Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. HETEROGENITÄT IN DER BILDUNG 4
3. HETEROGENITÄT IM MATHEMATIKUNTERRICHT 5
3.1 Vertikale Heterogenität 5
3.2 Horizontale Heterogenität 5
3.3 Umgang mit Heterogenität 6
3.4 Fazit 12
4. GESCHLECHTSSPEZIFISCHE HETEROGENITÄT UND KOEDUKATION
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5. ENTSTEHUNG VON „MÄNNLICHEM“ UND „WEIBLICHEN“
VERHALTEN DURCH DIE ANEIGNUNG VON GESCHLECHTSSTEREOTYPEN
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5.1 Geschlechtsstereotype in der Schule 15
5.2 Der Beitrag der Schule an der Verinnerlichung von
Geschlechtsstereotypen 16
6. DER UMGANG MIT GESCHLECHTSSPEZIFISCHER HETEROGENITÄT IM
UNTERRICHT 17
6.1 Geschlechtsgetrennter Unterricht 17
6.2 Koedukativer Unterricht 19
6.3 Zusammenfassung 21
LITERATURVERZEICHNIS 22
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1. Einleitung
Heterogenität kommt aus dem altgriechischen Adjektiv heterogenès, zusammengesetzt aus „heteros“ = verschieden und „gennáo“ = erzeugen, schaffen. Die heute zu beobachtenden Unterschiede, können in die Bereiche Kultur, Interesse, Alter, Bildung, Herkunft, Geschlecht, Wertvorstellung und Fähigkeiten eingeteilt werden. Bildungssoziologische Analysen und Alltagserfahrungen von Lehrerinnen und Lehrer decken sich in der Feststellung, dass die Lerngruppen in sämtlichen Schulformen in den beiden letzten Jahrzehnten heterogener geworden sind (vgl. BRÄU et. al. 2005 nach KULTUSMINISTERKONFERENZ 2003). Ursachen hierfür sind gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, auf die die Schule nur gering Einfluss nehmen kann (BRÄU et. al., 2005, S. 220). Für viele Lehrer stellt das eine hohe Belastung dar. Es wird versucht diese Unterschiede so gut wie möglich zu unterdrücken, damit ein weitergehend homogenes Lernklima herrscht. Jedoch wird in den letzten Jahren versucht, diese Denkweise zu ändern und die Heterogenität als Chance anzusehen. In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Dabei möchte ich zwei Bereiche ansprechen. Zum einen die Heterogenität in der Bildung. Hier sollen anfangs die Unterschiede verdeutlicht werden und anschließend wird beschrieben, wie speziell im Unterricht mit diesen Unterschieden umgegangen werden kann. Zur Unterstützung dient eine empirische Untersuchung. Zum anderen möchten wir die geschlechtsbezogene Heterogenität beleuchten. Es soll geklärt werden, wo die zu beobachtenden Verhaltens- und Eigenschaftsunterschiede der Schülerinnen und Schüler ihren Ursprung haben und daraufhin sollen Möglichkeiten erläutert werden, wie man mit dieser Art der Heterogenität im Unterricht umgehen kann. In diesem Zusammenhang wird dann auf die Vor- und Nachteile der Koedukation und des geschlechtsgetrennten Unterrichts eingegangen.
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2. Heterogenität in der Bildung
Schauen wir uns die heutigen Klassenkonstellationen an, sind in jeder Klasse Heterogenitäten in verschiedenen Bereichen zu sehen. Es handelt sich um Schülerinnen und Schüler in verschiedenem Alter, auf unterschiedlichem Leistungsniveau und mit unterschiedlichen Lernstrategien, aus verschiedenen Familien, Schichten und Kulturen.
Begriffe wie unterschiedlich, vielfältig oder verschieden bestimmen die Arbeit im Unterricht. Das heißt, dass der Lehrer in seinem Unterricht nicht nach „Schema F“ vorgehen kann. Jede Klasse und jeder darin befindliche Schüler muss individuell betrachtet und differenziert gesehen werden. Dies ist die schwierige Herausforderung jedes Lehrers in seinem Schulalltag zu Recht zu kommen.
Maßnahmen, die die Spanne von Leistungsstark und Leistungsschwach so gering wie möglich halten, gilt es schon bei der Einschulung zu beachten. Dazu gehört beispielsweise die Zurückstellung vom Schulbesuch. Aber auch im weiteren Schulverlauf gibt es Maßnahmen im deutschen Schulwesen. Schüler bleiben sitzen oder die Dreigliedrigkeit der Sekundarstufe verursacht Segregationen. Hinzu kommt ein ausdifferenziertes Sonderschulwesen mit zehn Sonderschularten.
Leider ist es Tatsache, dass Schüler verschieden sind, und dies als Belastung erlebt wird, welche reduziert werden muss. Hoffnungsvoll haben sich aber in den letzten Jahren Veränderungen durch reformpädagogische Impulse aufgetan, die ein Verständnis für die Verschiedenheit anstreben. Die Heterogenität seitens der Bildung von Kindern und Jugendlichen soll endlich wertgeschätzt werden. Es ist eine Herausforderung zum Neuen. Ziel muss es sein, ohne Angst verschieden zu sein. Jedes Kind sollte als gleichermaßen wertvoll angesehen werden, und zwar unabhängig von seiner sozialen Herkunft und Leistungsfähigkeit. Kein Schüler darf, aus welchem Grund auch immer, herabgesetzt oder diskriminiert werden.
Im Folgenden sollen spezifisch die Leistungsunterschiede im Mathematikunterricht analysiert und bewertet werden, um dann eventuelle Lösungen darstellen zu können.
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3. Heterogenität im Mathematikunterricht
In keiner Klasse gibt es homogene Leistungsniveaus. Jeder Schüler lernt anders, hat eine andere Konzentrationsleistung und kann verschieden Lösungswege für Aufgaben wiedergeben. Daher werden im Folgendem zwei verschiedene Einteilungen vorgenommen, die die Schüler hinsichtlich dieser Thematik beschreiben sollen. In diesem Kapitel beziehe ich mich vor allem auf die Literatur von Karin Bräu und Ulrich Schwerdt. Sie haben ein Buch herausgebracht mit dem Titel „Heterogenität als Chance- vom produktivem Umgang mit Gleichheit und Differenz in der Schule“. In diesem Buch wurde von Hartmut Spiegel und Meike Walter der Artikel „Heterogenität im Mathematikunterricht der Grundschule“ vorgestellt.
3.1 Vertikale Heterogenität
Um eine Klasse hinsichtlich ihrer Leistung einzuteilen, wird vom unterstem Niveau vom schlechtesten Schüler ausgegangen und vom Obersten natürlich vom bestem Schüler. Daher wird von der vertikalen Heterogenität gesprochen. Denn in keiner Klasse gibt es Leistungsgleichheiten unter den Schülern. Für den Lehrer ist es daher eine didaktische Herausforderung, den Unterricht so zu differenzieren, dass jeder Schüler dem Unterricht folgen kann und das Lernziel in gewisser Weise erreicht wird. Geschieht dies nicht, können verschiedene Probleme auftreten. Bei Verständnisproblemen kommt es häufig zu verbalen aber auch zu körperlichen Störungen seitens des Schülers. Aber auch das Ziel des Lehrers, die Thematik für jeden Schüler zugänglich und verständlich rüberzubringen, wird nicht erreicht. Daher muss die vertikale Heterogenität immer berücksichtigt und darf nie außer Acht gelassen werden.
3.2 Horizontale Heterogenität
Bei allen folgenden Beispielen beziehe ich mich auf den Mathematikunterricht. Viele Schüler suchen für sich eigene Lösungswege, um eine Aufgabe zu lösen. Das ist aber nicht nur bei Kindern so, auch Erwachsene haben ihre eigene Strategie entwickelt, um schnell und einfach eine Aufgabe zu lösen. Häufig kann beobachtet werden, dass Lehrer in ihrem
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Fach versuchen ihren Schülern ihre eigene Strategie als die bestmögliche Lösung darzubieten. Dabei geht der individuell zu suchende Prozess verloren. Die Schüler bekommen nicht die Möglichkeit, eigene Lösungswege zu erforschen. Die Denkweise unterscheidet sich von Kind zu Kind. Aber warum werden diese Besonderheiten nicht genügend entfaltet und gefördert? Für viele Lehrer stellt der volle Lehrplan eine zeitliche Herausforderung dar. Auf langsamer denkende Schüler oder Probleme kann der Lehrer nur selten eingehen. Daher wird meist versucht, so schnell und effektiv wie möglich den zu behandelnden Stoff zu thematisieren. Wird das Lernziel nicht von jedem erreicht, ist dies meist die Schuld des Schülers. Ursachen werden in der Aufmerksamkeit im Unterricht gesucht oder in der Fertigstellung der Hausaufgaben. Werden diese Bereiche nicht zufriedenstellend erfüllt, hat der Lehrer für die Defizite seine Gründe gefunden. Es können noch viele solche Beispiele gefunden werden. Deutlich wird, dass der individuelle Schüler im Unterricht nur selten gesehen wird.
3.3 Umgang mit Heterogenität
Die Heterogenität zeigt die Schwierigkeit, mit der ein Lehrer jeden Tag zu tun hat. Sowohl die vertikale aber auch die horizontale Heterogenität müssen in der Unterrrichtsplanung berücksichtigt werden. Aber welche Lösungen der Differenzierungen zum Erreichen des Lernziels können gefunden werden? Es gibt in vielen Büchern Hilfestellungen und Paradebeispiele zur Bewerkstelligung dieser Problematik. Ich würde es auch nicht unbedingt als Problematik bezeichnen, sondern eher als Herausforderung. Da ich in der Literatur für meine Herangehensweise keinen Beleg gefunden habe, möchte ich diesen Vorschlag nur als mögliche, jedoch nicht als empirisch untersuchte Lösung darbieten. Da unsere Universität, speziell der Fachbereich Sportpädagogik, das genetische Lehren oftmals thematisiert, möchte ich nun versuchen die Herangehensweise dieser Methode auf die eben vorgestellten Heterogenitäten zu übertragen.
Wie ich eben schon beschrieben habe, weisen beide Heterogenitäten Besonderheiten auf, auf die der Lehrer eingehen sollte. Das Zeitproblem und Klassen- und Lernklima beeinflussen diesen Prozess leider sehr. Für die genetische Herangehensweise muss der Lehrer viel Zeit einplanen. Das Ziel dieser Methode ist es, dass die Schüler allein auf einen Lösungsweg kommen und, dass das Unterrichtsthema von allen Seiten beleuchtet wird. Der Schüler soll sich nicht mit fertiggestellten Lösungen zufrieden geben, die der Lehrer ihm vorgibt, sondern
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Arbeit zitieren:
Maren Hampel, 2008, Der Umgang mit Heterogenität in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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