Abbildungsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 1
1. Einleitung 1
2. Wertstromdesign 2
2.1 Material- und Informationsfluss. 4
2.2 Auswahl der Produktfamilie 5
2.3 Der Wertstrommanager 5
2.4 Ist - Zustand 6
2.5 Soll - Zustand. 8
2.6 Richtlinien 10
3. Bedeutung für die Beschaffung 13
4. Fazit 14
Literaturverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Symbolik des Wertstromdesigns 3
Abb. 2: Ist-Zustand Blanco-Werk Leipzig. 8
Abb. 3: Supermarkt-Pull-System 11
16.05.2008 I
Das Wertstromdesign (WSD), oder auch Value Stream Mapping (VSM), wurde vom japanischen Autohersteller Toyota entwickelt. Es ist zentraler Bestandteil im Toyota Produktionssystem (TPS). Das Unternehmen begann aus Gründen der Übersicht und Transparenz seine Produktionsprozesse auf Papier zu zeichnen. Dabei wurden neben dem Materialfluss auch die wichtigsten Informationsflüsse aufgenommen. Mit dieser Methode wurde es möglich, die gesamte Produktion zu überschauen, zu optimieren, Verschwendungen aufzudecken und zu vermeiden. Im Rahmen von Lean-Produktion - Projekten wurde das Element Wertstromdesign jedoch in der Vergangenheit stark vernachlässigt. Eine erste Lean-Management-Welle gab es in Deutschland bereits Anfang der neunziger Jahre, welche aber nach kurzer Zeit abebbte und dann vollkommen verschwand. Schlecht übersetzt wurde lean mit schlank verwechselt. Der Kerngedanke des Lean-Management, nämlich „Wert ohne Verschwendung zu schaffen“ wurde nicht umgesetzt. Dies führte zu Personalabbau. Unter Lean-Produktion, bzw. schlanker Produktion versteht man eine Produktion, welche in der benötigten Qualität, zum richtigen Preis und in der vorgegebenen Zeit nur das produziert, was der Kunde tatsächlich möchte. Eine schlanke Produktion zeichnet sich durch geringe Bestände, kurze Wege und schnelle Durchlaufzeiten aus. Mike Rother hat die Wertstrom-Methodik er-forscht und sie mit seinem Buch „Learning to See“ bekannt gemacht. In Deutschland und weltweit ist diese Methodik inzwischen verbreitet und wird erfolgreich angewandt. 1
1 Michael Meiss, Einsatz der Wertstromanalyse zur Optimierung von Prozessen in Produktion und Administration,
http://www.taw.de/taw/taw_cms.nsf/47fa05a4df825a3ec1256dc0005d9328/e0e0feed573907b9c12571
a003ee009/$FILE/Wertstromanalyse%20zur%20Optimierung%20von%20Prozessen.pdf, 31.03.2008.
Die Wertstromanalyse betrachtet den Material- und Informationsfluss, ausgehend vom Endprodukt bis zu den Lieferanten. Das Verfahren muss für jede Produktfamilie separat angewandt werden. Nicht wertschöpfende Prozesse sollen identifiziert werden. Diese Prozesse sollen in weiteren Schritten bestmöglich eliminiert werden. Anhand eines Planes werden die hierzu nötigen Aktivitäten Schritt für Schritt umgesetzt.
Das Wertstromdesign ist ein Analysewerkzeug, welches den gesamten Produktionsweg eines Produktes kartiert. Es werden alle Material- und Informationsflüsse veranschaulicht und Verschwendungen aufgezeigt. Unter Verschwendung versteht man nicht wertsteigernde Tätigkeiten und kostensteigernde Tätigkeiten. In diesem Zusammenhang wird häufig von den sieben Arten der Verschwendung gesprochen:
1. Überproduktion - Werkstücke werden vor ihrem eigentlichen Bedarf gefertigt.
2. Wartezeiten - Wartezeiten von Produkten, welche noch nicht ausgeliefert wurden, oder Wartezeiten von Mitarbeitern.
3. Transport - Es besteht die Gefahr der Beschädigung, des Verlustes und des Verzuges bei jeder Bewegung des Werkstückes.
4. Arbeitsprozess - Teurere Prozesse als tatsächlich notwendig werden verwendet.
5. Bestände - Produkte, welche noch keinen Umsatz erzeugen. 6. Produktionsfehler - Verhindern, dass der Kunde das Produkt akzeptiert. Um die Fehler zu beheben werden weiter Prozesse benötigt. 7. Qualifikation - Nicht genutzte Fähigkeiten der Mitarbeiter. 2
2 Dipl. -Ing. Patrick Großhenning, Wertstromanalyse - „Einfluss von Variantenzuwachs und -vielfalt auf den Wertstrom im Unternehme“, Universität Hannover - Institut für Fabrikanlagen und Logistik,
07.03.2006.
Zur Veranschaulichung der einzelnen Prozesse innerhalb des Wertstromes werden genau definierte Symbole verwendet. 3 Die untere Grafik zeigt die Symbolik, wie sie bei der Anwendung von Wertstromdesign verwendet wird:
4 Abb. 1: Symbolik des Wertstromdesigns
3 4managers, http://www.4managers.de/themen/wertstromdesign/ , 21.03.2008.
4 Agilas, Wertstromdesign, 28.03.2008.
Arbeit zitieren:
Stefan Walter, 2008, Wertstromdesign und dessen Bedeutung für die Beschaffung, München, GRIN Verlag GmbH
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