Inhaltsverzeichnis
1. Schulische Rahmenbedingungen und Lerngruppe 2
1.1 Klassenzusammensetzung 2
1.2 Allgemeine Lernvoraussetzungen - soziale, methodische
und fachliche Kompetenzen 2
2. Klärungen und Begründungen 4
2.1 Kompetenzerwerb 4
2.2 Fachliche Wissensbasis 5
3. Zielbestimmung 7
3.1 Stundenziel 7
3.2 Ablauf der Stationen mit ihren jeweiligen Teilzielen 8
4. Einbettung der Sequenz in die Planungseinheit mit
Begr ündung des Stundenthemas 11
4.1 Übersicht:
Einbettung der Sequenz in die Planungseinheit (Grafik) 11
4.2 Ausblick im Bereich „Laufen, Werfen, Springen“ 12
5. Verlaufsplanung 12
5.1 Verlaufsbeschreibung mit methodisch-didaktischem
Kommentar 12
5.2 Strukturskizze mit Zielformulierung. 17
6. Medien 19
7. Literatur- und Quellenangaben 20
8. Anhang 21 ff.
Geplant nach dem Kreismodell nach Prof. Ewald Kiel, PH Heidelberg, überarbeitet
durch die Planungsgruppe Holzwarth-Raether/Dr. Giovannini/Roßnagel.
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1. Schulische Rahmenbedingungen und Lerngruppe
Die XXX-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule umfasst derzeit knapp 300 Schülerinnen und Schüler, die von 25 Lehrerinnen und Lehrern unter der Leitung von Herrn X unterrichtet werden.
Zum Gelände der Grund- und Hauptschule in XXX gehören eine Sporthalle, ein Sportplatz und ein Schwimmbad.
Während der Hofpausen stehen den Schülerinnen und Schülern ein Sportplatz sowie verschiedene Bewegungsmaterialien zur Verfügung. Die Schule verfügt somit über einen „bewegten Pausenhof“, auf dem die Schülerinnen und Schüler ausreichend Platz und Möglichkeiten haben, sich vielfältig zu bewegen. Die Klassenstufen der Grundschule sind zweizügig. Die Hauptschulklassen sind einzügig.
1.1 Klassenzusammensetzung
Die Klasse 4a setzt sich aus 20 Schülern 1 zusammen. Davon sind zwölf weiblich und acht männlich.
Ich unterrichte diese Klasse seit Februar 2008.
1.2 Allgemeine Lernvoraussetzungen -
soziale, methodische und fachliche Kompetenzen
Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 4a kennen mich seit Februar 2008. Mir gegenüber verhielten sie sich von Anfang an sehr offen und aufgeschlossen. Die Förderung sozialer Kompetenz hat in meinem Unterricht einen hohen Stellenwert. Meistens gelingt es uns, Konflikte angemessen zu bewältigen. Momentan gibt es jedoch zwei Probleme:
Vor kurzem bildeten die Ss feste Gruppen. Jedes Kind erhielt ein Schweißband mit der jeweiligen Gruppenfarbe (hellblau, lila, gelb, orange, grün). Die Ss durften sich die Gruppen selbst auswählen.
1 Anm.: Es wird im Folgenden meistens nur noch von Schülern gesprochen. Selbstverständlich sind
damit beide Geschlechter gemeint.
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Zwei Ss wechselten vor kurzem überraschend die Schule. Deshalb müssen die Gruppen evtl. neu zusammengestellt werden.
Eine andere Gruppe ist zu fünft. Hier kam es in letzter Zeit immer wieder mal zu Konflikten, da M, eine sehr sportliche, leistungsorientierte Schülerin (Leichtathletik) sich von E, die sehr langsam, ängstlich und leistungsschwach ist, gestört fühlt und sie deshalb nicht mehr in der Gruppe haben will. Die anderen Mädchen der Gruppe akzeptieren E und finden M’s Forderung nicht in Ordnung. Die Konfliktbewältigung ist noch nicht abgeschlossen. Um auch die Gruppengröße auszugleichen, habe ich beschlossen, M vorerst in der gelben Gruppe mitmachen zu lassen.
Die motorischen und sozialen Kompetenzen der Schüler in Bezug auf das Fach Sport differieren in unterschiedlichem Ausmaß.
Bei den Jungs gibt es Schüler, die zwar ein mittleres bis hohes motorisches Leistungsvermögen besitzen, sich jedoch nur schwer an die Regeln halten können und im sozialen Bereich, der laut Schulcurriculum 20 Prozent der Sportnote ausmacht, eher negativ auffallen. Hier könnte es manchmal zu einem Gerangel an den Stationen kommen. Ermahnungen sind aber meistens ausreichend. Besonders erwähnenswert wäre hier die orange Gruppe, bestehend aus E, C, T und E.
C hält sich häufig nicht an die Anweisungen des Lehrers.
Seine Kraft setzt er oft undosiert ein und er stellt sich gerne in den Mittelpunkt. T hat ein unglaubliches motorisches Geschick, er ist flink und gewandt, allerdings hält auch er sich öfters nicht an die Regeln.
Bei den Mädchen fällt insbesondere E auf. In nahezu allen Bereichen ist sie äußerst langsam und kräftemäßig sehr schwach. Ihr kognitives Auffassungsvermögen schätze ich jedoch überdurchschnittlich ein. Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass sie sich Mühe gibt und den Umständen entsprechend gerne am Sportunterricht teilnimmt. Ihr Sozialverhalten ist gut.
Bezogen auf die Unterrichtsstunde, wird sie voraussichtlich Koordinationsprobleme beim Werfen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass sie Linkshänderin ist und sich die Wurftechnik nicht einfach bei ihren Mitschülern abschauen kann.
S fällt insofern auf, dass sie breit gefächert über eine hohe soziale, kognitive und motorische Kompetenz verfügt. Meiner Meinung nach ist sie sich dessen bewusst und ist bestrebt, stets Übungen vorzumachen und Leitungsfunktionen zu übernehmen. Sie respektiert es jedoch, wenn ich auch andere, schwächere Schüler etwas vorführen lasse.
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Insgesamt fällt es manchen Schülern noch schwer, bei Arbeitsanweisungen und Erklärungen, ruhig und aufmerksam zu sein. Besonders zu nennen wären hier: C, T, E.
M, die ich bereits erwähnt habe, verhält sich manchmal etwas stur. Sie ist kaum bereit, Kompromisse mit ihren Mitschülern einzugehen, vor allem dann, wenn es um Leistung geht. Manchmal habe ich bei ihr auch den Eindruck, dass sie aus akustischen Gründen eine Anweisung nicht versteht. Diese Bedenken habe ich bereits bei ihrem Klassenlehrer geäußert.
Insgesamt nimmt die Klasse mit Freude am Sportunterricht teil und ist sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen, die ich im Unterricht einbringe. Sie sind in der Lage, eigene Ideen zu entwickeln und sie im Unterricht einzubringen. Im Unterrichtsalltag greife ich diese gerne auf, soweit sie in die Unterrichtsplanung integrierbar sind. Das Arbeiten - in vorläufig festen Gruppen - kennen sie erst seit Schuljahresbeginn. Sie haben diese Entscheidung sehr positiv aufgenommen. Eine zunehmende Stärkung des Gemeinschaftsgefühls konnte ich bereits wahrnehmen. Wertvolle Zeit, die normalerweise für die Gruppenbildung benötigt wird, kommt nun ihrer Bewegungs- und Lernzeit zugute.
Lila Gruppe („Die vier lila Teufel“): C, C, J, J
Hellblaue Gruppe („Vergissmeinnicht“): C, E, L, S Grüne Gruppe („Das grüne Wunder“): J, S, S, L
Gelbe Gruppe („Yellow fantastic four”): A, C, M, M
Orange Gruppe („Die orangenen Soccer“): C, E, E, T
2. Klärungen und Begründungen
2.1 Kompetenzerwerb
Der Bildungsplan für die Grundschule im Fächerverbund BSS gliedert sich in zwei Kompetenzbereiche.
1. Bewegungs- und Erfahrungsfeld: Spielen - Spiel
2. Bewegungs- und Erfahrungsfeld: Grundformen der Bewegung
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Die geplante Stunde fällt in den 2. Kompetenzbereich (Klasse 3/4): Speziell 2.2 des Bildungsplans:
2.2 Laufen, Werfen und Springen
Die Schülerinnen und Schüler können
• mit verschiedenen Wurfgeräten aus dem Stand und aus dem Anlauf weit, hoch, auf und in Ziele werfen.
(Vgl. Bildungsplan 2004, S. 115)
Das Thema „Werfen“ war bereits Inhalt vorangegangener Jahrgänge. In der dritten Klasse nahmen etliche Kinder an einer Handball AG teil, die unter der Kooperation von Schule und Verein angeboten wurde. Der AG-Leiter Herr Z besuchte uns auch während des schulischen Sportunterrichts, so dass er kurz vor den Bundesjugendspielen den Ss eine korrekt durchgeführte Wurftechnik vom „Leistungssportprofi“ zeigen konnte. Gerade die starken Ss profitierten sehr davon, wie z. B. L, der ein exzellenter Werfer ist. Bei den schwächeren bis mittleren Ss halte ich es aber nach wie vor für zwingend erforderlich, differenzierte Unterrichtssituationen anzubieten, um an der Basis des Werfens arbeiten zu können. Die starken Werfer kommen dadurch keineswegs zu kurz, haben sie doch die Möglichkeit an den Stationen den Schwierigkeitsgrad selbständig zu variieren, z. B. durch Werfen aus größerer Distanz.
Verschiedene Stationen bieten den Ss die Möglichkeit, sich spezifisch mit Wurfangeboten auf statische Ziele zu beschäftigen. In der folgenden Stunde werden die Expertentipps der Ss aufgegriffen und eine Wiederholung und Verbesserung der speziellen Wurftechnik findet statt - in Verbindung mit dem Thema: „Werfen auf bewegliche Ziele“. Die Stationen sind so angelegt, dass sie einen hohen Aufforderungscharakter an die Kinder haben. Durch die Integration von Alltagsmaterial (Joghurtbecher, Papierbälle, Zeitungspapier, …) können die Kinder zur außerschulischen Nachahmung angeregt werden. Falls es die Wetterverhältnisse zulassen, kann das Zielwerfen in Form einer Schneeballschlacht später auch im Freien aufgegriffen werden.
2.2 Fachliche Wissensbasis
Werfen gehört zu den Grundlagen jeder Bewegungserziehung. Eine wichtige Aufgabe ist es, Gelegenheiten und Situationen zu schaffen, in denen sich die
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Schüler, spielerisch angeregt fühlen, ihre Wurffähigkeiten zu erproben (vgl. sportpaedagogik-online.de).
Unter Werfen versteht man eine Grundbewegungsform, wobei durch (Kraft-) Einsatz vorwiegend der Arme - und besonders bei größeren Distanzen oder schweren Gegenständen auch des Körpers - eine Verlagerung eines Gegenstandes bzw. Objektes herbeigeführt wird. (vgl. Schippert. 1984. S. 13)
Folglich handelt es sich um einen ganzkörperlichen, ganzheitlichen Bewegungsablauf. Neben der Arm- wird auch die Rumpf- und Beinkraft gefordert.
Ein Wurf kann sowohl mit einer als auch mit zwei Händen ausgeführt werden. (Einhändige) Schlagwürfe sind durch eine peitschenartige Abwurfbewegung in Kopfhöhe gekennzeichnet, bei welcher der Ellenbogen zunächst dem Wurfgerät vorauseilt. Aus biomechanischer Sicht charakterisieren den „geraden Wurf“ ein langer Beschleunigungsweg des Wurfgeräts, eine möglichst große Vorspannung der am Wurf beteiligten Muskeln sowie eine hohe Abfluggeschwindigkeit des Wurfgegenstandes. (vgl. Frey, Kurz, Hildenbrand. 1984. S. 132)
Beim Werfen können folgende Zielsetzungen verfolgt werden:
- das Treffen starrer oder beweglicher Ziele
- weit werfen - hoch werfen
Im Sportunterricht der Grundschule ist Werfen vor allem in den Bereichen der Leichtathletik und der kleinen Spiele von Bedeutung - in der Sekundarstufe auch in den großen Spielen (Handball, Basketball).
In meiner geplanten Unterrichtsstunde bedeutet Werfen, dass verschiedene Wurfgegenstände mit Hilfe des Armeinsatzes (rechter bzw. linker Arm) und evtl. auch Körpereinsatzes in oder auf ein Ziel befördert werden.
Die Zielwürfe lassen dabei vielfältige Variationen zu:
- Zielgröße
- Zielhöhe - Wurfabstand
- Zielverhalten (statisch oder beweglich)
(vgl. Frey, Kurz, Hildenbrand. 1984. S. 118)
Da in der geplanten Stunde unterschiedliche Wurfgegenstände zum Einsatz kommen, kann die Wurfbewegung unterschiedlich ausfallen.
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Arbeit zitieren:
Sonja Pelechowytsch, 2008, Unterrichtsstunde: Zielwerfen an Stationen - auf statische Ziele mit verschiedenen Wurfgegenständen, München, GRIN Verlag GmbH
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Unterrichtsstunde: Werfen an Stationen
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Sonja Pelechowytsch's Text Unterrichtsstunde: Zielwerfen an Stationen - auf statische Ziele mit verschiedenen Wurfgegenständen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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