Noreen Huhold
Abstract der Hausarbeit in spanischer Sprache Luis Buñuel: Los Olvidados (1950) - Verbindung von Realität und Surrealismus
Este trabajo plantea la película Los Olvidados (1950) del director español Luis Buñuel en el centro de la atención. Hay que investigar como el propio carácter documental de la película está en interacción con los medios creativos cinematográficos que están utilizados por Buñuel. Estos medios se limitan a las imágenes surrealistas y al aspecto metafórico de los sueños y de los animales. Además, el trabajo destacará la importancia de Los Olvidados para el cine mexicano así como para la historia del cine internacional. El objetivo del trabajo es de integrar la obra de Buñuel en la historia del cine mexicano y de subrayar los aspectos de la película que la diferencian de otras películas de los años cincuenta del siglo XX. Al mismo tiempo se consideran los métodos y términos de la teoría del cine, los temas principales de la película, las estructuras de acción y las opiniones críticas a la película. Este trabajo debe poner la importancia del medio ‘película’ en primer plano así que es esencial para la formación de la opinión pública y para la presentación de una nación. El trabajo dale al lector la posibildad de entrar en las profundidades del mundo de la imaginación buñuelesca para captar enteramente el vigor del afirmado de la película.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Hintergründe zum Film Los Olvidados (1950) 4
2.1 Geschichtliche Hintergründe 4
2.2 Filmtheoretische Hintergründe. 4
3. Los Olvidados: kurzer Handlungsablauf. 5
4. Themen, Gestaltungsmittel und Handlungsstruktur im Film. 6
4.1 Charakteristika und Themen des Films 6
4.2 Filmische Gestaltungsmittel. 7
4.3 Handlungsstruktur. 7
4.3.1 Externe Struktur. 7
4.3.2 Interne Struktur. 8
5. Surrealistische Elemente - Traum- und Tiermetaphorik 9
5.1 Einführung zum Surrealismus 9
5.2 Traummetaphorik 10
5.2.1 Pedros Traum. 10
5.2.2 Jaibos Traum. 11
5.3 Tiermetaphorik 12
5.3.1 Ausgewählte Beispiele der Tiermetaphorik in Los Olvidados 13
6. Los Olvidados nach der Premiere: Reaktionen, Kritiken, Analysen. 14
6.1 Reaktionen auf den Film 14
6.2 Bedeutung, Analyse und Einordnung von Los Olvidados. 16
6.2.1 Allgemeine Bedeutung des Films und Kritiken. 16
6.2.2 Einordnung von Los Olvidados in die mexikanische Filmgeschichte. 17
7. Zusammenfassung und Fazit 18
8. Bibliographie 19
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1. Einleitung
Der Film „Los Olvidados“, gedreht im Jahre 1950 von Buñuel, der in dokumentarischem Stil das Leben der verwahrlosten, verlorenen Straßenkinder von Mexiko Ciudad darstellt, ist trotzdem keine rein realistische Dokumentation, die Kritik an den sozialen Strukturen der Gesellschaft übt. Buñuel beschreibt in diesem Film auf grausame Weise die irreale und ungerechte Welt, die hinter dem schönen Äußeren der großen Weltstädte liegt. Los Olvidados vermittelt mit surrealistischen Elementen, durch Träume und Tierdarstellungen, die Irrationalität und Absurdität des Lebens der Kinder in den Slums der Großstadt. Buñuel verbindet somit die brutale Realität der Darstellungen mit dem Unbewussten, dem Unterschwelligen - den Träumen. Schon der Titel des Filmes beinhaltet das eigentliche Thema: die Vergessenen (Kinder) - im Stich gelassen von der Gesellschaft und dem Staat. Auch heute streiten sich noch Kritiker darüber, ob Buñuels Film eine reale Darstellung der damaligen Lebensumstände in Mexiko Ciudad ist oder ob er einfach nur eine subjektive und einseitige Sicht eines modernen Spaniers auf das Mexiko jener Zeit ist. Aufgrunddessen ist es notwenig diesen Streitpunkt näher zu untersuchen. Der Wandel der mexikanischen Bevölkerung in Bezug auf ihre Einstellung zu Buñuels Film, sollte außerdem näher analysiert werden. Die heftigen negativen Reaktionen zur Premiere von Los Olvidados im Jahr 1951 und der kurze Zeit später folgende Ruhm sollten nicht unkommentiert stehengelassen werden. Die Einzigartigkeit der Darstellung und Inszenierung des Films schreiben dem Film eine große Bedeutung innerhalb der mexikanischen Filmgeschichte zu und deshalb ist eine Beschäftigung mit ihm fast zwingend. Wenn man von der Geschichte des mexikanischen Kinos und seinen herausragenden Filmen spricht, darf Los Olvidados von Luis Buñuel nicht fehlen. Der Film ist in weiterem Maße besonders, da er von einem spanischen Regisseur gedreht wurde, der somit eine objektive Sicht auf Mexiko und die für ihn charakteristischen surrealistischen Elemente mit einbringt.
Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszustellen und zu analysieren, auf welche Weise und in welchem Maße Los Olvidados die elenden Zustände der Straßenkinder in den Slums beschreibt und welche Bedeutung dieser Film für die damalige Gesellschaft hatte. Weiterhin soll verdeutlicht werden, wie die surrealistischen Elemente innerhalb der Traumsequenzen und der Tierdarstellungen die Intention und das Anliegen des Filmes unterstreichen. Und nicht zuletzt soll der Frage auf den Grund gegangen werden: Warum war der Film so einzigartig in seiner Zeit und ist es noch heute?
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2. Hintergründe zum Film Los Olvidados (1950)
2.1 Geschichtliche Hintergründe
Das 20. Jahrhundert in Mexiko war vor allem durch einen wirtschaftlichen Aufschwung, durch technische Neuheiten und durch Reformen des Bildungssystems gekennzeichnet. Die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden durch das Goldene Zeitalter der mexikanischen Filmindustrie gekennzeichnet. Es war auch die Zeit des Zweiten Weltkrieges und der mexikanischen Revolution. Die Suche nach der nationalen und auch individuellen Identität rückte in den Vordergrund. Die kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen hinterließen Spuren bei der mexikanischen Bevölkerung. Diese Veränderungen und Reformen erreichten jedoch die unteren Bevölkerungsschichten kaum oder gar nicht. Sie wurden an die Ränder der Großstädte Mexikos verdrängt und lebten dort unter elenden Umständen in Baracken. Die neu errichteten Gebäude als Folge der wachsenden Urbanisierung standen in extremem Gegensatz zu den heruntergekommenen Holzbauten.
2.2 Filmtheoretische Hintergründe
Im Zusammenhang mit dem Regisseur Luis Buñuel stehen besonders die Begriffe der Montage, der Einstellung und der découpage im Vordergrund. Im folgenden sollen diese Begriffe geklärt und die Bedeutung dieser in Buñuels Filmen herausgestellt werden. 1 Die Einstellung im Film ist das einzelne Bild, das einen Sinn, eine Bedeutung in sich trägt. Die Einstellung kann grob eine Totale, Nahe oder Große sein, je nachdem was der Regisseur mit dem Bild sagen bzw. vermitteln möchte. Die meisten von Buñuels Einstellungen in seinen Filmen sind mit bewegter Kamera aufgenommen, jedoch in sehr langsamer Bewegung. Die Einstellungen gehen ineinander über und lösen sich ab, entweder durch harte Schnitte oder weiche Schnitte, auch Blenden genannt. Die Montage ist das Zusammenfügen mehrerer Bilder, im Film auch Einstellungen, so dass eine Struktur und der Eindruck einer fortlaufenden, kontinuierlichen Bewegung entstehen. Die Montage ist somit die Schaffung eines Sinns, den die Bilder nicht objektiv enthalten und der nur aus ihrer Beziehung zueinander hervorgeht (Bazin 2003: 258). Durch die die Montage beginnt die eigene Sprache
1 Da der Blickpunkt der Arbeit auf der allgemeinen Handlungsstruktur und den surrealistischen Elementen des Films Los Olvidados liegt, erfolgt hier keine komplette Einführung in die Filmtheorie. Mehr zu Theorien der Filmanalyse bei: Albersmeier, Franz-Josef (Hg.). (2003). Texte zur Theorie des Films. 5. durchgesehene und erweiterte Auflage. Stuttgart: Reclam. Zu Verfahren und Terminologien der Filmanalyse, weiterführend: Fausltich, Werner. (1980). Einführung in die Filmanalyse. Tübingen. und: Hickethier, Knut. (1993). Film- und Fernsehanalyse. Stuttgart: Metzler.
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des Films, die Filmsprache oder auch kinematographische Sprache genannt. Auch für Buñuel war die Montage ein wichtiger Aspekt seines Filmdrehs. Er hatte diese beim Drehen meist schon im Kopf und mußte deshalb an seinen Einstellungen nicht viel nachbearbeiten. Womit sich Buñuel jedoch noch intensiver beschäftigte war die découpage. 2 Dies ist die Segmentierung und Fragmentierung des Films vor seiner Fertigstellung, also in psychischer, gedanklicher Hinsicht. Somit wurde die Handlung bzw. das was passiert, an das Filmmedium angepasst. Die Montage ist bei Buñuel somit ein Effekt der découpage, eines vorherigen mentalen Vorganges (vgl. Borsò 2004: 42).
Buñuel hat in Interviews immer wieder betont, dass ihn die Technik des Films nicht sonderlich interessiere und das er seine Filme so einfach wie möglich machen wollte. Wenn man sich jedoch seine Filme anschaut, seine einzigartigen Inszenierungen und surrealistischen Elemente und Sequenzen, ist seine Aussage nicht ganz zutreffend. Denn besonders die Traumsequenzen und die surrealistischen Tierbilder in Los Olvidados deuten auf eine intensive Beschäftigung mit dem filmischen Gestaltungsmittel hin.
3. Los Olvidados: kurzer Handlungsablauf
Der Film beginnt mit Bildern von New York, Paris und London. Eine Stimme aus dem Off spricht über die Universalität des Dramas, das hier in Mexico Ciudad stattfindet. Die Einstellung fällt dann auf eine Gruppe von Jugendlichen, die einen Stierkampf nachstellen. Ihr Anführer, wie gleich zu erkennen ist, ist Jaibo, der gerade aus der Besserungsanstalt geflohen ist. Mit Jaibos Auftreten treten bereits zwei wichtige Motive des Filmes in den Vordergrund: das Hungermotiv und das Verratsmotiv. Jaibo, der Hunger hat, kann sich nichts zu essen kaufen, da er kein Geld hat, was seine leeren Hosentaschen verdeutlichen. Er ist außerdem der Meinung, dass Julian ihn verraten hat und er deswegen in die Besserungsanstalt mußte. Jaibo möchte sich dafür an Julian rächen. Die Jungengruppe folgt einem Blinden, Don Carmelo, mit der Absicht ihn zu berauben. Sie attackieren ihn und schlagen mit Stöcken und Steinen. Einer der Jungen, Pedro, wird Zeuge des Mordes an Julian durch Jaibo. Durch diesen Akt Jaibos wird Pedro zu seinem unfreiwilligen Komplizen und die beiden sind fortan durch dieses Ereignis aneinander gebunden. Erst zu diesem Zeitpunkt werden sie zu Rivalen, was sie zu Beginn der Handlung noch nicht waren. Pedro kämpft um Liebe seiner Mutter, die diese jedoch nicht erwidert. Jaibo wird diese Liebe zuteil, indem er Pedros Mutter begehrt und verführt. Jaibo stiehlt ein Messer und schiebt Pedro die Schuld zu. Seine Mutter glaubt Jaibo
2 Mehr zum Thema der découpage in: Buñuel, Luis. (1991). „Über die Großaufnahme“, in: Buñuel, Luis. Die Flecken der Giraffe: Ein- und Überfälle. Berlin: Wagenbach.
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Arbeit zitieren:
Noreen Huhold, 2008, Luis Buñuel: Los Olvidados (1950), München, GRIN Verlag GmbH
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