Inhaltsverzeichnis i
Inhaltsverzeichnis
1 Thematischer Aufriÿ und Struktur der Arbeit 1
2 Merkmale und Funktionalität des Bodenmarktes 3
4
2.1 Faktoren der Grundrentenbildung
4
2.2 Mechanismen der Grundrentenbildung
3 Auswirkungen der Bodenpreisbildung 6
6
3.1 Raumstrukturelle Eekte
9
3.2 Sozioökonomische Folgen
4 Diskussion der rezenten Bodenordnung 10
10
4.1 Kritik an der Bodenordnung
11
4.2 Alternative Bodenrechtsordnung
5 Fazit 12
Literaturverzeichnis 13
Abbildungsverzeichnis ii
Abbildungsverzeichnis
Der Planungsmehrwert (Lichtenberger 1991, 163; Original aus: Aka-
2.1
demie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.)(1970): Hand-
wörterbuch der Raumforschung und Raumordnung (3 Bde.). 2. Au. Hannover.
5 347/348) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Städtische Landnutzungszonen aufgrund des Dierentialprinzips der
3.1
Lagerente (Dicken/Lloyd 1999, 62) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Carters Stadtmodell der vertikalen und horizontalen Nutzungsvertei-
3.2
lung (Bathelt/Glückler 2002, 102) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1 Thematischer Aufriÿ und Struktur der Arbeit 1
1 Thematischer Aufriÿ und Struktur der Arbeit
'Was ist ein guter Standort?' - unter dieser Frage stand das dieser Arbeit vorausgegangene stadtsoziologische Seminar. Ein wesentlicher Faktor, der über Lagegunst oder -ungunst entscheidet, der zur Dierenzierung in 'guter Standort' oder 'schlechter Standort' ubiquitär bei allen Nutzungsüberlegungen beiträgt, beziehungsweise, in dem sich die Wertigkeit eines Stand-orts quantitativ in einem Geldwert niederschlägt, ist der Bodenpreis. Um Entscheidungen und Verhalten von auf dem Immobilienmarkt tätigen Akteuren verstehen, sowie wesentliche aus dem 1 nachvollziehen zu können,
Handel mit Grund und Boden hervorgehende stadträumliche Muster
ist es daher notwendig das Zustandekommen von Bodenwerten zu verstehen. Wie funktioniert der Bodenmarkt? Welche Faktoren und Mechanismen sind auf diesem preisbildend? Dies soll als Basis für eine weitergehende Betrachtung zunächst in Kapitel 2 untersucht werden. In Kapitel 3 folgt eine Auseinandersetzung mit den räumlichen und sozialen Auswirkungen dieser reduziert nach ökonomischen Gesichtspunkten erfolgenden, kulturelle und soziale Aspekte ignorierenden Beurteilung von Boden und Immobilien. Die aus dieser Betrachtung hervorgehenden Implikationen werden in Kapitel 4 kritisch hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit und Logik und ihrer sozialen Kompatibilität hinterfragt und eine mögliche Alternative zum derzeitigen Bodenrecht vorgestellt.
Auf den gewonnenen Erkenntnissen fundierend soll letztlich im Fazit (Kapitel 5) die Diskussion folgender These möglich sein:
Grund und Boden sind nicht vermehrbare, knappe Güter, die nicht den Marktmechanismen ausgesetzt werden sollten, weil dies für unverdienten Reichtum, soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit sorgt.
Besonders hier tritt der Bezug dieser Untersuchung zur Raumsoziologie hervor, in der die Verteilung von Raum, in diesem Fall innerhalb städtischer Siedlungen, sowie daraus folgende 1 Nach Martina Löw (2001, 272) kann man [von räumlichen Strukturen] sprechen, wenn die Konstitution von Räumen, das heiÿt entweder die Anordnung von sozialen Gütern bzw. Menschen oder die Sysnthese von sozialen Gütern bzw. Menschen zu Räumen, in Regeln eingeschrieben und durch Ressourcen abgesichert ist, welche unabhängig von Ort und Zeitpunkt rekursiv in Institutionen eingelagert sind. Räumliche Strukturen sind wie zeitliche Strukturen auch Formen gesellschaftlicher Strukturen, die gemeinsam die gesellschaftliche Struktur bilden. Vom Bodenmarkt kann nach dieser Denition eine räumlich prägende und strukturbildende Wirkung angenommen werden.
1 Thematischer Aufriÿ und Struktur der Arbeit 2
soziale Konikte und Verschiebungen Forschungsgegenstände sind (Löw 2001, 217f ). Dabei gilt es abzuwägen, inwieweit die ungleiche Verteilung und polarisierende Wirkung der Verfügungsmöglichkeit über das Gut Boden gesellschaftlich bedenklich ist und ob der im Titel der Arbeit gestellten Frage - 'Städtischer Boden als Handelsgut - eine Selbstverständlichkeit?' - in dieser Hinsicht eine Antwort zu geben machbar ist.
Arbeit zitieren:
Marius Köster, 2008, Standort in Grund und Boden, München, GRIN Verlag GmbH
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