Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 3
2. Die Forschung von E. Loftus, D. Miller H. Burns
2.1 Die Hypothese von Loftus et al. 3
2.2 Experiment 1 (Loftus et al., 1978) 3
2.3 Auswertung Experiment 1 (Loftus et al., 1978) 4
2.4 Experiment 3 (Loftus et al., 1978) 4
2.5 Auswertung Experiment 3 (Loftus et al., 1978) 4
2.6 Resümee 5
3. Die Forschung von J. M. Bowers und D. A. Bekerian
3.1 Die Hypothese von Bowers und Bekerian 5
3.2 Experiment 1 (Bowers Bekerian, 1983) 6
3.3 Auswertung von Experiment 1 6
3.4 Experiment 2 (Bowers Bekerian, 1984) 7
3.5 Auswertung Experiment 2 (Bowers Bekerian, 1984) 8
4. Bezug zur Realität 9
Literaturverzeichnis 10
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1. Einleitung
Das Thema dieser Arbeit ist in der Allgemeinen Psychologie I und dort in der Gedächtnispsychologie angesiedelt. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie und durch welche Einflüsse sich ursprüngliche Informationen, beispielsweise zu einem Unfall, durch spätere Informationen verändern können. Einen besonders hohen Stellenwert haben Zeugenaussagen in der Justiz, da sie dort oft den einzigen Beweis darstellen und ein Urteil maßgeblich beeinflussen bzw. entscheiden können. Aus diesem Grund begann Elizabeth Loftus (1975), die als Pionierin auf diesem Gebiet gilt, in den 1970-er Jahren mit der Erforschung dieses Gebietes.
Dieser Text wird zunächst auf die Erkenntnisse von Loftus, Miller & Burns (1978) und im Hauptteil auf Bowers & Berkerian (1983; 1984) eingehen.
2. Die Forschung von E. Loftus, D. Miller & H. Burns
2.1 Die Hypothese von Loftus et al.
E. Loftus, D. Miller & H. Burns (1978) gingen davon aus, dass Zeugenaussagen durch postevent information (PEI) stark beeinflusst werden können, da inkonsistente PEI die ursprüngliche Gedächtnisspur überschreiben.
2.2 Experiment 1 (Loftus et al., 1978)
Gegenstand der Experimente von Loftus et al. (1978) ist die Überprüfung der Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen. Die im Folgenden beschriebenen Experimente durchlaufen drei Phasen, wobei nur die unabhängigen Variablen variiert werden. Der Grundaufbau beruht auf dem Experiment von Loftus et al. (Experiment 1, 1978), welches im Folgenden beschrieben wird. In Phase 1 werden den Versuchspersonen (VP) im Rahmen einer szenischen Darstellung dreißig Dias präsentiert, die eine Straße mit einem Pkw zeigen, der auf eine Kreuzung zufährt, an der, für die eine Hälfte der VP, ein Stoppschild und für die andere Hälfte ein Vorfahrt-Achten-Schild positioniert ist. Im weiteren Verlauf der Darstellung biegt der Pkw rechts ab und kollidiert mit einem Fußgänger.
In Phase 2 wird den VP ein grundsätzlich identischer Fragebogen vorgelegt, der jedoch für
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die eine Hälfte der VP in einer konkreten Frage, der Frage Nummer 17, konsistente und für die andere Hälfte der VP inkonsistente PEI enthält. Dann bekommen die VP eine 20 minütige Füllaufgabe.
In Phase 3 wird mit den VP ein forced-choice Rekognitionstest durchgeführt, im Rahmen dessen ihnen Bildpaare präsentiert werden, auf denen ein Bild der Dia-Reihe der Phase 1 sowie ein gegenüber der Phase 1 verändertes Bild abgebildet ist. Die Aufgabe für die VP besteht darin, die Originale der Phase 1-Bilder zu identifizieren.
2.3 Auswertung Experiment 1 (Loftus et al., 1978)
75% der Antworten der VP waren richtig, wenn der Fragebogen nur konsistente PEI enthielt; bei inkonsistenten PEI waren nur 41% der Antworten korrekt. Eingedenk des Umstands, dass statistisch eine 50%-ige Trefferwahrscheinlichkeit besteht, liegt eine signifikante Abweichung vor, was den Schluss zulässt, dass die PEI die Rekognitionsleistung beeinflusst und die ursprüngliche Gedächtnisspur überschreibt.
2.4 Experiment 3 (Loftus et al., 1978)
Die Motivation für Experiment 3 war, zu untersuchen, ob es einen Unterschied macht, wenn man die PEI, d.h. den Fragebogen, direkt nach Phase 1 gibt, oder direkt vor Phase 3. Dazu wurde das Zeitintervall zwischen PEI und Rekognitiontest bzw. zwischen Phase 1 und PEI variiert. Dazu wurden die VP in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe bekam den Fragebogen direkt nach Phase 1 (Immediate Questionnaire) und dann in einem Abstand von 20 Min, einem Tag, zwei Tagen oder einer Woche den Rekognitiontest. Die andere Gruppe musste den Fragebogen versetzt (Delayed Questionnaire) um 20 Min, einen Tag, zwei Tage oder eine Woche und direkt danach den Rekognitiontest bearbeiten. Der sonstige Ablauf des Experiments war nahezu identisch zu Experiment 1.
2.5 Auswertung Experiment 3 (Loftus et al., 1978)
Wie in Abb. 1 zu sehen, macht es einen Unterschied, wann die PEI gegeben wird. Generell lässt sich feststellen, dass jede Information, egal ob consistent oder misleading, der man nachträglich ausgesetzt ist, einen Effekt auf die Erinnerungsleistung hat. Des Weiteren kann man sehen, dass je länger die Zeit zwischen Phase 1 und Phase 3, desto schlechter die Erinnerungsleistung ist. Besonders deutlich ist zu erkennen, dass der Effekt der misleading
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Arbeit zitieren:
Julian Böck, 2008, Zeugenaussagen: Was passiert mit der ursprünglichen Information?, München, GRIN Verlag GmbH
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