Dankwort
Ganz am Anfang möchte ich mich bei allen bedanken, die mir bei meiner Magisterarbeit geholfen haben. Als erstes danke ich Herrn Prof. Dr. Mohammed Abu-Hatanb Khaled für seine wertvollen Denkanstöße und sprachwissenschaftlichen Hinweise. Durch seine sprachwissenschaftlichen Vorlesungen und Seminare wurden meine sprachlichen Einsichten geprägt und die Arbeit entscheidend beeinflußt. Ihm danke ich ganz herzlich für die intensive und herzliche Betreung.
Einen ganz besonderen Dank möchte ich meinem Lehrer Herrn Prof. Dr. Mohammed Mansour aussprechen, der die Arbeit betreut und mich als Student und Forscher wissenschaftlich gefördert und unterstützt hat. Er hat auch meine ersten Schritte in die deutsche Sprache miterlebt, mir den Weg in die germanistische Sprachwissenschaft gewiesen und mich bei der Wahl des Themas meiner Magisterarbeit beraten. Ohne seine Hilfsbereitschaft hätte ich meine Arbeit nicht erfolgreich bewältigen können.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Yousry Hassan, dem Mitbetreuer meiner Magisterarbeit. Er hat mir stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ihm danke ich ganz herzlich für seine Korrektur sowie für seine nützliche Hinweise. Weiterhin danke ich Herrn Ass. Prof. Mustafa Al-Fakhrany, der diese Arbeit in ihrer Anfangsphase mitbetreut hat.
Einen ganz besonderen Dank möchte ich Herrn Prof. Dr. Magdy Ganem aussprechen, nicht nur für seine wertvollen sprachwissenschaftlichen Hinweise, sondern auch für seine moralische und praktische Unterstützung.
Auch nicht auslassen möchte ich Herrn Prof. Dr. Youssef Shahin, den Leiter des Deutschen Sprachzentrums der Assiut Universität, der mir die Chance gegeben hat, meine Studienlaufbahn fortsetzen zu können.
Ganz herzlich bedanke ich mich bei Herrn Prof. Dr. Salah Al-Akshar und Dr. Shaker Elrifai, den DAAD-Lektüren in Assiut für Ihre dauerende Unterstützung Ihre Bereitschaft, mir zu helfen.
II
Ein ganz besonderes herzliches Dankeschön hegt an Herrn Prof. Dr. Clemens Knobloch nicht nur für sein Interesse an meiner Arbeit, sondern auch für seine Bereitschaft, mich während meines zweimonatigen Aufenthaltes in Siegen zu betreuen.
Meinen Lehrern, allen Professoren und Dozenten sowie meinen Kollegen, den Assistenten und Oberassistenten an der Abteilung für Germanistik der Al-Azhar Universität sowie den Kollegen im deutschen Sprachzentrum der Assiut Universität, möchte ich für alles danken, was sie für mich getan haben.
Meiner Familie gebührt ein ganz besonderer Dank. Ohne ihre Hilfe wäre die Anfertigung dieser Arbeit doppelt so schwer gewesen.
Nicht zuletzt bin ich dem DAAD für die finanzielle Unterstützung meines zweimonatigen Aufenthaltes an der Universität Siegen zum Zweck der Materialsammlung im Jahr 2003 und für die Einladung zum DAAD- Sommerkurs 2002 in Alexandria in höchstem Maße verbunden.
Im Voraus bin ich allen Lesern meiner Arbeit für Kritik jeglicher Art sehr dankbar. Für Fehler, Mängel und Irrtümer, die in der Arbeit auftauchen, trage selbstverständlich ich die Verantwortung.
Maher Abdul Haleem
Deutsches Sprachzentrum der Assiut Universität
Kairo, Juni 2005
III
Hinweise zur Umschrift
Bei der Schreibung der arabischen Wörter und Ausdrücke wird die wissenschaftliche Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft verwendet. Im Folgenden führen wir das Umschriftsystem der arabischen Buchstaben an, das der 19. Internationale Orientalisten-Kongress 1935 vereinbart hat. Es gibt jedoch aufgrund computertechnischer Schwierigkeiten einige Abweichungen:
Arab. Umschrift Erläuterungen Alphabet ا fester Stimmeinsatz vor Vokal im ‘
Anlaut, wie in antworten, in, umsteigen. ب b stimmhaftes (b), wie in Bitte. ت t stimmhaftes (t), wie in trinken. ث t scharfer Interdental, wie (th), in engl. thing. ج ğ weiches (dsch), wie in engl. German. ح h stark behauchtes (h), zwischen
خ h hartes (ch), wie in Buch. د d stimmhaftes (d), wie in drei. ذ d weicher Interdental, wie in engl. that. ر r rollendes Zungen- r. ز z stimmhaftes (s), wie in sieben. س s stimmloses (s), wie in Hans. ش š scharfes (sch), wie in schießen. ص ş emphatisches, am Obergaumen gebildetes, ,,dunkles“ (s). ض d emphatisches, am Obergaumen
ط t emphatisches, am Obergaumen gebildetes, ,,dunkles“ (t) ظ z ,,dunkles”, verdumpftes, stimmhaftes (s). ع ع gepresster Kehllaut (behelfsweise wie
غ ġ Gaumen-r (nicht gerollt !), wie in frz. Merci. ف ƒ wie in Fenster. ق q dunkles (q), tiefer in der Kehle gebildet als das deutsche (k). ك k helles, vorne gesprochenes (k), wie in Kanne ل I wie in Lampe. م m wie in Mann. ن n wie in Nase. هـ h leichtes (h), wie in haben. و w rundes (w), wie in windows. ى y wie in Jahr.
Die langen Vokale werden durch ā, ī, ū wiedergegeben. 1
1 Vgl. Mansour, Mohammed: Einführung in die Methodik und Terminologie der Hadith- Wissenschaft. Salih- Kamil- Zentrum für islamische Wirtschaft. 2. verbesserte Auflage, Kairo 1998, S. 7 f.
V
Inhaltsverzeichnis
Seite
0.1. Einleitung und Problemstellung 01
0.2. Forschungsgegenstand und Belegmaterial 03
0.3. Ziel der Arbeit 04
0.4. Aufbau der Arbeit 04
1. Problematik der Satzbestimmung im Deutschen 06
1.1. Zur Satzbestimmung im Deutschen 06
1.2. Zu den Satztypen im Deutschen 11
1.2.1. Satztypen nach dem strukturellen Aspekt 11
1.2.2. Satztypen nach der Stellung der finiten Verbform 12
1.2.2.1. Aussagesätze 12
1.2.2.2. Fragesätze 12
1.2.2.2.1. Entscheidungsfragesätze 12
1.2.2.2.2. Ergänzungsfragesätze 13
1.2.2.2.3. Vergewisserungsfragesätze 13
1.2.2.3. Aufforderungssätze 14
1.2.2.4. Ausrufesätze 14
1.2.2.5. Wunschsätze 14
2. Zur Verblosigkeit im Deutschen 16
2.1. Die Verblosigkeit im Deutschen 16
2.2. Die zweigliedrigen verblosen Sätze 18
2.3. Die elliptischen Formen im Deutschen 20
2.4. Zum Nominalsatz im Deutschen 23
3. Zur Prädikativität im Deutschen 27
3.1. Die Prädikativität im Deutschen 27
3.2. Das Prädikat und die Prädikatsteile im Deutschen 28
3.2.1. Das finite Verb 29
3.2.2. Grammatische Prädikatsteile 29
3.3. Die prädikativen Konstruktionen im Deutschen 29
4. Zur Satzproblematik im Arabischen 33
4.1. Zur Satzbestimmung im Arabischen 33
VI
0.1. Einleitung und Problemstellung
Die Beschäftigung mit Fremdsprachen ist ein weltweites Phänomen. Millionen von Menschen zeigen ein großes Interesse daran, eine Fremdsprache zu erwerben, da, wie wir alle wissen, die Welt ein „kleines Dorf” geworden ist und es internationale Beziehungen zwischen fast allen Völkern der Welt gibt. Daher befassen sich auch viele Forscher mit Fragen zu Spracherwerb und mit der Übersetzungswissenschaft. Es bleiben aber immer große Lücken im Sprachgebrauch. Zur Deckung dieser Lücken sind schon Beiträge zu Teilbereichen der arabisch-deutschen kontrastiven Grammatik geleistet worden. Aber Arbeiten, die einen Überblick über dieses Gebiet gewährleisten, gibt es meines Wissens bis heute nicht. Bei der Konzeption dieser Arbeit sind wir also davon ausgegangen, dass diese Lücken erst dadurch gedeckt werden können, dass den Lernenden die Strukturen ihrer Muttersprache und Fremdsprache bewusst gemacht werden.
Die vorliegende Arbeit stellt eine der grammatischen Strukturen des Arabischen und des Deutschen vor: Die verblosen Sätze im Arabischen und die prädikativen Konstruktionen im Deutschen sowie die Wiedergabemöglichkeiten der arabischen verblosen Sätze im Deutschen. Ein solcher Vergleich hat heutzutage eine besondere Bedeutung, da jede Sprache ihre eigenen Besonderheiten hat, die für sie charakteristisch sind. Selbstverständlich gibt es grosse Unterschiede zwischen dem Arabischen und anderen Sprachen. Fast die ganze Welt interessiert sich zur Zeit auch für die Übersetzungswissenschaft, insbesondere nach den schwerwiegenden Veränderungen, die die Welt nach dem 11. September 2001 erlebt hat. Aus der obengenannten Tatsache, dass alle Sprachen aufgrund ihrer historischen sowie ihrer idiomatischen, lexikalischen und syntaktischen Eigenschaften besondere Merkmale haben, stellen wir fest, dass der Übersetzer bzw. Dolmetscher eine schwierige Aufgabe hat. Diese besteht darin, einen ausgangssprachlichen Text oder Textteil in die Zielsprache zu übertragen, so dass trotz der unterschiedlichen Erscheinungen der beiden Sprachen eine (inhaltlich sowie stilistisch) qualitativgleichrangige Übersetzung entsteht.
Ferner dient das Erlernen von Fremdsprachen der Verständigung zwischen verschiedenen Völkern mit unterschiedlichen Sprachen. Auf diese Weise können Gedanken bzw. Informationen von einer Sprache in eine andere übernommen werden,
was jedoch voraussetzt, dass die Bedeutungsstrukturen genau wiedergegeben werden müssen, damit die richtige Vermittlung eines Textes in die andere Sprache erfolgt. Die verschiedenen Übersetzungsmodelle befassen sich insbesondere mit Bedeutungsstrukturen von Texten, denn das Übersetzen eines Textes setzt voraus, dass die lexikalische und kontextuelle Bedeutung der sprachlichen Elemente innerhalb eines Textes dem Vermittler deutlich und klar wird, ehe er in die Zielsprache übersetzt. Beim Übersetzungsprozess besteht die Schwierigkeit darin, einen passenden Ausdruck in einer Sprache zu finden, der als Äquivalent für einen anderen Ausdruck in einer anderen Sprache gelten kann. Der Bedeutungsinhalt der Wörter bzw. der Ausdrücke unterscheidet sich jedoch von Sprache zu Sprache. Daraus entstehen verschiedene Übersetzungsprobleme, zu denen auch die Übersetzung der arabischen verblosen Sätze ins Deutsche gehört. Dieses Problem besteht darin, dass der deutschen Sprache (und anderen europäischen Sprachen) dieser Typ von Sätzen, die kein Verb haben, nur in wenigen Konstruktionen bekannt ist, während das Arabische diesen Typ von Sätzen oft verwendet. Auf dieses Problem stossen Übersetzer bei der Übersetzung vom Arabischen ins Deutsche sehr oft, und es macht sich auch im Sprachunterricht bemerkbar.
Viele Forscher sind der Meinung, dass die Entsprechung für das fehlende Verb im arabischen verblosen Satz ein Kopulaverb, meistens ein Äquivalent für „sein”, ist 1 .
Es geht hier um Konstruktionen, die Subjekt (Thema) und Prädikativum (Rhema) enthalten. Wenn Vergleiche zwischen denjenigen Sprachen gezogen werden, in denen es auch Sätze ohne Verb gibt, und solchen Sprachen, deren Sätze prinzipiell ein Verb enthalten müssen, so scheint die kontrastive Linguistik und die angewandte Übersetzungswissenschaft in der Tat für derartige Vergleiche gut geeignet zu sein,
1 Vgl. Engel, Ulrich: Verbvalenz ohne Verb? In: Kairoer Germanistische Studien Bd. 7., Kairo 1993, S. 108.
2
denn neben dem wachsenden Interesse an den fremdsprachlich-didaktischen Möglichkeiten der Übersetzung ist die Übersetzungswissenschaft als selbständige Forschungsdisziplin innerhalb der Sprachwissenschaft entstanden.” 1
0.2. Forschungsgegenstand und Belegmaterial
Die Übersetzung ist ein wichtiges Kommunikationsmittel bei der Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen. 2 Deshalb haben die Forschungen im Fachbereich Übersetzungswissenschaft zugenommen. Durch diese Forschungen versuchen die Sprach- und Übersetzungswissenschaftler die Übersetzungsprobleme zu lösen. Die vorliegende Arbeit ist, meines Wissens nach, der erste Versuch einer Behandlung der arabischen verblosen Sätze und der prädikativen Konstruktionen im Deutschen, sowie der Wiedergabemöglichkeiten der arabischen verblosen Sätze im Deutschen im Kontext der Problematik bei der Übersetzung vom Arabischen ins Deutsche. Bei der Auswahl der Beispiele haben wir uns bemüht, möglichst die arabische Hochbzw. Schriftsprache der Gegenwart zu präsentieren. Die meisten Beispiele stammen aus dem Koran und literarischen Werken. Dabei versuchen wir ein ganzes Bild für die gegenwärtige arabische Sprache zu geben. Die in dieser vorliegenden Arbeit untersuchten Werke sind bereits ins Deutsche übersetzt worden, und für die kontrastive Analyse zugänglich.
Die untersuchten Belege werden wie folgt bearbeitet werden: Zwischen zwei Klammern werden der Vor- und Nachname des Schriftstellers und die Belegstelle angeführt. Bei der Übersetzung werden derselbe Autor (nicht der Übersetzer) und die Belegstelle aufgeführt. Belegstellen aus dem Koran werden folgendermaßen angeführt: (K. 40/10) bedeutet Koran, Sure Nummer vierzig, Vers Nummer zehn. Dabei wird der Nachname des Übersetzers angegeben. Bei den Belegen aus dem Koran stütze ich mich auf die Koran-Übersetzungen von Rudi Paret, Max Hennig und Ahmed Denffer.
1 Mansour, Mohammed Ahmed: Sätze ohne Verb beim Übersetzungsprozess Arabisch-Deutsch. In: Faculty of Languages and Transilation Studies der Al-Azhar Universität, Band 29, Kairo 1998, S. 38 f.
2 Haggag, Mahmud Muhammad: Zur Übersetzungsproblematik kulturspezifischer Termini in arabischdeutschen Wörterbüchern an Beispielen von ausgewählten islamischen Begriffen. Magisterarbeit Kairo 2000, S.1.
3
Somit haben wir Beispiele aus den literarischen Texten des modernen Hocharabisch, sowie Beispiele aus dem klassischen Arabischen.
0.3. Ziel der Arbeit
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Wiedergabemöglichkeiten von arabischen verblosen Sätze ins Deutsche systematisch zu erfassen, und dem Ubersetzer damit ein wertvolles Hilfsmittel in die Hand zu geben.
Wie bereits in der Einleitung erwähnt wurde, geht es hier um die arabischen Konstruktionen, die aus Subjekt (Thema) und Prädikativum (Rhema) bestehen. In dieser Untersuchung beabsichtigen wir nicht, in diesem begrenzten Rahmen auf Einzelheiten der Valenztheorie einzugehen. Vielmehr möchten wir in diesem Teil einer anderen Frage auf den Grund gehen, und zwar inwieweit das implizite Element in den arabischen verblosen Sätzen Kopulaverb genannt werden kann. Es wird dabei gefragt werden, welche Wiedergabemöglichkeiten es für diesen Typ von arabischen Sätzen im Deutschen gibt. Die Beantwortung dieser Fragen stellt das Ziel der Arbeit dar. Wir hoffen, durch diese Arbeit eine sinnvolle brauchbare Grundlage für arabische Studierende des Deutschen vorlegen zu können.
0.4. Aufbau der Arbeit
Die vorliegende Arbeit unterteilt sich in fünf Kapitel, eine Schlussfolgerung sowie das Literaturverzeichnis. Bei der Behandlung der Themenbereiche sind wir so vorgegangen, dass wir zuerst den deutschen und dann den arabischen Teil behandeln. Zum Schluss kommt der Teil zu den Wiedergabemöglichkeiten der arabischen verblosen Sätze im Deutschen.
Das erste Kapitel befasst sich mit der Problematik der Satzbestimmung und den Satztypen im Deutschen. In diesem Kapitel werden die verschiedenen Auffassungen des Satzbegriffes dargelegt werden.
Im zweiten Kapitel wird auf die Verblosigkeit im Deutschen, auf die sogenannten verblosen Sätze im Deutschen und auf die elliptischen Formen 1 als Verkürzung der Sätze eingegangen werden. Am Ende dieses Kapitels stellen wir die unterschiedlichen Auffassungen der sogenannten Nominalsätze im Deutschen dar.
1 Elliptische Formen sind unvollständige Einheiten, die ergänzungsbedürftig sind. Eine ausführliche Definition und Behandlung wird im zweiten Kapitel dargestellt.
4
Das dritte Kapitel gibt einen Überblick über die Prädikativität sowie das Prädikat und die Prädikatsteile im Deutschen. Hier wird auch auf das finite Verb eingegangen werden. In diesem Kapitel werden auch die prädikativen Konstruktionen im Deutschen und ihre Einteilung behandelt werden.
Die Problematik der Satzbestimmung im Arabischen, die unterschiedlichen Meinungen dazu sowie die Klassifizierung des arabischen Satzes nach unterschiedlichen Gesichtspunkten sind Teil des vierten Kapitels. Dieses Kapitel gibt einen ausführlichen Überblick über die Nominal- und Verbalsätze, und ihre Formen und Glieder im Arabischen. Am Ende dieses Kapitels gehen wir auf die elliptischen Formen im Arabischen ein.
Das fünfte Kapitel befasst sich mit der Übersetzungsproblematik, der Übersetzung und Äquivalenz sowie den Wiedergabemöglichkeiten der arabischen verblosen Sätze im Deutschen.
Im sechsten Kapitel werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und abschliessend bewertet werden.
5
1. Problematik der Satzbestimmung im Deutschen
1.1. Zur Satzbestimmung im Deutschen
“ Die Rede, die immer der Übermittlung von Inhalten dient, kann sehr unterschiedliche Ausdehnungen haben (vgl. die sogenannten Einwortsätze, wie Achtung! Hierher! Still!); sie kann aber auch aus vielen mehrgliedrigen, nach Inhalt und Form in sich geschlossenen Äußerungen, zusammengesetzt sein. Solche Äußerungen nennen wir Sätze”. 1
Damit begegnen wir einem Problem, dessen Lösung bis zum heutigen Tage schwer erscheint: Die Bestimmung des Satzes. Es wurde immer versucht, diesen Begriff unter verschiedenen Gesichtspunkten, wie z. B. grammatischen, logischen oder psychologischen, zu definieren.
In seinem Werk: „Was ist ein Satz?“ hat John Ries eine Sammlung von insgesamt 140 Satzbestimmungen zusammengestellt. 2
Diese Anzahl von Satzbestimmungen wurde dann von Eugen Seidel um weitere dreiundachtzig ergänzt. Damit war die Zahl der wichtigsten Satzdefinitionen auf über 220 angewachsen. Seither haben diese Definitionen noch weiter zugenommen. 3 Diese grosse Anzahl an Bestimmungen für denselben Begriff lässt erahnen, dass das Ziel,... „einen klaren, operationalen Grundbegriff zu bestimmen, einen Begriff, der theoriefähig ist und als einheitlicher Orientierungspunkt jeglicher Beschäftigung mit Sprache fungieren kann”, offenbar schwierig ist. 4
In den meisten einschlägigen Grammatiken herrscht bis heute die Annahme vor, dass der Satz grammatisch wohlgeformt sein muss. Mit dieser Wohlgeformtheit bezeichnen die Grammatiker die Empfindung der Korrektheit eines Satzes im grammatischen System der jeweiligen Sprache.
1 Schmidt, Wilhelm: Grundfragen der deutschen Grammatik. 5. Auflage. Halle 1977, S. 226.
2 Vgl. Ries, John: Was ist ein Satz? Prag 1931, S. 208 ff.
3 Vgl. Seidel, Eugen: Geschichte und Kritik der wichtigsten Satzdefinitionen, Münster 1935, S. 114 ff.
4 Vgl. Müller, Peter: Der Satz. Definition und sprachtheoretischer Status, Tübingen 1985, S. 27.
6
An dieser Stelle ist auch bemerkbar, dass die Bestimmung eines Satzes als Einheit des grammatischen Systems, syntaktisch gesehen, durch grammatische Korrektheit, Wohlgeformtheit und Vollständigkeit gekennzeichnet ist. 1 Aus der deutschen Sprache ist eine Reihe sehr unterschiedlicher Satzbestimmungen bekannt. Im Folgenden möchten wir einen Überblick über die wichtigsten Satzdefinitionen im Deutschen geben.
Schmitthenner definiert den Satz als „Wortgefüge“ und trennt nicht deutlich zwischen Satz und Satzglied. Die Ausdrücke: „Ein guter Mensch sein” und „edel sein” sind, nach Schmitthenner, beide als Sätze zu bezeichnen. 2
Auch die deutschen Grammatiker des 19. Jahrehunderts unterschieden in ihren Satzdefinitionen nicht zwischen Stufen eines Satzes. Andererseits ist Schmitthenners Definition sehr eng begrenzt. Ein einzelnes Wort wie „Geh!” ist, ihm zufolge, ein Satz ohne Wortverbindung.
Engel vertritt die Auffassung, dass der Satz aus mindestens einem Finitum bestehen muss. Er sollte außerdem eine weitgehende Autonomie (Selbständigkeit) aufweisen. Hier unterscheidet Engel zwischen zwei verschiedenen Begriffen: Äußerung und Satz. Er betrachtet die Äußerungen als grundlegende Einheiten von Texten, welche die Form von Sätzen haben. Sätze und Äußerungen dürfen aber nicht, seiner Definition nach, miteinander gleichgesetzt werden. Zu Äußerungen und Sätzen erwähnt er folgende Unterschiede:
Äußerungen sind kommunikative Einheiten, die, seiner Ansicht nach, nach ihrem Verständigungszweck zu bewerten sind. Sätze sind hingegen grammatische Einheiten, die ihrer Korrektheit nach beurteilt werden mǘssen. Der Satz muss ein finites Verb beinhalten. Eine Äußerung hingegen kann ohne Verb vorkommen. Deshalb betrachtet er Satzbeispiele wie: „den Hammer bitte!” als Äußerung und nicht als Satz. 3
1 Vgl. Duden: Grammatik der deutschen Gegenwartssprache, 5. Auflage, Bd. 4, Mannheim 1995, S. 559 ff.
2 Vgl. Schmitthenner, F.: Teutonia. Deutsche Sprachlehre nach neuer wissenschaftlicher Begründung. Frankfurt 1828, S. 30.
3 Vgl. Engel, Ulrich: Deutsche Grammatik. 2., verbesserte Auflage, Heidelberg 1996, S.180.
7
Zum Ende des 19. Jahrhunderts hin befassten sich Sprachwissenschaftler und Psychologen, wie Hermann Paul u. a., intensiv mit dem Begriff „Satz”. Die Psychologen stützten sich bei ihrer Bestimmung des Satzes auf den Ansatz, die Vorstellung der Gegenstände und ihre sprachliche Ausdrucksweise zu beschreiben. Der Satz wurde unter psychologischen Gesichtspunkten als sprachlichen Ausdruck eines Gedankens innerhalb eines größeren Gedankenzusammenhangs bestimmt. Dieser Theorie zufolge stimmen die psychologischen Gesichtspunkte mit der Satzbestimmung des bekannten Sprachwissenschaftlers Hermann Paul überein, der den Satz wie folgt definiert hat:
„Der Satz ist der sprachliche Ausdruck, das Symbol dafür, dass die Verbindung mehrerer Vorstellungen oder Vorstellungsmassen in der Seele des Sprechenden sich vollzogen hat, und das Mittel dazu, die nämliche Verbindung der nämlichen Vorstellungen in der Seele des Hörenden zu erzeugen”. 1
Paul ist der Meinung, dass der Satz aus mindestens zwei Gliedern bestehen mǘsse, die nicht gleichberechtigt seien: der eine gibt die Vorstellung, welche in der Seele des Sprechenden existiert, wieder. Der andere Teil ist neu, und wird mit dem ersten in Verbindung gesetzt. Das erste Glied nennt Paul das ,,psychologische Subjekt“, das zweite Glied bezeichnet er als das „psychologische Prädikat“. 2 Der Sprachpsychologe Karl Bühler betrachtet die wohlgeformten Sätze als die kleinsten selbständigen Sinneinheiten der Rede. 3 Seine Bestimmung umfasst die Interjektion und die fragmentarischen Ausdrücke.
Ries hat jedoch die Betrachtung des Satzbegriffs durch die Psychologen stark kritisiert. Für ihn handelt es sich bei der Satzbestimmung durch die Sprachwissenschaftler und die Psychologen um ein gemeinsames Problem, das jedoch auf so unterschiedliche Weise betrachtet werden muss, dass die Satzdefinitionen der Sprachpsychologen für sprachwissenschaftliche Zwecke nicht ausreichend sind.
1 Vgl. Paul, Herrmann: Aufbau des einfachen Satzes, in: Hoffmann. (Hrsg.): Sprachwissenschaft. Ein Reader, Berlin 1996, S.498.
2 Ebenda, S. 499.
3 Vgl. Bühler, Karl: Sprachtheorie. 9. Auflage., Stuttgart 1982,S 359.
8
Als Linguist hat Ries den Satzbegriff wie folgt definiert: „Ein Satz ist eine grammatisch geformte kleinste Redeeinheit, die ihren Inhalt im Hinblick auf sein Verhältnis zur Wirklichkeit zum Ausdruck bringt “, 1 und:
„Dieses auf die grammatische Korrektheit hin konzipierte Verständnis des Satzes hatte zur Folge, dass so interessante Beiträge wie die von Dittrich, der in seiner Bestimmung des Satzes sowohl den Sprecher als auch den Hörer berücksichtigt, in Vergessenheit geraten sind”. 2 Dittrich hat den Satz wie folgt bestimmt:
„Ein Satz ist eine modulatorisch abgeschlossene Lautung, wodurch der Hörende veranlasst wird, eine vom Sprechenden als richtig anerkennbare relativ abgeschlossene apperceptive (beziehende) Gliederung eines Bedeutungsbestandes zu versuchen,[....]”, 3 und:
„Der Unterschied zwischen der Psychologie und der Sprachwissenschaft besteht darin, dass der Psychologe sich in erster Linie mit dem Gedanken und seiner Entstehung beschäftigt, während der Linguist die Versprachlichung bzw. die sprachliche Realisierung dieses Gedanken erforscht“. 4 Laut Duden sind Sätze:
„Sprachliche Einheiten, die relativ selbständig und abgeschlossen sind. Sie bauen sich aus kleineren sprachlichen Einheiten auf, die ihrerseits auch schon eine gewisse Selbständigkeit haben”. 5
1 Vgl. Ries, John: Was ist ein Satz? : A.a. O., S. 99.
2 Elnashar, Randa: Funktionalpragmatische Analyse der fragmentarischen Äuβerungen im Deutschen und Arabischen. Diss., Kairo 2002, S. 16.
3 Dittrich, Ortner.: Die sprachwissenschaftliche Definition der Begriffe „Satz" und „Syntax``. In: Philosophische Studien, Bd. 19, Tübingen 1902, S. 124.
4 Elnashar, Randa: Funktionalpragmatische Analyse: A. a. O., S. 15.
5 Duden: Grammatik: A. a. O., S. 590.
9
Bei ihm wird die Satzdefinition, ähnlich wie bei Engel, durch einen Autonomiegedanken gestützt.
Diese Definitionsansätze wurden in dieser Form nicht durchgängig akzeptiert. So versteht Eisenberg im Hinblick auf seinen deskriptiven Konstituentenansatz unter einem Satz Folgendes:
„Der einfache Aussagesatz im Deutschen vom Typ: ,,Petra arbeitet, Klaus raucht” besteht aus einer nominalen und einer verbalen Form, die in bestimmter Weise aufeinander abgestimmt sind. Der Ausdruck für grammatische Struktur, der einem solchen Satz zugewiesen wird, soll eben dies zum Ausdruck bringen. Es handelt sich um sprachliche Einheiten, die aus einem Nomen (N) und einem Verb (V) bestehen, so dass beide zusammen einen Satz (S) bilden”. 1
Damit kann die Darstellung des Problems der Satzbestimmung abgeschlossen werden. Als Ergebnis unserer Überlegung können wir Folgendes festhalten: Die Sammlung von Satzbestimmungen lässt erkennen, dass es schwierig ist, eine knappe und zugleich erschöpfende Definition für den Begriff „Satz“ zu finden. Deshalb muss hier versucht werden, das Wesen seiner Erscheinung in einer kurzen Beschreibung zu erfassen.
In der vorliegenden Arbeit wird der Satz als Teil einer Äußerung, die Form und Inhalt nach in sich geschlossen ist, bezeichnet. Neben der Geschlossenheit des Sinns und der grammatischen Wohlgeformtheit, ist es für diesen Satzteil charakteristisch, dass er eine strukturelle Einheit bildet. Es muss hierbei jedoch beachtet werden, dass die soeben angeführten Merkmale für eine Definition des Satzes als Redeeinheit wichtig sind. Es ist aber möglich, dass „ungenügende Begrenzung in einem Aspekt durch deutliche Prägung im anderen Aspekt kompensiert werden kann“. 2 Die Orientierung an der grammatischen Wohlgeformtheit eines Satzes hatte zur Folge, dass Erscheinungen wie die verblosen Sätze und die fragmentarischen Ausdrücke und Interjektionen als unvollständig und ergänzungsbedürftig empfunden werden. Dieses Problem möchten wir in einem selbständigen Teil behandeln.
1 Eisenberg, Peter: Grundriss der deutschen Grammatik, Stuttgart 1994, S. 28.
2 Glinz, Hans: Die innere Form des Deutschen. Eine neue deutsche Grammatik, 4. Auflage., München 1965, S. 448.
10
Nach einem kurzen Überblick über die Satztypen im Deutschen, versuchen wir, bestimmte Begriffe, wie Verblosigkeit und die sogenannten verblosen Sätze im Deutschen sowie auch die elliptischen Formen und die Prädikativität im Deutschen deutlich zu machen, denn diese Begriffe sind für das Thema von großer Bedeutung.
1.2. Zu den Satztypen im Deutschen
Sätze im Deutschen stellen mehrschichtige semantische, formal grammatisch und aktuell kommunikativ strukturierte Gebilde dar. Folglich ergeben sich mehrere Möglichkeiten der Satzklassifikation. Der erste Einteilungsgrund der verschiedenen Satzarten ist die Unterscheidung zwischen Inhalts- und Ausdrucksebene. „Diese Einteilung nach der Darstellung, nach der Form des Ausdrucks heißt die grammatische, jene nach der Vorstellung, nach dem Inhalt heißt die logische Einteilung der Sätze” 1 .
1.2.1. Satztypen nach dem strukturellen Aspekt
Nach dem strukturellen Aspekt wird zwei Hauptkriterien von Sätzen, und zwar einfache und komplexe Sätze unterscheidet. Ein einfacher Satz besteht aus nur einem vollständigen selbständigen Satz: (1) Er trinkt Kaffee.
Ein komplexer Satz besteht hingegen mindestens aus zwei Sätzen, von denen einer dem anderen untergeordnet ist: (2) Er hat gesagt, dass er uns morgen besucht.
„Aufgrund der unterschiedlichen Abhängigkeitsbeziehungen gibt es verschiedene Typen von untergeordneten Sätzen. So haben wir z.B. Subjekt, Objekt, Prädikativ- oder Adverbialsätze“. 2
1 Herling, Simon/Heinrich Adolf: Die Syntax der deutschen Sprache. Frankfurt/ M. 1832, S. 10f.
2 Badr, Mohy El-Din Gamalel-Din Ahmed: Zur Wortstellung im Deutschen und arabischen Aussagesatz. Magisterabeit, Kairo 1998, S. 8.
11
1.2.2. Satztypen nach der Stellung der finiten Verbform
Nach der Stellung der finiten Verbform unterscheiden die Grammatiker zwischen verschiedenen Arten des Aufbaus des deutschen Satzes. Das sind zunächst Aussage-, Frage-, Aufforderungs- und Wunschsätze. Einen weiteren Typ bilden die Ausrufesätze.
1.2.2.1. Aussagesätze
Wenn mit der Abbildung eines Sachverhalts die Intonation verbunden ist, zu behaupten, dass dessen Sachverhalt tatsächlich, künftig oder hypothetisch existent ist, so führt das zur Formulierung eines Aussagesatzes.
Im Aussagesatz wird ein Sachverhalt in allgemeiner und intentional neutraler Form beschrieben:
a- der Aussagesatz kann einen Sachverhalt bejahen: (3) Er ist mein Betreuer.
b- der Aussagesatz kann einen Sachverhalt verneinen: (5) Sie hat kein Geld mehr. 1 (4) Heute ist es nicht kalt.
1.2.2.2. Fragesätze
Mit einem Fragesatz drückt der Sprecher aus, dass ihm etwas nicht bekannt ist. Das kann ein ganzer Sachverhalt sein, oder nur ein bestimmter Teil davon. Dem Entsprechend unterscheidet man die drei Typen von Fragesätzen, die sich in ihrer Form unterscheiden; sie heißen: Entscheidungsfragesatz, Ergänzungsfragesatz und Vergewisserungsfragesatz.
1.2.2.2.1. Entscheidungsfragesätze
Der Entscheidungsfrage (oder Satzfrage) liegt das vollständige Abbild eines Sachverhalts zugrunde. Dieser Sachverhalt wird nicht behauptet, sondern sein Wirklichkeitsbezug ist unsicher. Die Entscheidungsfrage ist eine Aufforderung an den Gefragten, aus dem mit der Frage abgesteckten Bereich möglicher Sachverhalte einen auszuwählen, und eine entsprechende Antwort zu formulieren. Die auf die Entscheidungsfragen zulässigen Antworten bewegen sich zwischen voller
1 Vgl. Helbig, Gerhard/Buscha, Joachim: Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. München 1991, S. 610.
12
Bestätigung des Sachverhalts, der der Frage zugrunde liegt, und der Negation dieses Sachverhalts. Die Antwort enthält dann ein „ja“, oder ein „nein“. Der Satz wird in der Regel mit normal steigender Intonation ausgesprochen. (6) Fährst du nach Bonn? - Ja, ich fahre nach Bonn. (7) Waren Sie mal in Deutschland? - Nein, ich war noch nie in Deutschland.
1.2.2.2.2. Ergänzungsfragesätze
Mit der Ergänzungsfrage (Wortfrage) wird ausgedrückt, dass ein Teil eines Sachverhalts unbekannt ist. Die Ergänzungsfrage geht davon aus, dass nur Teile des zugrunde liegenden Sachverhalts bekannt sind, während mindestens ein Bestandteil nicht spezifiziert ist. Bekannt ist also etwa die Tatsache, dass „jemand kommt”, aber nicht, zu welchem Zeitpunkt „er kommt “. In der Antwort wird eine Spezifizierung des unbekannten Bestandteils erwartet. Die verschiedenen unbekannten
Sachverhaltskomponenten (Person, Nichtperson, Zeit, Ort usw.) werden durch spezielle Fragewörter erfragt.
(8) Wann kommt der Lehrer zurück? - Morgen kommt er zurück. (9) Um wieviel Uhr sehen wir uns? - Um acht Uhr. 1.2.2.2.3 Vergewisserungsfragesätze
Die Vergewisserungsfrage dient dazu, herzufinden, ob das mit ihr verbundenes Abbild eines Sachverhalts endgültig ist bzw. ob es richtig verstanden wurde. Aus der Möglichkeit einer bejahenden oder verneinden Antwort (Bestätigung oder Negation des Sachverhalts, auf den sich das der Frage zugrunde liegendes Abbild des Sachverhalts bezieht) ergibt sich, dass es sich hier um einen Spezialfall der Entscheidungsfrage handelt. Dieser Spezialfall weist allerdings erhebliche Besonderheiten auf. Aufgrund des geringeren Unsicherheitsgrades bleibt die Form die eines selbständigen Aussagesatzes, von dem die Vergewisserungsfrage ausgeht. Der Satz wird obligatorisch mit steigender Intonation ausgesprochen. Als fakultatives Element steht oft in dieser Frage der Partikel „doch”: (10) Du sprichst doch Deutsch? (11) Du gehst doch mit ins Theater?
Arbeit zitieren:
Maher Bakkar, 2006, Verblose Sätze im Arabischen und prädikative Konstruktionen im Deutschen sowie ihre Wiedergabemöglichkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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