, 19 Seiten
Karolin Schmid hat den Text Konzepte Globalen Lernens - Zwei Fachzeitschriften im Vergleich veröffentlicht
Karolin Schmid hat einen neuen Text hochgeladen
Migrationsforschung und Interkulturelle Pädagogik
Aktuelle Entwicklungen in Theo...
Yasemin Karakasoglu, Julian Lüddecke
Globales Lernen im Dritten Lebensalter
Barbara Asbrand, Ralph Bergold, Petra Dierkes, Gregor Lang-Wojtasik
Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung - Fokus: Globales ...
Ergebnisse des F+E-Vorhabens ...
Thomas Lucker, Oskar Kölsch
0 Kommentare