Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Terrorismus, eine Definition. 6
2.1 Einführung in die Thematik 7
3. Auswertung des Fragebogens. 10
4. Statistische Analyse der Umfrage 25
5. Lösungsvorschläge. 26
6. Literaturverzeichnis 27
7. Anhang 28
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1. Einleitung
Am 02.05.2006 haben wir einen Fragenbogen online gestellt, der folgendes Thema behandelte: „Fühlen sich Studierende durch den internationalen Terrorismus bedroht?“ Mithilfe des Fragebogens, bestehend aus insgesamt 15 Items versuchten wir, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Die Befragung endete am 15.06.2006.
Aufgrund der Aktualität der Thematik, gerade vor der Fußball - Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, empfanden wir es für forschungswürdig eine empirische Arbeit über das Ausmaß des empfundenen Bedrohungspotentials zu erarbeiten. Dabei haben wir der Einleitungsfrage eine wesentliche Bedeutung zukommen lassen, denn von dieser Frage geht das weitere Engagement des Fragebogenteilnehmers aus, diesen auszufüllen. Aus diesem Grund sollte die Frage Interesse für das Thema wecken, ferner sollte sie leicht verständlich sowie leicht zu beantworten sein. Eventuelle Ängste und Vorbehalte des Befragten über die Schwierigkeiten einer Befragung sollten durch die leichte Beantwortung der ersten Frage entfallen. Angaben zum Geschlecht, dem Alter oder anderen demographischen Merkmalen zur Beurteilung der sozialen Hintergrundvariablen und zur möglichen Korrelation der Ergebnisse haben wir am Ende des Befragung gestellt, andernfalls könnten die Befragten an dem eigentlichen Sinn bzw. der Intension der Befragung zweifeln.
Ein weiteres wichtiges Attribut ist, dem Befragten glaubhaft zu vermitteln, dass seine Anonymität gewährleistet ist. Aus diesem Grunde haben wir in der Einleitung des Fragebogens deutlich gemacht, dass die Auswertung der Ergebnisse streng nach den Richtlinien des Datenschutzes und des Persönlichkeitsrechtes erfolgt und eine Weitergabe an Dritte oder die Verwendung für andere Zwecke, außer dem dieser Arbeit, ausgeschlossen ist. Das Medium „Internet“ bzw. die „Online Befragung“ an sich macht es leicht, für eine Akzeptanz beim Befragten zu sorgen. Der Befragte sitzt vor seinem PC und füllt den Fragebogen zuhause aus, ohne dass ihm eine fremde Person gegenübersitzt.
Bei einem Interview hingegen reagieren die Interviewten nicht nur auf die Fragen, sondern auch auf die Person selbst und Ihr Auftreten. Bei Schnell, Hill, Esser wird dies als „Reaktivität“ bezeichnet (Schnell / Hill / Esser, 1999: 210). Dabei kann die Reaktion auf den Messvorgang häufig nicht von den inhaltlichen Reaktionen, wie z. B. einer
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sinnvollen Antwort auf die Frage, getrennt werden. Aus diesem Grunde können Verzerrungen entstehen, welche in der Empirischen Sozialforschung als „Artefakte“ bezeichnet werden. Da Messergebnisse durch Reaktivität verändert werden können, könnten die Daten somit wenig über das angestrebte Messobjekt aussagen. Aus diesem Grunde gefährdet die Reaktivität die Validität der Interviewdaten. Sowohl in einem Internetfragebogen, als auch bei einer schriftlichen Befragung wird die Reaktivität ausgeschaltet. In diesem Falle offenbart sich ein Vorteil zum mündlichen Interview (Schnell / Hill / Esser, 1999: 230).
Wir haben die Studenten/innen in der Onlineumfrage mit folgendem Text angesprochen:
Unsere Umfrage haben wir nach Fertigstellung in Internetforen, öffentliche Aushängen an der Universität und diversen Email-Verteiler von Seminaren bekannt gemacht. 140 Personen haben auf den Onlinefragebogen zugegriffen, davon haben 124 Personen (88,57 %) den Fragebogen ausgefüllt.
Folgende Tabelle fasst den Verlauf der Online Befragung zusammen
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Die Statistik in der vorangegangenen Tabelle dient nicht zur Bewertung unserer Umfrage, sondern beschreibt den Umlauf der Online Befragung im Internet. Interessant ist hier zu erwähnen, dass sich ein Teilnehmer im Durchschnitt 6Mn 31.76S Zeit genommen hat, um den Fragenbogen auszufüllen. Die statistische Bewertung des Fragenbogens wird in Abschnitt 3 erfolgen.
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2. Terrorismus, eine Definition
Der Begriff des Terrorismus ist sehr facettenreich. Viele Menschen haben nur einen vagen Begriff davon, was Terrorismus wirklich ist, „aber ihnen fehlt eine präzise und konkrete und wirklich zur Erklärung beitragende Definition des Wortes“ (Hoffmann, 1999: 13). Nach Hoffmann (1999) ist diese Ungenauigkeit teilweise den modernen Medien zu verdanken. Denn: „Ihre Bemühungen, oftmals komplexe und verwickelte Nachrichten unter geringmöglichem Aufwand an Sendeminuten oder Spaltenlänge zu übermitteln, haben zu der unterschiedslosen Etikettierung einer ganzen Skala von Gewaltakten als „Terrorismus“ geführt.“ (Hoffmann, 1999: 13).
Die Definition der Lexika bieten auch wenig Hilfe. Das Oxford English Dictionary erweist sich bei der Definition des Themas sehr unpräzise: „Terrorismus: Ein System des Terrors. I. Herrschaft durch Einschüchterung, wie sie durch die Partei, die in Frankreich während der Revolution von 1789 bis 1794 an der Macht war, eingerichtet und praktiziert wurde; das System des „Terrors“. 2. allgemein eine Politik, die die Absicht verfolgt, Terror gegen diejenigen einzusetzen, gegen die sie sich richtet; die Anwendung von Methoden der Einschüchterung; die Tatsache, daß Terror ausgeübt, oder der Umstand, daß Terror erlitten wird“ (The Oxford English Dictionary, 1971: 3268).
Anstatt das Terrorismus definiert wird, bekommt man unter 1. lediglich eine historische Beschreibung geboten. Die Zweite Definition vermittelt zwar zutreffend, dass Terrorismus auf das Erzielen von Angst abzielt, jedoch ist die Begriffsbestimmung zu weit abgefasst. Hoffmann definiert den Begriff als bewusste Erzeugung und Ausbeutung von Angst durch Gewalt oder die Drohung mit Gewalt zum Zwecke des Erreichens politischer Veränderungen. Alle terroristischen Taten verwenden Gewalt oder die Androhung von Gewalt. „Der Terrorismus ist spezifisch darauf ausgerichtet, über die unmittelbaren Opfer oder Ziele des terroristischen Angriffs hinaus weitreichende psychologische Effekte zu erzielen. Er will innerhalb eines breiten „Zielpublikums“ Furcht erregen und dieses dadurch einschüchtern; zu diesem Publikum können eine gegnerische ethnische oder religiöse Gruppe gehören, aber auch ein ganzes Land, eine Regierung oder eine politische Partei oder die öffentliche Meinung im Allgemeinen.“ (Hoffmann, 1999: 56). Der Terrorismus zielt darauf ab, Macht zu schaffen, wo es keine gibt oder aber Macht zu konsolidieren, wo es keine
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gibt. Durch Publizität, welche sie mit ihren Gewaltakten erzeugen, versuchen Terroristen die Druckmittel, den Einfluss und die Macht zu erlangen, über die sie ansonsten nicht verfügen würden, um entweder auf regionaler, nationaler, internationaler oder transnationaler Ebene politischen Wandel zu bewirken (Hoffmann, 1999:56). Dabei wird zwischen folgenden Arten von Terrorismus unterschieden:
- Nationaler Terrorismus beschränkt sich in Zielsetzung und
- Internationaler Terrorismus hat zwar staatsinterne Ziele, der
- Transnationaler Terrorismus hat weite Teile der Welt als Ziele im
2.1 Einführung in die Thematik
Seit Jahrzehnten existieren verschiedene Formen des internationalen Terrorismus, welche mit Bombenanschlägen, Flugzeugentführungen, Geiselnahmen etc. einhergehen. Die Anschläge auf das World Trade Center in New York im September 2001 offenbarten ein bisher unbekanntes Ausmaß an terroristischer Kompetenz. Seitdem haben sich in der Welt Spaltungen ergeben. Verschiedene Meinungen behaupten dabei, dass z. B. die Kriege in Afghanistan und im Irak den internationalen Terrorismus verstärkt haben und sich damit einhergehend die Gefahr von globalen Terroranschlägen erhöht hat.
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Im September 2005 wurde der Prophet Mohammed von der dänischen Zeitung „Jyllands Post“ in Karikaturen dargestellt, dies weckte ein Maß an Kritik, Empörung und Ausschreitungen aus den islamischen Ländern. Wir wollten diesbezüglich von den Befragten erfahren, ob sie denken, dass dies dem Terrorismus einen weiteren Nährboden verschafft hat.
Die überwiegende Zahl terroristischer Anschläge betraf in den vergangenen Jahren nicht- europäische Staaten. Doch seit den Anschlägen in Madrid 2004 und London 2005 vertritt die überwiegende Mehrheit der europäischen Bevölkerung, dass sich der internationale Terrorismus auch in Europa ausbreiten wird. Wir möchten in unserer Untersuchung herausstellen, ob sich diese Tendenz in der von uns befragten Kohortengruppe ebenfalls fortsetzt.
1972 ereignete sich einer der schwersten terroristischen Anschläge auf ein internationales Sportereignis. Eine Gruppe palästinensischer Terroristen nahm israelische Sportler als Geiseln, welche bei einem Befreiungsversuch ums Leben kamen. Wir wollten dabei die Tatsache nutzen, dass die Fussball- Weltmeisterschaft im Jahre 2006 in Deutschland ausgetragen wird und erfahren, ob sich nach Meinung der Befragten eine ähnliche Tragödie wie damals wiederholen könnte. Ferner sollen sich die Umfrageteilnehmer zu der Frage äußern, ob ein Einsatz der Bundeswehr zur Fußball- Weltmeisterschaft eine mögliche Bedrohung terroristischer Anschläge verhindern könnte.
Als Offene Fragen formuliert, wollten wir wissen, wie Deutschland dem Terrorismus entgegentreten sollte. Da Studenten die befragte Kohortengruppe bilden, versuchen wir in Erfahrung zu bringen, ob diese den Eindruck haben, dass Terroristen an deutsche Universitäten Netzwerke bilden und das dadurch angeeignete Wissen für ihre Zwecke benutzen.
Das Anfang des Jahres erstmals Deutsche als Geiseln im Ausland genommen wurden (Siehe Osthoff- Entführung, Entführung der Diplomatenfamilie Chrobog oder die entführten Ingenieure im Irak), veranlasste uns zu fragen, ob diese Vorkommnisse die Reiseziele oder Reisegewohnheiten der Studierenden ändern wird.
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Arbeit zitieren:
Diplom-Politologe Emre Berk, Diplom-Politologe Sadat Demoli, Diplom-Soziologe Matej Kocjancic-Sauer, 2006, Angst vor Terror? Eine empirische Analyse zum Sicherheitsempfinden von Studenten in Deutschland im Zeitalter des internationalen Terrorismus, München, GRIN Verlag GmbH
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