Inhaltsverzeichnis Die Organisation von Arbeit in der Wissensgesellschaft i
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 1
2 THEORIE 2
3 EMPIRIE 4
4 FAZIT 4
LITERATURVERZEICHNIS 5
Einleitung Die Organisation von Arbeit in der Wissensgesellschaft 1
1 Einleitung
In der sich heute immer stärker herausbildenden Wissens- und Kommunikationsgesellschaft formen sich vollkommen neue Regulationsformen von Arbeit. Hierbei lässt sich der Wandel einerseits auf der betrieblichen und andererseits auf der überbetrieblichen Ebene festhalten. Die bisherigen betrieblichen Formen der hierarchisch-bürokratischen Koordinierung werden zunehmend von solchen der selbstverantwortlichen und in Entscheidungsprozesse eingebundenen ergänzt bzw. ersetzt. Beispiele hierfür sind die neuen Informationstechnologien, Unternehmenskulturen, Managementformen und Unternehmensnetzwerke. Im Gegensatz dazu steht die überbetriebliche Entwicklung zu einer Individualisierung sowie Pluralisierung von Beschäftigungsrelationen und Erwerbsformen. Das hat die Notwendigkeit von Veränderung und Anpassung der industriegesellschaftlichen Institutionensets zur Folge. 1 In diesem Essay soll daher der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich die Organisationsstrukturen in der entstehenden Wissens- und Kommunikationsgesellschaft für die Beschäftigungsbedingungen von Arbeitnehmern gewandelt haben und ob sich diese vor dem Hinter-grund der sich stetig verändernden Arbeitsbedingungen dem stattfindenden Wandel angleichen.
Die Hypothese, die dieser Arbeit zugrunde liegt ist die, dass es zwar eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Anpassung und Effektivierung der Organisationsstrukturen gibt, diese aber nur bei einem relativ geringen Prozentsatz der Betriebe in Deutschland respektive Europa umgesetzt werden. Daher ist die Frage noch offen, wie die tatsächliche Ausgestaltung des Wandels ausfallen wird.
Hierzu sollen zunächst anhand des Textes „Die Organisation von Arbeit in der Wissensgesellschaft“ von Heidenreich/Töpsch die vier wesentlichen Bestandteile der Organisationsstrukturen skizziert und auf ihre Umsetzung in der entstehenden Wissens- und Kommunikationsgesellschaft geprüft werden. Anschließend soll empirisch belegt werden, inwiefern dieser Wandel bezüglich seiner Umsetzung fortgeschritten ist. Abschließend werden die Ergebnisse der Betrachtung zusammengefasst und eine Prognose für die weitere Entwicklung der Organisationsstrukturen und ihrer Umsetzung wird gegeben.
1 Vgl. Heidenreich/Töpsch 1998: 13.
Theorie Die Organisation von Arbeit in der Wissensgesellschaft 2
2 Theorie
Es gibt vier Dimensionen in denen sich so genannte lernende Organisationen, wie sie in der Wissens- und Kommunikationsgesellschaft entstehen, von vorhergegangenen Modellen unterscheiden:
- Competence: Bezeichnet das Mitarbeiterleistungsvermögen, das im Zuge der Etablierung der lernenden Organisationen gesteigert werden soll.
- Computer: Bezeichnet Automatismen durch Einsatz von informationstechnischen Systemen.
- Culture: Beschreibt die soziokulturelle Konstruktion von hierarchisch begründeten Gestaltungsprinzipien, deren Wahrnehmung und Interpretation in tradierten Riten ausgestaltet werden.
- Cooperation: Bezeichnet betriebsübergreifende Formen von effektiver Zusammenarbeit.
Die bisherigen Organisationsformen von Arbeit sehen vor, dass das Management hierarchisch-bürokratische Formen nutzt, um den Mitarbeitern genaueste Anweisungen hinsichtlich Arbeitstechnik, Zeiteinteilung und Produktionsziel vorzugeben. Den Mitarbeitern werden hierbei keine oder kaum Entscheidungsspielräume und somit auch keinerlei oder wenig Ei-genverantwortung gewährt, was eine klassische tayloristische Trennung von Hand- und Kopfarbeit impliziert.
Im Gegensatz zu den tradierten Formen der hierarchisch-bürokratischen Muster soll in Zukunft eine Verschiebung der betrieblichen Kompetenzbereiche stattfinden. D.h., dass den Mitarbeitern eines Betriebes nicht jede einzelne Arbeitshandlung diktiert wird, sondern dass ihnen durch Innovationen wie Gruppenarbeit mehr Verantwortung, sowie mehr Gestaltungsfreiheit zukommen. Statt um die genaue Organisation der Arbeitsschritte, kümmert sich das Management nunmehr um die Konkretisierung von Zielvorgaben und die damit verbundene Festlegung von Limitationen, z.B. in Bezug auf Produktionskosten, Terminfristen und Mindestverkaufspreise und Koordinierung von Gruppenprozessen, wie z.B. Projektgruppen, Qualitätszirkel, Gruppenarbeit und KVP-Gruppen. 2
Durch diese Form der Arbeitsorganisation werden die vertikalen Formen der Arbeitsorganisation nicht nur durch horizontale, sondern auch durch diagonale Formen ergänzt. Betrachtet man die vernetzten Informations- und Kommunikationssysteme, die zunehmend die humangesteuerten Planungs- und Organisationsstrukturen erweitern sowie ersetzen, so er-
2 Vgl. Heidenreich/Töpsch 1998: 17/18.
Arbeit zitieren:
Vivien Baldwin, 2007, Die Organisation von Arbeit in der Wissensgesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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