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Inhaltsverzeichnis
A b s c h n i t t T i t e l S e i t e
Inhalts/Bildverzeichnis 2 - 4
0 Abstract/Zusammenfassung 5
A. Meinung und Wissenschaft als Grundlagen der Politik
1 Politik als Schrittmacher und Umsetzer von Wissenschaftsergebnissen 6
Experiment mit Hypothesen, Szenarien, Modellen 10
Stand der Wissenschaft, Genese und Realität 14
2 Motive für Erforschen von (globalen) Klimata und Energien 17
3 Klima als Streit- und Prognose-Objekt 21
4 Kurvenverläufe ausgewählter Klimadaten 25
5 Vorhersage und Prophetie 27
6 Effekt der Erzeugung von Kohlendioxid durch den Menschen 30
7 Approximation zum Stand wissenschaftlicher Erkenntnis 33
B. Probenahme und Analytik als Maßnahme der Stoffwissenschaft
8 Suche nach der Richtigkeit von Klima-Thesen, Probenahme 37
Erkenntnisfolgerungen aus gemessenen Archiv-Daten 43
9 Messen und Deuten von Kohlendioxid 45
10 Datenverknüpfungen und Datenlücken, Schätzen 47
11 Geschichte der Kernbohrungen von Eis in größeren Tiefen der Eisschilde 52
12 Eisbohr-Kerne als Stoff-Proben 57
Optimieren der Probenahme 62
Minimieren von Fehlern, Fehler- und Stoff-Variabilität 64
13 Bestimmung von Klima-Parametern (Gewinnung von Proxydaten)
Aufbereiten zur Analysemasse 67
Analyse -Methoden 69
Isotopen als Erkenntnisquellen 71
Anmerkung : Quellenverzeichnis (als Endnoten)
Die Fußnoten (Quellen-Angaben) befinden sich am Schluss ( Endnoten) ab 73 bis 86
Im Text sind Bilder und Tabellen zugeordnet, diese befinden sich in einer getrennten Datei
Lfd. Nr. Titel Seitenzahlen = lfd.Nr. + 2
A. Stand der Klima-Erkenntnisse
1 Kreislauf-System (Masse) von CO2
2 Verläufe Temperatur/Niederschlag 1500 bis 1995 (historisch)
3 Strahlungshaushalt Atmosphäre, überschläglich
10/11 T CO2 über den Polen
12 T Energien, hier: Strahlung kurz/langwellig
15 T Atmosphäre als dynamisches System
B. Probenahme mit Hilfe von Eis-Kernbohrungen
18 T Paläoklima
21 T
24 T Annahmen bei der Probenaufbereitung (Eisbohrkerne)
25 T Kausalität zwischen Daten-Zeitreihen
26 Klima-Signal vor 70 kJahren
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27/28 T CO2 aus Eisbohrkernen
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36 Verdichtungsprozess im Firn, schematisch
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49 Eislabor (AWI, Bremerhaven)
50 Prinzipielles Aufteilen (Querschnitt des Eiskerns) zu den Analysen
Die Menschheit hat über Millionen von Jahren eine kulturelle Entwicklung durcherlebt und seit Jahrzehntausenden sich mit dem Problem seiner zukünftigen Stellung in der Welt beschäftigt, oft gepaart mit Weissagungen und Meinungsbeeinflussungen. Seit einem halben Jahrhundert kommen von Wissenschaftlern Warnungen über elementare Handlungsfehler der Politik, weil sie die Erkenntnis-Signale über die Endlichkeit von Rohstoffen und Energien nicht ausreichend wahrnehmen und würdigen. Seit zwanzig Jahren wird in der Generalversammlung der Vereinten Nationen darüber debattiert, ob die menschlichen Aktivitäten das Klima nachteilig verändern. Es wird ein Weltklimarat gegründet und finanziert, der diese Annahme auf der Basis vom Stand der Wissenschaft erforschen soll. Trotz der unterschiedlichen Standpunkte der Wissenschaftler wird ein Status-Bericht verfertigt, dem die Politiker nachsagen, dass dieser die allgemeine Erkenntnis der Gefahren z.B. aus der Verbrennung von Kohlenstoff zu Kohlendioxid als Motoren der Klimaerwärmung widerspiegele.
Wertefreiheit, Objektivität und Qualität sollen Grundsätze einer wahrhaftigen Politik sein, sind es wissenschaftsgeschichtlich jedoch oft nicht, wenn die Wissenschaft zur Magd der Politik gemacht wird 1 , wenn die dirigierte Medien-Politik Übergewicht über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis gewinnt. Für den Nicht-Experten im Klima-Gewand tritt das Dilemma ein, dass er in diesen Fragen vernunft-ratlos über sein einzunehmendes Verhalten dasteht, dass er sich zu Gefühlsimpulsen bewegen lässt, weil er an sich unmittelbar dramatisch explorierende Folgen verspürt: steigen die Energiepreise, weil das Klima das Ende seines Wohlstandes einläutet? Katastrophen-Melodien verleiten zu überdimensionalen Ängsten, wobei das einzelne Individuum zumeist ohnmächtig dem zukünftigen Geschehen zusehen muss.
Die Kenntnis des einstigen Klimas auf der Erde wird laufend besser. Einst unterlag die Erde gewaltigen, den heutigen Menschen kaum vorstellbaren Gestalt- und Klimaveränderungen mit unermesslichen Kaltzeiten. Die Steinzeitmenschen erlebten dies noch unmittelbar, die späteren vor Tausend Jahren sogar ein grünes Grönland. Mit Hilfe des Erbohrens von Kernen aus dem polaren Eisschilden erhofft man genaueres Wissen, in welchem Zustand die Atmosphäre sich damals befand. Aber das Vertrauen in dieses Wissen verlangt auch erhebliche Anstrengungen der Probenahme, Analytik und Interpretation der Messdaten-Ergebnisse. Beteiligt daran sind eine Reihe von Wissenschaftlern der unterschiedlichsten Disziplinen und Nationalitäten. Eine Vielzahl von Berichten wird produziert, zumeist wiederum für die speziellen Polarforscher, dem weiteren Publikums-Kreis kann das nur „vermittelt“ werden.
Damit offenbart sich hier besonders das Problem der Vertrauenswürdigkeit von Experten-Aussagen, wenn eine nicht unbeträchtliche Zahl von Wissenschaftlern hier vorsichtig oder sogar kritisch die sogenannten „offiziellen“ Klima-Berichte liest und kommentiert. Es wäre fatal, wenn - wie in früheren Zeiten der Geschichte tatsächlich geschehen - der eine Teil der Menschen verteufelt wird, weil sie nicht in der politisch propagierte Horn blasen und letztlich die Dringlichkeit der zu treffenden Maßnahmen in der Gesellschaft anders ordnen und werten.
Im folgenden wird die Eiskernbohr-Forschung in einzelnen Punkten der Aussage-Unsicherheit beleuchtet und dargestellt. Sie steht im Brennpunkt des allgemeinen Standes von Probenahme, -aufbereitung und Vorbereitung moderner wissenschaftlicher Messmethoden. Eine Durchsicht aus neutraler Sicht scheint angebracht.
Die Entscheidungen einer Regierung über das Wohl und Wehe eines Volkes oderallgemeiner - der ihr anvertrauten Menschen sind abhängig vom Wissen um den Sachverhalt und den verschiedensten Einflüssen auf ihre Willensbildung. Da die Entscheidungen auf die Zukunft gerichtet sind, das Handeln der Menschen lenken sollen, muss die Grundlage des Wissens um die wahrscheinliche Handelsumgebung so gut wie möglich ermittelt sein und dargestellt werden, also frei von Befangenheit und Einzelinteressen von Gruppen, Einzelpersonen. Als Beispiel für den gegenwärtigen Zustand können die verfassungsgemäßen Debatten im Parlament des Deutschen Bundestages dienen. Aan sich haben diese den Zweck, den Sachverhalt auf hohem Niveau von allen Seiten so zu beleuchten, dass sachgerecht über den Entschluss der Parlamentarier abgestimmt werden kann. Die bisherige Lebenserfahrung offenbart aber hier nicht selten Schwächen dieser Rede-Künste; oft gehen die Redner nicht auf die Argumente des Vorredners ein - vielmehr demonstrieren sie ihre jeweils parteigebundene Voreingenommenheit.
Der Fortschritt der Wissenschaften hat es mit sich gebracht, dass bei den Wissenschaftlern heute Spezial-Wissen dominiert und dass zur Verbreiterung des Wissens Teams und Kommissionen gebildet werden, wobei die Prozeduren zur Gründung, zum Erreichen großer Arbeitseffizienz unterschiedlich sind, insbesondere dann, wenn aus vielen Ansichten und Wissens-Ständen eine Übereinstimmung in Repräsentanz des realen Wissens und in der resultierenden Zielsetzung, z.B. in Konkordanz zur Politik erzielt werden soll. An dem Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC), den 1988 die Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bildeten, kann man die Stärken und Schwächen solcher „Arbeits-Ausschüsse“ studieren. Trotz aller Beteuerungen der für die Einzelarbeit Verantwortlichen, hier würde komplett und unbefangen 2 der Wissenstand abgebildet, bleibt unverkennbar das Übergewicht, die Rolle und der Einfluss der Regierungen, vornehmlich in der sogenannten Zusammenfassung für Politiker (SPM). „Regierungen können nicht leicht kritisieren oder etwas absetzen, was sie selbst zu Profil verhalfen und für ihre Verhandlungen benötigen.“ Das sagen in Ausschuss-Arbeit erfahrene Leiter. Es ist auch nicht zumutbar, bei späterer neuerer Erkenntnis das alte als unvollkommen oder gar falsch zu verdammen.
Die Ursache für diese Arbeitsweise liegt vornehmlich in den Zwängen, denen die demokratisch Legitimierten einer Regierung ausgesetzt sind: die Mehrheit der Wähler
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entscheidet über ihre Zukunft - und jede Regierung benötigt Kapital. Aber auch das Einvernehmen von hunderten von „Experten“ macht das Finden des „wahren“ Standes des Wissens nicht wesentlich besser, denn ein notwendiger Sammelprozess und deren objektive Durcharbeit ist nicht nur eine frappant schwierige Aufgabe, sondern stößt auch an die Grenzen derjenigen, die diesen als Arbeits-Ergebnis bewerten und präsentieren müssen, ja bleibt womöglich am Ausschuss-Vorsitzenden als „zu erledigen“ hängen. Ein durchgehendes Kontroll-Instrument dieser Prozedur auf sachkonformes und gewährleistendes Ergebnis fehlt, und es ist wohl auch nicht zu erwarten, denn dieses muss noch besser sein!
In den internationalen Normenausschüssen, die nach eingefahrenen Regeln arbeiten, macht sich der Unterschied zwischen konkreten und „flexiblen“ Vorgaben in den letzten Jahrzehnten immer ernster bemerkbar, weil man um Schwierigkeiten nationaler Regierungen der Grenzwertsetzung in der Umweltgesetzgebung und um die Grenzen der Durchsetz- und Kontrollierbarkeit der Vorgaben durch staatliche Behörden weiß. Eine Formulierungs-Vorgabe „nach bestverfügbarer Technik“ für das Einhalten von vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerten lässt zwar ein ständiges Anpassen an den Technik-Fortschritt zu, aber zwingt nicht alle zu einer einheitlichen vorderen Front-Einnahme. Man ist auf die Einsicht der zum Handeln aufgeforderten angewiesen. In der Verwaltungsvorschrift TA (Technische Anleitung) Luft nach BImSChG § 48 3 sind z.B. nach Vorschrift gemessene und gemittelte Immissions-Konzentrationen der Luftschadstoffe zum Schutz der menschlichen Gesundheit fixiert, wobei der Zusammenhang der Emissionsquelle mit dem Schädigungsobjekt über eine vorgegebene komplexe Simulation der Ausbreitung in der Atmosphäre hergestellt wird. Der Anlagenbetreiber muss vor Aufnahme des Betriebs sich dieses genehmigen und sich überwachen lassen. Dennoch bleiben sowohl die Fortschreibungen der Vorgaben wie auch der Verwirklichungen wegen der wirtschaftlich zumutbaren Belastung oft nur Stückwerk 4 .
Zum Umweltschutz im weiteren Sinne gehört der (an sich unklare) Klimaschutz 5 , der heutzutage auch zu einem vordringlichen Ziel der Politik erklärt wird. Der darauf gegründete Emissionshandel von zugeteilten Emissions-Rechten an Luftschadstoffen ist auch ein Beispiel für das, wie man in der Realität eine Senkung der sogenannten Treibhausgasemissionen zu erreichen sucht 6 : jedes Land hat das Recht, eine bestimmte Masse an Kohlendioxid der Atmosphäre zuzuführen und den Handel mit Emissionsrechten auf einem Buchhaltungs-Konto zu kontrollieren. Es geht dabei nicht um die Rangreihe der Schädigung an sich, sondern um eine Kompromiss-Formel der Machbarkeit. Die Folge davon ist: gute
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Emittenten können ihren Bonus als wenig Emittierende wirtschaftlich nutzen. Damit wird der Stand national verdurchschnittet. An sich wird hier das Prinzip „jeder nach bestverfügbarer Technik“ um den Passus „und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit“ angewendet, damit die vordere Front nicht allgemein nach vorn geschoben. Da müssen wohl einige Experten für den Stand der Technik resignieren. Der Druck auf den Fortschritt scheint noch nicht groß genug. Die Politiker wägen zwischen verschiedenen Belastungen ab, zuweilen ohne erkennbaren logischen Grund.
Von der Ungewissheit zum sicheren Wissen, ein dauernder Prozess.
Die sie umgebende Welt nahmen die Hominiden und die ersten Menschen mit ihren Sinnen wahr. So erfuhren sie unmittelbar die Natur; sie wussten um deren Gewalt, um die Unergründlichkeit der Naturkräfte. Zur Römerzeit prägte Publius Terentius das uns heute anmaßend vorkommende Wort:
Nihil tam difficile est, quine quaerendo investigari possit 7
Offensichtlich war solche Kühnheit damals nur die Ansicht eines kleinen Teiles des Volkes oder man tendierte dahin: die „oben“ werden es schon besser wissen. Denn auf der anderen Seite steht seit eh und je weit verbreitet eine Finsternis des Wissens, der Gläubigkeit an Übermächte. Noch vor wenigen Jahrhunderten macht man Hexen für das Geschehen von Feldfrucht-Einbußen, für das Wetter und Klima verantwortlich; sie werden gefoltert und verbrannt. Dann setzen Aufklärungs- und Wissenschaftsepochen ein, am Ende zur Jetztzeit transportieren wir Menschen sogar zum Mond, erkunden den Weltraum und astrophysikalisch das Universum. Aber das Manko bleibt: die Ungewissheit der Zukunft, denn diese ist eine komplexe Funktion vieler Einflüsse, die man nur unterschiedlich quantifizieren kann.
Die Wissenschaftsgeschichte offenbart augenscheinlich das Wachsen des menschlichen Erkenntnisvermögens. Dieses lässt die die Uratmosphäre 8 der Erde vor Milliarden von Jahren durch Ausgasen des flüssigen Planeten entstehen, möglicherweise neben Methan auch etwas Kohlendioxid enthaltend. Die Erde strahlt in den Weltraum, mit dem Wasserdampf einen intensiven Stoff- und Energie-Kreislauf in Gang setzend, dessen Quantifizierung derzeit noch aussteht, wenn überhaupt errechenbar. Seit 600 Millionen Jahren hat die Erdgeschichte jeweils 4 warme und kalte Moden mit dem Klimaparameter globaler
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Erdoberflächentemperatur durchlaufen 9 . Erst seit 2,8 Millionen Jahren haben wir eine Phase gegenwärtiger klimatischer Bedingungen mit einer bipolaren Vereisung, die weitgehend durch das Schließen der Straße von Panama verursacht zu sein scheint. Das Holozän vor etwa 11600 Jahren zeigt sogar extreme Klimaschwankungen während einer Kaltzeit. Als ein mögliches Szenario gilt das Klimaparodoxon: in der Nordhemisphäre wird es kalt, wenn der warme Golfstrom seine Reichweite nach Norden verkürzt.
Nach gegenwärtiger Auffassung war der einst globale atmosphärische Kohlendioxid-Gehalt hoch 10 . Dann bindet der sich bildende Ozean immer mehr CO2. Auch die sich entwickelnde Biowelt 11 entnimmt durch Photosynthese CO2, Sauerstoff (O) gerät als Abfallprodukt in die Atmosphäre und dort steigt die Konzentration über einen Zeitraum von 2 Milliarden Jahren auf etwa den heutigen Wert an, allerdings sind dabei Schwankungen sowohl von CO2 als auch O sowie der Erdoberflächentemperaturen anzunehmen 12 . Man schätzt die CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit 50 Millionen von Jahren als von 2000 ppm auf heutige Werte unter 500 ppm [= 0,033 %] sinkend.
Eine eindeutige Klärung, welche Rolle das CO2 in dem atmosphärischen Regelsystem y Bild A1 hinsichtlich der Erdoberflächentemperatur einnimmt, wird durch die Komplexität der einzelnen Einflüsse verhindert: überwiegt der sinkende Anteil von Kohlendioxid den der Sonneneinstrahlung 13 , wird weniger zurückgestrahlt? Wieso konnte die Erde sich einst bei hohem CO2-Gehalt insgesamt abkühlen 14 ? Wie konnte es zu den großen abrupten Temperatursteigerungen am Ende des Dryas in Grönland kommen 15 ? Gerade das letzte Jahrhundert lehrt uns, dass die Atmosphäre in weitere Regelkreise wie die der Meere selbst eingebunden ist. 16 Das dargestellte Systemschema CO2 zeigt nur eine Grundstruktur für die Massentransport-Rechnung, kann weder die Triebkräfte noch die einzelnen Energien dazu hinreichend erklären. Immerhin gelingt es, die Sensitivitäten und die Datenlücken in einem Systemmodell zu studieren und Betrachtungen darüber anzustellen.
Derzeit wird versucht, das Vergangenheitsklima erdgeschichtlicher Früh-Zeiten der Sauerstoffbildung, des Entstehens von Lebewesen und seiner Lebensbedingungen näher zu erkunden 17 . Die paläoklimatische Forschung bemüht sich, sich Einblick in die Klimaschwankungen auf der Erde zu verschaffen. Dabei zeigen die erforschten Daten-Zeitreihen aus verschiedenen „Klimaarchiven“ zwar einerseits eine hohe Korrelation zueinander, aber andererseits auch eine hohe Variabilität des Klimas in den letzten 10
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Tausend Jahren. Welche Ursachen diese natürlichen Klimaschwankungen haben, ist noch weitgehend ungeklärt. 18 Schon die Rekonstruktion von Temperaturen und Niederschlägen für die letzten 500 Jahre in Mitteleuropa zeigt die Aperiodizität und Nicht-Korrelation der beiden Datenreihen, zur besseren Anschaulichkeit von den temporären Ausschlägen befreit, rechnerisch geglättet, oft noch karikiert durch lokale Extremereignisse, die man einfach unterdrückt. y Bild A2. Die Wechselwirkungen zwischen Aerosol, Wolkenbildung undtröpfchen 19 können so gar nicht dargestellt werden, obwohl sie im Klima hinsichtlich der solaren Einstrahlung 20 , mit dem Niederschlag stark mitwirken.
Das Experiment mit Hypothesen, Szenarien und Modell-Vorstellungen.
Gerade wegen all dieser Fortschritte ist uns heute die Begrenztheit der Erforschbarkeit, des Wissens um komplexe Zusammenhänge in dieser Welt klar, wenn auch einigen Wissenschaftlern mehr als den nicht näher damit Vertrauten. Das ist aber das Geheimnis auch der heutigen Politik-Methodik, sie nutzt das Halbwissen, die Ignoranz. 21 Es wird daher verschiedentlich mit der Evidenz operiert 22 . Immer muss man sich dabei vergegenwärtigen, dass der wissenschaftliche Erkenntnisprozess zwar mit der Formulierung von Hypothesen beginnen kann, dass diese aber erst dadurch, dass sie intersubjektiv nachvollziehbar sind, objektiv werden. Ein einziges stichhaltiges Gegenbeispiel genügt bereits, um eine Hypothese zu Fall zu bringen. Eine Kritik an Hypothesen ist also für einen wirklichen Erkenntnisgewinn unabdingbar. 23 Eine Hypothese muss vor der statistischen Überprüfung formuliert sein, niemals umgekehrt 24 , was gerade bei Klima-Hypothesen der Fall ist: man leitet aus experimentell oder analytisch an Klima-Archiven Daten eine solche ab und „prüft“, ob die Hypothese „stimmt“ oder stimmen kann. Das kann für eine Erklärung nützlich sein, aber ergibt noch keine Hypothese, sondern nur eine Erklärungsmöglichkeit. Sind die Bedingungen, auf denen eine Hypothese aufbaut, nicht erwiesenermaßen real, so sind die Schlussfolgerungen „hypothetisch“; zwangläufig müssen alternative Kausalitätserklärungen zugelassen werden 25 . Die Frage, welche davon die wahrscheinlich „realere“ ist, benötigt zur Antwort einen gesonderten Untersuchungsprozess. Die vernünftiger erscheinende ist dafür allein zu wenig.
Jeder Wissenschaftler hat eine persönliche Entscheidungswelt, es muss deshalb bei seinen Veröffentlichungen sauber und eindeutig zwischen Tatsachenbeschreibung und Stellungnahme, Meinung unterschieden werden können, damit das verbleibende Risiko der
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Wahrheitsunähnlichkeit herausgefunden werden kann. Zeichnet sich die Möglichkeit eines eigenen Irrtums ab, so sollte er bereit sein, das zuzugeben, wenn es auch schwerfallen kann.
Die kritische Diskussion ist Grundpfeiler der Bewährungs-Rationalität 26 , besonders dann, wenn die vergangenheitsbezogene Erfahrung kein Pate ist und Vermutungen sowie Denkspiele das Experimentierfeld eines „Experten“ sind. Zunächst gilt das Sprichwort nach Horaz:
Sapere aude [wage es, den eigenen Verstand zu bedienen, Epist. I.2,40] Aber das genügt nicht:
Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein. 27
Typisch für Gedankenspiele sind Konjunktiv- und „Wenn-Dann-Sätze“, die Konditionen gedanklich formulieren, aber nicht (unbedingt) die Wirklichkeit selbst abbilden 28 oder abbilden müssen.
Fortschritte in der Modellierung der Klimaänderung ermöglichen beste Schätzungen und die Angabe von wahrscheinlichen Unsicherheitsbereichen für die projizierte Erwärmung für verschiedene Emissionsszenarien. 29
Eine Schätzung ist aber so gut wie ihre Datenbasis und danach zu beurteilen, ob sie vereinfacht nur auf Denkmöglichkeiten abhebt 30 und die Datenbasis lediglich ein Denkstart zu Möglichkeiten, Szenarien ist.
In der menschlichen Kommunikation wird die Eigenschaft typisch häufig vergeben. Da sie meist im Zusammenhang mit Geschehensabläufen steht, erlaubt diese Eigenschaftsbelegung einen einfachen Rückschluss auf den nach der jeweiligen „Lebenserfahrung“ 31 erwartbaren Ablauf, aber aus ihr kann kein Beweis abgeleitet werden, dass der Verfahrensablauf so war, immer und ausschließlich so sein wird. Bei Sachverhalten soll diese Eigenschaftsvergabe insbesondere ausdrücken, dass sie „charakteristisch“ ist, anderes - wenn überhaupt - nur gedanklich vorstellbar ist. Idealtypisch ist etwas, was durch Setzung, z.B. durch eine Kommission festgelegt oder nach mathematischer Ableitung idealisiert und eben nur so „typisch“ ist. In der Wirklichkeit gibt es jedoch solch „reinen“ Fälle nicht, so gibt es z.B. einen Varianten-Baum 32 mit einer „typisch gleichen Grundstruktur“ oder ein „idealisiertes“ oder vereinfachtes System-Bild, wobei man sich der Bedingtheit bewusst sein sollte. Darauf
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gründet sich letztlich auch die Klassifikation in der Klima-Diskussion, soweit sie gewissen Datenerfassungs-Grundsätzen entspricht und statistisch sicher ableitbar ist.
N Im Wissenschaftlichen ist eine absolute Verallgemeinerung durch die Falsifierbarkeit eingeschränkt, d.h. eine Widerlegung muss als möglich hingenommen werden. N In der empirischen Wissenschaft ist die Übereinstimmung mit der erfahrbaren Realität z.B. aus Häufigkeitsverteilungen vergleichbarer Fälle als Wahrscheinlichkeits- Schätzbasisnachzuweisen (Verifizierung), was keine allgemeingültige Aussage ergibt 33 .
Für eine Typisierbarkeit von Geschehensabläufen sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen:
Die Einteilung von Gefahren oder Fehlbeurteilungen von Datenkollektiven findet normalerweise nach strengen Regeln und nicht nur in einem ausgewählten Kreis statt. Bei dem Papier des Weltklimarates, dem IPCC erfolgt die Einteilung in Wahrscheinlichkeitsklassen auf der Basis von Beurteilungen von geladenen Experten und nicht unabhängig und öffentlich nachweisbar statt, sie wird also von einem ausgewählten Kreis oder einer „Kommission“ gesetzt. Eine nachgeordnete Diskussion in der Öffentlichkeit gehört hier nicht zur Prozedur der Erkenntnis eines Standes der Wissenschaft. In den empirischen Wissenschaften gehört das Aufzeigen von Widersprüchen oder Ungereimtheiten zur Grundlage kritischen Überprüfens 34 . Das Nichtvorliegen einer Tatsache (Negativ-Beweis) muss nachgewiesen, jedoch mindestens plausibel und unabweisbar gemacht werden.
In der Sicherheits- und Risikolehre 35 kann man sich - nach der Wahrscheinlichkeit ordnendhier im Vergleich zur IPCC-Klassifikation - an folgende Stufung anlehnen:
In der Bestimmung der Quantifizierung von Merkmal, Sachverhalt und Wissenschaftsbasis liegt die Unsicherheit. Im qualitativen Urteil Klimabild ist nicht die Wahrscheinlichkeit maßgebend, sondern die sachlich gerechtfertigte Zuordbarkeit und -ordnung - insbesondere dann, wenn die Datenquellen 37 zu einer konkreten Vermutung oder Bewertung nicht hinreichen. Deshalb muss man sich zunächst klar über den Diskussions-Standort werden. Scheinbare Zusammenhänge sind keine sauberen „Beweise“ 38 . Wenn man solche Zusammenhänge zu erkennen glaubt, kann man vereinfachte Modelle, z.B. aus dem halbempirisch-quantifizierten Global-Kohlenstoffkreislauf 39 entwickeln, die mit den letzten Daten der CO2-Konzentration in der Atmosphäre übereinstimmen müssen, um überhaupt als „richtig“ akzeptiert werden zu können. Die absolute Richtigkeit ist dabei von geringerer Bedeutung als die mögliche Einsicht in das reale Geschehen und das notwendige Handeln der Menschheit insgesamt, um eine „Katastrophe“ abzuwenden. Es ist dann auch weniger wichtig, wie „genau“ und schnell die kontinuierlich wachsende Einspeisung von „zu hoher“ CO2-Emission durch das träge reagierende Kreislauf-System beantwortet wird 40 oder ob man die Gesamt-Emission unseres fossilen C-Vorrates nur als vorübergehende Störung eines erdgeschichtlichen Vorganges betrachtet. Je weiter weg man vom großen Rahmen des Welt- und Erden-Geschehens ist, desto risikoreicher sind die Denkweisen, das sich Begnügen mit dem bloßen Anschein.
Die Anspruchsvernichtung, das Aushebeln der Berechtigung des Anscheinsbeweises hat allerdings (im juristischen Sinne) der Widersprechende dann zu beweisen, wenn mehr für als gegen die dort benutzten Annahmen spricht. Die Suche nach Indikatoren für eine andersartige Verursachung bzw. ein diesbezügliches Ermitteln ist dann das erste Erfordernis. Wenn die richtige Diagnose des globalen Klimas nicht eindeutig und wissenschaftlich gesichert zu sein scheint - sei es nun eine Unklarheit in Symptom-Zuordnungen oder in der Physik-Chemie der Atmosphäre infolge mangelhafter Probenahme- und Analysetechnik und Diagnostik-Kunst, dann kann diese Basis dennoch für eine „sichere“ empirische Typologie 41 kraft (heute) fachkompetenten Schlusses genommen werden. Es ist dann ein pragmatischer Arbeitsansatz. Damit existiert allerdings weiterhin einerseits eine Abhängigkeit vom jeweiligen wissenschaftlichen und fortschreitenden Erkenntnisstand, von der Ermittlungsintensität und andererseits eine von der Beurteilungs- und Bewertungsqualität vom Gutachter 42 . Selbst
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in sogenannten Kreuzgutachten fehlt zuweilen Objektivität und eine umfassende Kenntnis. Unverständlich und auffallend vertrauenszerstörend ist, wenn in einem „neutralen“ Gremium IPCC-Gutachter ihre eigenen Forschungsergebnisse „bewerten“ 43 , wissenschaftliche Kritiken abgewertet, unterdrückt werden. Beim brainstorming, der Ideenfindung oder der Erörterung von Problem-Analysen sind in der Wirtschaft Killerphrasen oder Autoritätsdruck strikt untersagt. Argumente sollen den Fortschritt fördern und nicht gehemmt werden.
Die Naturwissenschaft fußt auf Naturgesetzen, die durch ihre Wirklichkeit ständig bewiesen werden. Die exakten Naturwissenschaften machen nur Aussagen, die durch Experimente im Prinzip jeder Zeit und an jedem Ort falsifiziert werden können. Wirkungen wie Waldsterben oder Aussterben von Arten aus der Lebenswelt führen auf Vermutungen über die Ursachen, die Wissenschaft streitet über die „wahren“ Ursachen 44 . Da diese zum Bereich teilempirischer „Wissenschaft“ gehören, müssen die möglichen eindeutig ermittelt werden. Wenn ein Sachverhalt jedoch nicht mit Sicherheit, d.h. mit Gewissheit oder der Wahrscheinlichkeit eins erklärt werden kann, existiert ein Risiko. Der Handelnde, also auch der Politiker ist dann für das bestehende Risiko erklärungspflichtig und hat die Gefahr einer Falschdeutung oderabschätzung bekannt zu geben. Von der Politik gesendete Schlüsselsignale beeinflussen die Risikowahrnehmung des gemeinen Volkes, ja erniedrigt das Vertrauen in solche Wissenschaftler, die wider die regierungsamtliche Thesen-Strömung sind 45 . Naturwissenschaftlich-technische Unsicherheiten der Experten-Prognosen sind scharf von Bewertungsunsicherheiten aus persönlichen Ansichten zu trennen. Gerade das Vermengen von Wissenschaft und Politik bedeutet Unheil, besonders, wenn das Vermögen des Menschen zum Präventionserfolg fragwürdig ist. Eine korrekte Planung von Präventionen, z.B. gegen den (schädlichen) Klimawandel, ist auf der Grundlage von Ungewissheiten praktisch nicht möglich.
Stand der Wissenschaft, Genese und wahre Realität.
Der Stand des Wissens spiegelt sich beim Problem über den wahrscheinlichsten zukünftigen Zustand des Erdklimas in der Spannweite von Simulationen, die auf einer Auswahl relevanter statistischer Größen beruhen, wieder 46 . Die Menschen schätzen den Stand des wissenschaftlichen Wissens nicht objektiv, sondern nach ihrem Erscheinungsbild, womöglich über Medien produziert, ein. Das wird an der Komplexität eines Problems, so das des zukünftigen Klimas überdeutlich. Die Vielzahl von wechselwirkenden Prozess-Systemen
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verhindert da eine schlüssige und deduktive Ableitung, zumal gleichzeitig die physikalischmathematische Grundlage und die Voraussage über die sich entwickelnden Emissionen unsicher sind. Der Stand der Wissenschaft darf daher als unbestimmter Rechtsbegriff keinesfalls überstrapaziert werden, denn die Überprüfbarkeit auf Richtigkeit und die Zweifelsfreiheit gehört zu deren bevorzugten Grundlagen eines Rechtsstaates, sei es für den
Ausschluss möglicher Gefahr bei der Errichtung von Anlagen oder zur Konkretisierung bestmöglicher Abwehr bei möglicherweise bestehenden Risiken, was die Beurteilung von Risiken nach dem Stand von Wissenschaft und Technik einschließt 47 . Einerseits soll sich jeder zur Wahrheit und Richtigkeit äußern dürfen, auch irrig, nicht aber unwahrhaft, also lügenhaft 48 , andererseits hat der Staat den Stand der Wissenschaft zu beachten, den weder ein einzelner noch eine Gruppe bestimmt 49 , und genau herauszufinden, was notwendig, was zwingend nötig und als Bürde des Bürgers zumutbar ist. Die Medien verbreiten - in oft nicht erkennbarer Absicht - manchmal einzelne Ansichten von Wissenschaftlern 50 , ohne dass vorher die Qualität geprüft oder über sie eingehend recherchiert wurde.
Gefolgerte Daten aus Meß- und Beobachtungsdaten (in den „Klimawissenschaften“) leiden oft daran, dass sie weder detailliert nachvollzogen noch wiederholt werden können, weil vielfach schon die Randbedingungen andere sind. Im Fall der politisch bedingten Reduktion der Emissionen aus dem industriellen Dreieck DDR-Tschechei-Polen des Zeitraumes 1985 bis 1989 im Vergleich zu 1996 bis 1999 glaubt man durch Satelliten-Messungen nachweisen zu können, dass es einen indirekten Aerosol-Effekt, der den anthropogenen bremst, gibt 51 . Den hatte man vermutet, aber „beweisen“ konnte man das nicht. Um zu wirklich tragbaren Lösungen zu gelangen, darf man höchstens - und nur nach dem jeweiligen Stand des Wissens - zu (berechtigten) Vermutungen als Arbeitsbasis übergehen, deren exakter Wahrheitsbeweis zwar noch aussteht, - und leitet von da zu Annahmen oder Szenarien über. Die schrittweise Problemlösungs-Methodik kann dann rekursiv/induktiv sein; wenn etwas fehlerhaft ist, geht man bis zum Fehler zurück.
Szenarien dienen auch bei der Kontrolle des vermutlichen Erfolgs klimarelevanter politischer Maßnahmen wie z.B. der Kohlendioxid-Emissionsverminderung, aber sie leiden von vornherein an dem Einbau erheblicher Unsicherheiten in der Kausalkette Spurengas CO2 - Erwärmungsstop des globalen Klimas - Prävention der Menschheit vor nachteiligen Folgen.
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An erster Stelle der Unsicherheiten steht die Frage der realen Umsetzbarkeit politischer Zielsetzungen und gesetzlicher Maßnahmen im sogenannten freien Wirtschaftsbereich. Da bereits im Umweltbereich der Erfolg des Beschränkens von Schadstoff-Emissionen in die Atmosphäre sich bei den statistischen Ergebnissen nicht mit den Zielvorgaben deckt 52 , ist hier äußerste Vorsicht bei der Wahl der Annahmen und Realisiermöglichkeiten geboten. Man kommt nicht umhin, die Effektivität des politischen Regimes, der technisch-wirtschaftlichen Machbarkeiten bei gewissen Randbedingungen als Erfahrungswerte einzuführen. Eine durchgreifende Änderung des Technologie-Standards erfolgt nicht sogleich, unabhängig von dem Problem der Investitions- und Infrastruktur-Kosten. Illusionen sind äußerst gefährlich, aber in der Politik für die verantwortlichen „Macher“ meist folgenlos.
Es ist ohne weiteres einzusehen, dass „feasibility studies“ in diesem komplexen internationalen Bereich zwar anfertigbar sind, aber mit den Unberechenbarkeiten politischer Vereinbarungen, vornehmlich in mehrheitlich regierten „Demokratien“ kalkulieren müssen. Schon die Notwendigkeit bestimmter - vielleicht unerlässlicher Maßnahmen - kann umstritten sein. Da nützt auch das Befragen von Experten - eine Methodik des Herausfindens von Umsetzbarkeiten politischer Vorgaben - nichts. Bereits das Berufen von Experten auf internationaler Basis bereitet Schwierigkeiten: welche Grundforderung an vorhandenes Wissen, an Kapazität, an Bereitschaft zum Konsens, an Objektivität, Willigkeit zum Begehen neuer Gedankenwege usw. muss denn mindestens gestellt werden?
Wie schon bei den Klima-System-Modellen weicht die Politik dann zu Szenarien und Simulationen aus, die jedoch die Frage des Kosten-Nutzen-Effektes, des Ansatzes vom Stand der Technik und Wirtschaft und den bisherigen statistischen Daten des Problems ebenfalls beinhalten müssen. Da kann man eigentlich nur misstrauisch werden, denn die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Ökonomie, Technologie, Politologie usw. haben unterschiedliche Methodiken und sind in Erfolgs-Referenzen unterschiedlich zu graduieren. Als Hauptunsicherheit bleibt ohnehin der Zweifel
Allein die Waldrodung, der Ackerbau 53 und letztlich die industrielle Entwicklung verschob sich in den letzten 1200 Jahren auf Land wesentlich, ebenso die andersartigen Eingriffe in die
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Natur. Vom Jahr 800 bis 1700 wurden ca. 5 Millionen km² von natürlicher Vegetation in die agrikulturelle Nutzung überführt - und das hält an, zumal die Biomasse als Energieträger deklariert wird. Der Energiehunger, die menschliche Bevölkerung nimmt in dieser Zeit fast unvorstellbar zu, ja das Ziel von medizinisch verbessertem Wohlergehen und von Wohlstand schlechthin innerhalb unserer Zivilisation erdrückt schon dem Augenschein nach jeden massiven Angriff auf diese nachteilige Entwicklung.
Auch diese Fakten müssen in die Betrachtung über den Erfolg klimarelevanter Maßnahmen einbezogen werden, wenn sie das System auch nicht nur komplexer, sondern auch undurchschaubarer machen.
Motive für das Erforschen des Zustandes von Klima und Energie
Die Veränderung der statistischen Größe Klima 54 , also der Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, wird (heute) fortlaufend nach einheitlichen Kriterien „gemessen“ und daraus eine Aussage für eine wahrscheinliche Klimaentwicklung gemacht 55 . In Erweiterung davon versucht man, für weiter zurückliegende Zeiten ebenfalls Klima-Größen, ja sogar solche für den Erdglobus zu ermitteln - und man schaut in die vorhandenen „Klimaarchive“, wobei die Exaktheit der Daten nur als eine bedingte bezeichnet werden kann, weil die Arbeit zwar nach dem jeweiligen Stand wissenschaftlich vorgeht, aber mit mehr oder weniger großen Unsicherheiten behaftet ist. Oft fehlt sogar eine Abschätzung der Fehlergrößen. Beliebt ist der Ausdruck „globale Temperatur“, worunter man offensichtlich meint, die Erdoberfläche könnte durch eine für das Global-Klima repräsentative Größe dargestellt werden und man könnte, wenn auch nicht einfach, statistisch aus den vielen Einzel-Messdaten einen aussagefähigen „Mittelwert“ bilden, wobei natürlich gleiche zeitrelevante Bezugsgrößen einzuhalten sind. Dabei weiß der Eingeweihte, dass das „Klima-System“ sich dynamisch veränderlich verhält und es regional große Unterschiede zueinander geben kann 56 . Der globale Temperatur-Trend ist also, trotz aller Ausgleichs- und Regressions-Rechnungen, höchstens ein Indiz, das erst näher interpretiert werden muss. 57
Der einzelne Mensch nimmt das Klima als Gesamtheit der auf ihn wirkenden Einflüsse aus der Atmosphäre höchstens subjektiv wahr und bewertet, dramatisiert diesen Umwelteinfluss mehr oder weniger. Eine Störung der ihn umgebenden Lufttemperatur jenseits der als
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angenehm empfundenen Größe ist für ihn zugleich eine Störung seines Wohlstandes, anders als bei einem Menschen, der den Umwelteinflüssen noch unmittelbar ausgesetzt ist. Deutlicher kommt dem Menschen im Wohlstandmilieu zu Bewusstsein, wenn seine Verfügbarkeit von Energie kleiner, die Energie an sich knapper wird, er für sie mehr bezahlen muss. Diese Abhängigkeit empfindet er als bedrückend, insbesondere, wenn er das unmittelbar an seinem Mobilitätsvermögen oder an seinen Möglichkeiten für die Heizwärme zu spüren bekommt.
Der Energiebedarf einer frühen (vorindustriellen) Stadt wird auf 10 bis 30 W/m² bebaute Fläche geschätzt. Einst musste man bis zum 150fachen der Fläche der Stadt Holz in den Wäldern holen, weil man Bauholz oder Brennholz für eine gewerbliche Anlage benötigte. Im Jahr 1810 verschlang die amerikanische Eisenherstellung 2,5 Tausend km² Wald, ein Jahrhundert später bereits 170 Tausend km²! 58 Die Industrialisierung und die Mechanisierung auf allen Ebenen menschlicher Tätigkeit erhöhen dann den Bedarf weiter erheblich. Überschläglich kann man kann davon ausgehen, dass ein Nordamerikaner das ganze Jahr 2005 durchschnittlich über 10,5 kW verbraucht, ein Bewohner Deutschlands etwa 5 kW, ein Chinese derzeit noch 1,2 kW 59 und ein Inder gar nur 0,5 kW. Die technisch erzeugte Energie muss diesen Bedarf decken, die industrielle Produktion muss am Laufen gehalten werden.
Die einzelnen vorhandenen Energieträger sind an der Deckung des Gesamtbedarfs unterschiedlich beteiligt, allen voran seit 150 Jahren das fossile Erdöl 60 . Dabei erzeugt jedes Verbrennen von fossilen Energien Kohlendioxid, nach 1940 mit exponentiellem Anstieg, was zum großen Teil in den CO2-Kreislauf unserer Erde hineingeht. Man kann das an der CO2-Konzentration in der Atmosphäre feststellen. Wegen der unaufhaltsamen Bevölkerungsvermehrung kann man auch die zukünftige spezifische Erhöhung abschätzen: bei einer zukünftigen Weltbevölkerung von 8 Mrd. Menschen erreichen wir eine momentane Konzentration > 400 ppmv. Jetzt kann man, wenn man annimmt, dass damit eine globale und wirksame Temperaturerhöhung einhergeht, die nachteiligen Folgen erahnen. 61 Derzeit sind daran die Länder auf unserer Erde unterschiedlich beteiligt: an erster Stelle USA, dann China, Russische Föderation, Indien, Japan usw. Eine andere Reihenfolge 62 hat die pro Kopf-Emission.
Eine Folge des sich ständig erhöhenden Energiebedarfs 63 ist ohne Zweifel, dass dieser eines Tages aus den Vorräten der Erde nicht mehr gedeckt werden kann. Die dynamische
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Reichweite, in die sowohl der spezifische Energiebedarf pro gewonnene Energieeinheit als auch die Förderkapazität funktionell eingehen, ist nach heutigem Wissen relativ eng begrenzt, wenn auch unterschiedlich für die einzelnen Energieträger. Derzeit rechnet man kein Jahrhundert mehr als nutzbare Übergangszeit zu einer neuen Energiequelle. Selbst die Speisung für Kernkraftwerke könnte in dieser Zeit zu Ende gehen. Für Kohle, deren Vorräte noch am weitesten reichen sollen, sinkt die energiewirtschaftliche Kohleförderung erheblich, wenn in wenigen Jahrzehnten auf minderwertige Kohle umgestiegen 64 werden muss und der Zeitpunkt sich nähert, an dem 1 kg geförderte Kohle an Energie 1 kg Kohle zur Gewinnung benötigt.
Die sogenannten „erneuerbaren“ Energien, d.h. solche, die (angeblich) nie zu Ende gehen, können den spezifischen Großbedarf allein wegen fehlender sicherer Kapazität und ihrer derzeit noch desolaten Sammel-Infrastruktur nicht ersetzen. Die Wind-Generatoren enden der Größenordnung nach bei je Anlage 5 MW installierter Leistung. Die technischen Probleme 65 warten noch auf Lösung, so z.B. von solchen ohne Getriebe in der Art von Synchron-Generatoren. Die installierte Leistung deutscher Windenergieparks soll bis 2020 auf 50 GW steigen 66 . 2009 soll der geplante Offshore-Windpark, Nord E.on1 bei 400 MW (Starkwind) 67 ans Netz gehen. Die Einzel-Anlagen müssen über Netze nicht nur verbunden, sondern die Hochspannungsnetze müssen entscheidend verbessert werden. Derzeit müssen Windenergieanlagen müssen verschiedentlich abgestellt werden, da die Aufnahme-Netzkapazitäten nicht ausreichen. Durch den Ausbau einer Hochspannungs-Gleichstromübertragung versucht man dem zu begegnen, da die Drehstrom-Seekabel im Nordsee-Park dies technisch nicht gewährleisten. Darüber hinaus muss das europäische Verbundnetz intelligenter werden, um die schwankenden Stromflüsse vor allem von den unsteten Energiequellen Wind und Sonne auszugleichen, so muss der Betrieb über Rechner je nach Erzeuger- und Verbraucherort automatisch gesteuert werden 68 , um ständig insbesondere kontinuierliche Großabnehmer in Größen von GW-Anschlußwert sicher versorgen zu können. Deswegen bedarf es einer strengen und realisierbaren Koordination zwischen den einzelnen Strom-Eigentümern 69 , erfahrungsgemäß keine gute Voraussetzung für einen gemeinsamen Erfolg.
Mit den Solar-Kraftwerken 70 ist es ähnlich, sie haben andere Risiken-Kriterien. Auch hier gibt es Schwankungen je nach Tageszeit und Wetter. Die Solar-Kraftwerke benötigen nicht nur sehr große Flächen - bei niedriger Effizienz, ständiger Wartung, elektronisch gesteuerter
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Speicherung und Zusammenschaltung. Sie sind nicht problemfrei; ihre
Ausfallwahrscheinlichkeit und Gebrauchsdauer entspricht nicht den Erwartungen früherer Sekundärenergie-Verbraucher. Die Entwicklung der ausgleichenden und langfristig sicheren Speichertechniken ist noch nicht ausgereift, z.B. das der Batterien. Derzeit kann eine 6 MW Anlage 10 Stunden genügend Strom liefern.. Kurzzeitspeicher auf supraleitender magnetischer Speicherbasis endet bei 1,4 MW Leistung. Alle Speichertechnologien sollen insgesamt dazu beitragen, die Anzahl der kostenintensiven Schattenkraftwerke zu reduzieren, die notwendig sind, um die unregelmäßige Energielieferung von Windkraft und Solarenergie auszugleichen. Aber die Kosten müssen erst sinken. 71
Geraten wir da vielleicht in einen mindestens vorübergehenden Energie-Notstand?
Die Energie ist die Grundlage für gesellschaftliche Entwicklung und Wohlstand. Daher ist es menschlich verständlich, wenn man bei solch drohender Gefahr alles unternimmt, diese auszuräumen. Dazu gehört aber erst einmal, den Sachstand objektiv zu ermitteln und geeignete Handlungsperspektiven zu erarbeiten, wobei man allerdings nicht soweit gehen darf, sich als Mensch in seiner eigenen Leistung zu überschätzen oder womöglich etwas an der falschen Stelle im Klimasystem zu ändern im Glauben, das rechte zu tun und auch das gewünschte zu erreichen. Das ist dann eben ein selbst produziertes Risiko.
Diejenigen, die die Millionen Jahre in der Erdgeschichte zurückschauen und die ungeheuren einst waltenden Kräfte extraterrestrischer Natur oder der Vulkane, der Plattentektonik plastisch vor Augen haben, sehen die Relativität der menschlichen Eingriffe und der Irrtümer, wo die „Hockey Stick“-Kurve als Warnbeispiel dienen kann 72 , die vom IPCC 73 1999 übernommen wurde und nachher korrigiert werden musste. Zu Ende des 19. Jahrhunderts war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre noch 13mal kleiner als heute und es wurde trotzdem wärmer! Die Sonne als stärkster Wärme-Motor unserer Erde, der ungeheure Massen an Wasser umtreibt, darf gegenüber der Relativität der Menschen insgesamt nicht übersehen werden 74 . Wenn sämtliche fossilen Vorräte an Energie verbraucht sind, dürften die Erde und sein Atmosphären-Klima in ihre ursprüngliche Entwicklungsstufe zurückkehren. Unser Wissen über die Endlichkeit der Kohlenstoffvorräte in der Erdrinde scheint derzeit noch größer als das über die Funktionsvariabeln im irdischen Klimasystem oder die wirksamen menschlichen Eingriffsmöglichkeiten. Deshalb sollte man überlegen, was man wann
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unternimmt und man sollte verhindern, dass der Energie-Hunger und der Wohlstands-Glaube überhand nimmt und das Klima-Risiko überhöht.
Das Klima als Streit- und Prognose-Objekt.
Vor einem Jahrhundert war es durchaus gängig, im wissenschaftlichen Weltbild von einem Kältetod des Weltalls im Sinne des Strebens der Natur nach einer höchsten sinnvollen Ordnung zu sprechen. Dies war gepaart mit dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und dem Begriff der Entropie (Gleichverteilung von Temperatur = maximale E.), gleichzeitig eine Darstellung der Ordnung. Von selbst kann Wärme nicht von einem Körper niederer auf einen mit höherer Temperatur übergehen, eine offenbar nicht widerlegbare Erfahrung. Mit diesem Satz in Verbindung mit den anderen Hauptsätzen sollte auch im offenen System Atmosphäre „gerechnet“ werden. Als universale Größe kann Energie in Systemen zum Darstellen von Energieflüssen, also auch im universellen dynamischen Klima-System der Erde 75 dienen. Hier liegt ein hochkomplexes Gesamt-System mit zahlreichen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten, zu dem u.a. folgende Teilsysteme gehören, vor:
Eine vollständige Beschreibung des Gesamtsystems ist noch nicht gelungen, selbst die ständig an den wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepassten Computer-Modelle sind dem Vorbehalt der Fehlerhaftigkeit unterworfen 76 . Dennoch wagt der Mensch, einerseits aus den daraus gewonnenen Verlaufsdaten Handlungsanweisungen quasi als Gewissheiten zu entnehmen und andererseits einen nicht unbedeutenden Klima-Einfluss - über seinen unmittelbaren Wirkungskreis hinaus - anzunehmen. Es ist zwar allgemein verständlich, dass
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der Mensch etwas über die Zukunft der ihn umgebenden Welt wissen möchte, obwohl er eigentlich nur das Wetter und nicht das „Klima“ spürt. Vom „Klimawandel“, der als gleitendes Mittel dem Wetterwandel folgt, hat er höchstens eine Ahnung.
Betrachtet man das „Klima“ der Erde seit Urbeginn an: noch vor zwei Milliarden Jahren bestand die Atmosphäre fast ausschließlich aus Wasserdampf und Kohlendioxid 77 . Dennoch kühlte die Erde langsam ab, weil eben H2O (geschätzt: heute am „Treibhauseffekt“ zu etwa 65-95 % beteiligt) wie CO2 (zu 3,6 %; 0, 12 % davon anthropogenen Ursprungs, andere Angaben 3-25 %) die solare/kosmische Strahlung nur selektiv 78 und nicht kontinuierlich absorbieren können; es bleibt ein Strahlungsfenster zum Weltall offen. So konnten sich auch erst nach Abkühlung der Erde die Hominiden vor 10 Millionen Jahren entwickeln 79 . Der Mensch konnte wegen seiner Entwicklungsstufe die Natur erst seit seiner Steinzeit erfahren und jüngst erst durch instrumentelles Erfassen bestimmter Klima-Parameter. Mit einer nicht unbeträchtlichen Spannweite kann er gerade zwei Wochen vorausschauen, obwohl er lokal es sich besser wünscht. Wie hat man nun die globale Temperaturvorhersage über Jahrzehnte wissenschaftlich einzuordnen?
Heute postuliert man einen „natürlichen“ Effekt für die (horizontale und vertikale) Temperaturverteilung, bei dem gewisse Spurengase 80 einen Beitrag leisten; an erster Stelle Wasserdampf mit einer über der Erdkugel heterogen verteilten Massenkonzentration bis zu 4 % mit 62 %, dann Kohlendioxid mit 358 ppm-Konzentration und 22 % 81 . Während der Einfluss des Menschen in punkto Wasserdampf niedrig eingeschätzt wird, wird dem Kohlendioxid in den letzten Jahrhunderten ein zusätzlicher, verstärkender Einfluss 82 zugeschrieben, der jedoch an den grundsätzlichen Masseverhältnissen und an der Atmosphärenmasse nur marginal etwas ändert. Es muss daher ein unbestimmter Energie-Mechanismus wirken, um dies einsehbar zu erklären. Dem Laien versucht man dies an dem Treibhauseffekt zu demonstrieren, den viele aus der Gärtnerei kennen, es wird die eingestrahlte Energie nicht mehr (voll) ins Weltall entlassen.
Die Sonnen-Einstrahlung ist aber nur ein Teil des dynamischen Energie-Gleichgewichtssystems Erde-Atmosphäre und das Spurengas CO2 ist nur ein Molekül, das zwar den Gesetzen der Molekülphysik in Absorption und Emission 83 folgt, aber nur ein Teil solcher „Treibhaus“gase ist. Es ist diffus und wahrscheinlich nicht voll homogen in der Atmosphäre verteilt und bildet keine einem Glasfenster analoge Materialschicht.
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Experimentell kann man mit einem sogenannten Pyrgeometer, das nur eine Strahlung im Nichtwellenbereich der kurzwelligen solaren misst 84 , die Existenz und Variationsbereite vergleichbarer materieller Existenz, sogenannter „Gegenstrahlung“ nachweisen.
Vereinfacht kann der Strahlungshaushalt der Atmosphäre 85 , der andere Energie-Formen auslöst, dargestellt werden y Bild A3. Der Effekt eines „Strahlungsfensters“ lässt sich unmittelbar sinnhaft wahrnehmen: Mit jedem Sonnenaufgang wird der kalte Wüstensand aufgeheizt, um den nächtlichen Wärmeverlust auszugleichen und dann ein Wärmepolster für die kommende Nacht anzulegen. Diese extremen Temperaturschwankungen sind ein handfester Beweis dafür, dass die Erde kein „Treibhaus“ ist. 86 Der Erdboden verhält sich praktisch wie ein Schwarzer Strahler, die atmosphärische Gegenstrahlung wird - bei klarem Himmel - wegen der Lücken im Emissionsspektrum gering 87 . Bei städtischer enger Bebauung bremst die dort gespeicherte Wärme die Wärmeabgabegeschwindigkeit. Da die Erdoberfläche jedoch hauptsächlich aus Wasseroberflächen besteht, gilt obiger Ansatz nur prinzipiell.
Wenn man von einer CO2-Hintergrundkonzentration spricht, also einer, die die lokalen CO2-Quellorte ausblendet, und diese für vergangene Zeiten besonders an der in Eisbohrkernen eingeschlossenen Luft zu erkennen glaubt 88 und weiter damit die unheilvollen Aktivitäten des modernen Menschen, dann übersieht man die Annahme gleichbleibender Repräsentativität zum Global-Klima der Lage nach. Diese ist allerdings für eine zeitgerechte Wiedergabe einstiger wahrer Verhältnisse nicht unstrittig und jeweils abhängig von Messung, der Qualitätskontrolle davon - und von den Beurteilungen 89 . Eine gemessene Größe 90 stellt ein Maß für ein Merkmal, eine Eigenschaft usw. dar. Sie muss nicht nur verlässlich, woran es zu mangeln scheint 91 , sondern auch zutreffend sein. Die Größen CO2-Konzentration und „globale“ Mitteltemperatur sollen solche Größen sein. Um Funktionen daraus herzuleiten, werden sie über ihre Zeitabhängigkeit miteinander verknüpft. Dann muß man fragen z.B. nach dem Bedingungsgefüge zwischen beiden. Manche Wissenschaftler gehen bei der Lösung dieser Aufgabe so vor, dass man - weil man die Funktionen und Gleichungs-Systeme nicht kennt - aus den Daten-Zeitreihen eine „plausbile“ Erklärung heraussucht, dass man danach eine Hypothese aufstellt und eine Korrelation zwischen beiden Variabeln erwartet, vielleicht sogar einen realistischen und plausiblen Zusammenhang, mindestens der Richtung nach, obwohl man weiß, dass im strengen wissenschaftstheoretischen Sinne die Kausalität zueinander mindestens hier zwischen beiden im engeren Sinne oder zu einer dritten nicht
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beweisbar ist. Deshalb treten Experten-Interpretationen an diese Stelle; es wird an die allgemeine Plausibilität appelliert.
Manchmal allerdings fehlen bereits die Voraussetzungen für ein Errechnen eines einleuchtenden Korrelationskoeffizienten, wie gesicherte Messdaten-Zeitreihen und eine Linearität der Funktionsabhängigkeiten, weil Intervall-Extreme, Einflüsse von dritter Größe u.a. vorliegen und letztlich die notwendige Signifikanzbedingung nicht erfüllt ist 92 . Es ist bekannt, dass es eine für die Eindeutigkeit hinreichende Kenntnis der anthropogenen Quellen von sogenannten schädlichen atmosphärischen Gasen der Lage und Funktion nicht gibt, es fehlen z.B. die notwendigen (kontinuierlichen) Mess-Stationen, die
Quantifizierungsgrundlagen. Dazu muss eine Strategie geplant und installiert werden, die z.B. die CO2-Tranporte mit den Winden „misst“ 93 . Hier steht man am Anfang gründlicher Erforschung, jetzt arbeitet man mit einfachsten Modell-Vorstellungen.
Der jetzigen retrospektiven Ex-post-facto-Forschung klimatischer Daten scheint es an Validität 94 zu mangeln. Außerdem stehen Alternativ-Hypothesen im Raum, die auch für sich beanspruchen, „berechtigt“ zu sein. Aber erst sicher nachgewiesene Korrelationen ausreichender Größe erlauben Klima-Vorhersagen. Ob der gegenwärtige Wissensstand bereits eine zuverlässige Basis für Vorhersagen ist? Kein Klimamodell kann die Zukunft voraussagen. Es gibt nur Szenarien unter bestimmten Annahmen 95 . Für das Modell beschränkt man sich auf bekannte (und zuverlässige) Einflussgrößen. Es wird schrittweise verbessert, wenn sich z.B. herausstellt, dass eine bislang nicht beachtete Größe wider Erwarten doch einen entscheidenden Einfluss haben kann 96 .
Wir leben in einem Zustand grober Orientierung. Da ist wichtig, dass man global-skalige Veränderungen betrachtet und diese nicht aus regionalen hochrechnet. In jedem Fall muss das Welt-Klimamodell zu jedem Zeitpunkt in einem offenen und nachprüfbaren Verfahren allgemein wissenschaftlich akzeptiert und in seinen Aussage-Risiken bekannt gemacht sein 97 . Allein die Vollständigkeit aller Messdaten-Sammlungen und ihre Durchsicht sind derzeit noch nicht vollends erreicht, sie ist eine besonders heikle Mission.
Die politischen Motive gründen sich manchmal auf denen, was will man erreichen, wofür fördert man bestimmte technische Entwicklungen, gibt Handlungsweisen vor. Typisch ist das Ziel einer CO2-Minderung aus der Verbrennung von fossilen Kohlenstoffen in der Art der
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Emissions-Verhinderung, in der Speicherung von CO2 in der obersten Schicht der Erde, in geeigneten geologischen Formationen. Aber der Forschungsstand hier gewährleistet noch keine sichere Zukunftsschau, man spricht von Möglichkeiten. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Machbarkeit kann die Sequestrierung ein sinnvoller
Weg zum Abbau der Kohlendioxidemissionen sein, auch wenn die mit der Technologie verbunden finanziellen Belastungen hoch sind. In der nächsten Dekade sollen in Mitteleuropa zehn bis zwölf solcher Kraftwerke gebaut werden. 98 Aber: rund ein Drittel der in solch neuen Kraftwerksprozessen benötigten Energie wird für die Abscheidung und Einspeicherung des Gases benötigt, man investiert Energie in eine Umgehungs-Strategie. Das schreit geradezu nach kritischer Durchsicht und zum Nachdenken.
Beispielhafte Kurvenverläufe von ausgewählten Daten.
Die Messtechnik erlaubt im allgemeinen Fall nur eine Größe zu messen, die man genau in eine Bezugs-Skala einbetten können muss. An erster Stelle steht die Temperatur, weshalb man auch diese Größe aus anderen „gemessenen“ Größen aus paläoklimatischen Datenarchiven gern gerne benutzt, auch wenn sie dort unterschiedlich mit Unsicherheiten versehen sind. Außerdem ist die Temperatur allein nur ein Klima-Parameter.
Bekannt ist, dass regional und für Mitteleuropa historische Temperatur-Daten über die letzten Jahrhunderte gesammelt und ausgewertet sind und diese durchaus hierfür einen qualitativen Eindruck vermitteln, was man von den global „hochgerechneten“ Temperaturen nicht sagen kann, die von vornherein wegen der ungeheuren Meßstationslücken „unsicherer“ zu sein scheinen. Wenn man dann, z.B. für die letzten 150 Jahre einen Durchschnittswert postuliert und davon die Abweichungen darstellt, bekommt man einen Temperatur-Anstiegs-Charakter, bildhaft am geglätteten 10-Jahres-Mittelwert. y Bild A4. Man kommt aber nicht umhin, sowohl den realen Vertrauensbereich als auch den wahrscheinlichen Verlauf zu schätzen. Noch unsicherer wird der Kurvenverlauf, wenn man in die Beurteilung die Proxydaten für 1000 Jahre einbezieht. Aber man erhält den „Beleg“ dafür, dass es in der Nordhemisphäre nicht nur früher „kälter“ war, sondern dass ein gefährlicher Anstieg zu erwarten ist und dabei von „sicheren“ Messdaten. y Bild A5. Diesem Beispiel lässt sich gegenüberstellen eine Sammlung von Proxy- und instrumentellen Messdaten über die letzten 1300 Jahre - und man sieht die Streuungen je nach Kurven-Verfasser und wohl der Daten-
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Ermittlungsmethode. y Bild A6. Durch die zeitgenauen Emissionen von großen Vulkanausbrüchen, die z.T. monatelang und weltweit zu spüren waren, kann geeicht werden, z.B. von Daten des einen zum anderen Klima-Archivs. Aber auch hier fügt sich das Bild fast nahtlos in die Belege für einen Temperaturanstieg. Der Laie kann dies faktisch nicht nachprüfen, er kann die Verkündung dieser Botschaft plausibel finden und auch nur glauben.
Die Plausibilität dieser Klima-Dramatik kann auch noch erweitert werden, wie die Überlagerung verschiedener Klimadaten lehrt wie z.B. von Solareinstrahlung, Temperatur, Methan- und CO2-Konzentration in der Atmosphäre, wenn auch das Herauslesen aus den Daten eines Eisbohrkerns Unbehagen erzeugt: es fehlt beim Laien das überzeugende Gefühl der Richtigkeit. Was man jedoch ohne großes Nachdenken sieht: es gab in den letzten 400 Jahrtausenden immer Schwankungen mit unterschiedlichen Bandbreiten und damit Auswirkungen, für die Temperatur von 10 K innerhalb von > 100 Jahrtausenden, wobei man allerdings im Eisbohrkern (Antarktis) dann nicht nur die Wiedergabe aus der Atmosphäre, sondern auch die globale Repräsentativität unterstellen muss. Man muss also die regional-und temporärbedingten Abweichungen im Hinterkopf behalten.
Jedenfalls: Die CO2-Konzentration lag hier - anscheinend - immer < 300 ppmv. Und man kann „sehen“, irgendwie laufen die Schwankungen fast parallel, sogar in gewisser Weise zur solaren Aktivität. Da muss es doch einen Zusammenhang geben!? Man kann diese Zeit von vor 100 Jahrtausenden auch mit den Daten aus dem Eisbohrkern-Archiv aus Grönland GISP2 „vergleichen“, wobei die Auflösung für die „kritische“ Zeit eines Sprunges weiter aufgeschlüsselt wird, y Bild A7. Offensichtlich gibt es hier Ursachen, die man eben nicht ohne weiteres einsehen kann, man muss nach vernünftigen und „plausiblen“ Gründen suchen. Aus den Kalzium-Zeitreihen kann man z.B. für die Zeit vor 11,5 kJahren auf eine höhere Aerosol-Konzentration in der Atmosphäre über Grönland schließen, aber warum war das so?
Die abrupten Klimawandel müssen die eiszeitlichen Menschen erschreckt haben, aber sie haben überlebt - trotz regionaler Lebens-Sperren durch Kälte und Schneefall. y Bild A8. Das gilt natürlich auch für die Tier- und Pflanzenwelt. Frappierender Weise kann man solche Sprünge auch an den Messreihen für Isotopenverhältnisse Sauer- und Stickstoff ableiten. In diesem Beispiel dauert der jeweilige Sprung etwa 1 kJahr. y Bild A9. Die generellen Erkenntnisse werden durch die Messungenauigkeiten, Missdeutungen nicht an sich in Frage gestellt, nur der konkrete Schluss, was real sein wird.
Wir heutigen Menschen sind der Auffassung, dass wir Märchenerzählern, Propheten erkennen und ihren Verheißungen entwachsen sind - und dennoch werden uns ständig Zukunftsblicke vorgegaukelt oder sogar Werbeversprechen gegeben. Unter den sich als wissenschaftlich arbeitend ausgebenden ragen die Marktforscher hervor, wobei sie einen Mix vergangener und bei Marktteilnehmern „erforschten“ Daten nutzen. Aber diese Richtungsweiser sind nicht mit Garantien versehen, im Gegenteil, man darf ihnen nur im Rahmen der Irrtumswahrscheinlichkeit trauen. Möglicherweise ist da die Täuschung nicht weit entfernt, aber diese noch nicht strafbar, es sei denn, es wird wie z.B. das Börsengeschehen der Aktien „beeinflusst“. Vorsichtshalber kommen daher Prognosen immer weniger in den Meinungshandel, dafür mehr Modelle mit Szenarien; man kann sich aussuchen, welcher positiven oder mehr pessimistischen Streubreite man mehr zutraut. Das ist sogar bei der Wetterprognose für die nächsten Tage so: das Streuband möglicher Alternativen für Temperatur und Niederschlag wird geliefert und der Nachrichtenempfänger darf wählen. Hier konzediert man heute ohnehin einen Irrtum, man erlebt ihn ja fast jeden Tag.
Die Vorhersage ist das Geschäft weniger Menschen, die meist nicht nach dem wirklichen Eintreffen ihrer Prognosen beurteilt werden. Einer Prognose ist man geneigt zuzustimmen, wenn sie argumentativ nachvollziehbar, mindestens wissenschaftlicher Genauigkeit zu genügen dargestellt wird. Den Trumpf dafür spielt man aus, wenn man Wissenschaftler besonderer Reputation sprechen lässt: es wirkt von vornherein glaubwürdig. Beliebt ist die Begründung mit Verlaufs“gesetzen“, mit Vergangenheitsparametern und der „evidenten“ Trendableitung. Manchmal benutzt man Szenarien, in denen man einige - aber keineswegs alle Einflüsse - variiert und zeigt, wo es hingehen soll. Würde man streng und unerbittlich „prüfen“, würde das Vorhersage-Geschäft wohl nicht selten ein Verlustgeschäft.
In der Praxis der Prognose trifft man häufig Abschätzungen, die „ermittelten“ Daten-Zeitreihen und „Erfahrungen“ entstammen. Liegen nur wenige empirische Daten vor, so ist das analytische Risiko hoch, weil den Daten Meßunsicherheiten anhaften, weil natürliche, aber unbekannte Varianzen in Stoff-Heterogenität und Wechselwirkungen existieren, weil das abgeleitete Modell infolge der Komplexität System-Struktur- und Parameterfehler hat 99 . „Erfolgreiche“ Zukunfts-Vorhersager vereinfachen daher kühn den Komplex und starten mit Anfangsbedingungen des Verlaufs, die sich streng genommen nicht reproduzieren lassen. Bei
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zeitabhängigen Vorgängen wird zur Beschreibung der Kausalkette dann ein einleuchtendes Verhaltensmodell benutzt, dabei aber oft schon das (wirklichkeitsnahe) Übertragungsverhalten vernachlässigend 100 .
Hier setzt dann das Finden von Lösungen über Expertenmeinungen, ggf. sogar über demokratisches Abstimmen in Kommissionen als Mehrheitsmeinung, statt. Wenn jemand anderer Meinung 101 ist - sei es auch aus unvollkommener Information oder nur bedingter „Wissenschaftlichkeit“, so gilt er als Skeptiker, womöglich als Fortschritt-Hemmer. Aber bereits der Philosoph Sextus Empiricus 102 lehrte zur Skepsis, weil eben immer zur endgültigen Wahrheitsfindung Hürden zu überwinden sind:
Skepsis ist die Kunst, auf alle mögliche Weise Erscheinungen und Denkweisen einander entgegenzusetzen…die Unverträglichkeit von Argumenten herauszuarbeiten.
Ohnehin darf das Modell nicht zu komplex werden, denn je mehr man in die Struktur an Einflußgrößen eingibt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass eine der Aussagen nicht zutrifft. Eine der Methoden der Vereinfachungen ist die Regressionsanalyse aus gesicherten Datenreihen, das „Feststellen“ von Korrelationen wie z.B. dem der Sauerstoff-Isotopentrennung in Abhängigkeit von der Temperatur. In Wahrheit gelangt man so aber nur zu Anhaltswerten, man hat ja nur einen Ausschnitt aus dem Gesamtgeschehen.
In der Politik ist es Mode geworden, Experten oder Prognose-Institute um Stellungnahmen zur Energiekrise oder den Klimaschwankungen gegen Entgelt zu befragen und dann das Ergebnis zurecht zu rücken oder zu interpretieren, da oft Wissenschaftler sich auf Kontingenzen, auf Möglichkeiten zurückziehen. Bei der Wettervorhersage weiß man um die Bedingtheit, wenn die für den nächsten Tag vorhergesagten meteorologischen Parameter der Lokalität nicht eintreffen. Das globale Wettermodell benutzt ein um die Erde gespanntes Netz 103 mit den punktuell-lokalen und nach Höhe ermittelten Parametern von Luftdruck, Temperatur, Feuchte und Wind, die über physikalische Gleichungen verknüpft sind. Rechner nutzen die Vergangenheitsdaten und schreiben sie fort. Eine globale Klimaaussage zu früheren Zeiten stützt sich nicht auf solches Netzwerk, es wird transformiert aus Einzeldaten unterschiedlichster Herkunft, darunter solchen aus Eisbohrkernen.
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Dr.-Ing. Adalbert Rabich, 2008, Politik aufgrund von durch Wissenschaft ermittelten Daten, München, GRIN Verlag GmbH
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