II
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 1
2. Definitionen als Grundlage zum besseren Verständnis. 3
2.1. Definition und Grundorientierung des internationalen Marketings 3
2.2. Definition Kultur 4
3. Aufgaben der internationalen Produktpolitik. 5
4. Produktkomponenten und Entscheidungen über Veränderung des Produktprogramms. 6
4.1. Produktkomponenten 7
4.2. Entscheidungen über Veränderungen des Produktprogramms 8
4.2.1. Produktinnovation 8
4.2.2. Produktvariation 14
4.2.3. Produkteliminierung. 19
4.2.4. Standardisierung versus Differenzierung 20
5. Pruduktpiraterie. 38
6. Internationale Produkthaftung. 42
6.1. Ist-Situation 42
6.2. Deutsche Regelung. 44
6.3. Praktische Relevanz 45
7. Fazit 47
III
Abkürzungsverzeichnis:
B2B = Business to Business B2C = Business to Customer BGB = Bürgerliches Gesetzbuch bzgl. = bezüglich d.h. = das heißt EG = Europäische Gemeinschaft etc. = et cetera f. = folgende Seite ff. = mehrere folgende Seiten lat. = lateinisch ProdHaftG = Produkthaftungsgesetz S. = Seite TQM = Total Quality Management USA =United States of America u.a. = unter anderem u.ä. = und ähnliches vgl. = vergleiche vs. = versus z.B. = zum Beispiel
IV
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis:
Abb. 1: Kultur-Eisberg
Abb. 2: Product Component Model.
Abb. 3: Varianten von länderübergreifenden Timingstrategien
Abb. 4: Produktlebenszyklus
Abb. 5: Entscheidungsprozess bei neuen Produkten
Abb. 6: Logo Bitburger.
Abb. 7: Produkteigenschaften.
Abb. 8: VW New Bora
Abb. 9: Möglichkeiten der Standardisierung.
Abb. 10: Adapter
Abb. 11: Aspirin USA
Abb. 12: Interbrand Ranking 2007 Top 10.
Abb. 13: Sportschuhplagiate im Hafen Hamburg.
Abb. 14: Stihl Motorsäge / Swool Motorsäge
Tab. 1: Weltweite Markennamen von Langnese-Eis
Tab. 2: Internationale Bedeutung von Farben.
Tab 3: Abgrenzung der Produkthaftungsgrundlagen
V
Literaturverzeichnis:
Albaum, G./ Strandskov, J./ Duerr, E.: Internationales Marketing und Exportmanagement,
München 2001
Backhaus, K./ Büschken, J./ Voeth, M.: Internationales Marketing,
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2005
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VI
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VII
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http://www.zeit.de/2006/19/Tabloid_global?page=2
http://www.auto-news.de/auto/news/anzeige_China-Volkswagen-New-Bora-und-Lavida-
feiern-in-Peking-Weltpremiere_id_21407
http://www.heise.de/autos/Volkswagen-fuer-China-New-Bora-und-Lavida-debuetieren-in-
Peking--/bildergalerien/5607/1
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http://www.zoll.de/f0_veroeffentlichungen/c0_produktpiraterie/y0_2006/l45_container/index.
html
http://www.zoll.de/f0_veroeffentlichungen/c0_produktpiraterie/y0_2006/m31_ueber_5000/in
dex.html
1
1. Einleitung
Im Zeitalter der Globalisierung entscheiden sich immer mehr Unternehmen dafür, ihre Produkte auch im Ausland anzubieten.
Durch die Schaffung von Freihandelszonen (z.B. europäischer Binnenmarkt), politische Veränderungen im ehemaligen Ostblock, die höhere Mobilität der Marktteilnehmer, den Aufbau von Wirtschafts-und Währungsunionen und die verbesserten
Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. Internet, Mobiltelefon), wurde die Basis für den Welthandel geschaffen.
Für viele Unternehmen sind länderübergreifende Aktivitäten notwendig um einerseits Wachstumsziele zu erreichen und andererseits durch die Ausweitung der Unternehmensaktivitäten auf internationale Märkte wettbewerbsfähig zu bleiben und damit die eigene Existenz zu sichern.
Die Erschließung neuer und ausländischer Märkte ist für Unternehmen die Voraussetzung um Skaleneffekte und Markterweiterungspotenziale verstärkt zu nutzen. International agierende Unternehmen müssen eine weit und umfassend angelegte Betrachtungsweise des Marktes einnehmen.
Bevor sich ein Unternehmen dafür entscheidet international tätig zu werden, muss das internationale Marketingumfeld tief greifend verstanden werden, Ziele und Vorgehensweisen müssen klar definiert werden.
Das Marketing spielt für den Erfolg also eine ganz entscheidende Rolle. Zur Realisierung der Marketingstrategie dient der systematische Einsatz der Marketinginstrumente. 4P`s (Product, Price, Place, Promotion), welche in Deutschland als Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik besser bekannt sind.
In dieser Arbeit wird auf die Aufgaben, Strategien, Probleme und die Produkthaftung im Rahmen der internationalen Produktpolitik eingegangen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach dem länderübergreifenden Standardisierungs- und Differenzierungsgrad der Produkte. Entscheidungsgebiete für die länderübergreifende Produktstandardisierung sind insbesondere der Produktkern, die Produktverpackung, die Marke, sowie über den Produktkern hinausgehende Dienstleistungen.
In der heutigen Zeit ist das Marketing nicht mehr nur wettbewerbs- und marktbezogen zu verstehen, sondern vielmehr spielt auch eine gesellschaftsbezogene Orientierung eine
2
wesentliche Rolle. International gibt es Konflikte zwischen verschiedensten Gesellschaften mit ganz unterschiedlich ausgeprägten Kulturen. Alleine deshalb ist Marketing kulturgebunden.
Es gibt viele Global Player, deren Marken auf der ganzen Welt bekannt sind: einige Beispiele: Mc Donalds, Coca-Cola, Adidas, Nike, Disney, Microsoft.
Die auf der vorigen Seite genannte Basis für den Welthandel bedeutet für Unternehmen, dass sie schneller als je zuvor in neue Märkte expandieren können. Allerdings verwechseln viele das Zeitalter der Globalisierung mit einem der Homogenisierung. Einem global tätigen Unternehmen stehen neben den enormen Chancen auch zahlreiche Risiken gegenüber.
Ein solches Unternehmen muss vielseitige Aufgaben in Bezug auf die angebotenen Produkte bewältigen, besonders wenn es in verschiedenen Ländern aktiv ist. Es ist notwenig die kulturellen Besonderheiten zu beachten und jederzeit im Auge zu behalten. Die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Länder an die angebotenen Produkte, deren Eigenschaften, Verpackung etc. sind in den seltensten Fällen mit dem Inlandmarkt vergleichbar. Schon bei der Betrachtung des eigentlichen Grundnutzens eines Produkts gibt es gravierende Unterschiede.
Die große Anzahl von Marktbedingungen und Verflechtungen erfordert, um nicht nur ökonomischen, sondern auch geographischen, technologischen, klimatischen, politischen, demographischen, sowie kulturellen Besonderheiten der verschiedenen Länder gerecht zu werden, eine Mehrdimensionalität der Methoden zur Entscheidungsfindung. Besonders soziokulturelle Umweltfaktoren wie unterschiedliche Einstellungen, Verbrauchsgewohnheiten, Wertvorstellungen, Traditionen, Geschmacks- und Geruchspräferenzen, Sprache und Religion müssen dabei berücksichtigt werden.
Dem Leser wird in dieser Arbeit ein umfassender Einblick in die internationale Produktpolitik ermöglicht, wobei einige Bereiche der Arbeit mit Praxisbeispielen hinterlegt werden. Dabei wird ein Überblick über die Berührungspunkte zwischen unterschiedlichen Kulturen und der interkulturellen Produktpolitik gegeben.
Im Anschluss an die Einleitung, welche ein erstes Grundwissen vermittelt, werden die Begriffe „Kultur“ und „internationales Marketing“ kurz näher erläutert, was zu einem besseren Verständnis im weiteren Verlauf der Arbeit beitragen soll. Im dritten Kapitel werden die Aufgaben der internationalen Produktpolitik erläutert, wobei vor allem auf die aktuellen Marktanforderungen eingegangen wird.
3
Im vierten Kapitel werden die verschiedenen Produktkomponenten anhand des „Product-Component-Models“ erläutert. Im Anschluss daran werden verschiedene Möglichkeiten zur Veränderung des Produktprogramms erläutert. Dazu zählen unter anderem die Produktinnovation, die Produktvariation, die Produkteliminierung, sowie die Problemstellung der Standardisierung, bzw. Differenzierung. Im Rahmen der Produktinnovation werden Aspekte wie die Produkteinführung, Timingstrategien, Produktlebenszyklus, die Nähe zum Markt, der Entscheidungsprozess bei neuen Produkten und das Qualitätsmanagement näher betrachtet. Bei der Produktvariation wird näher auf die Produkteigenschaften, wie technische/funktionale, ästhetische und symbolische Eigenschaften sowie Zusatzleistungen eingegangen. Bei der Standardisierung bzw. Differenzierung wird auf den Produktkern, die Verpackung, die Markierung, die Dienstleistungen und gegebene interkulturelle Einflüsse eingegangen. Im Anschluss daran gebe ich einen sehr aktuellen Überblick zum Thema Produktpiraterie. Darauf folgt ein umfassender Einblick zur Produkthaftung. Im Fazit nehme ich eine kritische Problembetrachtung vor.
2. Definitionen als Grundlage zum besseren Verständnis
Für ein besseres Verständnis im weiteren Teil der Arbeit, wird nachfolgend der Begriff des „internationalen Marketings“ und der Begriff „Kultur“ kurz näher erläutert.
2.1. Definition und Grundorientierung des internationalen Marketings
Von internationalem Marketing ist die Rede, wenn ein Unternehmen in mehr als einem Land geschäftstätig ist und Marketingaktivitäten ausübt. 1
Mit der Entscheidung zur Internationalisierung tritt ein Situationswandel ein. Das Unternehmen muss sich mit einem höheren Maß an Ungewissheit, höheren und zusätzlichen Risiken, komplexerer Informationsbeschaffung sowie gesteigertem Koordinationsaufwand befassen. 2 Die Entscheidung zur Internationalisierung führt daher zu einer Veränderung und vor allem zu einer Komplizierung der Marketingaktivitäten.
„Internationales Marketing soll daher verstanden werden als Analyse, Planung, Durchführung, Koordination und Kontrolle marktbezogener Unternehmensaktivitäten bei einer Geschäftstätigkeit in mehr als einem Land.“ 3
1 vgl. Homburg/ Krohmer (2003), S.905
2 vgl. Meffert (1998)
3 vgl. Meffert (1998), S.1142
4
Im Rahmen einer verfeinerten Betrachtung werden in der Literatur häufig das multinationale und das globale Marketing unterschieden. Während beim multinationalen Marketing einzelne Ländermärkte differenziert bearbeitet werden, wird beim globalen Marketing mit einem hohen Standardisierungsgrad gearbeitet. Zum Beispiel bieten Unternehmen wie Coca-Cola, Adidas und Nike ihre Produkte in einer weitgehend standardisierten Form an. 4
2.2. Definition Kultur
Unternehmen haben im Umgang mit dem internationalen Marketing zwangsläufig Berührungspunkte mit der Kultur eines jeweiligen Landes. Kultur ist ein schwer definierbarer, jedoch für ein Unternehmen sehr wichtiger Einflussfaktor. Unter Kultur versteht man den gemeinsamen Wissensvorrat den eine Gruppe von Personen teilt, der sie von Mitgliedern anderer Kulturen unterscheidet. Verhaltensweisen, Wahrnehmungsmuster, Artefakte und der Umgang mit und die Interpretation von Emotionen sind kulturspezifisch. Die Kultur beeinflusst das Verhalten Einzelner und bietet einer Gesellschaft Identität und Zusammenhalt. 5
Abbildung 1: Kultur-Eisberg
Quelle: Anlehnung an Hollensen (1998), S.167
4 vgl. Homburg/ Krohmer (2003), S.906
5 vgl. Müller, S. (2004), S.61
5
Bei der Betrachtung kann man 2 Ebenen von Kultur unterscheiden: Das Bekannte: alles was eine Personengruppe von seiner Kultur zu erkennen gibt, was man von außen beobachten kann. (z.B. Sprache, Kleidung, Essgewohnheiten) Das Unbekannte: psychologische Faktoren (z.B. Werte, Normen, Denkweisen)
3. Aufgaben der internationalen Produktpolitik
Produkte müssen im Rahmen der Produktpolitik so gestaltet werden, dass sie den aktuellen Marktanforderungen entsprechen. Die Produktpolitik und die damit verbundene Markenpolitik sind die zentralen Marketinginstrumente, auf die sich die anderen Marketinginstrumente beziehen. Die Produktpolitik nimmt also eine Art Vorreiterfunktion ein, denn selbst kreative Werbung und ein günstiger Preis können den Verwender nicht zum Kaufen überzeugen, wenn das Produkt nicht seinen Vorstellungen entspricht. Zwar können durch einen günstigen Preis, gute Verfügbarkeit und attraktive Werbung die eigentlichen Produkteigenschaften in den Hintergrund gestellt werden, doch langfristig wird der Verwender darauf achten, dass das Produkt genau der von ihm gewünschten Qualität entspricht. 6
„Ein Produkt ist, was einem Markt angeboten werden kann, um es zu betrachten und zu beachten, zu erwerben, zu gebrauchen oder zu verbrauchen und somit einen Wunsch oder ein Bedürfnis zu befriedigen.“ 7
Anfangs stellt sich also die Frage, welche relevanten Produkteigenschaften notwendig sind, um sich am Markt zu behaupten.
Ist diese Ermittlung für den nationalen Markt abgeschlossen, muss eine Ermittlung für den internationalen Markt erfolgen. Die Grundfunktionen dürften dabei fast immer gleich sein, aber bei den Zusatzfunktionen bestehen teilweise erheblich große Unterschiede zwischen verschiedenen Ländermärkten. (z.B. Auto muss fahren, Sonderausstattung ist immer anders). Für den Anbieter des Produkts sind vor allem die Vereinheitlichung des Produktkerns und die Standardisierung der markenpolitischen Aktivitäten von besonderer Bedeutung, wenn er sein Produkt global anbieten möchte. Hierzu zählen insbesondere der Produktkern, die
6 vgl. Schlick (2005), S.52
7 vgl. Lindner (2004), S.33
Arbeit zitieren:
Gerrit Witte, 2008, Internationale Produktpolitik - Aufgaben, Strategien, Probleme & Produkthaftung, München, GRIN Verlag GmbH
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