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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1 Der Einfluss von Alkohol in der Geschichte. 3
2 Einige Variablen und ihr möglicher Einfluss. 4
3 Mechanismen der kognitiven Verarbeitung 6
3.1 the cue reinforcement system: 6
3.2 the threat system. 7
3.3 the executive control system - ECS. 8
4 Kritik 9
5 Prävention und Intervention 10
6 Literaturliste: 12
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1 Der Einfluss von Alkohol in der Geschichte.
Schon im alten Testament finden sich die Archetypen der Korrelation von Alkohol und Aggression. Z.B. Noah, der als erster Weinanbauer bezeichnet wird, wurde trunken, verlor seine Scham und lag berauscht und entblößt vor seinen Söhnen. Er rächte die Schande und Entehrung, in dem er seinen jüngsten Sohn Cham verfluchte, der als Stammvater der Kanaaniter gilt, und machte Ihn und seine Nachfolger zu Knechten der Israeliten (Gn 9, 18-27, vgl. Hab 2,15-16) (Allen, 1949). Als weiteres Beispiel kann man die Festmähler betrachten. Wenn der Gegner vom Wein berauscht war, schien es ein leichtes ihn zu töten. Murdoch et al (1990) fanden heraus, dass die meisten Opfer von Gewaltakten selbst zum größten Teil trunken waren, weil sie die Situation missgedeutet haben und sich aggressiver verhielten, als sie es sonst unter Nüchternheit tun würden. Auch im Mittelalter finden sich klare Andeutungen zum Zusammenhang zwischen Alkohol und Aggression, wie das Sprichwort „Violentiam innatam auget vinolentia - Die Trunkenheit steigert die angeborene Gewalt“ zeigt, wobei dieser Ausdruck eine angeborene Aggressivität andeutet, die heute als Vulnerabilität bezeichnet wird. Eine weitere Übersetzung dieses mittelalterlichen Spruchs in der blumigen Sprache Salomos ist „ Der Wein macht lose Leute und starck Getrencke macht wilde, wer da zu Lust hat, wird nimmer weise“ (Walther, 1967). Die hier im Spruch gezeigte Erfahrung der verstärkten Aggression durch Alkohol entspricht dem heutigen Wissen der Mediziner und Psychologen, dass Alkohol die kognitiven Fähigkeiten vermindert, die Wahrnehmung verengt und die Tendenz der natürlichen Veranlagung, der Aggressionsdisposition, steigert.
Zahllose statistisch- kriminologische Untersuchungen in den verschiedensten Ländern haben im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Zusammenhang zwischen Alkohol und Aggression festgestellt, und auch in den neuesten Untersuchungen wird die statistische Korrelation zwischen Alkohol und Aggression als vorhanden betrachtet. Schon Cesare Lombroso, einer der Väter der modernen Kriminologie, stellte die Ursache des Alkohols für das Verbrechen fest: „ Der Alkohol ist also eine Ursache von Verbrechen einmal, weil viele Menschen solche begehen, um sich berauschen zu können, manchmal auch, weil im Rausche Mut zur Begehung krimineller Handlungen und weiterhin ein Milderungsgrund für die Schandtat gesucht wird, schließlich weil mit Hilfe des Alkohols die jungen Menschen zum Verbrechen veranlasst werden, weil das Wirtshaus der Sammelpunkt für die Komplizen ist, der Ort, wo nicht nur die Verbrechen ausgesonnen, sondern das, was damit gewonnen wurde, durchgebracht wird.“ (Kurella & Jentsch, 1902).
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Hier wird deutlich, dass in diese Korrelation weit mehr als nur der Alkohol als Variable einfließt, zusätzlich spielen Alter, Geschlecht, Persönlichkeitsdisposition (wie Temperament), kognitive Kapazität, Entwicklungseinflüsse (wie Vulnerabilität zur Aggression) und das soziale Umfeld eine wichtige Rolle. Deshalb ist es notwendig die einzelnen wissenschaftlichen Variablen multivariat zu betrachten, um den Einfluss des Alkohols auf das aggressive Verhalten zu erklären.
2 Einige Variablen und ihr möglicher Einfluss
Die Forschung zeigt, dass die Beziehung zwischen der Alkoholeinnahme und Gewalt bei Geschlechtern unterschiedlich ausgeprägt sind: Über 50% der Gewaltakte bei Männern erfolgt unter Alkoholeinnahme, im Gegensatz dazu sind es bei Frauen „nur“ 27%. Auch wenn man ursprünglich angenommen hat, dass die Trinkerfahrung einer Person als Variable in die Rechnung mit eingehen kann, so zeigte sich bei einer Untersuchung (Laplace, Chermack & Taylor, 1994) an niedrig, mittel und hoch Trinkerfahrenen unter der Alkohol und Placebobedingung, dass nur niedrig Trinkerfahrene unter der Alkoholbedingung ein höheres Aggressionsniveau zeigten und der Rest (mittel + hoch unter beiden Bedingungen) keinen Unterschied sowohl im nüchternen als auch betrunkenen Zustand in ihrem Aggressionpotential aufwiesen. Andere Studien zeigen, dass Persönlichkeitseigenschaften und das Gefühl betrunken zu sein, effektive Indikatoren für alkoholisierte Aggression bei Männern sind, nicht aber bei Frauen (Giancola & Zeichner, 1995).
Die Variable Alkohol-Aggressions-Erwartung gilt als weitere Persönlichkeitsvariable. Dabei ist die Annahme des Erwartungsmodells, dass das aggressive Verhalten nach dem Alkoholkonsum durch das Wissen erlernt wird, dass Alkohol einen bestimmten Effekte ausübt, d.h. ich weiß dass Alkohol aggressiv macht, also werde ich aggressiv (George, Dermen & Nochajski, 1989). Dazu gibt es unterschiedliche Studien mit unterschiedlichen Annahmen: 1. Eine hohe Erwartung an den Alkoholeffekt beeinflusst/ erhöht aggressives Verhalten. 2. Nicht die hohe Erwartung, sondern die Dosis des Alkoholkonsums erhöht das aggressive Verhalten.
Jedoch zeigen 3 metaanalytische Studien, dass die Erwartung eine unbedeutende Rolle in der Produktion aggressiven Verhaltens spielt. Natürlich haben individuelle Unterschiede in der Persönlichkeit auch unterschiedliche Einflüsse auf die Beziehung zwischen Alkohol und Aggression. Hier haben akute psychologische Symptome wie eine schlechte Stimmungslage, neuropsychologische Funktionen, die psychopathologische und psychiatrische Komorbidität
Arbeit zitieren:
Gökce Ipeklioglu, 2005, Die Alkohol-Aggressions-Beziehung, München, GRIN Verlag GmbH
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