Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 3
1. Hinführung 4
2. Substanz 6
2.1. Die Millennium Entwicklungsziele. 6
2.1.1. Einführung 6
2.1.2. Realisationsgrad der MDGs 8
2.2. Das Millennium Entwicklungsziel „Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung 9
2.2.1. Einführung 9
2.2.2. Realisationsgrad des achten MDG 10
2.2.2.1. Handelssystem 11
2.2.2.2. Öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) 12
2.2.2.3. Schuldenerlass. 13
2.2.3. Ursachen möglicher Versäumnisse in der Zielerreichung. 14
3. Schlussfolgerung. 15
Literaturverzeichnis. 17
2
Abkürzungsverzeichnis
BNE Bruttonationaleinkommen
DATA multinationale Nichtregierungsorganisation (debt AIDS trade africa)
EL Entwicklungsländer
HIPCs hoch verschuldete Entwicklungsländer (Heavily Indebted Poor Countries)
IL Industrieländer
LDCs am wenigsten entwickelte Länder (Least Developed Countries)
MDGs Millennium Entwicklungsziele (Millennium Development Goals)
MDRI Multilaterale Entschuldungsinitiative (Multilateral Debt Relief Initiative)
NGO Nichtregierungsorganisation (Non Governmental Organization)
OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Cooperation and Development)
ODA öffentliche Entwicklungshilfe (Official Development Aid)
UN Vereinte Nationen (United Nations)
WTO Welthandelsorganisation (World Trade Organisation)
3
1. Hinführung
“We have the opportunity in the coming decade to cut world poverty by half. Billions more people could enjoy the fruits of the global economy. Tens of millions of lives can be saved. The practical solutions exist. The political framework is established. And for the first time, the cost is utterly affordable. Whatever one’s motivation for attacking the crisis of extreme poverty— humanrights, religious values, security, fiscal prudence, ideology—the solutions are the same. All that is needed is action”. 1
So brachte es Jeffrey Sachs auf den Punkt, als er 2005 „Investing in Development - A Practical Plan to achieve the Millennium Development Goals“ veröffentlichte.
Auf Grundlage der Deklaration des Millenniumgipfels 2000, extrahierte der UN Generalsekretär Kofi Annan in Abstimmung mit Experten der UN, Weltbank, IWF und OECD die acht Millennium Entwicklungsziele (MDGs), 18 Unterziele und 48 Indikatoren. 2 Diese „most broadly supported, comprehensive, and specific poverty reduction targets the world has ever established” 3 dienten seitdem als Grundlage verschiedener UN-Gipfel und wurden von Staatenvertretern immer wieder bekräftigt. 4 Kritiker hingegen sprechen von „Minimum Development Goals“ 5 , da sie weitergehende Vereinbarungen vorangegangener Konferenzen zu Gunsten ihrer Konsensfähigkeit unterbieten. Im vorliegenden Beitrag soll es jedoch weniger um eine grundsätzliche Kritik als um die Frage gehen, inwieweit die MDGs bis heute realisiert wurden. Bis 2015 sollen die Ziele verwirklicht sein, die Halbzeit ist somit gerade überschritten.
Um die Frage „Wie weit ist die Verwirklichung der MDGs fortgeschritten?“ zu beantworten, wurden die Ergebnisse des Millennium Report 2007 sowie weiterer Studien 6 herangezogen. Es ist schwierig die heterogene Entwicklung der MDGs als globale Ziele zur Armutsbekämpfung in dieser Kürze zusammenzufassen und kann der Thematik nicht gerecht werden. Aus diesem Grunde wird nach
1 Sachs (2005): S. 27.
2 Vgl. Martens (2007): S. 10.
3 Vgl. Sachs (2005): S. 28.
4 Beispiele hierfür sind die UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (2002), der Johannisburg-Gipfel für nachhaltige Entwicklung (2002) und der Millennium+5 Gipfel 2005. Vgl. Martens (2007): S. 10.
5 Vgl. Martens (2007): S. 10.
6 Beispielweise der Beitrag „Armutszeugnis - die Millennium Entwicklungsziele der Vereinten Nationen“ von Martens (2007) und der DATA Report 2007.
4
einer kurzen Einführung in die MDGs (Abs. 2.1.1.) und einer Übersicht über den generellen Verwirklichungsgrad (Abs. 2.1.2.), die Perspektive im weiteren Verlauf der Arbeit auf den Fortschritt des achten MDGs eingeschränkt. Das achte MDG „Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung“ (Abs. 2.2.1.) wurde gewählt, da es für die Erreichbarkeit der anderen Ziele von besonderer Bedeutung ist. Zudem ist es das einzige Ziel, welches explizit die Industrieländer (IL) neben den Entwicklungsländern (EL) adressiert. Um den Aufbau einer globalen Partnerschaft zu fördern, gilt es auf zwei Ebenen zu handeln. Zum einen darf die globale Handelspolitik die EL nicht weiter diskriminieren. 7 Hierbei geht es vor allem um die Schlüsselprobleme Marktzugang und Agrarpolitik, die in Abschnitt „Handelssystem“ (2.2.2.1.) diskutiert werden. Aber auch wenn die nächste Doha Runde erfolgreich sein sollte, würden die größten Vorteile laut Sachs nicht bei den EL liegen. Der Grund hierfür läge in der schwachen Wettbewerbsfähigkeit der EL im Bereich der Produktionsgüter. Dem könne nur durch den Aufbau einer verbesserten Infrastruktur entgegengewirkt werden. 8 Die hierfür notwendigen Mittel stehen im Fokus des Abschnitts „öffentliche Entwicklungshilfe“ (2.2.2.2.) und indirekt auch im Abschnitt „Schuldenerlass“ (2.2.2.3.). Ferner werden die Ursachen möglicher Versäumnisse in der Zielerreichung analysiert (Abs. 2.2.3.). In der Schlussfolgerung werden angeführte Lösungsansätze in den größeren Zusammenhang eingeordnet (Abs. 3.).
7 Vgl. Sachs (2005): S. 211.
8 Vgl. Sachs (2007b): S. 13.
5
Arbeit zitieren:
2008, Analyse des Realisationsgrades des Millennium Entwicklungsziels "Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung", München, GRIN Verlag GmbH
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