Inhaltsverzeichnis:
Einleitung 1
I
Die Curia Calabra 1
II
Die Curia Hostilia 2
III
Die Curia Iulia 4
IV
Die Curia des Diocletian von der Antike bis Heute 6
V
Zusammenfassung 8
VI
VII. Literatur- und Quellenangaben 9
VIII. Abbildungen 11
I. Einleitung
Das Wort curiae bezeichnete im ursprünglichen Sinne die politisch einflussreichen dreißig Geschlechterverbände in die Romulus die römische Gesellschaft angeblich unterteilt haben soll 1 . Zur Verkündung der religiösen Feiertage oder aus Anlass von Opferungen soll, so die Quellen, der pontifex minor die curiae auf dem Capitol zusammengerufen haben. Dies dürfte die Herkunft des Wortes Curia darstellen. Einige Jahrhunderte später bezeichnete das Wort Curia ein Gebäude auf dem Forum Romanum. Es war der vorrangige Tagungsort des römischen Senats, ein Platz der Zusammenkunft der politisch Ton angebenden oder zumindest einflussreichen Klasse. Für lange Zeit bildete das Gebäude das politische Zentrum Roms. Diese Hausarbeit beschäftigt sich, keines Falls erschöpfend, mit den verschiedenen Bauphasen die dieses Gebäude im Laufe seiner Geschichte durchlaufen hat. Die Rekonstruktion der verschiedenen Curiae Gebäude muss sich aus Mangel an auswertbaren Überresten größtenteils auf andere Quellen stützen. Es ist also schwierig sich ein Bild von den vorherigen Curiae zu machen. Dennoch werde ich versuchen möglichst akkurat die vergangenen Gebäude
wiederauferstehen zu lassen. Im letzten Teil werde ich auf das heute noch zu sehende Curiagebäude des Diocletian eingehen und einen kurzen Abriss über die Funktion der Curia nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches geben.
II. Die Curia Calabra
Die Curia Calabra und ihre Funktionen zu rekonstruieren ist besonders problematisch. Da keine archäologisch auswertbaren Überreste erhalten sind, muss sich eine Rekonstruktion auf die wenigen literarischen Überlieferungen stützen. Es ist somit fast unmöglich gesicherte Angaben
1 Hausmaninger, Univ.-Dozent Dr. Herbert: Art. Curia, in: Der kleine Pauly.Lexikon der Antike, Bd. I (1964), S. 1558.
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zum Aufbau und zur Funktion zu machen, deshalb sind alle Angaben nur unzureichende Vermutungen.
Aufgrund der Bezeichnung Curia lässt sich vermuten, dass der Curia Calabra ähnlich sakral - politische Aufgaben zukamen wie den Curien der späteren Jahrhunderte. Die Bezeichnung ‚Calabra’ leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Wort ‚calare’ ab, welches soviel wie ‚zusammenrufen’ oder ‚ausrufen’ bedeutet 2 . Möglicherweise war die Curia Calabra also eine Art Versammlungsplatz oder Halle. Ihr vermutlicher Standort war auf dem Capitolshügel 3 . Die Curia soll Schauplatz von Opferungen zugunsten des Jupiter und regelmäßiger Mondbeobachtungen zur Bestimmung der religiösen Feiertage gewesen sein. Vor der Einführung des Kalenders rief der pontifex minor monatlich die Bewohnern Roms zur Bekanntgabe der Daten zusammen, welche anhand der Mondzyklen errechnet worden waren 4 . Die Funktion als Versammlungsplatz und Ort sakraler Handlungen, lässt darauf schließen, dass es sich möglicherweise um einen Komplex, bestehend aus einer Augurenhütte oder eventuell einem Tempel, mit angrenzender Versammlungsfläche handelte 5 .
III. Die Curia Hostilia
Die Curia Hostilia war der eigentliche Tagungsort des römischen Senats. Ihr Bau wird dem dritten römischen König Tulius Hostilius zugeschrieben 6 . Vermutlich stand sie an der Nordseite des Forum Romanum. Es lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit sagen in welche Richtung der Eingang zeigte. Anhand der Rekonstruktion der anderen republikanischen Gebäude aus der Zeit und den Überlieferungen des Plinius lässt sich allerdings vermuten, dass er sich im Süden befand 7 . Die Tatsache, dass sie sich so dem Geschehen auf dem politischen Zentrum
2 Varro: L.L., V. 13
3 Serv. Aen.: VIII, 654 Macrob. Sat.: I. 15. 10
4 Serv. Aen.: VIII, 654 Varro: L.L., VI. 27 Macrob. Sat.: I. 15. 10 - 19
5 Ashby, Thomas und Platner, Samuel Ball: Curia Calabra, in: A topographical dictionary of ancient Rome. Rom (1965), S. 142
Richardson, Lawrence: Curia Calbra, in: A new topographical dictionary of ancient Rome (1992), S. 102
6 Varro. L.L., V. 155
7 Plin. nat.: VII, 212
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Rom geöffnet hätte und die später Curia Iulia ebenso ausgerichtet war untermauert diese Vermutung.
Von dieser Annahme ausgehend lag dem Eingang vorgelagert und mit der Curia auf einer Achse liegend der öffentliche Versammlungsplatz, das Comitium(Abb. 1) 8 .
Ebenso wie das Comitium und höchstwahrscheinlich auch die vorige Curia Calabra, war die Curia Hostilia als Tempel geweiht 9 . Es liegt nahe, dass der Senat so versuchte beim Treffen von politischen Entscheidungen den Segen der Götter auf seiner Seite zu haben. Die Überlieferung berichtet, dass vermutlich an der Westfassade der Curia ein Gemälde des Malers Quintus Fabius Pictor angebracht war, welches den Sieg des M. Valerius Messala über Hiero und die Karthager im Jahre 263/264 v. Chr. zeigte 10 . Die genaue Lage ist jedoch nicht gesichert, ebenso wenig, ob es sich überhaupt um ein Gemälde handelte. Bei der Tabula Valeria genannten Wandverzierung könnte es sich möglicherweise auch um eine Tafel mit horatianischen - valerianischen Gesetzestexten gehandelt haben.
Sofern die Tabula Valeria denn an der Westfassade angebracht war, muss sie spätestens beim Bau der Basilika Porcia im Jahre 184 v. Chr. entfernt worden sein. Nach Fertigstellung der Basilika Porcia wäre es nicht mehr möglich gewesen die Tabula Valeria einzusehen, da der Blick versperrt gewesen wäre. Möglicherweise ist sie anderswo aufgehängt worden oder gar dem benachbarten Neubau einverleibt worden 11 . Im Jahre 80 v. Chr. baute Sulla (*138 - †78 v. Chr.) die Curia um und ließ während der Umbaumaßnahmen die beiden an den Ecken des Comitiums stehenden Statuen des Phytagoras und Alcibiades entfernen 12 . Die Curia wurde von da an, nach Sullas Gentilnomen, auch Curia Cornelia genannt.
Im Jahre 52 v. Chr. legte ein vom Volkstribun Clodius Sextus aufgehetzter Mob Feuer, wodurch die Basilika Porcia und die Curia Hostilia komplett niederbrannten. Nachdem Brand ließ Sullas Sohn
8 Liv.: XLV, 24. 12
9 Varro. ap. A. Gellium. XIV.7.7.
10 Plin. nat.: XXXV, 22
11 Richardson, Lawrence: Curia Calbra, in: A new topographical dictionary of ancient Rome (1992), S. 102
12 Plin. nat.: XXXIV
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Faustus im Auftrag des Senats die Curia an derselben Stelle neu errichten und erheblich vergrößern. 13
Bereits 44 v. Chr. wurde die gerade neu errichtete Curia wieder abgerissen. Warum dies geschah ist nach wie vor unklar. Cassius Dio berichtet, dass unter Leitung des Lepidus, einem Anhänger Caesars, auf dem Gelände der Curia ein Tempel zu Ehren der Felicitas errichtet werden sollte. Allerdings sind bisher keine Überreste eines solchen Tempels gefunden worden 14 . Es ist möglich, dass dieser Tempel bei späteren Umbaumaßnahmen in anderen Gebäuden aufgegangen ist. Möglicherweise fiel der durch Sullas Sohn errichtete Bau der Curia Hostilia/Cornelia aber auch einer Art ‚damnatio memoriae’ zum Opfer, mit der der Name Sulla aus dem politischen Bewusstsein des Staates gestrichen werden sollte 15 .
Am wahrscheinlichsten jedoch ist die Vermutung, dass die Curia Hostilia/Cornelia der Neugestaltung des Forum Romanum und dem Bau des Forum Iulium durch Gaius Julius Caesar zum Opfer fiel. Der Abriss durch Caesar, der eine neue Curia als monumentalen Eingang zu seinem Forum haben wollte, dürfte bei Volk und Oberschicht sicherlich auf große Kritik gestoßen sein 16 . Zeigte er doch wie wenig Respekt Caesar dem Senat entgegenbrachte.
IV. Die Curia Iulia
Kurz nachdem Caesar den Neubau der nach ihm benannten Curia Iulia in Auftrag gegeben hatte wurde er ermordet. Sein Adoptivsohn Augustus stellte den Bau 29 v. Chr fertig 17 und weihte ihn als Tempel 18 . Laut Plinius war die Curia Iulia in comitio errichtet worden und hatte wahrscheinlich auch dieselbe Ausrichtung wie die vorherige Curia
13 Cass. Dio: XLIV, 5.2 Cic. Mil.: 90 Cic. fin.: V, 2
14 Richardson, Lawrence: Curia Calbra, in: A new topographical dictionary of ancient Rome (1992), S. 102
15 Cass. Dio.: XLIV, 5
16 C.H. Beck/Kolb: Rom Geschichte einer Stadt in der Antike. München 1 1995. S. 264, Z. 1ff.
17 Mon. Anc.: IV, 1 Suet. Cal.: 60 Cass. Dio.: LI, 22
18 Varr. Ap. Gell.: XIV, 7.7
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Hostilia 19 . Allerdings dürfte sie aus ästhetischen und bautechnischen Gründen ein wenig versetzt gestanden haben 20 . Caesars Absicht folgend, orientiert sich die Curia Iulia eher zum Forum Iulium, als zum Forum Romanum. Auf Grund der Tatsache, dass der Eingang nach Süden ausgerichtet war, wurde und wird sie immer noch dem Forum Romanum zugeordnet(Abb. 2). Anhand eines Münzbildes lässt sich die Erscheinung der Curia Iulia rekonstruieren(Abb.3). Ihrem Eingang vorgelagert war ein, erhöht auf einem Podium gelegener Porticus mit ionischen Säulen. Vermutlich diente der Porticus auch als Rednertribüne. Wegen des fehlenden Treppenaufgangs betrat man die Curia wahrscheinlich über an den Seiten gelegene Stufen 21 . Über der breiten Eingangstür sind drei fast ebenso große Fenster zu sehen. Darüber wiederum ist auf der Münze ist die Inschrift ‚IMPCAESAR’ zu lesen, was diese Gebäude eindeutig als die Curia Iulia identifiziert. Die Figur im Giebel lässt sich genau nicht zuordnen.
Auf dem Dachgiebel thront eine über den Globus schreitende Statue der Viktoria von der angenommen wird, dass sie aus Tarent gestohlen wurde. In ihren Händen sind ein Siegeskranz und Waffen zu erkennen. Eine Anspielung auf die Weltherrschaft Roms. Rechts und links von ihr, auf den Ecken des Giebels stehen zwei Kriegerfiguren mit Lanzen oder Rudern in den Händen 22 . Möglicherweise sollte diese Konstellation an den Sieg in der Seeschlacht von Actium erinnern. Die Curia Iulia ist ebenfalls auf den Anaglypha Traiani zu sehen 23 . Im Innern der Curia soll von Augustus ebenfalls eine Statue der Viktoria aufgestellt worden sein 24 . Desweiteren sollen zwei Portraits des Philocares und ein Gemälde des attischen Malers Nicias (4 Jhr. v. Chr.) den Innenraum geschmückt haben 25 .
Vermutlich errichtete Augustus das im Nordwesten an die Curia angrenzende Chalcidium und das Secretarium Senatus. Der Secetarium Senatus genannte, von einem Säulengang eingefasste, Bau wird den
19 Plin. nat.: XXXV, 27, 131
20 Richardson, Lawrence: Curia Iulia, in: A new topographical dictionary of ancient Rome (1992), S. 103
21 Richardson, Lawrence: Curia Iulia, in: A new topographical dictionary of ancient Rome (1992), S. 102
22 C.H. Beck/Kolb: Rom Geschichte einer Stadt in der Antike. München 1 1995. S. 357, Z. 7ff.
23 Ashby, Thomas und Platner, Samuel Ball: Curia Iulia A topographical dictionary of ancient Rome. Rom (1965), S. 144
24 Cass. Dio.: LI, 22.1
25 Pli. nat.: XXXV, 27 f.
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augutaeischen Baumaßnahmen zugerechnet, auch wenn seine Existenz bis zur Zeit Diocletians nicht gesichert ist 26 . Er maß 18,17 m x 8,92 und diente
vermutlich, als Rückzugsort für Besprechungen der Senatoren. Das Chalcidium diente wohl als Archiv.
Domitian restaurierte die Curia Iulia im Jahre 94 v. Chr und weihte das Chalcidium seiner Schutzgöttin Minerva. 27 Im Zuge der vermehrten Barbareneinfälle brannte die Curia 283 n. Chr. im Feuer von Carnius bis auf die Grundmauern nieder.
IV. Die Curia des Diocletian - Von der Antike bis
Heute
Das heute noch existierende Curia Gebäude auf dem Forum geht auf Diocletian zurück, der es nach dem Brand von 283 v. Chr. neu errichten ließ 28 (Abb.4). Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte sich der Neubau an der Curia Iulia orientiert haben, entspricht das Aussehen der heutigen Curia doch in vielerlei Hinsicht dem der Curia Iulia auf dem Münzbild. Die Curia des Diocletian besitzt bei einer Länge von 25,20 m und einer Breite von 17,61 m eine Grundfläche von ca. 444 m 2 29 . Der Haupteingang befindet sich, dem Forum Romanum zugewandt, an der Südfassade und misst ca. 5,90 m Höhe (Abb.5) Zwei weitere Türen finden sich in der Nordwand des Gebäudes, ihre Funktion ist allerdings nach wie vor nicht genau bekannt. Auf dem Epistyl des Vordereingang befand sich die Inschrift: [i]mperant[e... | [n]eratius in ...| [c]uriam sen[atus]... . Diese wurde im Frühmittelalter, als man aus der Curia eine Kirche machte, entfernt. Hoch darüber befinden sich drei große Fenster die bereits auf dem Münzbild der Curia Iulia hervorstechen und geradezu charakteristisch für dieses
26 Ashby, Thomas und Platner, Samuel Ball: Art. Curia Iulia, in: A topographical dictionary of ancient Rome. Rom (1965), S. 144
27 Hier. Chron.: 1 161 Notit. Reg.: VIII
28 Hieron. Chron.: 148
29 Richardson, Lawrence: Curia Iulia, in: A new topographical dictionary of ancient Rome (1992), S. 103 Ashby, Thomas und Platner, Samuel Ball: Art. Curia Iulia, in: A topographical dictionary of ancient Rome. Rom (1965), S. 145
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Gebäude sind. An jeder der drei anderen Seitenwände befindet sich ebenfalls ein Fenster.
Der untere Teil der äußeren Fassade war mit Marmorplatten und das darüber liegende Mauerwerk mit Stuck verkleidet. Von der Verkleidung ist jedoch kaum etwas erhalten, so dass heute nur das ehemals versteckte Ziegelmauerwerk zu sehen ist.
Im Innenraum ist der Boden mit einem opus sectile Mosaik ausgelegt, welches gut erhalten ist (Abb. 6). Einander gegenüberliegend befinden sich an den Längsseiten der Curia zwei Stufenpodeste. Auf diesen befanden sich Bänke oder Sessel, die so genannten subselliae, auf denen die Senatoren während einer Sitzung Platz nehmen konnten (Abb. 7.). Ein weiteres, allerdings deutlich kleineres, Stufenpodest für den jeweiligen Sitzungsleiter liegt an der Nordseite des Innenraums. Dort befindet sich auch der Überrest des Sockels der augustaeische Viktoriastatue(Abb. 8). Die Innenwände waren ebenfalls mit Marmor verziert, die Verkleidung wurde aber 1562 zerstört. Papst Honorius I. (625 - 638 n. Chr.) wandelte die Curia in eine Kirche um. Während des Umbaus wurden die schweren bronzenen Eingangstüren entfernt und fanden eine neue Verwendung im Baptisterium San Giovanni in Laterano. Bei der Demontage fand man mehrere Münzen, darunter eine aus der Zeit des Domitian. Eine Apsis wurde angefügt, Nischen in die Wände geschlagen und man bestattete einige Leichen im Fundament, dem Treppenaufgang und unter dem Pflaster des Comitiums. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Eingang der Curia mehrmals angehoben, um ihn dem sich ebenfalls anhebenden Pflaster anzupassen.
Das Chalcidium wurde während des Baus der Via Bonella in den Jahren 1585 - 1590 abgerissen. Aus dem Secretarium Senatus machte man die Basilika San Martina. Heute liegt das Secretarium Senatus, auf Grund der mehrmaligen Bodenanhebung, unter der Erde und dient als Krypta. Zwischen 1935 und 1938 gab man die Kirche San Adriano auf und stellte den ursprünglichen Zustand der Curia wieder her.
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Heute beherbergt das fast komplett restaurierte Gebäude aktuelle archäologische Austellungen 30 (Abb. 9).
V. Zusammenfassung
Über Jahrhunderte hinweg prägten die verschiedenen Gebäude der Curia auf dem Forum Romanum kontinuierlich das Erscheinungsbild des politischen Zentrums Roms. Verlor der in der Curia tagende Senat spätestens seit dem Zusammenbruch der Republik zusehends an Bedeutung, behielt die Curia hingegen ihren hohen, wenngleich auch vorrangig repräsentativen, Stellenwert. In späterer Zeit war sie nur noch Herberge eines quasi bedeutungslos gewordenen politischen Organs. Im Laufe der Zeit brannte die Curia mehrmals nieder, wurde aber immer wieder an fast derselben Stelle neu errichtet und restauriert. Dies zeigt welche immense Bedeutung ihr durch Jahrhunderte zukam. Sie symbolisiert wie kaum ein anderes Gebäude in Rom, die Stadtgeschichte sowie den Aufstieg, den Verfall und schließlich den Zusammenbruch des römischen Weltreiches.
Bereits im frühen Mittelalter wurde das Gebäude die Kirche San Adriano umfunktioniert und teilweise umgebaut. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entschloss man sich den ursprünglichen Zustand der Curia wiederherzustellen und sie zu restaurieren. Der Funktion als Kirche ist es zu verdanken, dass dieses eindrucksvolle, geschichtsträchtige Gebäude über die Jahrhunderte bis heute erhalten blieb. Weiterhin prägt es das Erscheinungsbild des Forum Romanum.
30 Richardson, Lawrence: Curia Iulia, in: A new topographical dictionary of ancient Rome (1992), S. 103 Ashby, Thomas und Platner, Samuel Ball: Art. Curia Iulia, in: A topographical dictionary of ancient Rome. Rom (1965), S. 145
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VI. Literatur- und Quellenangaben
• Ashby, Thomas / Platner, Samuel Ball: A topographical dictionary of ancient Rome. Rom 1 1965
• Alfonso Bartoli - CVRIA SENTUS lo scavo e il restauro. Rom 1 1963.
• Cassius Dio: Dio’s Roman history: in 9 Volumes / with an english translation by Earnest Cary, Camebridge , Mass, 1 1954
• C.H. Beck/Kolb: Rom Geschichte einer Stadt in der Antike. München 1 1995.
• Gion,Olof(Hrsg.): M. Tullius Cicero. de finibus bonorum et malorum. München
1 1988.
• Wessner, Paul (Hrsg.): Ciceros Rede für T. Annius Milo. mit dem Kommentar des Asconius und den Bobienser Scholien, Berlin 2 1968
• Hieronymus Chronicon: Eusebius Caesariensis: Die Chroniken des Chronicon.(Hrsg.) Rudolf Helm 1 1956
• Köb, Ingrun: Rom - ein Stadtzentrum im Wandel. Untersuchungen zur Nutzung des Forum Romanum und der Kaiserfora während der Kaiserzeit. Hamburg 1 2000
• Hillen, Hans Jürgen(Hrsg.): Livius. Ab urbe condita. Römische Geschichte: lateinisch und deutsch, Darmstadt 1 1974
• Macrobius Saturnalis
• Monumentum Ancyranum: Augustus: Imperium Romanum, Imperator. Meine Taten: nach dem Monumentum Ancyranum, Apolloniense und Antiochenum; lateinisch - griechisch - deutsch = res gestae divi Augustae/ Augustus. Ed. Ekkehard Weber. - 1. Auflage der Neuausgabe, München 1970
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• König, Roderich(Hrsg.): Gaius Plinius Secundus: Naturkunde. naturalis historia. lateinisch-deutsch, Darmstadt 1 1973
• Richardson, Lawrence: A new topographical dictionary of ancient Rome. Baltimore u.a. 1 1992
• Steinby, Eva Magaretha: Lexikon Topographicum urbis Romae. A-C, Rom 1 1993
• Sueton Caligula 1. Caesarenleben: neu herausgegeben und erläutert /Sueton. Mit einer Einl. Von Rudolf Till, Stuttgart, 1 1941 2.Suetonius: in two volumes / with an english translation by J. C. Rolfe, London
• Varro, Marcus Terentius.: de lingua Latina. On the latin language: in two volumes / Varro With an english traslation by Roland G. Kent, London, 1 1958
• Zanker, Paul: Forum Romanum - Die Neugestaltung durch Augustus. Tübingen
1 1972.
• Ziegler, Konrad (Hrsg.): Der kleine Pauly.Lexikon der Antike. Bd. I, Stuttgart
1 1964.
10
VII. Abbildungen:
(Aus: C.H. Beck/Kolb: Rom Geschichte einer Stadt in der Antike. München 1 1995. S. 204)
(Aus: Zanker, Paul: Forum Romanum - Die Neugestaltung durch Augustus. Tübingen 1 1972. S.41)
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(Aus: Zanker, Paul: Forum Romanum - Die Neugestaltung durch Augustus. Tübingen 1 1972. S.10)
(Aus: Alfonso Bartoli - CVRIA SENTUS lo scavo e il restauro. Rom 1 1963. TAV. XLVIII, Fig.2)
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Quote paper:
Jens Wegmann, 2005, Die Curia auf dem Forum Romanum, Munich, GRIN Publishing GmbH
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