Diese Diplomarbeit ist meinen Eltern gewidmet, die mich das Laufen lehrten.
I N H A L T S V E R Z E I C H N I
E I N L E I T U N G 1
1. Sucht
1.1 Begriffsdefinition 3
1.2 Ätiologische Faktoren 5
1.3 Wesens- und Unterscheidungsmerkmale 7
1.4 Gesellschaftliche Determinanten 9
1.4.1 Statistische Daten 12
2. Vom Werde-Gang zum Lebens-Lauf
2.1 Einführung 15
2.1.1 Psyche und Physis 17
2.2 Grundlagen des Laufens 19
2.3 Wissenschaftliche Untersuchungen 25
2.4 Kompensatorisches Laufen 29
2.5 Praxisbeispiele 32
2.6 Durchführung 34
2.7 Laufen als meditative Körpertherapie 40
2.7.1 Formelhafte Vorsatzbildung 47
2.8 Laufen bei Depression 50
2.9 Religionspädagogik und Suchtkrankenhilfe 55
2.9.1 Grundlagen 55
2.9.2 Laufen als geistiges Therapeutikum 57
3. Lauftherapie und sozialpädagogische Praxis
3.1 Sucht versus Laufsucht 62
3.2 Lauftherapie versus Psychotherapie 65
3.3 Professionelle sozialpädagogische Hilfe 67
Z U S A M M E N F A S S U N G 73
Tabellen-, Darstellungs- und Abbildungsverzeichnis 78
Literaturverzeichnis 81
1
E i n l e i t u n g
U
nsere Gesellschaft, in welcher es kaum noch tragfähige Gruppen gibt, ist von einer ‚Individualisierung des Individuums‘ gekennzeichnet. Beobachtungen zeigen, daß soziale Ausschließungsmechnismen dem Einzelnen zur existentiellen Gefahr werden können, wenn er nicht über ein gesundes Fundament ökonomischer und handlungsmechanischer Natur für das adäquate Durchleben dieser Mechanismen verfügt. Die genannten Mechanismen treten dann in Kraft, wenn die Kompensation der jeweiligen Belastungen mißlingt. Das Gleichgewicht zwischen Be- und Entlastung wird gestört und auch eine ‚Simulation von Souveränität‘ versagt ihren Dienst, da sie denaturierten Charakter besitzt. Hierbei sei vor allem auf die krankmachenden Auswirkungen von Streßbelastungen (Distreß) hingewiesen. Um diese auszugleichen, entwickelten sich in der Geschichte der Menschheit viele Entspannungsverfahren. Eine der Ältesten ist die Meditation. Aber auch die progressive Muskelentspannung nach JACOBSON oder eine breitensportliche Betätigung lassen sich alltagsintegriert und zielorientiert zum Abbau von Verspannungen durchführen.
Wo einer starken Spannungssituation mit mittelgebundem Suchtstoffgebrauch begegnet wird, werden andere Möglichkeiten der Revitalisierung eingeschränkt. Der gestreßte Mensch neigt dann dazu, bei entsprechend ähnlichen Momenten, seine Streßsymptome immer wieder mit Drogen ‚unter Kontrolle‘ zu bringen. Anfangs reagiert der Körper unmittelbar auf eine gewisse Dosis und schafft so auf relativ unkonventionelle Art eine schnelle Entlastung. Wenn der Suchtmittelgebrauch allerdings dazu führt, daß dieser als Hauptkompensationsmittel fungiert, so kann es zu einer Abhängigkeit, respektive Sucht, kommen. Diese führt je nach Ausformungstendenz zu einschneidenden Sozialisationsbrüchen. Nach etlichen glücklosen Versuchen, sich selbst von der Suchtmittelabhängigkeit zu befreien, müssen sich viele Suchtkranke professionellen Fachkräften anvertrauen. Hier setzen verschiedene Therapien und Modelle an. In der vorliegenden Diplomarbeit möchte der Verfasser dem Rezipienten das ‚Kompensatorische Laufen‘ als eine alternative Behandlungsmaßnahme in der Suchtkrankenhilfe vorgestellen. Es wird der Frage nachgegangen, ob Laufen zur Überwindung einer Suchterkrankung beitragen kann und diesbezüglich eine Art Ersatz- und Selbstsubstitution darstellt.
2
Um dies herauszustellen, ist die Diplomarbeit wie folgt aufgebaut: Zunächst gilt es, Sucht zu definieren, ihre Entstehung darzustellen und im Rahmen von Fragen der gesellschaftlichen Relevanz von Sucht statistische Erhebungen zu analysieren. Im zweiten Abschnitt sollen die Grundlagen des Laufens und seine Auswirkungen auf die menschliche Physis und Psyche herausgearbeitet werden. Dazu stellt der Verfasser Beispiele aus der Praxis, ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse, vor. Insbesondere geht es um die Verknüpfung des Laufens mit anderen ausgewählten Verfahren wie beispielsweise der Meditation und des Autogenen Trainings nach SCHULTZ. Fragen der religionspädagogischen Begleitung suchtkranker Menschen werden anwendungsbezogen erörtert.
Bevor eine Zusammenfassung der konstatierten Ergebnisse die Diplomarbeit beendet, wird im dritten Abschnitt auf den Bezug des ‚Kompensatorischen Laufens‘ zur Sozialpädagogik eingegangen. Die Überlegung, ob in Verbindung mit dem Ausdauerlauf ebenfalls von einer Sucht, der ‚Laufsucht‘, gesprochen werden kann, wird ebenso behandelt wie die Frage, welchen Platz die Lauftherapie im Kontext zu einem anderen Verfahren, der Psychotherapie, einnimmt.
3
1. Sucht 1.1 Begriffsdefinition D
as Wort ‚Sucht‘ findet heute in bezug auf viele Erscheinungen seine Anwendung. Bezeichnungen wie Eifersucht, Rachsucht, Fettsucht, Streitsucht oder auch Sehnsucht, kommen im täglichen Sprachgebrauch vor, pointieren und etikettieren menschliche Verhaltensweisen. Zu unterscheiden ist zwischen ‚traditionalisierten
alten‘
und ‚neuen‘ Suchtformen. Als Beispiel für eine klassische Sucht sei an dieser Stelle die Trunksucht genannt, für die sogenannte ‚Neue
Süchtigkeit‘
seien die Konsum- und Kaufsucht, die Arbeitssucht und die Spielsucht angeführt. GASSMANN (1994, S. 282) qualifiziert diese so: „Wesentliches Merkmal all der >>Neuen Süchte<<, gleich wie definiert, ist ihre hohe Sozialverträglichkeit bis in das jeweilige Endstadium hinein oder aber zumindest bis zu dessen Beginn.“ Die Beispiele zeigen, daß der Begriff ‚Sucht‘ schwer zu definieren ist. Daher „… hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgeschlagen, auf ihn […] zu verzichten und ihn durch den Begriff der Abhängigkeit zu ersetzen.“ (GVS, S. 14; Auslassung: S.R.) In der vorliegenden, überwiegend auf das Spektrum der Alkoholkrankheit ausgerichteten Diplomarbeit, möchte der Verfasser neben dem Begriff der ‚Abhängigkeit‘, weiterhin den Terminus ‚Sucht‘ verwenden. Dies resultiert aus der Auffassung, in welcher WEISS (1978, S. 402) die Sucht im Sinne einer auf die Semantik bezogenen Ätiologie wie folgt elaboriert hat: „Das im deutschsprachigen Raum geläufige Wort <
4
Entfaltungsprozeß des Menschen anzeigen.“ GRUEN (1993, S. 15) lädt zur Auseinandersetzung mit seiner Sichtweise ein und meint, „… daß Sucht rings um uns ist und nicht nur im offiziell Süchtigen. Indem wir ihn zum Opfer machen, brauchen wir nicht die Sucht in unserem eigenen Verhalten sehen.“ Dieser Meinung schließt sich RICHTER (1994, S. 151) an und argumentiert: „Sucht ist ein verschwommener Begriff für ausgesprochen heterogene Erscheinungen, er impliziert zu Unrecht Homogenität.“
HÜSGEN (1985b, S. 14) erhebt in seiner nachfolgenden Feststellung den gesellschaftlichen Aspekt von ‚Sucht‘, wenn er meint, „Sucht ist Übereinkunft nur mit sich.“ Diese These ist insoweit zutreffend, daß sich Sucht in seiner Konsequenz nicht nur nach innen, sondern auch nach außen richtet. SLOTERDIJK (1993, S. 141), führt die von HÜSGEN aufgestellte These weiter und meint:
„Zu den tragischen Lektionen der Droge gehört es, daß sie es dem Menschen verbietet, ein Privatverhältnis zum Überwältigenden aufzubauen. Unter Bedingungen des Privatkonsums nämlich erfüllt jede psychotrope Substanz früher oder später die Definition des Dämonischen. In dieser Beziehung zum Dämon verliert das Subjekt seinen Willen an den stärkeren Partner.“
Die ‚Übereinstimmung‘ relativiert sich eo ipso mit Zunahme der Suchtmittelabhängigkeit und wird zur bestimmenden Macht in der Existenz des süchtigen Individuums. Daß sich dies auf alle Individuen übertragen bzw. generalisiert darstellen läßt, zeigt FROST( 1990, S. 66; Auslassung: S.R.) auf: „Die […] anthropologische Reflexionsebene hält die Bestimmung des Suchtbegriffs bewußt für den Gedanken einer möglichen Gefährdung aller Menschen offen.“ Hier stimmt auch SCHOLZ (1993, S. 47) entsprechend zu: „Die Kulturgeschichte der Sucht und Drogen macht sehr deutlich, daß es sich hier um ein Phänomen handelt, das anthropologische Bezüge hat.“ Eine interessante Sichtweise äußert SLOTERDIJK (1993, S. 156). Er definiert Sucht im religionsphilosophischen Sinn als „… ein decodiertes, das heißt verdunkeltes und entsprachlichtes Verlangen nach Befreiung vom Existenzzwang.“ Meine persönliche Ansichtsweise für das Phänomen Sucht findet sich in der nachfolgenden Beschreibung wieder:
5
1.2 Ätiologische Faktoren
So vielfältig wie das menschliche Dasein ist, so mannigfaltig sind die Ursachen für ein Süchtigwerden. Doch gibt es Erklärungen, welche die Entstehungsgeschichte von süchtigem Verhalten auf bestimmte Faktoren zentrieren und somit operationalisierte und vergleichbare Theorien darstellen.
FEUERLEIN et al. (1995, S. 12) geben die psychologischen und physiologischen Faktoren einer Entstehung von Sucht wie folgt an:
Darstellung 1: Das Suchtdreieck.
Demnach ist festzustellen, daß die Ursachen für die Entstehung einer Suchterkrankung die Droge, das Individuum mit den ihn beeinflussenden endogenen Faktoren (psychologische und biologische) und das soziale Umfeld (exogener Faktor) sind. Sucht entsteht dort, wo das Individuum seine Kraft, im Sinne seiner natürlichen geistigen und körperlichen Abwehrkräfte, schrittweise gegenüber dem suchtmachenden Objekt verliert.
Grundlegend für meine Sichtweise der Entstehung, beispielsweise des Alkoholismus, ist die Frage, wie sich das Individuum in seinem jeweiligen Umfeld bewegt. Über die individuelle Lebensweise wird der Werde-Gang zur Sucht determiniert. Weiterhin spielen das Abhängigkeitspotential, die Enkulturation, die Soziogenese, Frustrations-und Stigmatisierungserfahrungen und der Zeitpunkt einer Behandlung der Erkrankung eine Rolle. Die Psychoanalyse führt das Suchtverhalten auf ein übermächtiges ES zurück. Es wird angenommen, daß Abwehrmechanismen, wie zum Beispiel die Verdrängung, zur Abspaltung des Realitätsprinzips führen. DANNHORN (1986, S. 323) „Aus psychoanalytischer Sicht liegen bei Süchten verschiedene strukturelle Ich-Störungen vor, die sich auch auf den affektiven Bereich erstrecken.“
DAVISON/NEALE (1988, S. 334; Auslassung: S.R.) „In den meisten psychoanalytischen Darstellungen gilt die Fixierung auf der oralen Stufe der
6
Entwicklung als vorrangige Ursache des Alkoholismus. Die frühen Mutter-Kind-Interaktionen […] haben die Abhängigkeitsbedürfnisse des Kindes auf dieser Reifestufe entweder frustriert oder im Übermaß befriedigt.“ Mit der nachfolgenden Sentenz möchte der Verfasser die These vertreten:
Es ist anzunehmen, daß Menschen mit einer ausgeprägten Suchterkrankung in ihrer frühkindlichen Entwicklung einem Mißverhältnis von Anforderung und Behütung ausgesetzt waren. Es kam zu frühen Enttäuschungen und der Prägung eines Urmißtrauens gegenüber der Umwelt und der eigenen Existenz. Die (gemutmaßte) fehlende Annahme des Kindes durch die Mutter als erste Bezugsperson wird als so einschneidend erfahren, daß die spätere Lebensrealität nur schwer einer Annahme unterliegen kann. Das nur unzureichend gereifte Selbstvertrauen und die unausgewogene Erziehung bzw. Persönlichkeitsbildung führt weiterhin zum Hang nach Ersatzabhängigkeit und der Suche nach unterschiedlichen Kompensationsmöglichkeiten dieser. Sie sind als Hilferuf und Ersatzbildungsprozeß für verlorengegangene Liebe und Zuwendung zu verstehen. Das nicht gereifte Individuum sehnt sich nach Verbundenheit, die Droge respektive der Alkohol wird zum Abhängigkeits- und Verbundenheitsersatz.
Die Droge besitzt eine unheilvolle Eigenschaft. Sie sorgt dafür, den Konsumenten in einen Zustand des Rausches zu versetzen. Ein Mensch, der sich als nicht angenommen begreift, spürt, daß die Droge in der Lage ist, ihn kompromißlos anzunehmen und ihm ‚Geborgenheit‘ zuzueignen. Der Kreislauf der Sucht, ausgezeichnet durch den auslösenden Faktor, der Einnahme der Droge, des sich ‚besser Fühlens‘ bzw. der Erleichterung und der aufgrund der steigenden Toleranz gegenüber der Menge des Suchtstoffs bedingte Mehrkonsum, beginnt. Die immer höheren Dosen, welche für ein Erreichen des gewünschten Effektes nötig sind, führen zu einem permanenten Ungleichgewicht bei Absinken der Intoxikation. Dieser Zusammenhang ist als begrenzt anzusehen, da sich der Mensch mit der Dauer einer verabreichten Noxe entsprechend schädigt und ihn die Kraft, welche er aus der Droge entnehmen möchte, gleichzeitig schwächt.
7
Unterschieden werden muß zwischen den unterschiedlichen Arten der Abhängigkeit. Es gibt stoffgebundene und nicht stoffgebundene Abhängigkeiten. Ein nicht stoffgebundener und nur psychisch abhängigmachender Suchtverursacher ist beispielsweise ein Spielautomat. Eine stoffgebunde Droge, welche psychisches und physisches Abhängigkeitspotential in sich vereint, ist Alkohol. Der folgenden Tabelle ist die Einteilung von Drogen nach ihrer jeweiligen Legalität bzw. Illegalität zu entnehmen. Die Tabelle wurde einem Heft der BARMER
Ersatzkasse, Wuppertal, entnommen. 1
Tabelle 1: Einteilung der Drogen nach Legalität und Illegalität.
Quelle: Vgl. BARMER ERSATZKASSE (o. J., S. 5).
Eine bestehende Beschränkung der als legal eingestuften Drogen ist bei den zur Zeit aktuellen Doping-Richtlinien zu finden. Auch auf diese ist, da sich die vorliegende Arbeit mit dem Thema ‚Sport und Suchterkrankung‘ befaßt, hinzuweisen.
1 Meines Erachtens unterliegt die Einteilung von Drogen nach ihrer Legalität bzw. Illegalität allgemein einer unzureichenden Aufklärung, insbesondere, wenn es um die Folgen des Mißbrauchs einer Substanz geht. Denn in ihrer Konsequenz, nämlich der Suchtmittelabhängigkeit und deren Folgen, ist diese Einteilung von sekundärer Bedeutung.
8
HÜLLINGHORST (1992, S. 3f.)
„Die Wirkungen sind, je nach Art des Suchtmittels, unterschiedlich. Die „seelische (psychische) Abhängigkeit“ bedeutet, daß man das Gefühl hat, ohne die Wirkung eines bestimmten Mittels bestimmte Situationen (oder das Leben) nicht bewältigen zu können; die „körperliche (physische) Abhängigkeit“ rührt aus einer Veränderung der Stoffwechselvorgänge her. Um mit einem Mittel die gleiche Wirkung zu erzielen, sind immer höhere Dosen erforderlich. Der veränderte Körperhaushalt ist der Grund für die sogenannten „Entzugserscheinungen“, die beim Absetzen oder bei geringer Einnahme der Droge auftreten und so unangenehme Folgen für Betroffene haben, daß der Konsum umgehend fortgesetzt werden muß.“
FROST (1990, S. 66; Auslassung: S.R.) unterteilt Abhängigkeit wie folgt und betont: „Wohl gibt es aber […] eine Abstufung zwischen Sucht und süchtigem Verhalten. Süchtiges Verhalten, wie beispielsweise das Rauchen, könnte demnach in seinem gravierenden Unterschied zu den extremen Suchtformen begründet werden, weil es immer nur Teilbereiche der Persönlichkeit binden wird.“
Meines Erachtens ist Sucht, nicht das süchtige Verhalten, ein Kompensationsraum, der
abhängigkeitszentriert, repressiv und regressiv belegt ist. 2 Sucht besitzt die Tendenz, vom ganzen Menschen Besitz zu ergreifen und zieht die ganze ‚Aufmerksamkeit‘ der psychischen Verfassung und des Habitus auf sich. Maßlosigkeit gegenüber dem suchtmachenden Objekt und eine anfänglich steigende physische und psychische Toleranz des Individuums gegenüber dem Suchtmittel lassen sich als Merkmale, beispielsweise der Alkoholsucht, feststellen. GEBSATTEL (vgl. 1954, S. 224) spricht von „einer Tendenz zur Selbstzerstörung“, welche allen Abwandlungen der Sucht gemeinsam zuzurechnen ist und konstatiert: „Das Maß aber ist der Feind der jeweiligen Sucht.“
Eine interessante Anschauungsweise vertritt SLOTERDIJK (vgl. 1993, S. 142) und spricht von einer ‚Sog-Umkehrung‘ als Merkmal der Sucht. Er meint damit, daß der Süchtige, statt an der Kraftquelle zu saugen, selbst zum Gesogenen wird und sich zugunsten des Überwältigenden entleert. „In jeder Sucht ist das Motiv am Werk, daß das Subjekt die Souveränität über das, was es füllt, verloren hat.“ (a.a.O., S. 143) Zur Wirkungsweise der Droge Alkohol bemerkt VOGEL (1994, S. 181): „Alkohol bzw. die chemische Verbindung Ethanol ist ein zentral dämpfendes Mittel, das bei geringer Dosierung bereits Hemmschwellen im Gehirn herabsetzt und somit durch den Verlust von Hemmungen stimulieren kann.“
2 Diese Annahme wird im Kapitel 1.4 näher erläutert.
9
Wenn also die Sucht solch eine Macht besitzt, daß sie bedingungslos über die Existenz eines Menschen herrschen kann, so stellt sich die Frage, welche alternative Gegenkraft es schafft, sich präventiv oder rehabilitativ gegenüber der suchtmachenden Droge zu behaupten. Um dies zu beantworten ist es notwendig zu wissen, welche Auswirkungen die Sucht im menschlichen Organismus verursachen kann.
KLEIN (1987, S. 50) erläutert,
„… daß der Suchtmittelabhängige außerstande scheint, Angst zu ertragen, bestimmte Erlebnisse zu meiden versucht und durch impulsives Handeln versucht, davor zu fliehen. Werden seine unmittelbaren Bedürfnisse nicht direkt erfüllt, erleidet er kaum zu bewältigende Frustrationen, die eine immense Spannung aufbauen. Die Wahrnehmung, dies durch Alkohol und Medikamente zu mildern, hat dann richtungsweisende Wirkung.“
Ebenfalls auf ein Mißverhältnis der affektiven Konstante weist HEIGL-EVERS (1985, S. 25) hin und meint: „… Unlustspannungen sind das Ergebnis einer Überflutung mit überwiegend inneren Reizen, derer der Kranke mit Hilfe der Droge Herr zu werden versucht.“
GÖRGEN (1987, S. 3) bemerkt: „Die Biographien von Drogenabhängigen sind voll von zerstörter Zwischenmenschlichkeit, Traumatisierungen und strukturell-defizitären Entwicklungen.“
1.4 Gesellschaftliche Determinanten
SCHLEGEL (1998, S. 38) formuliert den Zusammenhang, „… daß äußere (ökologische) und innere (seelische) Verwahrlosung sich gegenseitig bedingen …“. STELTER (1996, S. 71) macht auf die folgenden Umstände aufmerksam: „Das Problem unserer Zeit ist, daß der Freisetzungs- und Individualisierungsschub in unserer Gesellschaft für die ressourcenschwachen Teile der Bevölkerung eine dauerhafte Sinnkriese verursachen können.“ Diese Sinnkriese ist es, die das ‚Nichts‘ entstehen läßt. Um dieses ‚Nichts‘ bzw. die sich einstellende Leere zu kompensieren, ist der ökonomisch schwache Teil der Gesellschaft besonders gefährdet, sich eigene Bewältigungsmechanismen zu schaffen. Eine anscheinend leichte Loslösung vom Alltäglichen scheint demnach im Gebrauch von Drogen zu liegen. DAVISON/NEALE (1988, S. 334; Auslassung: S.R.) bemerken: „Das Trinken von Alkohol […] ist eine gelernte Reaktion, die erworben und beibehalten wird, weil sie Spannungen lindert.“ Für HURRELMANN/HESSE (1991, S. 241) trägt der Drogenkonsum allgemein
10
„… zur Befriedigung vielfältiger alters- und entwicklungsbezogener sowie ereignis- und lebenslagenspezifischer Bedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen bei.“ Meiner Ansicht nach läßt sich die These vertreten, daß die Behandlung (nicht im medizinischen Sinne) und die Existenz beispielsweise von alkoholkranken Personen in unserer Gesellschaft, ihr das ‚eigene Produkt‘ vor Augen führt. BATHEN (1991, S. 270) weist auf folgendes hin: „Sozialwissenschaftliche Theorien („labeling approach“) sagen aus, daß ein gesellschaftliches System seine Randgruppen und Subkulturen braucht, um sich in den anderen Bereichen erhabener zu fühlen.“
Meiner Meinung nach gilt:
Der Grund für einen zu hohen Alkoholkonsum ist auch auf die Vielfalt der Belastungen in unserer Gesellschaft zurückzuführen. Diese Belastungen führen zu einem ‚mittelgebundenen Hedonismus‘, d.h. es wird versucht, die Wirklichkeit und das sich durch unterschiedliche Faktoren einstellende Ungleichgewicht zu ‚leugnen‘ und mittels Alkohol die Fähigkeit zu erlangen, frustrierende Situationen auszugleichen oder beispielsweise von der Gruppe akzeptiert zu werden. Der schwer abhängige Mensch erfährt von seiner Umwelt Repressionen (oftmals aufgrund der durch Alkohol veränderten Persönlichkeit oder verringerten Leistungsfähigkeit). Die familiären Bindungen unterliegen einer ständigen Belastung, die Arbeitsstelle ist durch erhöhte Krankheitsphasen unsicher, Behörden reagieren mit repressiven Maßnahmen (z.B. Zwangstherapie, Maßregelvollzug bei einer unter Alkoholeinfluß begangenen rechtswidrigen Tat nach § 64 StGB, Akteneinträge bei kriminellen Handlungen im Rahmen der Mittelbeschaffung etc.). Weiterhin ist bei schwer alkoholkranken Menschen die Gefahr einer Regression gegeben, d.h. Rückfallverhalten bei begonnener Abstinenz. Die Sucht wirkt sich erkennbar zerstörerisch aus und führt, je nach Abhängigkeitsgrad, zum Verlust der Selbstdisziplin (hier einer Disziplin im Sinne des Funktionierens in der Gesellschaft). Die Gesellschaft entwickelt ihre eigenen Werte und Normen und ist, um eine Generalisierung dieser zu gewährleisten, auf die Definition von abweichendem Verhalten angewiesen.
11
BARTMANN (1993b, S. 428) führt dazu aus:
„Erst wenn der an sich gesellschaftlich erwünschte Mehrkonsum soziale Nachteile mit sich bringt (Vernachlässigung sozialer Pflichten wie Arbeit, Familie u. ä.) wird in der Regel aus dem erwünschten ein unerwünschter Konsum. Es sind also letztlich soziale Determinanten, die den >>normalen<< vom >>exzessiven<< Alkoholkonsum abgrenzen. Wir dürfen nicht vergessen, daß Abstinenz ein von der gesellschaftlichen Norm des kontrollierten Alkoholkonsums abweichendes Verhalten darstellt.“
In diesem Sinne stellen alkoholkranke Menschen eine gesellschaftliche Projektionsfläche dar. Für BERGER (1985, S. 70; Auslassung: S.R.) ist „Die Fähigkeit zur Selbstkontrolle im Umgang mit dem Suchtobjekt […] das entscheidende Merkmal zur Grenzziehung zwischen Normalität und Abweichung.“
Alkohol als legale Droge hat einen festen Platz in allen Schichten unserer Gesellschaft. Viele Menschen leben ohne grundlegende soziale und persönliche Folgen mit der Droge Alkohol. BERGER (1985, S. 71) findet: „Die Gesellschaft ist durchaus bereit, Sucht zu dulden, wenn diese mit intaktem Sozialverhalten in den übrigen Lebensbereichen einhergeht oder das Sozialverhalten sogar verbessert.“
Daher stellen die vorgenannten Beispiele eine (extreme) Möglichkeit der Folgen von zu hohem Alkoholkonsum dar. Leider setzt die Überlegung, sich einem Experten anzuvertrauen erst dann ein, wenn sich das Gebilde von einem Leben mit Alkohol nicht mehr aufrecht erhalten läßt, beziehungsweise die persönlichen (oftmals auch auf Kosten anderer Menschen) errichteten Kompensationsmechanismen versagen. In diesem Fall, also wenn der Leidensdruck zu groß wird, selbstverleugnerische Abwehrmechanismen keine Ganzheit mehr ergeben oder die Einsicht obliegt, daß die Schuld für das eigene Versagen nicht nur im Verhalten der Umwelt zu suchen ist, muß sich der
Alkoholkranke mit dem Gedanken auseinandersetzen, eine Therapie zu beginnen. 3 BALKENOHL (1985, S. 9) weist darauf hin: „Bei den zahlreichen Formen der Sucht hat der Mensch schon früh viel an personaler Zuwendung entbehrt. Durch süchtiges Streben wird kompensatorisch der Versuch unternommen, das Entbehrte nachzuholen.“ Diese Entbehrungen werden in ihrer kompromißlosen Konsequenz in gesellschaftlich relevanten Größenordnungen sichtbar. Um diese Feststellung zu erhärten, sollen im nächsten Kapitel statistische Daten Auskunft über die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf gesellschaftliche Bereiche geben.
3 In dieser wird versucht den Alkohol, der in der psychoanalytischen Betrachtungsweise die Funktion einer ‚Nabelschnur‘ zur Mutter ausfüllt, aus dem Leben des Suchtkranken zu verbannen. Hier stellt sich die Frage, welche Alternative einen Ersatz für diese scheinbar existenzerhaltende Flüssigkeit darstellen kann. Es geht also um einen Ersatz für den Ersatz, um die ‚ersatzersetzende Alternative‘.
12
1.4.1 Statistische Daten
OLIVA et al. (1996, S. 362; Auslassung: S.R.) geben die folgenden demographischen Zahlen der Personen mit vorhandener Suchterkrankung für Deutschland an:
„In Deutschland leben derzeit ca. 2,5 Mio. behandlungsbedürftige Alkoholkranke, bis zu 1,4 Mio. Menschen sind medikamentenabhängig und rd. 100 000 Menschen sind abhängig von illegalen Drogen. […] Sie haben i. d. R. gravierende psychische und soziale bzw. gesundheitliche Probleme. Sie sind überdurchschnittlich von Arbeits- und Wohnungslosigkeit, Armut sowie von sozialer Entwurzelung betroffen und nicht selten strafrechtlich belastet.“
Wenn geschätzte 2,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland
behandlungsbedürftig sind, so sind dies bei einer Einwohnerzahl von 81,54 Millionen 4 Menschen über 2% der deutschen Bevölkerung.
Daß der Alkoholkonsum eine gesellschaftlich relevante Größe darstellt, ist aus den nachfolgenden statistischen Erhebungen zu entnehmen. Demnach ist der Konsum von Alkohol, trotz erhöhter Ausgaben der Alkoholindustrie für Werbezwecke, in den letzten Jahren ständig zurückgegangen. 1997 gab es in Deutschland einen Pro-Kopf-Verbrauch an reinem Alkohol von 10,9 Liter. Dies ist, wenn davon ausgegangen wird, daß in einem Glas Bier (0,33 l) ein reiner Alkoholgehalt von 13 g enthalten ist und diese Statistik auch Kinder und alte Menschen einschließt, eine beachtliche Menge.
Statistische Daten zum Alkoholkonsum in Deutschland 5
Tabelle 2: Verbrauch an reinem Alkohol je Einwohner.
4 Quelle: Microsoft CD-ROM, Encarta ´98 Enzyklopädie, Stichwort: ‚Deutschland‘.
5 Quelle: Vgl. BREITENACHER (1998, S. 10).
13
Tabelle 3: Konsum alkoholischer Getränke je Einwohner.
Tabelle 4: Ausgaben für die Werbung alkoholischer Getränke in Deutschland (in Mio.).
Wenn die gesellschaftliche Relevanz des Alkohols betrachtet wird, so ist zu beachten, welchen volkswirtschaftlichen Faktor der Alkohol am Beispiel der Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr mit sich bringt. Daher soll an dieser Stelle eine weitere Statistik ‚ihre eigene Sprache sprechen‘, in welcher Straßenverkehrsunfälle mit Beteiligung von Alkohol differenziert aufgelistet sind. Dieser ist zu entnehmen, daß es im 1. Halbjahr 1998 in Deutschland 34.432 Unfälle im Straßenverkehr gegeben hat, bei denen mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluß gestanden hat. Dies sind, so das Statistische Bundesamt in seiner Pressemitteilung Nr. 332/98 vom 12. Oktober 1998, 13 % weniger als im 1. Halbjahr 1997. Es wird gemutmaßt, daß der Grund für die starken Rückgänge bei den alkoholbedingten Unfällen in der geänderten Gesetzeslage liegen dürfte. Seit dem 28. April 1998 gilt nämlich das Führen eines Kraftfahrzeuges mit mehr als 0,25 mg/l Alkohol in der Atemluft bzw. 0,5 Promille im Blut als Ordnungswidrigkeit. Die Vermutung liegt nahe, daß sich hier ein gewisser ‚erzieherischer Effekt‘ mit der Konsequenz einer Verhaltensänderung ausgewirkt hat.
14
Statistische Daten zu Verkehrsunfällen mit Alkoholbeteiligung 6
Darstellung 2: Verunglückte im Straßenverkehr im 1. Halbjahr 1998.
Tabelle 5: Unfälle mit mindestens einem alkoholisierten Unfallbeteiligten 1998.
6 Quelle: Vgl. STATISTISCHES BUNDESAMT: Pressemitteilung Nr. 332/98.
15
Allerdings gibt es auch eine enorme wirtschaftliche Bedeutung von Alkohol. Aus der dargestellten Tabelle läßt sich entnehmen, daß 1995 eine Anzahl von 83.796 Tausend Beschäftigte in 21.159 Tausend Betrieben der Alkoholindustrie als Arbeitnehmer tätig waren. Die Zahl der Steuereinnahmen im gleichen Jahr betrug 7.728,9 Millionen DM (sic!), welches fast 1 % der Gesamtsteuereinnahmen ausmachte.
Tabelle 6: Wirtschaftliche Bedeutung von Alkohol in Deutschland.
Quelle: Vgl. SIMON et al. (1997, S. 27).
2. Vom Werde-Gang zum Lebens-Lauf 2.1 Einführung
L
eben in Deutschland, ähnlich wie in anderen hochentwickelten Industriestaaten, ist für viele Menschen durch einen steigenden Lebensstandard, einem Rückgang der körperlichen Belastungen, erhöhter Beanspruchung in der beruflichen Tätigkeit und einer Zunahme von nervlicher Über- und Fehlbelastung gekennzeichnet. Hieraus ergeben sich für den Einzelnen, aber auch gesamtgesellschaftlich, nachteilige Folgen, wie Übergewicht, Erkrankungen des Stoffwechsels, des Herz- und Kreislaufsystems, des Muskel- und Skelettsystems. Viele dieser Ungleichgewichtssyndrome werden mit Medikamenten behandelt. Nicht selten wird von Betroffenen versucht, die herabgesetzte Belastbarkeit beispielsweise mit Alkoholkonsum zu kompensieren. Dieser kann zu Abhängigkeitsverhalten und letztendlich zu einer ausgeprägten Suchterkrankung führen. Über ambulante Beratungen und Selbsthilfegruppen führt der Weg bei schwer alkoholkranken Menschen auch zur stationären Therapie. In dieser ist der Patient mit vielen verschiedenen Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten konfrontiert und hat selbst wenig Einfluß darauf, welche Maßnahmen angewendet werden.
16
Dies wird von anderen Personen, oftmals mit dem Anspruch ‚das Beste‘ für den Patienten zu wollen, entschieden. Insofern ist es gerade im sozialpädagogischen Bereich notwendig, sich mit Fragen der Indikation einzelner Behandlungsinstrumente zu befassen. Aus diesem Grund soll in dieser Diplomarbeit das therapeutische Laufen als eine Interventionstechnik bei der Behandlung von Suchtkranken vorgestellt werden. Für DIETRICH (1993, S. 89; Einfügung: S.R.): „Ist [Laufen] sehr gut einzusetzen bei allen Suchten und suchtartigen Erscheinungen (orale Tendenzen).“ ROHDE (1995, S. 26; Einfügung: S.R.) gibt auf die Frage nach dem Effekt des Laufens bei Alkoholsucht folgende Antwort: „Sie [die Alkoholkranken] lernen, sich gehen zu lassen, indem sie regelmäßig laufen, ohne sich dabei gehen zu lassen.“ ATHEN (1998, S. 378) bemerkt: „Die Alkoholabhängigkeit gehört heutzutage zu den häufigsten chronisch verlaufenden psychischen Störungen. Der Anteil der Bevölkerung wird auf 2 bis 3 % geschätzt, das sind in der Bundesrepublik Deutschland rund 2,5 Millionen Abhängige.“ Aus diesem Grund ist es meiner Überlegung nach angebracht, das ‚Kompensatorische Laufen‘ und seine Wirkungen nachfolgend exemplarisch an der Zielgruppe der alkoholkranken Personen zu evaluieren. In diesem Zusammenhang ist grundsätzlich festzustellen, daß sich Reaktions- und Verhaltensweisen des Erwachsenen maßgeblich im Kindes- und Jugendalter determinieren.
Abbildung 1: Suchtprävention sollte im Kindesalter beginnen.
Quelle: ORGANISATIONSKOMITEE BIELER LAUFTAGE (1998, S. 11).
Arbeit zitieren:
Dr. phil. Sebastian Roth, 1999, Kompensatorisches Laufen als sozialpädagogische Hilfestellung in der Suchtkrankenhilfe, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sebastian Roth's Text Kompensatorisches Laufen als sozialpädagogische Hilfestellung in der Suchtkrankenhilfe ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sebastian Roth hat den Text Kompensatorisches Laufen als sozialpädagogische Hilfestellung in der Suchtkrankenhilfe veröffentlicht
Sebastian Roth hat einen neuen Text hochgeladen
Wire and Worse: RAF Prisoners of War in Laufen, Biberach, Lubeck and W...
Charles Rollings, Robert M. Buckham, Paul Mathias
0 Kommentare