Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
1.1 Allgemeine Einführung zum Turnen an Geräten (Stützen und Springen) 3
1.2 Definition und Erläuterungen zum Stützen. 3
1.3 Definition und Erläuterungen zum Springen und Landen 4
1.4 Alltagsbezug 5
2. Lehrplanbezug. 7
2.1 Verbindungen und Zusammenhänge 7
2.2 Beispiele aus dem Thüringer Lehrplan 7
3. Wahlthema zur Vertiefung. 8
3.1 Hilfestellung und Sichern beim Turnen und Geräteturnen 8
3.2 Griffarten und Bewegungshilfen. 9
3.2.1 Stütz- oder Klammergriff. 10
3.2.2 Drehgriff vorwärts oder rückwärts. 10
3.2.3 Schub- und Zughilfe 10
3.2.4 Gleichgewichtshilfe 11
3.2.5 Kombinierte Hilfe 11
4. Stundenreflexion
Chronologischer Ablauf, positive und negative Kritik, Verbesserungsvorschläge 12
5. Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitung
1.1 Allgemeine Einführung zum Turnen an Geräten (Stützen und Springen)
Das Thema Stützen und Springen an Geräten ist breit gefächert und erfordert auf Grund der verschiedenen Bewegungsabläufe ein spezielles Training. Außerdem werden beim Stützen und Springen verschiedene Muskelgruppen beansprucht. Jedoch muss man beachten, dass die beiden unterschiedlichen Grundelemente des Turnens auch unmittelbar miteinander verbunden werden können. So gibt es im Turnunterricht zahlreiche Übungen und Elemente, wo das Stützen und Springen gleichzeitig angewendet werden kann. Selten ist man so sehr auf die Kraft der Arme und Beine angewiesen, wie beim Turnen. Deshalb ist es wichtig, die Schüler mit einem kraftfördernden Training auf das Geräteturnen vorzubereiten. Dabei sollte immer die Sicherheit der Schüler im Vordergrund stehen, um Verletzungen zu vermeiden. Sehr wichtig ist ebenfalls das richtige Erwärmen und Dehnen bevor mit dem Training begonnen wird.
1.2 Definition und Erläuterungen zum Stützen
„Beim Stützen befinden sich die Schultern oberhalb der Hände. Die gestreckten Arme stehen häufig senkrecht zur Unterstützungsfläche. Auch ein Stützen mit gebeugten Armen ist möglich, aber es fällt jetzt weitaus schwerer, das Körpergewicht zu halten, da die Hebelverhältnisse für die beteiligten Muskeln viel schlechter sind. Die Stellung der Arme zur Unterstützungsfläche muss nicht unbedingt senkrecht sein, auch eine schräge Armhaltung ist möglich.
Je senkrechter die Arme stehen, also je weiter die Schultern dabei nach vorn geschoben werden, desto mehr Gewicht liegt auf den Armen. Noch mehr Gewicht bekommen die Hände (Arme) zu tragen, wenn die Füße den Boden verlassen. Die Handgelenke werden bei allen Formen des Stützens besonders belastet. Für Kleinkinder ist dies kein Problem, denn für sie ist das Krabbeln selbstverständlich.
Je älter man wird, desto seltener kommt man in die Situation des Stützens. Die Hände sind die Belastung nicht mehr gewohnt und müssen darauf vorbereitet werden. Eine spezielle Erwärmung der Handgelenke und ausgleichende Übungen sollten eine Übungsstunde mit
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dem Thema „Stützen“ daher immer abrunden. Eine mögliche Form des Ausgleichs bietet das Hängen.“ 1
1.3 Definition und Erläuterungen zum Springen und Landen
„Beim Springen soll das richtige und schnellkräftige Abspringen vom Boden (u.a. vom Fußballen auf den ganzen Fuß, dann aus dem Fußgelenk herausstrecken), die Sprunggewandtheit und Sprunggeschicklichkeit verbessert (u.a. die richtige Verlagerung des Köperschwerpunktes) und die Steuerung des Köpers in der Luft geübt und verbessert werden.“ 2
„Das Turnen bietet außerordentliche Erlebnisse. Schließlich besteht nicht jederzeit die Möglichkeit zum Klettern, Schwingen, Springen und sogar Fliegen. Aber zum Springen gehört unweigerlich die Landung und jede Landung kann ein Risiko sein. Missglückte Landungen können zu Überlastungen oder gar zu Verletzungen in den unteren Extremitäten oder im Bereich der Wirbelsäule führen. Bei Kindern treten diese Probleme auf Grund der erhöhten Elastizität des Gewebes bzw. der teilweise unzureichenden muskulösen Gelenkführung verstärkt auf.
Die Schwierigkeit und damit das Risiko einer Landung hängen wesentlich von der vorangegangenen Bewegung bzw. Flugphase ab. Relativ einfach sind Landungen nach Sprüngen ohne Drehungen, wie z.B. beim Strecksprung. Schwieriger werden dann schon Landungen mit (Teil-)Drehungen um eine oder mehrere Körperachsen, wie z.B. bei einem Strecksprung mit halber Drehung, beim Rad oder bei einer Wende.“ Nun ist es natürlich auch wichtig auf die richtige Landung einzugehen.
„Ob eine Landung gelingt oder nicht, ist zum einen vom Bewegungsverhalten und zum anderen von den konditionellen Voraussetzungen (insbesondere der Muskelkraft) der Kinder abhängig“. 3
Landungen beenden eine vorangegangene Flugphase und sollten die kinetische Energie des Flugs vollständig absorbieren. Eine trainierte Muskulatur ist in der Lage, bestimmte Energien so in sich aufzunehmen, dass nur ein Minimum an mechanischen Belastungen für den Bewegungsapparat entsteht und es zu keinen Überlastungen oder akuten Verletzungen kommt. Je größer die Bewegungsgeschwindigkeit und das Körpergewicht sind, desto mehr
1 Marktscheffel M., Achen 2005, S. 36
2 Bruckmann M./Dieckert J./Herrmann K., Celle 1994, S. 41
3 Marktscheffel M., Achen 2005, S.32f.
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Muskelkraft muss für den Bremsvorgang eingesetzt werden. Erforderlich ist eine gestärkte Rumpf- und Beinmuskulatur, deren stabilisierende und energieabsorbierende Funktion die Gelenkführung im Fuß-, Knie-, Hüft- und Wirbelsäulenbereich positiv beeinflussen. Auch wird ein Teil der einwirkenden Belastungen auf die Muskulatur übertragen, so dass der passive Bewegungsapparat entlastet wird.
Landungen beginnen in der Regel auf dem „Vorfuß“ und enden auf dem ganzen Fuß, wobei die Knie mit nachgeben. In dieser Zeit sollte der Rücken sich in einer geraden Position befinden. Die Arme unterstützen das Abbremsen des Schwungs und befinden sich in der Vorhalte. Die Beine/Füße können leicht geöffnet sein, um den Schwung besser abzufangen.
1.4 Alltagsbezug
„Die Entwicklung des Kindes ist untrennbar mit Bewegungen verbunden. In der Auseinandersetzung mit der Umwelt erfahren und empfinden Kleinkinder den Zusammenhang von Ursache und Wirkung und lernen ihre Bewegungen zu begreifen. So bilden sich auf der Basis der motorischen Eigenreflexe bestimmte Bewegungsgrundmuster. Durch häufige Wiederholungen werden diese zu gewollten Bewegungshandlungen. Aus solchen Handlungen entwickeln sich all jene Bewegungen, die der Alltagsmotorik zugeordnet werden. Das sind zum Beispiel Greifen, Ziehen, Drücken, Beugen und Strecken des Rumpfes, Heben und Drehen des Kopfes und der Gliedmaßen, Gehen, Laufen, Springen, Purzeln, Rollen, Tragen, Schieben, Drehen, Steigen, Klettern, Rutschen, Schwingen, Werfen, Schlagen, Schaukeln und anderes mehr. Diese Bewegungsakte nennt man häufig Grundtätigkeiten der Alltagsmotorik.
Grundtätigkeiten stellen Bewegungen dar, die Kinder in die Lage versetzen, ihre Umwelt in umfassenderem Sinne zu erleben, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie zu bewältigen. Sie dienen vor allem dazu, mit anderen Menschen, mit Geräten, verschiedenen Materialien in den vorgefundenen Umgebungsbedingungen zu handeln und sich selbst mit der eigenen Bewegung zu erleben.“ 4
Wenn man sich aber fragt: Wo können die Kinder heutzutage noch in ihrer Freizeit solche Bewegungen ausüben? Nicht alle Kinder; vor allem die Kinder, die in der Großstadt aufwachsen, haben die Möglichkeit sich so umfassend, wie es eigentlich erforderlich wäre
4 Knirsch K., Kirchentellinsfurt 2001, S. 13f.
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Arbeit zitieren:
Bachelor Martin Goldfriedrich, 2007, Turnen an Geräten: Stützen und Springen, München, GRIN Verlag GmbH
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