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Inhaltsverzeichnis
1 Das Zeitalter des World Wide Web -
Zwischen Öffentlichkeit und Privatheit 2
2 Das Internet und seine Entstehung 2
3 Giddens und Sennett im Kontext gegenwärtiger Entwicklungen
3.1 Der Zerfall der Öffentlichkeit 5
3.2 Frauen als Motor gesellschaftlichen Wandels 8
4 Die Auflösung der Privatsphäre im Internet 10
Literatur 11
Internetquellen 11
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1 Das Zeitalter des World Wide Web -
Zwischen Öffentlichkeit und Privatheit
Der Begriff „Öffentlichkeit“ steht für eine Sphäre, in der gesellschaftliche Akteure agieren, um Interessen zu artikulieren und zu verhandeln. Dies geschieht mittels verschiedener Kommunikationsformen. Am meisten genutzt und rezipiert werden die „klassischen“ Medien wie Hörfunk, Fernsehen und Zeitungen. Oft als „vierte Gewalt“ bezeichnet, tragen sie maßgeblich zur politischen Meinungsbildung bei und erfüllen damit eine verantwortungsvolle Kontrollfunktion in einer Demokratie. Zur massenhaften Verbreitung von Informationen führt kein Weg an der Nutzung von Massenmedien vorbei, wenn es gilt Argumente oder politische Anliegen in der Bevölkerung zu verbreiten. Schließlich würde es sich als sehr aufwendig erweisen in direkter „face-to-face-Kommunikation“ eine große Anzahl von Menschen zu erreichen. Dieses Faktum bescheinigt ihnen eine große Machtposition im bestehenden Machtgefüge von Medien, Regierenden und den Bürgern einer Gesellschaft. Doch es gilt bei der Wahl der Begriffe vorsichtig zu sein. Denn ein Medium ist nicht zwangsläufig ein Massenmedium! Oft missverständlich wird das heute populäre Internet als Solches bezeichnet. Jedoch spricht dessen massenhafte Verbreitung nicht für eine Massenkommunikation. Das Neue und Entscheidende am Internet ist die Möglichkeit, Inhalte potentiell allen ans Internet angebundenen Personen zur Verfügung zu stellen. Dies sind laut „The Inquirer“ (Stand 7.3.2007) mittlerweile 747 Millionen Internetsurfer (über 15 Jahre), im Januar 2007, zu denen öffentlich aufgestellte Computer und Internetcafés nicht mitgezählt wurden. Doch um eine Seite populär zu machen, bedarf es eines Zufalls, gezielter Werbung oder der Nutzung bestehender Netzwerke bzw. Plattformen. Nur durch das alleinige „Online-Stellen“ einer Webseite gelingt es in den seltensten Fällen eine massenhafte Rezeption zu finden.
2 Das Internet und seine Entstehung
Dem Internet wir immer mehr Relevanz zugesprochen. Doch es gilt, sich berechtigterweise klarzumachen, dass dieses Medium zunächst etwas höchst Elitäres gewesen ist, bis die allgemeine Bevölkerung es sich in den Industriestaaten zu eigen machen konnte. Ursprünglich wollten die USA die Vision realisieren, dass Rechner über größere Distanzen hinweg, andere Rechner steuern und Daten transferieren können. Die Forschung an diesem Computernetzwerk (ARPA-Net) sollte zunächst, im Jahre 1969, dem amerikanischen Geheimdienst, der „Central Intelligence Agency“ (CIA), dienen (vgl. Döring 1999: 15).
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Die Entwicklung der Technik ging in diesem Fall mit dem sozialen Austausch einher. So entstand neben dem Datentransfer auch eine neue Möglichkeit der Kommunikation. Im Rahmen dieser Entwicklung wurde erstmals über E-Mails und Mailinglisten kommuniziert. Um verschiedene „Nets“ miteinander zu verknüpfen und ein übergreifendes Netzwerk zu schaffen, wurde im Jahr 1973 das ARPA Internet entwickelt. Damit Nachrichten und Datentransfer an die richtigen Computer gesendet wurden, entstand die TCP/IP-Familie, durch die jeder Rechner seine individuelle Adresse erhielt. Seit den 80er Jahren spricht man nur noch vom „Internet“ (vgl. ebd.). Fortan fand zwar eine größere „öffentliche“ Vernetzung statt, allerdings geschah dies nur unter wenigen, „auserwählten“ Kleingruppen: „Was Cyberspace hieß, war mehr noch Versprechen als Praxis, ein utopischer Ort, an dem die wissenschaftlich-technischen, ästhetischen und politischen Subkulturen, von denen die Konstruktion und Kolonisierung digitaler Netze seit den Siebziger Jahren betrieben worden war, weiterhin recht isoliert kommunizierten.“ (zit. nach Freyermuth in Siever/Schlobinski/Runkehl 2005: 24)
Der technische Entwicklungsstand zu diesem Zeitpunkt ließ keine Verbreitung des Internetzugangs im größeren Ausmaß zu. Die Größe der zu übertragenden Datenmengen war gering. Dies hing zum einen mit dem Netzwerk, den Telefonleitungen und zum anderen mit den Endgeräten, den Computern, zusammen. Mitte der 90er Jahre entdeckten die ersten Firmen wie AOL, Microsoft und Netscape das Potenzial des Internet. Die Technik wurde erschwinglicher. Die Veröffentlichung des Windows `95 Betriebssystem und des heute noch populären „Internet Explorer“ machten es auch dem Laien möglich, das Internet zu nutzen. Die Zahlen der angemeldeten Websites stieg daher von 600, im Jahre 1994, auf 100.000 (1995) bis hin zu einer Million im Jahre 1997 (vgl. ebd.: 25).
Mit der ansteigenden Verbreitung des Internetzugangs verbesserten sich auch zunehmend die Datentransfermengen und somit die Gestaltung der Websites mit grafischen und akustischen Elementen. Im Jahre 2004 kommunizieren 800 Millionen Menschen übers Internet, darunter allein 30 Millionen in Deutschland (vgl. ebd.).
Anzumerken ist an dieser Stelle, dass trotz dieser beeindruckenden Zahlen ein großer Teil der Menschheit immer noch vom Internet ausgeschlossen ist, hierzu gehören vor allem die Entwicklungsländer. Im September 2001 besitzt Afrika gerade einen Anteil von 0,8% an der weltweiten Online-Gemeinschaft und Lateinamerika 4,9%. Im Vergleich dazu vereinnahmen die USA, Kanada und Europa gemeinsam einen Anteil von 65,3 % (vgl. Weiss 2003: 40). Dass die interpersonale Kommunikation, wie von Beginn an, auch heute einen großen Stellenwert einnimmt, zeigt eine Auflistung der zehn meistgenutzten Aktivitäten im Jahr
Arbeit zitieren:
Jennifer Dreher, 2006, Die Dominanz des Intimen und Privaten im Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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