Inhaltsverzeichnis
1. Gefährdung der Umwelt und Kultur
1.1 Einführung 3
2. Das Entwicklungsland Peru
2.1 Umweltprobleme 3
2.2 Umweltpolitik 4
3. Kultur und Wirtschaft im Konflikt
3.1 Lebensweise der Machiguenga 5
3.2 Das Camisea Projekt 5
3.3 Gefährdung durch das Camisea Projekt 7
4. Zusammenfassung 7
5. Anhang
5.1 Literaturverzeichnis 8
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1. Umweltprobleme in Entwicklungsländern
1.1 Einführung
Die Umweltprobleme in dem Entwicklungsland Peru bedrohen indigene Kulturen, deren Traditionen und Religion sowie das Tierreich und die Pflanzenwelt.
„ Rund 90% des Artenlebens, der Bodenerosion, der Waldvernichtung und der Wüstenbildung findet in Entwicklungsländern statt.“ ( Muno 2002, S. 45 ) Doch dies sind nicht die vorrangigen Umweltprobleme in der dritten Welt. Bei Klaus Georg Binder werden Ausdünnung der Ozonschicht, Vernichtung der Regenwälder, saurer Regen, Verlust der Bodenfruchtbarkeit, Belastung von Luft und Wasser und die Verkarstung von Bergregionen als Probleme der Umwelt thematisiert. Darüber hinaus erklärt Hauser in seinem Buch die Deserfikation, Bodenerosion, den Waldraubbau, die Brennholzkrise, Verknappung des Wassers und dessen Verschwendung als weitere Problematiken. (1990).
60 % der Bevölkerung haben z. Bsp. in den Entwicklungsländern keinen Zugang zu sauberem
Trinkwasser, was Jahr für Jahr zu vermeidbaren Erkrankungen, Infektionen und sogar zum Tod führen kann. Erschreckend sind die Folgen, die die Umweltprobleme vor allem für die Bevölkerung in der dritten Welt mit sich bringen. In Peru gibt es viele indigene Kulturen, die mit der Natur im Einklang Leben, und noch aus Naturreligionen stammen und diese pflegen. Diese Kulturen sind durch die allgemeinen Umweltbelastungen schon genug gefährdet. Durch die zunehmende Zivilisierung und das Wirtschaftswachstum durch Öl- und Gasfirmen werden sie in einen Zwiespalt zwischen ihrer alten Tradition und Religion und der Zivilisation getrieben. Die Gefährdung von Kultur, Tradition und Religion durch die Umweltprobleme, werden hier wie folgt durch die indigene Kultur Machiguenga in Peru und dem Camisea Erdöl- und Erdgasprojekt aufgezeigt.
2. Das Entwicklungsland Peru
2.1 Umweltproblem
Die indigenen Kulturen leben im Urwald und in den Gebirgen, im Einklang mit der Natur. Diese Kulturen werden durch die Umweltprobleme, die unter anderem durch Bevölkerungswachstum entstehen bedroht.
Zusätzlich tragen Fabriken, Goldminen, Mineralien- und Erzabbau zur Ausbeutung
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natürlicher Ressourcen bei. Aus Kostengründen verzichten die Produktionsbetriebe jedoch auf ein umweltbewusstes Produzieren.
„ Die Reduzierung der Rolle des Staates, besonders im sozialen Bereich, führt zu mehr Armut, was letztlich mehr Umweltzerstörung bewirkt (...) die städtischen Armen erhöhen durch Abfälle in den Ballungszentren die Umweltverschmutzung “ . Doch dem ist nicht genug, hinzu kommt das Camisea Projekt das sich in einer der wichtigsten Ökosysteme eindringt, und dort seltene Arten von Kultur , Tieren und Pflanzen bedroht.
2.2 Umweltpolitik
In Peru gibt es kein Umweltministerium, aber es gibt eine Umweltabteilung in jedem Ministerium. Seit 1995 existiert die CONAM ( Consejo Nacional del Ambiente). Die Conam hat einen ministerialen Charakter ist aber kein Ministerium. Die Conam ist eine Institution die ein hohes Ansehen genießt, und sich an der Erarbeitung von Umweltgesetzen beteiligt. In Peru gibt es zwar ein Abfallgesetz, dessen Nichteinhaltung wird aber selten sanktioniert. Das liegt daran das die Gesetzte noch relativ neu sind, und sie nur mit Geldstrafen sanktioniert werden können, welche teilweise wiederum durch leere Staatskassen und hohe Armut nicht finanziert werden können. Ausserdem kritisiert Wolfgang Muno in dem Bericht „Brennpunkt Lateinamerika“, dass viele Umweltvorschriften im Allgemeinen zu wenig berücksichtigt werden, und es daran mangelt, dabei Normen durchzusetzen. Korruption und mangelnde Sanktionierung sind Defekte der lateinamerikanischen Rechtsstaatlichkeit. ( vgl. Binder.2002,S.48. ) Peru ist ein Land mit vielen großen Ressourcen, die Entwicklung hängt von der nachhaltigen Nutzung und der primären Verarbeitung dieser Ressourcen ab.
Der wirtschaftliche Aufschwung wird auf Grund von einer hohen Armut und Arbeitslosigkeit der Bevölkerung von der Politik, im Gegensatz zu einer funktionierenden Umweltpolitik „vorläufig“ als wichtiger angesehen. Somit wir die Erhaltung des Lebensraumes indigener Kulturen, wie die Machiguenga, in den Hintergrund treten.
Im Amazonasgebiet, im Gebiet des Flusses Urumamba, das gleichzeitig das Territorium der indigenen Kultur Machiguenga ist, sind Umwelt und Kultur stark gefährdet. Dieses Volk hat sich für ein Leben in Isolation und ein Leben im Einklang mit der Natur entschieden. Durch das Camisea Projekt und dem Zwang nach wirtschaftlichem Aufschwung werden die Gefahren für die Umwelt verstärkt, und die Zerstörung des Lebensraums, indigener Kulturen, sämtlicher Tierarten und Pflanzen, forciert. Das die Abholzung des tropischen Urwaldes um
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Savas Mutlukal, 2006, Amazonien: Staat – Gesellschaft - Natur , Munich, GRIN Publishing GmbH
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