Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Religionsphänomenologische Ansätze. 3
2.1 Beispiel: „Die Seele. Einführung in ein religiöses Grundphänomen“ von H.-P.
Hasenfratz 3
2.2 Kritik am Beispiel 4
3 Religionsethnologische Ansätze 5
3.1 Beispiel: „Der Begriff Seele bei den Insulanern von Truk“ von Lothar Käser. 5
3.2 Kritik am Beispiel 5
3.2.1 Seelenbegriff 5
3.2.2 Quellenkritik. 6
3.2.3 Bewertung 6
4 Vergleich der Ansätze 7
4.1 Titel 7
4.2 Erkenntniswert in Bezug auf sozialwissenschaftliche Daten. 7
4.3 Erkenntniswert in Bezug auf Selbstreflexion des Wissenschaftlers 8
5 Zusammenfassung 9
6 Literaturverzeichnis 10
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1 Einleitung
In dieser Hausarbeit möchte ich einen religionsphänomenologischen und einen religionsethnologischen Ansatz zum Begriff Seele in Hinblick auf Methodik und Ergebnisse miteinander vergleichen. Ziele sollen dabei sein, zum einen den breiteren Erkenntniswert des religionsethnologischen Ansatzes herauszuarbeiten und zum anderen zu fragen, inwiefern die Ansätze aktuellen Forderungen nach wertneutralen und kontextgerechteren Begriffen und möglichen Bewusstmachungen von Eurozentrismen genügen. Mit breiterem Erkenntniswert meine ich, einerseits eine größere Menge an Daten über die Bedeutung von Seele bspw. für das alltägliche Leben und andererseits eine reflektiertere Position des Wissenschaftlers in Bezug auf seine Forschung. Die methodischen Überlegungen stehen also im Vordergrund, wohingegen die Ergebnisse, also die Systematik der Seele bei Hasenfratz und der Seelenbegriff bei den Insulanern von Truk bei Käser, mehr oder weniger illustrativen Charakter haben.
Als Beispiel für einen religionsphänomenologischen Ansatz habe ich „Die Seele. Einführung in ein religiöses Grundphänomen“ von H.-P. Hasenfratz gewählt. Das Beispiel für einen religionsethnologischen Ansatz ist die Dissertation „Der Begriff Seele bei den Insulanern von Truk“ von Lothar Käser. Diese Beispiele werde ich zuerst jeweils einzeln behandeln, wobei ich sie zuerst kurz vorstelle und sie dann jeweils Problematiken ihres Ansatzes unterziehe. Darauf folgt ein Vergleich in Bezug auf die oben genannten Ziele und danach abschließend die Zusammenfassung.
Natürlich ist mir bewusst, dass je ein Beispiel für bedeutende Ansätze der Religionswissenschaft nicht völlig repräsentativ sein kann, ich habe mich aber für diese beiden Beispiele entschieden, da sich an ihnen die oben genannten Ziele gut herausarbeiten lassen und sichtbar werden. Weiterhin ist zu sagen, dass ich quantitative Schwerpunkte auf den Ansatz von Käser gelegt habe.
Zur Zitierweise: An manchen Stellen erfolgt keine Quellenangabe. In diesen Fällen stimmt die Quelle mit der des darauffolgenden Zitats überein.
2 Religionsphänomenologische Ansätze
2.1 Beispiel: „Die Seele. Einführung in ein religiöses Grundphänomen“ von
H.-P. Hasenfratz
Hasenfratz will in diesem Buch anhand exemplarischer Texte ein breites Spektrum von Seelenvorstellungen aus verschiedenen Kulturbereichen nach bestimmten Kriterien wie Funktion, Verhältnis und Gestalt zu einer Art Systematik der Seele zusammenfassen. Dabei
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kommt er zu dem Ergebnis das sich bspw. unter dem Kriterium Funktion 6 Typen von Seele finden und zwar „Ichseele“, „Vitalseele“, „Exkursionsseele“, „Außenseele“, „Reinkarnationsseele“ und „Prestigeseele“ (Hasenfratz 1986: 106- 108). Er bestimmt Seele als „diejenige Mächtigkeit, die dem Menschen (...) als Offenbarung physischen und hyperphysischen (...) Lebens widerfährt“ (Hasenfratz 1986: 34-35).
2.2 Kritik am Beispiel
Religionsphänomenologie besteht nach seinem Wegbereiter van der Leeuw aus „drei Schichten (...): 1. Erlebnis, 2. Verstehen, 3. Zeugen“ (van der Leeuw 1933: 635). Hasenfratz streicht hierbei
v.a. folgende Fragen heraus: „Wie erscheint Seele, als was manifestiert sich Seele?“ (Hasenfratz 1986: 35), die er mit seiner oben genannten Einteilung in Kriterien beantwortet. Hieraus hat sich die Hauptkritik ergeben, Religionsphänomenologie „sei lediglich „eine verkappte, privat betriebene Theologie““ aufgrund ihres „Gegensatzes zu sozialwissenschaftlich arbeitenden Disziplinen“ sowie ihrer „mangelnden
Vermittlungsfähigkeit ihrer Entwürfe“ (Hock 2002: 58). Hasenfratz kann sich dieser Kritik nicht verwehren, da er systematisierend an Texten arbeitet und diese nur unzureichend in ihren Kontext einbettet, was ich in diesem Abschnitt weiter unten näher erläutern werde. Weiterhin kennzeichnet Religionsphänomenologie die „Vielfalt der Religionen - die Erscheinungsformen- mit einer letzten Einheit der Religion (...) zusammen zu denken“ (Hock 2002: 58) und das diese Erscheinungsformen „mit ähnlichen Phänomenen zusammengestellt werden“ (Hock 2002: 60). Somit ist die Religionsphänomenologie eine vergleichende Religionswissenschaft. Nach Hock sollte der Vergleich aber v.a. folgende Kriterien erfüllen: „das Besondere oder gar einmalige herausarbeiten, um geschichtliche Entwicklungslinien nachzeichnen zu können“, es „muss das Verglichene im Detail analysiert werden“ und es „ist zu fragen, wie die miteinander verglichenen Elemente in den Gesamtzusammenhang der jeweiligen Religionen eingebaut sind“ (Hock 2002: 72).
Das 1. Kriterium kann Hasenfratz natürlich nicht erfüllen, da er ja gerade das Gegenteil, nämlich eine allgemeine Systematik als Ziel hat, welche sich bspw. in den oben genannten Typen von Religion zeigt. Auch dem 2. Kriterium wird Hasenfratz nicht gerecht, denn entweder bezieht er sich auf kurze historische Texte, wie im 2. Paragraph, deren Kontext er so gut wie gar nicht erläutert oder aber er gibt direkt die Ergebnisse über Seele bei Ugren, Iraniern usw. ohne dabei aber seine methodische Vorgehensweise zu erläutern. Wie dagegen
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Arbeit zitieren:
Christian Johannsmann, 2004, Vergleich religionsphänomenologischer und religionsethnologischer Ansätze zum Begriff Seele, München, GRIN Verlag GmbH
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