Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis. V
Abk ürzungsverzeichnis V
Symbolverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 2
2.1. Variabel verzinsliche Einlagen. 2
2.1.1. Spareinlagen 3
2.1.2. Sichteinlagen 3
2.2. Zinsänderungsrisiko. 4
2.3. Hedging 4
3. Hedging-Konzepte 5
3.1. Konzept der Zinselastizität 5
3.2. Konzept der gleitenden Durchschnitte 7
4. Empirischer Vergleich des Konzepts der Zinselastizität und der
gleitenden Durchschnitte. 12
4.1. Datensatzbeschreibung 12
4.2. Konzept der Zinselastizität 15
4.2.1. Spareinlagen 15
4.2.2. Sichteinlagen 25
4.3. Konzept der gleitenden Durchschnitte 27
4.3.1. Spareinlagen 27
4.3.2. Sichteinlagen 39
II
4.4. Vergleich 41
4.4.1. Spareinlagen 41
4.4.2. Sichteinlagen 43
5. Fazit. 44
Literaturverzeichnis. 46
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zinselastizität für 2 Perioden ........................................................5 Abbildung 2: Replikationsportfolio nach dem Konzept der gleitenden
Durchschnitte ......................................................................................................8 Abbildung 3: Datenreihe Markt- und Positionszinsen ......................................12 Abbildung 4: Regression im 1. Zeitraum 07/1983-06/1987 .............................15 Abbildung 5: Regression im 2. Zeitraum 07/1987-06/1991 .............................16 Abbildung 6: Regression im 3. Zeitraum 07/1991-06/1995 .............................16 Abbildung 7: Regression im 4. Zeitraum 07/1995-06/1999 .............................17 Abbildung 8: Regression im 5. Zeitraum 07/1999-06/2003 .............................17 Abbildung 9: Regression im 6. Zeitraum 07/1983-06/2003 (gesamter Zeitraum)
...........................................................................................................................18 Abbildung 10: Zinselastizität zwischen 2 Monaten mit Spareinlage & 1-
Jahreszins ..........................................................................................................20 Abbildung 11: Hedging der Spareinlage, Prognosezins besteht aus 4 Perioden
...........................................................................................................................21 Abbildung 11: R² bei unterschiedlichem time-lag und Marktzins im Zeitraum
07/1987-06/1991 ...............................................................................................23 Abbildung 12: Regression im Zeitraum 02/1998-01/1995 ...............................24 Abbildung 13: Regression im Zeitraum 07/1997-06/2000 ...............................25 Abbildung 14: Hedging der Sichteinlagen, bis 06/2000 Regression, ab 07/2000
Prognose ............................................................................................................26 Abbildung 15: Marge mit gleitenden Durchschnitt für Bundeswertpapiere mit
Restlaufzeit von 10 Jahren ................................................................................29 Abbildung 16: Marge mit optimal, gewichteten gleitenden Durchschnitt ........32 Abbildung 17: Sichteinlagen, gewichteter, gleitender Durchschnitt und Marge
für den Zeitraum 11/1996-10/2002 ...................................................................40
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bewertungszinssatzermittlung nach dem Konzept der gleitenden
Durchschnitte ....................................................................................................10 Tabelle 2: Tabellarische Zusammenfassung der Regressionen.........................19 Tabelle 3: Untersuchung der Zinselastizität anhand der Einflüsse „Referenzzins“ und „time-lag“ in der Periode 07/1983-12/2002......................22 Tabelle 4: Untersuchung der Zinselastizität anhand der Einflüsse „Referenzzins“ und „time-lag“ in der Periode 07/1987-06/1991......................23 Tabelle 5: gleitender Durchschnitt ....................................................................28 Tabelle 6: Margen .............................................................................................28 Tabelle 7: Marge mit optimal gewichteten, gleitendem Durchschnitt ..............31 Tabelle 8: Marge mit optimal gewichteten, gleitendem Durchschnitt für
07/1983-06/1993 ...............................................................................................35 Tabelle 9: Marge für optimal gewichteten Durchschnitt der Jahre 07/1983-06/1993, übertragen auf die Jahre 07/1993-06/2003.........................................36 Tabelle 10: Marge mit optimal gewichteten, gleitendem Durchschnitt für
07/1993-06/2003 ...............................................................................................37
Abkürzungsverzeichnis
Rlz Restlaufzeit
V
Symbolverzeichnis n Anzahl der Beobachtungswerte y Positionszins x Marktzins ZE Zinselastizität Fehler 0 z t Bruttozinsmarge µ arithmetische Mittel der Bruttozinsmarge
VI
1. Einleitung
In dem durchzuführenden empirischen Vergleich des Konzepts der Zinselastizität und der gleitenden Durchschnitte werden konkrete Handlungsmöglichkeiten beim Hedging variabel verzinslicher Einlagen dargestellt. Grundidee der beiden Konzepte ist das bewusste Steuern des Zinsänderungsrisikos, denen Banken bei variabel verzinslichen Einlagen unterliegen. Mit der Analyse soll die Güte und Machbarkeit eines Hedge 1 von variabel verzinslichen Einlagen mit dem Konzept der Zinselastizität und des gleitenden Durchschnitts für einen historischen Zeitraum herausgestellt werden.
Im Folgenden werden nach einem kurzen Definitionsteil die Konzepte theoretisch dargestellt, damit ihr Aufbau verständlich ist.
Den Hauptteil der Arbeit stellt die empirische Analyse dar. Dabei werden Spar- und Sichteinlagen separat für verschiedene Perioden und Marktzinssätze untersucht und im Nachgang ein Vergleich für die verschiedenen Marktkonstellationen durchgeführt. Abschließend soll ein ganzheitlicher Überblick gewonnen werden, wie sich die Bank optimal im Markt positionieren kann.
1 Engl.: Absicherung einer Position
1
2. Grundlagen
2.1. Variabel verzinsliche Einlagen
Die variabel verzinslichen Einlagen bedürfen einer Abgrenzung von den fest verzinslichen Einlagen. Um eine genaue Abgrenzung zu erreichen, wird zuerst der Festzins erläutert, um folgend den variablen Zins zu definieren.
Der Festzins weist die Besonderheit auf, dass ein vereinbarter Zins bis zum Ende der Gesamtlaufzeit von keinem Vertragspartner geändert werden kann. Somit hat eine Marktzinsänderung keinen Einfluss auf den Produktzinssatz. Dabei ist es irrelevant, wie lange die Gesamtlaufzeit der Festzinsbindung ist bzw. in welchen Abständen die Zinsen angepasst werden. Somit gehören auch sehr kurze Festschreibungsperioden, wie die Tagesgelder und Termingelder, zu den Festzinsgeschäften. Exemplarisch ist der Zinssatz eines Tagesgeldes für einen Tag fest. Danach könnte die Bank jeden Tag den Zinssatz beliebig ändern bzw. der Kunde den Vertrag kündigen, falls er mit den angebotenen Konditionen nicht einverstanden ist. Somit beginnt an jedem Tag ein neues Geschäft, mit einem Festzinssatz für einen Tag, der in der Kalkulation der Bank jeweils einzeln betrachtet
werden kann. 2
Als Definition der variabel verzinslichen Einlagen kann eine negative Abgrenzung von Festzinsprodukten benutzt werden. Danach sind alle Produkte variabel, wenn sie nicht zu den Festzinsprodukten zählen.
Eine genauere Definition ist durch eine positive Abgrenzung gegeben. Variable Einlagen zeichnen sich dabei durch eigene Merkmale aus. Die Bank kann den Produktzinssatz jederzeit an sich ändernde Zinssituationen am Kapitalmarkt anpassen. Dabei ist die Bank bei ihrer Zinsanpassung nicht auf bestimmte Termine beschränkt, wie z.B. Zinsanpassung nur zum Quartalsende. Die Anpassung der Konditionen vollziehen sich für alle Kunden einer bestimmten Produktkategorie in gleichem Ausmaße. Nachverhandlungen bei der
Zinsanpassung werden damit ausgeschlossen. 3 Variabel verzinsliche Einlagen sind insbesondere Spareinlagen und Sichteinlagen.
2 Vgl. Sievi (1995), S.215-216
3 Vgl. Sievi (1995), S.218
2
2.1.1. Spareinlagen
Der Begriff der Spareinlage ist im §21 Abs. 4 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute geregelt. Danach sind nur diejenigen Einlagen Spareinlagen, die folgende Voraussetzungen erfüllen. Spareinlagen sind unbefristete Gelder, die nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind. Über die Einlage muss eine Urkunde ausgestellt werden, insbesondere ein Sparbuch bzw. in der neuen Form durch Aushändigung einer Sparurkunde und einer Sparkarte ähnlich der Girokontokarte. Spareinlagen dürfen nicht von vornherein befristet sein und müssen eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten aufweisen. Nur natürliche Personen, Personenzusammenschlüsse wie z.B. Erbengemeinschaften, GbR, Einrichtungen und Vereine, die einen gemeinnützigen, mildtätigen, kirchlichen Zweck verfolgen und juristische Personen des öffentlichen Rechts dürfen Gläubiger von Spareinlagen sein. Abweichend dürfen Spareinlagen für Mietkautionen nach §551 BGB und für die Verwaltung fremder Gelder i.S.d. §14 Abs.4 des Heimgesetzes von allen juristischen
Personen gehalten werden. 4 Für die weitergehende Untersuchung ist von besonderer Relevanz, dass die Spareinlagen mit einem variablen Zinssatz ausgestattet sind.
2.1.2. Sichteinlagen
Sichteinlagen, das Guthabensaldo der Habenseite eines Sichteinlagekontos, sind vom Kontoinhaber täglich verfügbar. Das Sichteinlagekonto besitzt eine Kündigungsfrist von maximal einem Monat. Alternativ werden Sichteinlagekonten oft als Giro- oder Kontokorrentkonten bezeichnet. Die Banken übernehmen für die deponierte
Liquiditätsreserve ihrer Kunden auch die Abwicklung des Zahlungsverkehrs. 5 Damit entsteht für die immer zur Disposition stehenden Sichteinlagen ein hoher Verwaltungsaufwand. Trotzdem können die Banken einen zu ermittelnden Betrag für eigene Anlagen verwenden, da erfahrungsgemäß nicht alle Sichteinlagen gleichzeitig abgehoben
werden. 6
In den Untersuchungen wird das Guthabensaldo als positiv vorausgesetzt. Dies soll den direkten Vergleich mit den zuvor aufgeführten Spareinlagen ermöglichen.
4 Vgl. Hartmann-Wendels/ Pfingsten/ Weber (2007), S.204, und Krumnow et al. (1994), S.929-930
5 Vgl. Schrömgens (1967), S.11-13
6 Vgl. Schrömgens (1967), S. 25
3
2.2. Zinsänderungsrisiko
Banken betreiben Fristentransformation und sind damit auf der Aktivseite längerfristig verpflichtet. Auf der Passivseite geben sie in der Regel variable Zinsen bzw. kurzfristigere Festgelder an die Kunden aus, die Konditionen müssen sich am Markt orientieren. Zinsanpassungen werden demnach nicht direkt an die Kunden weitergegeben. Durch die Fristentransformation unterliegen die Banken dem Zinsänderungsrisiko, also der „negative(n) Abweichung des zukünftigen Ergebniswertes (nach Zinsänderungen) vom gegenwärtigen Ergebnis (vor Zinsänderungen)“. 7
2.3. Hedging
Um das Zinsänderungsrisiko zu steuern, wird ein Risikomanagement bzw. ein Prozess des Hedging in den Banken implementiert. Zwei Konzepte, die sich zum Hedgen eignen, werden in der Arbeit empirisch untersucht. Sie dienen dazu, die eingegangenen Zinsänderungsrisiken und die daraus folgenden Handlungsanweisungen aufzuzeigen.
Das Bankmanagement muss, nachdem die Risiken offengelegt sind, eine Politik des Hedging wählen. Diese kann daraus bestehen, eine konstante Zielmarge als Ziel zu setzen oder einen maximalen Profit zu erzielen, der über eine höher schwankende Zielmarge erreicht wird. Wichtig ist beim Hedgen auch eine attraktive Preispolitik, also ein für den Kunden möglichst hoher Einlagen-Zinssatz, um den Kunden dauerhaft zu binden. Direkt ist eine gute Preispolitik konträr zum Rentabilitätsziel (hohe Zielmarge), indirekt jedoch sind die beiden Ziele komplementär. 8 Nur zufriedene Kunden werden langfristig der Bank ihr Geld zur Verfügung stellen.
Auf jeden Fall ist das Hedging des Zinsänderungsrisikos notwendig, um einen Überblick über die eingegangenen Risiken zu gewinnen und diese daraufhin -nach festgelegten Kriterien - zu steuern. Die nun vorgestellten Konzepte unterstützen sowohl die Analyse, als auch die daran anschließenden Handlungen des Bankmanagements.
7 Vgl. Rolfes (1985) S.16
8 Vgl. Büschgen (1998), S. 677-678
4
3. Hedging-Konzepte
3.1. Konzept der Zinselastizität
Ein Konzept zum Hedgen von Zinsänderungsrisiken bei variabel verzinslichen Einlagen ist die Zinselastizität. Ziel des Zinselastiztätskonzeptes ist es, aufzuzeigen, in welchem Maße sich die variabel verzinslichen Positionen dem Marktzins (auch Referenzzins) anpassen. 9
Abbildung 1: Zinselastizität für 2 Perioden 10
Die Zinselastizität ist sehr einfach zu berechnen, wie es in der obigen Abbildung ersichtlich wird. In dem Beispiel des 2-Monatsmodells beträgt die Zinselastizität 0,33, d.h. der Zinssatz der Spareinlagen wird von März auf April 2001 nur zu einem Drittel an den neuen Marktzins angepasst. Bei dem Konzept ergeben sich aufgrund des mathematischen Grundverhaltens folgende Ertragsmöglichkeiten:
Wenn der variable Zins über die Zinselastizität angepasst wird, so entsteht (auf der Einlagenseite)
x bei Marktzinsanstieg eine steigende Zinsmarge und x bei Marktzinsabfall eine sinkende Zinsmarge für die Bank.
9 Vgl. Graf (2002), S.261
10 In Anlehnung an: Rolfes (1985), S.179-180
5
Arbeit zitieren:
Dominik Claussen, 2008, Hedging variabel verzinslicher Einlagen, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Das Kursänderungsrisiko fest und variabel verzinslicher Wertpapiere - ...
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