Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Hauptteil. 3
2. 1 MOTIV, MOTIVATION und LEISTUNGSMOTIVATION als erklärende
Faktoren der Leistungsmotivschulung. 3
2. 2 Mögliche Gründe für eine Leistungsmotivschulung im Sportunterricht. 5
2. 3 Ziele, Bedingungen und theoretische Ansätze einer Leistungsmotiv-
schulung. 7
2. 3. 1 Leistungmotivschulung als Strukturelement für Sportunterricht. 7
2. 3. 2 Lernspezifische Begründung: Lebenslanges Sporttreiben. 9
2. 4 Schulungsmaßnahmen der wichtigsten Problemfelder der
Leistungsmotivschulung. 11
3. Schluss. 12
4. Literaturangabe. 14
1
1. Einleitung
Die Verschriftlichung dieser Arbeit findet im Rahmen des Seminars „Motivation und Selbstkonzept“ aus dem Bereich der pädagogischen Psychologie statt und hat das Thema Leistungsmotivschulung im Grundschulsport zum Schwerpunkt. Ich möchte in dieser Arbeit auf die Aspekte, Gründe, Ziele und Maßnahmen einer Leistungsmotivsschulung unter der Begriffsklärung von Motiv, Motivation und dem Leistungsbegriff näher eingehen und diese erläutern. Dabei stütze und berufe ich mich hauptsächlich auf die Studien und Erläuterungen von W. Kleine, welcher dieses Thema in seiner Arbeit (Kleine, Wilhelm: Leistungsmotivschulung im Grundschulsport. Schorndorf 1980.) sehr ausführlich und anschaulich darlegt. Diese Arbeit soll eine Hinführung und Erarbeitung des Themas der Leistungsmotivschulung sein, ohne dabei jedoch die genaue Durchführung der empirischen Studie zu erläutern.
Für mich als angehende Grundschulsportlehrerin ist dieses Thema hochinteressant und legt mir für meine zukünftige Tätigkeit und mein weiteres Studium wesentliche Grundsteine, die ebenfalls für meine anderen Fächer und die Didaktik im Allgemeinen wichtige Aspekte beeinhalten.
2
2. Hauptteil
2.1 MOTIV, MOTIVATION und LEISTUNGSMOTIVATION als erklärende
Faktoren der Leistungsmotivschulung
Der Motivbegriff ist sehr vielseitig. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Motive als Beweggründe, Antriebe, Anregungen oder Begründungen für Handlungen verstanden. Anliegen der neueren Motivationspsychologie ist es, die beobachtbaren, spontanen unterschiedlichen Verhaltensweisen von Individuen in gleichen Situationen zu erklären. Sie versteht das Motiv dazu als „hypotetisches Konstrukt“, d. h. als eine „gedankliche Hilfskonstruktion“, die zwischen beobachtbaren Gegebenheiten, die aufeinanderfolgen, erklärend vermitteln soll; und zwar zwischen den beobachtbaren Situationsgegebenheiten einerseits und den dadurch
veranlassten beobachtbaren Verhaltensweisen andererseits. 1 Nach Heckhausen soll der Motivbegriff einerseits die verschiedenen Verhaltensweisen von Menschen in gleichen Situationen erklären helfen, andererseits dabei gleichzeitig Voraussagen für verschiedene Verhaltenswahl von Personen in bestimmten Situationen machen. 2 Er fasst „Motiv“ als den angestrebten Zielzustand innerhalb eines bestimmten Person- Umwelt- Bezugs auf. Dabei lässt sich von diesem Motiv annehmen, dass es vom Zielzustand eines bestimmten Person- Umwelt- Bezugs geleitet ist, der in sich wünschenswerter oder zumindest befriedigender ist als der bisherige. Er geht dabei davon aus, dass Motive nicht angeboren, sondern erlernt sind.
Während der Motivbegriff einzelne Beweggründe als handlungsdeterminierende Phänomene umfasst, werden alle handlungssteuernden „bewussten und unbewussten psychischen Vorgänge, die die Umgangssprache mit den Begriffen „Drang“, „Trieb“, „Bedürfnis“, „Wille“, „Wunsch“, „Interesse“ u. s. w. beschreibt“, unter dem Oberbegriff Motivation zusammengefasst. 3
„Menschliches Verhalten wird seit je - und ohne dass es dazu einer wissenschaftlich betriebenen Psychologie bedurft hätte - Anlaß zu verschiedenen Fragen gegeben haben. Im Wesentlichen dürften es ihrer drei sein: Was wird getan, wie wird es getan
1 vgl. Heckers (1977) S. 46
2 ebd.
3 Vgl. Heckers (1977) S. 49
3
und warum wird es getan? Wenn diese Fragen auch eng miteinander zusammenhängen und sich häufig durchkreuzen, so besteht zwischen dem Was und Wie einerseits und dem Warum andererseits der nicht zu übersehende Unterschied von Beschreibung und Erklärung.“ 4 Auf das Warum möchte ich im folgenden näher eingehen, um den Motivationsbegriff näher zu beschreiben. Dabei stellt sich die Schwierigkeit, dass Handlungen und Verhaltensweisen sich nicht restlos als Folgen äusserer und wahrnehmbarer oder auch messbarer Einwirkungen verstehen lassen da die inneren Vorgänge des Handelnden sich nicht immer beobachten lassen. Oft weiss nicht einmal der Handelnde selbst wie und dass diese innere Mitverursachung zustande kommt. In diese „Erklärungslücke“ schiebt Heckhausen den Motivationsbegriff ein. 5 Er nennt die Motivierung des Handelns durch ein bestimmtes Motiv die Motivation. Für ihn ist sie der psychologische Ursachenbegriff. Sie wird als ein Prozess gedacht , der zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auswählt, das Handeln steuert, auf die Erreichung motiv - spezifischer Zielzustände richtet und auf dem Wege dahin in Gang hält. Motivation soll also die Zielgerichtetheit des Handelns erklären. 6 Dabei können Hoffnungen oder Befürchtungen als motivierende Emotionen jeder denkbaren Motivation( bestimmte Erwartungen) zugrunde liegen und so ein aufsuchendes oder meidendes Verhalten bestimmen. Die Erwartungen sind darauf ausgerichtet, ein bestimmtes Ziel zu erreichen( Erfolg) oder nicht zu erreichen( Misserfolg). Im nächsten Schritt möchte ich auf den Leistungsbegriff näher eingehen und im Anschluss sowohl ihn als auch den Motivations-, und Motivbegriff in den Sport einordnen.
Ein zentrales Thema nicht nur der Sportpädagogik, sondern der Motivationsforschung überhaupt, ist das Problem der Leistungsmotivation. Die eigentliche Leistungsmotivtheorie wurde von Mc CLELLAND und ATKINSON entwickelt.(vgl. Mc Clelland. D. C. u.a.. 1953; Atkinson J. N., 1957). 7 Den Kern des Leistungsmotivs bestimmt das „Leistungsbedürfnis“ („need- achievement“) als innere treibende Kraft („drive“). Die wohl allgemeinste Definition der Leistungsmotivation ist die „Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab“. 8 Die Leistungsmotivtheorie hat
4 vgl. Heckhausen (1963) S. 3
5 ebd.
6 vgl. Heckhausen (1980) S. 25
7 vgl. Heckers (1977) S. 50
8 ebd.
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Arbeit zitieren:
Julia Kruse, 2003, Leistungsmotivschulung im Grundschulsport, München, GRIN Verlag GmbH
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