1 Einleitung
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Aufmerksamkeit 4
3 Diagnostik gestörter Aufmerksamkeit 6
3.1 Ebenen der Diagnostik 6
4 d2 Test 8
4.1 Durchführung 8
4.2 Auswertung 11
4.2.1 Ermittlung der Rohwerte 11
4.2.2 Ermittlung der Normwerte 11
4.2.3 Auswertungsformblatt 13
5. Schlussbemerkung 15
6 Literatur 16
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der Aufmerksamkeit und dessen Diagnostik. Das Gebiet wurde damals im optischen Gebiet und an Flächen untersucht. Man verglich bis 1925 die Aufmerksamkeit mit einem inneren Scheinwerfer. So wie der Scheinwerfer eine kreisförmige Erhellung an einer Wand erzeugt, so bedingt die Aufmerksamkeit eine Klarheitszone im Erlebnisfeld. Der Lichtkreis ist innen am hellsten und wird nach außen hin schwächer und so schrieb man den innersten Partien des Aufmerksamkeitsfeldes den höchsten Klarheitsgrad zu. (Henning, 1925) Anhand eines Bildes wie das folgende lässt sich eine solche Erklärung für Aufmerksamkeit begründen. Hier wird die linke Hirnhemisphäre gezeigt. Bei genauerem Hinsehen kann man eine zweite Sichtweise erhalten: Umrisse von Kindern. In diesem Moment verschwindet die erste Sichtweise einer Gehirndarstellung völlig und die Aufmerksamkeit ist nur noch auf die andere Sichtweise gerichtet.
Heute wird das Thema der Aufmerksamkeit nicht mehr nur anhand eines Scheinwerfers beschrieben, sondern aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Eine Störung der Aufmerksamkeit führt bei Kindern häufig zu Schwierigkeiten dem Unterrichtsgeschehen folgen zu können. Negative schulische Leistungen sind oft Folge einer solchen Störung. Darum ist es für mich besonders wichtig mich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Im Folgenden soll ein besonderes Augenmerk auf die Diagnostik von Aufmerksamkeit gelegt werden. Der Aufmerksamkeits-Belastungstest d2 ist eine geeignete Möglichkeit um Menschen zwischen 9 und 60 Jahren zu untersuchen. Der bereits 1962 veröffentlichte Test wird im letzten Abschnitt vorgestellt werden.
4
2 Aufmerksamkeit und Konzentration
2 Aufmerksamkeit
Auf einen Organismus wirken ständig Reize ein, die eine Menge an Information darstellen, die seine Verarbeitungskapazitäten übersteigt. Für den Reproduktionserfolg ist jedoch nur ein Teil dieser Information relevant. Gehirne sind daher durch die Evolution so optimiert worden, diesen Teil der Information auszuwählen. Wichtige Informationen werden weiterverarbeitet und führen zu Verhaltensreaktionen. Unwichtige Informationen werden ignoriert. Bei diesem Prozess der selektiven Wahrnehmung spricht man von Aufmerksamkeit (http://www.brainsim.de/studium/attention/attention.html).
Anhand dieser Erklärung wurde eine medizinische Sichtweise für den Begriff Aufmerksamkeit gegeben, das bedeutet hier erfolgte ein Überblick darüber, was sich im Gehirn selbst bei diesem Phänomen abspielt.
Eine andere Sichtweise formulierte der Experimentalpsychologe W. James 1890:
Jedermann weiß, was Aufmerksamkeit ist. Es handelt sich um das geistige Inbesitznehmen eines
von scheinbar mehreren gleichzeitig möglichen Objekten oder Gedankengängen in klarer und
lebendiger Form. Zu ihrem Wesen gehört das wie auf einen Brennpunkt sich richtende
Konzentrieren des Bewusstseins. Dazu gehört ferner die Abkehr von Objekten, um sich wirksam
mit anderen zu beschäftigen(James, 1890, zitiert nach Rapp, 1982, S. 19).
Es wird deutlich, dass Aufmerksamkeit ein Konzept ist, an dem viele Prozesse und Funktionen beteiligt sind. In seiner Definition spielt James nicht nur auf die kognitive Aktivität, sondern auch auf eine bewusste Willensanstrengung des aufmerksamen Organismus, an. Es sollen entweder äußere oder innere Reize verarbeitet werden(Rapp, 1982).
Seit den 50er Jahren wurden unterschiedliche Theorien zur Aufmerksamkeit entwickelt, die sich in zwei Gruppen teilen lassen. Die eine Hälfte geht von einer begrenzten Aufmerksamkeitskapazität aus und die andere Hälfte hebt eine Selektions- und Integrationsfunktion der Aufmerksamkeit hervor. So ergeben sich verschiedene Komponenten der Aufmerksamkeit: die Vigilanz (Daueraufmerksamkeit), die selektive und die geteilte Aufmerksamkeit. Die Vigilanz umfasst die Fähigkeit einen gleichmäßig hohen Aktivierungsgrad über einen längeren Zeitraum hinweg beizubehalten, wie beispielsweise bei einer Warenkontrolle. Die geteilte Aufmerksamkeit beschreibt das Vermögen zwei oder mehr Aufgaben gleichzeitig durchzuführen, wobei die Aufmerksamkeit zwischen zwei oder mehr Anforderungen aufgeteilt ist. In dieser Arbeit soll ein erhöhtes Augenmerk auf die selektive Aufmerksamkeit gegeben werden. Die selektive Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, schnell und zuverlässig auf bestimmte Reize zu reagieren. Hierbei kommt es darauf an, sich nicht durch
5 2 Aufmerksamkeit und Konzentration irrelevante Informationen oder Störreize ablenken zu lassen. Ein Beispiel für die selektive Aufmerksamkeit findet sich auf einer Feier, wo die Gäste in der Lage sind den Mitteilungen des direkten Gesprächspartners zu folgen ohne sich von den vielen benachbarten Gesprächen irritieren zu lassen(Heubrock/Petermann, 2001).
Arbeit zitieren:
Steffi Freckmann, 2006, Aufmerksamkeitsdiagnostik, München, GRIN Verlag GmbH
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