Inhalt
1 Einleitung - 3 -
1.1 Was versteht man unter Emotionen - ein Definitionsversuch - 3 -
2 Emotion und Emotionale Entwicklung in der Psychologie - 4 -
2.1 Grundlegende Emotionen nach Watson als Beispiel einer weiteren psychologischen
Emotionsdefinition - 4 -
2.2 Die Schachter-Singer-Zwei-Faktoren-Theorie als Beispiel einer kognitiven
Emotionstheorie - 5 -
3 Die Entwicklung von Emotionen im Säuglings- und Kleinkindalter. - 5 -
3.1 Entwicklung primärer Emotionen - 6 -
3.1.1 Die Rolle der Face-to-face- und und Still-face Interaktion bei der Entwicklung
prim ärer Emotionen. - 6 -
3.1.2 Zur Auftretenshäufigkeit primärer Emotionen im Säuglingsalter. - 7 -
3.2 Entwicklung sekundärer Emotionen - 7 -
3.3 Die Entwicklung der emotionalen Ausdrucksfähigkeit - 8 -
3.4 Entwicklung der emotionalen Eindrucksfähigkeit - 8 -
3.4.1 Die Entwicklung des Gedankenlesens - 9 -
3.4.2 Die Entwicklung des Verständnisses von Gefühlsanlässen und die soziale
Bezugnahme - 9 -
3.4.3 Die Entwicklung von komplexen Emotionen am Beispiel der Empathie. - 9 -
3.4.4 Die Ausgliederung der intrapsychischen aus der interpsychischen Regulation. -
10 -
3.5 Sprachlicher Emotionsausdruck im Entwicklungsverlauf - 10 -
4 Exkurs: In wie weit beeinflussen Bindungsqualitäten in der Familie die emotionale
Entwicklung des Kindes? - 11 -
4.1 Schlusswort - 12 -
5 Literaturhinweis - 14 -
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1 Einleitung
Gefühl ist die Wahrnehmung des Augenblicks. Erhard Blanck (*1942)
Emotionen begegnen uns in jedem Bruchteil unseres Lebens. Wut, Angst, Hass, Liebe, Freude, Eifersucht, Mitleid und die Trauer der Menschen beeinflussen unser Leben fortwährend. Gefühle vermögen uns zu lenken, bewusst sowie unbewusst, und können uns zu den größten Taten befähigen. Nur mit Hilfe von Gefühlen sind wir überhaupt in der Lage, uns an schöne oder unschöne Momente unseres Lebens zu erinnern. Unsere Erinnerungen wären ausgelöscht, würden wir ihnen keine Gefühle zuschreiben. Nichts würde den Gedanken und Dingen unseres Lebens eine Seele einhauchen können.
Was wäre ein Leben ohne Emotionen? Und was wäre die Welt ohne das Lächeln der Kinder? Durch mein Praktikum im Kindergarten wunderte ich mich täglich, wie vielseitig, wandelbar und auch wie sensibel die emotionale Welt der Kinder ist. Vom einen zum nächsten Augenblick verwandeln sich Tränen in befreites Lachen oder das Lachen in Ärger und in nahezu unkontrolliertes Schreien. Ich versuchte, dies durch genaues Beobachten zu begreifen und machte es folglich zum Thema meiner Arbeit. Die passende Literatur fand ich, neben einigen Missgriffen, nahezu vollständig in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart. Bei den Missgriffen handelte es sich eher um Elternratgeber und Pädagogische Lehrbücher, die die psychologischen Aspekte des Themas zu kurz behandelten. Mit dem Lehrbuch „Entwicklungspsychologie“ von Rolf Oerter konnte ich mir, meiner Meinung nach, eine gute und präzise Basis aufbauen. Die restliche von mir gelesene sowie auch benutzte Literatur war allzu oft zu stark durch vorherrschende Theorien geprägt, die es nur schwer erlaubten, eine Basiszusammenfassung des Themas zuzulassen, nach der ich jedoch strebte.
1.1 Was versteht man unter Emotionen - ein Definitionsversuch
Emotion ist ein Begriff, der häufig und allgemein bekannt als Synonym für Gefühl verwendet wird. Gemeint sind aber im eigentlichen Sinne Gefühlsregungen, die sich in unterschiedlicher Intensität für die Außenwelt sichtbar oder unsichtbar vollziehen können. Emotionen sind somit nur ein Teil des komplexen menschlichen Gefühlslebens, das sich aus kognitiven und affektiven Elementen zusammensetzt. Lange Zeit hielt man die Äußerung von Gefühlen für eine rein menschliche Eigenschaft; Beobachtungen zeigten jedoch, dass auch Tiere zu Gefühlsäußerungen fähig sind, die über das instinkthafte Verhalten hinausgehen.
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2 Emotion und Emotionale Entwicklung in der Psychologie
In der Psychologie bezeichnet Emotion eine Reaktion, die von bestimmten physiologischen Veränderungen begleitet wird, wie zum Beispiel eine beschleunigte oder verlangsamte Pulsfrequenz, eine erhöhte oder verminderte Aktivität bestimmter Drüsen oder eine Veränderung der Körpertemperatur. Diese Reaktionen regen das Individuum oder einen Teil seines Körpers zu weiteren Aktivitäten an. Die Enzyklopädie Encarta nennt als die drei wichtigsten Reaktionen dieser Art Wut, Liebe und Trauer, die entweder als unmittelbare Reaktion auf Außenreize oder als Ergebnis eines indirekten subjektiven Prozesses wie dem Gedächtnis, einer Assoziation oder Selbstbeobachtung auftreten. (vgl. Encarta) Dennoch ist gerade die Definition von Emotion, eine der am meisten gestellten und vielseitig beantworten Fragen in der Emotionspsychologie. „Die meisten Theorien erkennen explizit oder implizit, dass eine Emotion keine einfache Erscheinung ist“ (Izard, 2002, S.20) und eine allgemein gültige Definition, weder für Emotion, noch für die grundlegenden Basisemotionen, gibt es nicht.
2.1 Grundlegende Emotionen nach Watson als Beispiel einer weiteren psychologischen Emotionsdefinition
Der amerikanische Psychologe John Watson (1878-1958) bewies in einer Reihe von Experimenten mit Kleinkindern, dass „es nur drei grundlegende angeborene emotionale Reaktionsmöglichkeiten gibt: Furcht, Zorn und Liebe.“ (Ulich, 1995, S.110) Er zeigte auch, dass emotionale Reaktionen konditioniert werden können. Die äußeren Reize verlieren als direkte Verursacher emotionaler Reaktionen mit zunehmendem Alter des Individuums an Bedeutung. Die Reize, die diese Emotionen dennoch auslösen können, gewinnen an Komplexität. So kann dieselbe Situation, die bei einem Kleinkind eine wütende Reaktion hervorruft, bei einem Erwachsenen Angst verursachen. Wenn allerdings der Emotionsgrad der Reaktion steigt, nimmt auch die Ähnlichkeit zwischen den verschiedenen Reaktionen zu. Extreme Wut, Angst oder extremer Groll haben dann mehr gemeinsam als dieselben Reaktionen in weniger übersteigerten Stadien. (vgl. Ulich,1995) Momentane physiologische Veränderungen oder Verzerrungen begleiten alle emotionellen Reaktionen, wie zum Beispiel die beschleunigte Herztätigkeit während eines Wutanfalls. Angst kann sich ihrerseits in starken physischen Reaktionen wie Zittern oder vorübergehendem Stimmverlust äußern. Sie kann im Gegensatz dazu auch in einen Versuch münden, sie zu verbergen, beispielsweise hinter einer Fassade der Ungerührtheit oder gespielter Tapferkeit.
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Emotionen sind zu einem Großteil instinktgesteuert und damit rational schwer beherrschbar. Emotionale Störungen sind ein zentrales Feld psychologischer Forschung und Diagnostik. Neben übersteigerten Emotionen wie dem Affekt, Phobien und triebhaftem Verhalten sind vor allem Defizit-Erscheinungen bis hin zum emotionalen Analphabetismus (der auch als Folge körperlicher Symptome wie zum Beispiel Magengeschwüre oder Senilität vorkommen kann) weit verbreitet.
An der spezifischen inhaltlichen Ausbildung von Emotionen sind stets auch kognitive Aspekte beteiligt. (vgl. Encarta)
2.2 Die Schachter-Singer-Zwei-Faktoren-Theorie als Beispiel einer kognitiven Emotionstheorie
Die Schachter-Singer-Zwei-Faktoren-Theorie ist insofern eine kognitive Emotionstheorie, als sie von einer inhaltlich unspezifischen, physiologisch bedingten Erregung ausgeht, die erst durch eine „richtungsgebende” Kognition daraus eine spezifische Emotion macht. Im Experiment zeigte sich Folgendes: Personen wurden aufgrund einer Adrenalininjektion in einen unspezifischen Erregungszustand versetzt und kamen anschließend in eine Situation, wodurch die Erregung entweder Ärger oder Freude zugeschrieben werden konnte. Tatsächlich erlebten sie entsprechend der vorgenommenen Ursachenzuschreibung entweder Ärger oder Freude. Diese kognitive Komponente, die aus der unspezifischen Erregung eine spezifische Emotion werden lässt, bezeichnet man als Attribution. (vgl. Ulich, 1995)
3 Die Entwicklung von Emotionen im Säuglings- und
Kleinkindalter
In den ersten sechs Lebensjahren erzielen Kinder wichtige Fortschritte in ihrer emotionalen Entwicklung, die sie dazu befähigt, in sozialen Situationen zunehmend emotional kompetent zu agieren. Hierzu gehören die Entwicklung von Emotionen, die Entwicklung der emotionalen Eindrucksfähigkeit und Ausdrucksfähigkeit des Säuglings beziehungsweise des Kleinkinds, das zunehmende Verständnis und Wissen von Emotionen und schließlich die Entwicklung der daraus resultierenden Emotionsregulation. (vgl. Oerter, 2002) Bei der Entwicklung von Emotionen muss zwischen zwei Gruppen unterschieden werden: die grundlegenden primären Emotionen, die sich im ersten Lebensjahr entwickeln und den komplexeren, so genannten sekundären Emotionen, die erst allmählich ab dem Ende des zweiten Lebensjahres ausgebildet werden. (vgl. Peterman et.al, 2003) Grundlegend bei der
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Arbeit zitieren:
Anna Daiß, 2005, Die Entwicklung von Emotionen im Säuglings- und Kleinkindalter , München, GRIN Verlag GmbH
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