Inhaltsverzeichnis
Seite
Abbildungsverzeichnis. 3
1. Einleitung. 4
1.1. Vorstellung der Arbeit. 4
1.2. Definitionen. 5
1.2.1. Konflikt. 5
1.2.2. Konfliktmanagement. 6
1.2.3. Mediation. 6
2. Der Konfliktverlauf. 7
3. Konfliktanalyse. 7
3.1. Konfliktwahrnehmung. 8
3.2. Konfliktarten und Konstellationen. 9
3.2.1. Konflikte nach unterschiedlichen Streitgegenständen. 10
3.2.2. Konflikte nach ihren Erscheinungsformen. 10
3.2.3. Ordnung nach Merkmalen der Konfliktparteien. 10
3.3. Empirische Ursachenforschung. 11
4. Möglichkeiten der Konfliktbewältigung. 12
4.1. Konfliktprophylaxe. 13
4.2. Konfliktverhalten und Konfliktstile. 14
4.3. Phasen der Konfliktbehandlung. 16
5. Bewertung von Konflikten und deren Behandlungsmöglichkeiten. 17
5.1. Die Notwendigkeit von Konflikten. 17
5.2. Die Notwendigkeit der Konfliktbehandlung. 18
5.3. Bewertung der Behandlungsmethoden. 18
6. Fazit. 19
Literaturverzeichnis. 20
2
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1: Konfliktkreislauf. 4
Abb. 2: Organisationale Konfliktmatrix. 7
Abb. 3: Konfliktstile. 12
3
1. Einleitung
1.1. Vorstellung der Arbeit
„Wenn zwei Menschen immer wieder die gleichen Ansichten haben, ist einer von ihnen überflüssig!“ (Winston Churchill)
Wo immer Menschen zusammenarbeiten und sich begegnen entstehen Konflikte. Sie entstehen, da jeder Mensch seine eigenen Ziele, Bedürfnisse, Erwartungen und Wertvorstellungen hat, die er realisieren bzw. befriedigen möchte. Konflikte gehören somit zum täglichen Leben, ob im privaten oder beruflichen Bereich. Ihr Verlauf hängt stark davon ab, wie wir mit ihnen umgehen und lernen, sie zu bewältigen.
Gerade in betrieblichen Organisationen führt es durch die beiden, scheinbar schwer zu vereinbarenden Zielsetzungen: hohen Gewinn zu erwirtschaften und zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, zu einer Vielzahl von Konflikten. 1 Hier können durch die Folgeerscheinungen ungelöster Konflikte nicht nur das Betriebsklima und die Arbeitszufriedenheit dauerhaft beeinträchtigt, sondern sogar wichtige Unternehmensziele in Frage gestellt werden. 2 Daher ist es für alle Führungskräfte und Mitarbeiter wichtig, über ein Verständnis und eine Methodik von Konfliktbewältigung zu verfügen.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser ein Verständnis für Konflikte und den Umgang mit Konflikten, insbesondere im Unternehmen, zu verschaffen. Hierzu werden zunächst Definitionen und Grundlagen vorgestellt. Das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf der Zustands- und Prozessanalyse. Die Zustandsanalyse dient der Beschreibung, Klassifikation und Systematisierung von Auseinandersetzungen, die Prozessanalyse soll den Verlauf und die Wirkungsmechanismen verdeutlichen. Im daran anschließenden Bewertungsteil wird auf die Notwendigkeit von Konflikten und deren Behandlung eingegangen und die eigene Einschätzung zur Konfliktbehandlung vorgestellt.
1 Vgl. Gamber, Paul: Konflikte und Aggressionen im Betrieb, S.7
2 Vgl. Gamber, Paul: Konflikte und Aggressionen im Betrieb, S.7
4
1.2. Definitionen
1.2.1. Definition Konflikt
Bei der Recherche nach Konfliktdefinitionen in der Fachliteratur stößt man auf sehr unterschiedliche Umschreibungen. Die Definitionen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Vielfalt der Aspekte, als auch durch ihre Weite und Problemfokussierung. Während die Psychologie den Konflikt als „Auseinandersetzung mit widersprüchlichen oder unvereinbaren Verhaltenstendenzen und Vorstellungen“ 3 definiert, erklärt der Duden den Konflikt als „Zusammenstoß“ oder „Zwiespalt“. 4 Grundsätzlich kann zwischen psychologischen und sozialen Konflikten unterschieden werden, wobei beim ersteren der intraindividuelle Aspekt und bei letzterem der interpersonelle Aspekt betrachtet wird. Sie können auch in Kombination auftreten.
In seinem Standardwerk zur Diagnose und Behandlung von Konflikten bietet der Organisations-Psychologe Friedrich Glasl eine kommentierte Auswahl wissenschaftlicher Definitionen von sozialen Konflikten an. In seiner eigenen Definition vom sozialen Konflikt, die er als Synthese von Thomas, Prein und Rüttinger ansieht, stellt er fest, dass ein Konflikt auf Unvereinbarkeiten, sei es im Denken, Vorstellen, Wahrnehmen, Fühlen oder Wollen, beruht, die wenigstens von einer Seite so empfunden werden müssen. Zu dieser Unvereinbarkeit muss aber noch ein entsprechendes Interaktionshandeln der einen Seite hinzutreten, das von der anderen Seite als eine Beeinträchtigung der eigenen Ziele, Interessen, Gefühle oder Vorstellungen empfunden wird. 5
Glasl sieht in diesem Begriff ein ähnliches Phänomen wie mit dem Begriff „Macht“: er wird auf alle möglichen Situationen ausgeweitet und emotionell überladen, was eine Mythologisierung und Phantombildung bewirkt. 6
3 Tewes, Uwe: Psychologie-Lexikon, S.209
4 VEB Bibliographisches Institut Leipzig: Der Große Duden, S.260
5 Vgl. Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement, S.14f
6 Vgl. Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement, S.12
5
1.2.2. Definition Konfliktmanagement
Nach dem Versuch den Begriff Konflikt näher zu definieren, gilt es das Managen (Duden: „leiten, unternehmen, ins Werk setzen“ 7 ) von Konflikten zu beschreiben. Konfliktmanagement bedeutet, die Probleme und Reibereien, die im zwischenmenschlichen Bereich immer entstehen, zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu beseitigen. 8
Damit Konflikte nicht zum Ärgernis werden, müssen sie rechtzeitig erkannt, richtig analysiert und konstruktiv bearbeitet werden. Diese systematische Vorgehensweise wird unter dem Begriff Konfliktmanagement zusammengefaßt. Konfliktmanagement kann auch als Oberbegriff für verschiedene Möglichkeiten Konflikte zu lösen betrachtet werden.
1.2.3. Definition Mediation
Der Begriff Mediation kommt aus der englischen Sprache und bedeutet direkt übersetzt „Vermittlung“.
Die Mediation ist eine moderne, nicht-öffentliche und kooperative Konfliktlösungsmethode, bei der eine neutrale dritte Person, die als Mediator bezeichnet wird, die Parteien bei der Beilegung eines Streits unterstützt. Der wesentliche Unterschied zum gerichtlichen Verfahren besteht darin, dass die Parteien aktiv und eigenverantwortlich an einer Lösung ihres Konflikts mitwirken, um einen Konsens zu entwickeln. Über die Fortführung und den Ausgang des Mediationsverfahrens entscheiden allein die Parteien. 9 Wirtschaftsmediation ist Mediation bei Streitigkeiten im Wirtschaftsverkehr. Diese können aus Konflikten zwischen Unternehmen, Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Privatpersonen als Kunden, aber auch Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder Gesellschafterkonflikte bestehen. Konkrete Anwendungsbereiche sind: Errichtung von Großanlagen, Vertriebsverträge, Wettbewerbsstreitigkeiten, Entwicklungsgemeinschaften usw..
7 VEB Bibliographisches Institut: Der Große Duden, S.298
8 Vgl. Brommer, Ulrike: Konfliktmanagement statt Unternehmenskrise, S.9
9 Gesellschaft für Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement e.V.(Hrsg.): Konflikt als Chance, S.27
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Arbeit zitieren:
Martin Podzun, 2001, Konfliktmanagement im Unternehmen: Ursachen - Wirkungen - Lösungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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