Inhaltsverzeichnis
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Teil A: Eine Einführung in die Gütekriterien 4
Teil B: Validität 4
I) Interne und Externe Validität 5
II) Inhalts Kriteriums und Konstruktvalidität 5
1) Inhaltsvalidität 5
a) Face-Validity 5
b) Expert-Validity 5
2) Kriteriumsvalidität 6
a) Predictive-Validity 6
b) Known-Groups Validity 6
3) Konstruktvalidität 6
a) Convergent Validity 6
b) Discriminant Validity 6
III) Methoden der Validierung bei qualitativen Untersuchungen 7
1) Ökologische Validierung 8
2) Kommunikative Validierung 8
3) Argumentative Validierung 8
4) Kumulative Validierung 8
5) Validierung an der Praxis 8
6) Prozedurale Validierung 9
7) Validierung durch Triangulation 9
a) Datentriangulation 9
b) Forschertriangulation 9
c) Theorientriangulation 9
IV) Unterschiede zwischen der quantitativen und der qualitativen 9
Sozialforschung
Teil C: Reliabilität 10
I) Verfahren der quantitativen Sozialforschung 10
1) Test-Retest Verfahren 10
2) Split-Half Method 10
3) Paralleltest 11
II) Reliabilität in der qualitativen Sozialforschung 11
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Teil A: Einführung in die Gütekriterien Die Gütekriterien dienen der Empirischen Sozialforschung dazu Untersuchungen und deren Ergebnisse wissenschaftlich zu legitimieren und Messfehler zu vermeiden.
Um die Fehlerquote niedrig zu halten bedienen sich die Sozialforscher der klassischen Testtheorie, die sie aus der Psychologie übernommen haben. Die Testtheorie geht davon aus, dass ein beobachteter Wert die Zusammensetzung eines sogenannten wahren Wertes und eines Messfehlers ist. , wobei der Mittelwert dieser Messfehler Null ergeben muss und die Fehler in keiner Beziehung zu den wahren Werten stehen dürfen. Die Messfehler einer Versuchsreihe dürfen auch nicht mit den Messfehlern oder wahren Werten einer anderen Versuchsreihe in einer Wechselbeziehung stehen.
Um die Wissenschaftlichkeit der Forschung zu beweisen muss es allgemeine Kriterien geben, die zu einer Bewertung von Untersuchungen herangezogen werden können. Bei diesen Regeln ist allerdings eine Unterscheidung zwischen den Kriterien für die qualitative und denen der quantitativen Sozialforschung nötig, oder zumindest eine inhaltliche Unterscheidung der Begriffe, die für beide Wissenschaften benutzt werden. In der qualitativen Forschung hängt die Eignung von Kriterien stark von dem zu untersuchenden Gegenstand ab, da sich die Untersuchung noch während des Forschungsprozesses entwickelt.
Für alle Forschungen gilt aber allgemein, dass die Kriterien angemessen sein müssen. Des weiteren sollen Ergebnisse möglichst zuverlässig, valide und objektiv sein. Diese drei Eigenschaften gelten als wichtigste Gütekriterien. Zu beachten sind aber auch die Generalisierbarkeit, sowie die Repräsentativität der Untersuchungen.
Teil B: Validität
Gültigkeit zu erreichen heißt, dass ein von den Forschern gefundener Begriff für eine Erscheinung der Realität eines Phänomens entspricht, dass der Begriff also kongruent zur Realität ist. In der empirischen Sozialforschung sollen Untersuchungen so durchgeführt werden, dass die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse Gültigkeit besitzen. In der qualitativen Forschung soll dies durch eine entsprechende Gewinnung der Daten, sowie gleichwohl durch die Art der Auswertung derer geschehen. Auf quantitativer Seite steht dagegen vor allem die Erhebungssituation im Vordergrund. Für die Validität ist die Interpretation der Daten hierbei weniger zu beachten. In der quantitativen Forschung bezeichnet die Gültigkeit die Genauigkeit, mit der ein Instrument das misst, was es messen soll.
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I) Interne und Externe Validität Bei beiden Formen der Sozialforschung erfolgt eine Unterscheidung in Externe und Interne Validität, aber die Bedeutung dieser Begriffe ist jeweils ein anderer.
In der qualitativen Forschung bezeichnet die externe Gültigkeit den Realitätsgehalt von Befunden, die unter speziellen Erhebungsbedingungen erzielt wurden. Interne Gültigkeit bedeutet hierbei, dass die Datengewinnung von anderen nachvollzogen werden kann, um dadurch eine Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Das Problem liegt bei der qualitativen Sozialforschung darin, dass Maxime der Verfahrensbildung und –auswahl fehlen und die interne Gültigkeit somit eher auf dem Glauben der Leute beruht, die den Forschungsbericht lesen als darauf, dass sie alles wirklich überprüfen, beziehungsweise nachvollziehen können.
Bei der quantitativen Sozialforschung ist externe Gültigkeit dann gegeben, wenn von den Versuchspersonen auf die Gesellschaft geschlossen werden kann. Interne Gültigkeit liegt vor, wenn sich Veränderungen der abhängigen Variablen, das heißt der zu untersuchenden Elemente, auf Veränderungen der unabhängigen Variablen, also auf äußere Einflüsse zurückführen lassen können. Das größere Problem liegt hier offensichtlich bei der internen Validität, weil hier eine Umgebung geschaffen werden muss, die bei einer zweiten Untersuchung, welche mit anderen Probanden und Forschern durchgeführt wird, gleiche Ergebnisse liefern soll. Die externe Validität ist hier eher ein Problem bei der Planung der Untersuchung, das aber, sobald es vor der Durchführung von den Forschern gelöst wurde, nicht mehr auftritt.
II) Inhalts-, Kriteriums- und Konstruktvalidität
Um die Validität zu bestimmen gibt es die Verfahren der Inhalts-, Kriteriums- sowie der Konstruktvalidität:
1) Inhaltsvalidität bedeutet, dass möglichst alle Aspekte einer Messung erfasst werden sollen. Das Problem ist, dass diese Methode keineswegs objektiv ist. Es gibt zwei verschiedene Verfahren der Inhaltsvalidität:
a) Face-Validity bedeutet, dass jeder beurteilen kann, ob die Verwendung eines bestimmten Instrumentes gültig ist. Diese Methode ist aber offensichtlich sehr subjektiv.
b) Bei der Expert-Validity beurteilen Experten, ob ein bestimmtes Instrument oder ein Verfahren angemessen ist. Leider ist auch hier Subjektivität nicht auszuschließen.
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Pia Geisler, 2006, Wann ist es „wissenschaftlich“? Die Bedeutung der Gütekriterien, Munich, GRIN Publishing GmbH
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