Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Mittelhochdeutsche Lyrik 4
3 Die Biografie Johannes Hadlaubs 6
3.1 Zur Person 6
3.2 Zum Werk 6
4 Die Dichtkunst Johannes Hadlaubs. 7
4.1 Die Tagelieder 7
4.2 Das Nachtlied 10
5 Zusammenfassung 12
6 Literaturverzeichnis. 13
2
1 Einleitung
Das Thema dieser wissenschaftlichen Arbeit ergab sich aus einem Referat, welches im Seminar zum Minnesänger Johannes Hadlaub gehalten wurde.
In dieser Arbeit soll Johannes Hadlaub vorgestellt und drei seiner Lieder exemplarisch dargestellt und analysiert werden, dies wird wie folgt umgesetzt: In Kapitel 2 wird dem Leser eine kurze Einführung in die Mittelhochdeutsche Lyrik gegeben und die für diese Arbeit relevante Gattung vorgestellt.
In Kapitel 3 erhält der Leser Informationen über die Biografie von Johannes Hadlaub und sein Werk.
Die Vorstellung und detaillierte Analyse ausgewählter Lieder wird in Kapitel 4 vorgenommen. Ziel ist es hier, die zuvor im Kapitel 2 erarbeiteten Inhalte am Text umzusetzen und deutlich zu machen.
Abschließend erfolgt im fünften Kapitel eine Zusammenfassung und ein kurzes Fazit.
3
2 Mittelhochdeutsche Lyrik
Generell versteht man unter „mittelhochdeutscher Lyrik“ die lyrischen Dichtungen, die in dem Zeitraum zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert in deutscher Sprache verfasst worden sind. Diese zeitliche Eingrenzung beruht auf der Tatsache, dass der Wissenschaft mittelhochdeutsche lyrische Texte erst ab Mitte des 12. Jahrhunderts bekannt sind und dass nach 1500 sich die Verbreitungsumstände von Literatur stark verändert hatten. Die Literatur wurde nicht mehr handschriftlich festgehalten, sondern per Buchdruck. „Deutsch“ meint die Summe der deutschsprachigen Dialekte, „hochdeutsch“ beschreibt eine regionale Spezifizierung, nämlich die hochdeutschen Dialekte (alemannisch, bairisch, fränkisch, ostmitteldeutsch) und „Mittelhochdeutsch“ ist eine zeitliche Eingrenzung und meint die Zeit des Hoch- und des Spätmittelalters.
Abschließend fasst man diejenigen Texte unter mittelhochdeutscher Lyrik zusammen, die in Strophen oder in strophenähnliche Abschnitte gegliedert, für den Gesangsvortrag bestimmt und liedhaft sind.
Zum größten Teil ist diese mittelhochdeutsche Lyrik aus Handschriften, selten aus Frühdrucken überliefert. Diese Schriften sind zumeist nicht vom Verfasser selbst aufgeschrieben worden, so kommt es vor, dass ein und dasselbe Gedicht in verschiedenen Handschriften durchaus unterschiedlich festgehalten worden ist. Die eigentliche Lebensform dieser Lyrik war aber der mündliche Vortrag vor einem Publikum. Aufgrund dessen stammt alles, was die Wissenschaft über die Autoren, ihr Publikum und über ihre Aufführungsumstände weiß, aus den überlieferten Texten selbst. Daher sind viele Aussagen hypothetisch, denn oftmals sind Verfassernamen nicht überliefert und es gibt kaum zusätzliche Informationen über die Autoren 1 .
Bis ins 8. Jahrhundert behandelte die Literatur vorwiegend geistliche Thematiken, erst ab Mitte des 12. Jahrhunderts wurde auch über weltliche Thematiken gesungen 2 . Mit der Zeit zeichneten sich Liedgruppen ab, die durch formale, inhaltliche und motivliche Gemeinsamkeiten so genannte Gattungen bildeten. Diese kann man unterschiedlich klassifizieren, z.B. nach der Struktur (Monolog, Dialog, Erzähllied), nach bestimmten Situationen (Tagelied, Nachtlied, Erntelied), nach typischen Personen (Frauenlied, Mädchenlied, Wächterlied), nach Funktionen (Tanzlied, Werbelied), nach spezifischen Themen (Minnelied, Kreuzlied, Lügenlied) oder aber auch nach der Jahreszeit (Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Winterlied). Für das 12. Jahrhundert ist das Frauenlied kennzeichnend, um
1 Heinz Bergner, Die mittelhochdeutsche Lyrik, S. 13 - S. 26
2 Günther Schweikle, Minnesang, S. 80ff
4
Arbeit zitieren:
Jennifer Keller, 2007, Analyse ausgewählter Tagelieder Johannes Hadlaubs, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Der Totentanz im Mittelalter - eine monumentale Bußpredigt
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 19 Seiten
»Ein kneht, der lag verborgen« - Tageliedkritik oder gattungsstabilisi...
Seminararbeit, 14 Seiten
Der mittelalterliche Totentanz (Unter besonderer Berücksichtigung des ...
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Seminararbeit, 22 Seiten
Die Genreänderung der "Parabel" vom Verlorenen Sohn zur &quo...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Zu Oswalds von Wolkenstein - aus dessen Lied „Ain tunckle farb“ (Kl....
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit, 17 Seiten
Heinrich von Morungen - der moderne Dichter um 1200?
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit, 20 Seiten
Den Morgenblic, Wolfram von Eschenbach
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit, 18 Seiten
Die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn in der europäischen Liter...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Magisterarbeit, 84 Seiten
Der Triumph des Todes. Eine Reflexion über die Zeitlichkeit im mittela...
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Die Rolle des Wächters im mittelhochdeutschen Tagelied
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit, 26 Seiten
Der Tod und das Mädchen - Analyse ausgewählter Aspekte des Phänomens T...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Studienarbeit, 32 Seiten
Untersuchung dreier oberdeutscher Liederhandschriften des Mittelalters
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Das Tagelied Heinrich von Morungens
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 12 Seiten
Jennifer Keller's Text Analyse ausgewählter Tagelieder Johannes Hadlaubs ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Jennifer Keller hat den Text Analyse ausgewählter Tagelieder Johannes Hadlaubs veröffentlicht
Jennifer Keller hat einen neuen Text hochgeladen
Cours d'analyse de l'École Royale Polytechnique. I partie. Analyse alg...
Augustin-Louis Cauchy
Musikinstrumente von 1594 im F...
Eszter Fontana, Veit Heller, Steffen Lieberwirth
Selected Papers / Ausgewählte Schriften
K. Goldstein, R. W. Haudek, E. M. Goldstein-Haudek, Aron Gurwitsch
Ausgewählte Verfahren zur Analyse und Steuerung von Risiken im Kreditg...
unter Berücksichtigung der neu...
Wilhelm Schmeisser, Carola Mauksch, Falko Schindler
0 Kommentare