Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG 2
ARBEITSF ÖRDERUNGSGESETZ 1969 3
Nachkriegszeit 4
Struktureller Wandel / Wirtschaftswunder 4
Erste Rezession 5
Politisches Interesse 6
Stabilit ätsgesetz 7
Verabschiedung des Arbeitsförderungsgesetzes 8
Ziele des AFG 10
DIE WIRKSAMKEIT DES AFG 11
Positive Untersuchungsergebnisse 12
FAZIT 13
LITERATURVERZEICHNIS 15
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Einleitung
Wenn man sich mit der Geschichte der Erwachsenenbildung beschäftigt, kann man diese bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgen. In dieser Zeitepoche gab es einen Alphabetisierungsprozess. Die Menschen begannen, in großer Zahl schneller lesen und schreiben zu lernen. Zudem veränderten sich ihre Lesegewohnheiten, aus dem ständig wiederholtem Lesen wie z. B. der Bibel, entstand ein informatives, neues Lesen. Dieser Informationsfluss brachte einen enormen Fortschritt mit sich und erste Veränderungen im täglichen Leben wurden erkennbar, z. B. im Ackerbau oder im Gewerbe. Daraus wiederum resultierten neue Aufgabenstellungen und Ansätze der Bearbeitung beruflicher Aufgaben. Durch Zeitschriften verbreitete diese
„Leserrevolution“ neue Erkenntnisse, jeder konnte sich an ihnen orientieren. Um Politisches, Kulturelles und Berufliches in großen Gruppen zu verbinden und zu thematisieren, wurde die erste Lesegesellschaft gegründet. Damit war der erste Stein einer Institutionalisierung von Erwachsenenbildung gelegt.
Um die Institutionalisierung von Erwachsenbildung, beziehungsweise die Veränderungen der Gesetze innerhalb dieser, geht es in meiner Referatsausarbeitung. Ich beschäftige mich mit der Entstehung des Arbeitsförderungsgesetz von 1969. Ich gebe einen kurzen Überblick des AFG und erläutere die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen ab der Entstehung der Bundesrepublik Deutschland bis zur Einführung des AFG 1969. In dieser Referatsausarbeitung arbeite ich die politischen und ökonomischen Gründe der Einführung heraus und beantworte, warum eine Novellierung des Arbeitslosenversicherungsgesetz von 1927 (AVAVG) nicht ausreichte, sondern ein neues Gesetz verabschiedet wurde. Damit verbunden führe ich die Ziele des AFG an und betrachte es hinsichtlich seiner Wirksamkeit.
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Für ein besseres Verständnis illustriere ich vorab einen Überblick des Gesetzes.
Arbeitsförderungsgesetz 1969
Nachkriegszeit
Nachdem der 2. Weltkrieg beendet war, konnte Deutschland endlich wieder aufatmen. Der langjährige Krieg war vorbei. Viele Städte waren zerbombt und die Menschen lebten in Trauer über gefallene Angehörige, dazu hatten viele Menschen kein Dach über dem Kopf, der Schrecken saß allen in den Knochen. Die Arbeitslosigkeit war in dieser Zeit bedenklich hoch, sie belief sich auf 10,4% und trübte ebenfalls die Stimmung. 1951 wendete sich das Blatt, ein unerwartetes, kräftiges Wirtschaftswachstum erhellte die Stimmung der Nation und ließ sie wieder hoffen. Die Arbeitslosigkeit nahm ab und die Nachfrage nach Arbeitskraft stieg enorm an. Obwohl einige Sektoren wie Bergbau, Landwirtschaft, Stahlerzeugung und Textilverarbeitung kleiner wurden und Arbeitnehmer in Regionen wie z. B. dem Ruhrgebiet die Arbeit verloren, wuchsen die modernen Sektoren wie Chemie, Elektrotechnik, Mineralölverarbeitung und kunststoffverarbeitende Industrie immer mehr. Der industrielle Sektor nahm erheblich an Bedeutung und Produktivitätswachstum zu. Die Arbeitnehmer, die in den kleiner werdenden Sektoren die Arbeit verloren, fanden größtenteils neue Arbeit in den wachsenden Industrien. (Vgl. Kühl 1982, S. 251-254)
Struktureller Wandel / Wirtschaftswunder
Dennoch stellte sich in dieser Zeitepoche ein struktureller Wandel ein, der für gering qualifizierte Arbeitnehmer mit gleich bleibend niedriger Qualifikation ein erhöhtes Arbeitslosigkeitsrisiko darstellte. Selbst Facharbeitskräfte waren schnell von dem Arbeitsmarkt abgeschöpft, sodass es bald an Arbeitkräften mangelte, vor allem in der Montan- und Automobilindustrie und anderen arbeitsintensiven und fachspezifischen Bereichen. Um diesen Arbeitskräftebedarf zu stillen, wurden im europäischen Ausland seit 1955 mit Hilfe von Anwerbebüros und begleitet von Anwerbeabkommen vor allem männliche
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Arbeit zitieren:
Sabrina Witzke, 2007, Geschichte der Erwachsenenbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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