Gliederung:
1 Technisch-taktische Anforderung an einen
Kreisspieler 03
2 Zusammenspiel von Kreisspieler und
R ückraumspieler 09
2.1 Freilaufen in der eigenen Position 09
2.2 Freilaufen in eine andere Position 10
2.3 Positionswechsel 11
2.4 Sperren 13
2.5 Doppelpass 18
3 Zusammenfassung 19
4 Quellenangabe 20
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1 Technisch- taktische Anforderungen an einen Kreisspieler
Um eine gute Spielleistung zu erreichen, benötigt ein Spieler bestimmte Leistungsfaktoren und Leistungskomponenten als Voraussetzung. Einer dieser Leistungsfaktoren ist die individuelle technisch-taktische Leistung, da gewisse individuelle spieltechnische Handlungsqualitäten benötigt werden, um geplante oder wettkampfsituative spieltechnische Aufgaben zu lösen.
Weitere Leistungsvoraussetzungen sind koordinative, konditionelle und taktische Fertigkeiten, aber auch der ideologisch-moralische und psychische Faktor spielt eine wesentliche Rolle.
Die Technik im Sportspiel hat laut Döbler (1989) folgende Aufgabe: „ Die Technik ist in der Sportspieltätigkeit erprobtes, den wechselnden Spielsituationen und Spielbedingungen sowie Konstitution [...] der Spieler angepasstes Verfahren zur rationellen und ökonomischen Lösung von Bewegungsaufgaben“(S.191). Das Ziel der Technik besteht darin sich durch Übungs- und Wettbewerbsformen mit standardisierten und variablen Bedingen ohne aktiven Gegner sich Einzelhandlungen und Handlungsfolgen motorisch anzueignen. Ein weiteres Ziel, erfolgt durch die taktische Ausbildung sowie durch die Anwendung im Spiel, das heißt die variable Anwendung der Technik angepasst der jeweiligen Spielsituation, ist die Vervollkommnung und Stabilisierung der technischen Fertigkeiten (vgl. Stiehler, G., Konzag, I, Döbler, H., 1988, S.81).
Die Technik ist eine entscheidende Grundlage der Spieltätigkeit. Sie ist eine variabel verfügbare motorische Kompetenz, dient als kollektives Handlungsziel und auch zum Selbstzweck. Sie ist situativ bedingt, abhängig von Raum und Zeit und sollte im Idealfall störunanfällig sein gegenüber inneren und äußeren Bedingungen.
Die folgende Übersicht verdeutlicht noch einmal die Einteilung der Technik in Angriffs- und Abwehrhandlungen (vgl. Stiehler/Konzag/Döbler, 1988, S.80).
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G./Konzag, I./Döbler, H. (1988) S. 80 Die Abbildung unterscheidet die Technik in Angriffs- und Anwehrhandlungen. Dabei wird der Angriff in Handlungen mit und ohne Ball unterteilt. In der Abwehr wird unterschieden, ob eine Aktion auf den Ball oder auf den Ballgewinn gerichtet sind oder ob die Absicht nicht unmittelbar auf den Ball gerichtet ist.
„Die Taktik ist die Gesamtheit der individuellen und kollektiven Verhaltensweisen, Handlungen und Maßnahmen von Spielern im Wettkampf, die bei voller Nutzung eigener Leistungsvoraussetzungen und unter Beachtung des Gegners- und Partnerverhaltens, der Spielregeln und äußeren Bedingungen auf das bestmöglichste Wettkampfergebnis gerichtet sind“(Döbler/ Schnabel/ Thieß, 1989, S.190).
Das Ziel der Ausbildung der individuellen Taktik ist das Ausprägen von Fähigkeiten und Fertigkeiten um individuell Angriffs- und Abwehrsituationen Lösen zu können. Dies geschieht durch situationsbedingte Handlungsziel-und Handlungsprogrammentscheidungen sowie ihre situationsbedingte motorische Lösung. Zu den taktischen Fähigkeiten gehören die
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Situationswahrnehmung, die Situationsantizipation und die Fähigkeit zur schnellen, situationsgerechten Entscheidung (Oppermann/ Schubert, Ehret, 1997, S.21). Eine individuelle Taktik kann man mit Hilfe von Übungs-, Wettbewerbs- und Spielformen erreichen, entweder mit eingeschränkter Gegenwehr oder mit aktiver Gegenwehr zur Lösung insbesondere von 1:1 Situationen.
Die genaue Einteilung der individuellen Taktik in Angriffs- und Abwehrtaktik erfolgt in der Übersicht (vgl. Stiehler/Konzag/Döbler, 1988, S.80).
Mit dieser Abbildung wird dargestellt Aufgaben ein Angriffspieler mit und ohne Ball hat und welche Aufgaben im Gegenzug der Abwehrspieler zu bewältigen hat.
Die individuelle technisch-taktische Leistung wird am Erfolg des Spielverlaufs, am Ergebnis der Abschlusshandlung und der Abwehrarbeit erkennbar.
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Innerhalb einer Mannschaft zählt die individuelle technisch-taktische Leistung zu den Handlungsfolgen zur Lösung mannschaftstaktischer Aufgaben.
Zu den individuellen technisch-taktischen Leistungen zählen unter anderem die Ballannahme und Abgabe des Balles sowie dessen Abwehr, das Dribbling, das Freilaufen und der Torwurf. Die Abwehrhandlungen eines Spielers erfordern ein hohes Maß an Antizipationsfähigkeit in bestimmten Situationen. Dass heißt der Abwehrspieler versucht die zukünftigen Handlungen im gegenwärtigen Augenblick zu erahnen und spielt deshalb immer vorausschauend. Voraussetzungen dafür sind, dass der Spieler eine gut entwickelte Bewegungs- und Raumbewegung, Kenntnisse über die Struktur der Spielfertigkeiten, sowie über taktische Kenntnisse des Anwendungszweckes von bestimmten Fertigkeiten besitzt. Der Spieler benötigt für die Antizipation durch Übung entstandene Bewegungserfahrungen und Fertigkeiten zum gedanklichen Mitvollziehen eigener und fremder Handlungen.
Wenn der Spieler eine Handlung ausführen will, durchläuft er 3 Phasen. In der ersten Phase begibt er sich in die Orientierungsregulation, dass heißt es kommt zur äußeren Aneignung der jeweiligen Spielsituation und zu der Reproduktion innerer gedächtnisgespeicherter Informationen, die für die Erarbeitung der jeweiligen Handlung nötig sind. Der Spieler orientiert sich also in der ersten Phase und erkennt, erfasst, nimmt das Spiel war und analysiert es. Als nächstes muss der Spieler operativ denken, so dass er schnelle, zweckmäßige, taktische Entscheidungen fällen kann. Er muss sich in der Antriebs- und Entscheidungsregulationsphase motivieren, eine Entscheidung fällen über Handlungsziel und -programm und gleichzeitig die Aufgabe gedanklich Lösen, um in der dritten Phase die Handlung motorisch ausführen zu können. In der Ausführungs- und Kontrollregulationsphase ist es wichtig, dass der Spieler die veränderte Spielsituation durch das Ergebnis erkennt und diese Erfahrungen speichert (vgl. Stiehler/ Konzag/ Döbler, 1988, S.55-62).
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Arbeit zitieren:
Ina Göllnitz, 2007, Die technisch-taktische Anforderungen an den Kreisläufer und dessen Zusammenspiel mit einem Rückraumspieler im Sportspiel Handball, München, GRIN Verlag GmbH
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