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Inhaltsverzeichnis
0. Vorbesinnung 3
1. Übersetzungsvergleich 3
2. Abgrenzung des Textes und Kontext 4
3. Gliederung des Textabschnittes 5
4. Literarkritik 6
5. Formkritik und „Sitz im Leben“ 6
6. Mündliche Überlieferungsgeschichte. 7
7. Redaktionsgeschichte 8
8. Begriffserklärungen aus der Zeitgeschichte. 9
9. Traditionsgeschichte. 9
10. Religionsgeschichtlicher Vergleich. 11
10.1. Gegenwartsbezug in der modernen Kunst 12
11. Einzelexegese 12
12. Skopus 15
13. Verkündigungsansatz für heute. 16
Literaturverzeichnis 17
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0. Vorbesinnung
Über den Text meiner Exegese habe ich bisher wenig gehört. Anfang diesen Jahres war ich auf einem Seminar zum Thema „Im Glauben wachsen“ von Campus für Christus. Dort hat die Referentin Martha Conrad über die Gegenwart Gottes referiert und am Beispiel Jakobs unsere Begegnungen mit Gott in Kämpfen und Leiden zu verdeutlichen versucht. Mir persönlich blieb nicht so viel davon in Erinnerung, so dass ich beim Lesen meines Textabschnittes erneut erstaunt über Jakobs Verhalten war. Mutig, aber ebenso fordernd, erwartet er von seinem Gegenüber gesegnet zu werden.
Dabei denke ich stark an sein hinterlistiges Verhalten gegenüber seinem Bruder Esau. Auch hier ist er nur auf den Segen aus, so dass sich mir die Frage stellt, welche Bedeutung der Segen Gottes für Jakob und generell für unser Leben haben könnte. Ebenso interessant finde ich die Frage nach dem Namen. Warum bekommt Jakob genau diesen Namen und welche Bedeutungen hatten Namen in der damaligen Zeit?
Erstaunlich empfand ich beim Lesen ebenso die Erscheinung Gottes und der damit verbundene Kampf. Warum kämpft der Engel mit Jakob und besiegt ihn dennoch nicht? Welche Aufgabe erfüllt hier der Engel?
Normalerweise verbinde ich mit Engeln die Überbringung einer meist freudigen Botschaft und das Wirken als Helfer Gottes. Dabei fällt mir ein, dass Engel auch nicht selten Erschienen um den Menschen zu sagen, welchen Namen sie ihren Nachkommen geben sollten. Ich denke da zum Beispiel an Zacharias, der seinen Sohn Johannes nennen sollte, oder auch an Maria vor der Geburt Jesu.
Ich freue mich schon darauf genauer herauszufinden, was uns der Bibeltext auch heute noch zu sagen hat. Inwieweit kämpfen wir mit Gott und verlangen Seinen Segen? Wo hadern wir gegenwärtig mit Gott und lassen dennoch nicht von Ihm ab?
Eine Sache fällt mir allerdings jetzt schon auf: Gott hält was er verspricht. Er hat Jakob schon vor dem Kampf Seinen Segen zugesichert und Jakob erhält ja dann auch tatsächlich den Segen Gottes.
1. Übersetzungsvergleich
Folgende Bibelübersetzungen habe ich für einen Vergleich ausgewählt: Die Stuttgarter Erklärungsbibel in der revidierten Fassung von 1984 (Luther), die Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, der wissenschaftliche Kommentar von C. Westermann und die Interlinearübersetzung von R.M. Steurer. Bei meiner Auswahl habe ich bewusst auf die Übersetzungen in geläufiges Deutsch, wie z.B. Gute Nachricht oder
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Hoffnung für Alle, verzichtet, da sie zwar verständlich sind, sich aber nicht nah genug am Urtext orientieren. Bereits beim ersten Lesen der ausgewählten Übersetzungen fällt mir auf, dass sich die Einheitsübersetzung und die Interlinearübersetzung an mehreren Stellen bei der tageszeitlichen Angabe des Anbruchs der Morgenröte zu den Übersetzungen Luthers und Westermanns unterscheiden. Das Verb wird in Vers 27 von Steurer im Perfekt wiedergegeben, bei Luther hingegen als gerade geschehendes Moment. Dies geschieht ebenso in Vers 32 als Jakob Pnuel durchzieht und die Sonne bei Steurer bereits aufgegangen ist, während sie bei Luther in dem Augenblick aufgeht, als Jakob an Pnuel vorüberkommt. Ein weiterer Unterschied besteht bei der Übersetzung des Wortes wydly .Einheitsübersetzung und Luther übersetzen hier mit „Söhne“, während Westermann und Steurer das Wort „Kinder“ verwenden. Hier wird das Selbstverständnis Luthers und das der Übersetzer der Einheitsübersetzung deutlich, denn zur damaligen Zeit war es kulturell bedingt nur die männlichen Nachkommen zu erwähnen.
Die Einheitsübersetzung, welche der offizielle Bibeltext der katholischen Kirche ist, ist gut verständlich und wird für den Gebrauch im Gottesdienst, Seelsorge und Unterricht verwendet 1 . Für meine Exegese entscheide ich mich allerdings für die Übersetzung Luthers, da sie mir vertrauter ist und sich nah am Urtext zu orientieren versucht, auch wenn sie von Luther schon bewusst fürs Volk geschrieben wurde und einige Genauigkeiten, die in der Interlinearübersetzung oder im wissenschaftlichen Kommentar vorhanden sind, auslässt.
2. Abgrenzung des Textes und Kontext
Da ich mich bei meiner Exegese für die Lutherübersetzung entschieden habe, werde ich die Abgrenzung des Textes auch daran verdeutlichen. Luther leitet den Vers 23 mit einer neuen Überschrift ein, bevor es mit den Worten „Und Jakob stand auf in der Nacht (…)“ weitergeht. Im vorherigen Vers (22) heißt es: „(…) er aber blieb diese Nacht im Lager“. Hier wird deutlich, dass wir es mit einer neuen Zeitangabe zu tun haben. Nachdem der Tag vergangen ist, geht Jakob ins Lager und steht erst in der Nacht wieder auf, aber noch bevor der neue Tag hereinbricht.
Diesem Textabschnitt geht Jakobs Erschleichung des Erstgeburtsrechts und die darauf folgende Flucht vor seinem Bruder Esau nach Haran zu Laban voraus. In Kapitel 28 verheißt Gott Jakob in einem Traum seine Treue, mit der er ihn zurück in sein Land bringen wird und verheißt ihm dazu viele Nachkommen. Nachdem Jakob um Lea und Rahel gedient hat, kommt er durch den sogenannten „Hirtentrick“ zu Reichtum und flieht mit seiner Familie
1 http://www.die-bibel.de/aktuell/bibellesen-heute/welche-uebersetzung/einheitsuebersetzung/
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nach Gilead. Dort schließt er mit Laban einen Bund, nachdem dieser ihn aufgrund seines Verhaltens verfolgt hatte. Daraufhin sendet Jakob Boten zu seinem Bruder Esau und bittet um Vergebung.
Als Jakob hört, dass ihm sein Bruder mit 400 Mann entgegen zieht, bekommt er Angst und lässt sein Vieh als Geschenk für seinen Bruder vor sich her ziehen, zur Nacht bleibt er allerdings im Lager. An dieser Stelle setzt Jakobs Kampf am Jabbok ein. Nach Jakobs Begegnung am Jabbok geht in Vers 32 die Sonne auf und Jakob kommt hinkend an Pnuel vorbei. In Vers 33 erfolgt eine Schlussfolgerung aus Jakobs Hinken für die Kultur der Israeliten und ein neues Kapitel wird mit einer neuen Überschrift eingeleitet. Von daher möchte ich hier meinen Text abgrenzen, da in Kapitel 33 Jakobs Begegnung und Versöhnung mit Esau erfolgt
3. Gliederung des Textabschnittes
Der Text lässt sich in fünf Abschnitte einteilen. In der Einleitung zieht Jakob mit seiner Familie an den Jabbok, führt sie hinüber und bleibt allein zurück. Im Hauptteil steht der Kampf und Jakob bekommt einen Schlag auf die Hüfte. Er bekommt den Segen und den neuen Namen Israel. Am Schluss gibt Jakob der Stätte den Namen Pnuel und der Textabschnitt schließt mir der Erklärung eines Ritus, der sich aus dieser Begebenheit ableiten lässt.
Einleitung
1. (V. 23- 24) Jakob am Flussübergang Hauptteil 2. (V. 25) Der Kampf und der Schlag auf die Hüfte 3. (Vers 26- 30) Ausgang des Kampfes
3.3. (V. 30b) Der Angreifer verweigert den Namen, aber segnet
Jakob Schluss 4. (V. 31) Benennung des Ortes Pnuel 4.1. (V.32) Einmündung in die Einleitung 5. (V. 33) Ein Ritus, der aus dem Geschehen abgeleitet wird
Arbeit zitieren:
Anika Dehnbostel, 2007, Alttestamentliche Exegese zu Genesis 32, 23-33, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Exegese zu Genesis 12,1-9 die Berufung des Abraham
Theologie - Biblische Theologie
Hausarbeit, 15 Seiten
Hananias und Saphira - Exegese zur Apostelgeschichte 5, 1-11
Theologie - Biblische Theologie
Seminararbeit, 26 Seiten
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Referat / Aufsatz (Schule), 13 Seiten
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