Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. AIDS 4
2.1 Was ist AIDS 4
2.2 AIDS ein geschichtlicher Überblick 5
3. Die Kampagne „Gib AIDS keine Chance“ 5
3.1 Entstehung 5
3.2 Ziele 6
3.3 Aufbau 7
3.3.1 Massenkommunikation 7
3.3.2 Personalkommunikation 9
3.3.3 Telefonberatung 9
3.3.4 Die Aktion: „mach’s mit“ 10
4. Evaluation 10
4.1 Die Evaluationsstudie „AIDS im öffentlichen Bewusstsein der BRD“ 11
4.1.1 Ziele 11
4.1.2 Kritische Würdigung der Studie „AIDS im öffentlichen Bewusstsein der 12
BRD 2003“
4.2 Mögliche Ursachen für die nachlassende Wirkung von 14
„Gib AIDS keine Chance“
5. Kritik an „Gib AIDS keine Chance“ 14
6. Fazit 17
Literaturangabe 18
2
1. Einleitung
Das Krankheitssyndrom AIDS hat sich weltweit zu einer Herausforderung entwickelt. Fernab von jeder Stigmatisierung gilt es, Mittel und Wege zu finden, wirksam zu helfen. Geboten ist zudem eine umfassende und wirksame AIDS-Prävention. 1 AIDS Prävention bedeutet hier, Informationen zu vermitteln und Verhaltensweisen herbeizuführen, die der weiteren Verbreitung von AIDS entgegenwirken. Die Aufgabe der AIDS-Prävention wird in Deutschland durch die politisch angeregte Kampagne „Gib AIDS keine Chance“ wahrgenommen. „Gib AIDS keine Chance“ versucht, durch eine Vielzahl an Maßnahmen und Aktionen, gesundheitsrelevantes Verhalten herbeizuführen.
Im folgenden Text werde ich diese Kampagne kritisch betrachten. Hierzu kläre ich zunächst, was das erworbene Immundefektsyndrom AIDS überhaupt ist und was die Diagnose AIDS für den Betroffenen bedeutet. Außerdem werde ich auf die Geschichte von AIDS eingehen, welche mit dem Auftauchen einer mysteriösen neuen Krankheit zum Ende der 1970er Jahre in den Großstädten der Vereinigten Staaten von Amerika begann.
Daraufhin skizziere ich kurz die Entstehung der Kampagne, welche als direkte politische Reaktion auf die neu entstehende AIDS-Problematik in der BRD verstanden werden kann.
Im Anschluss daran werde ich die Ziele der Kampagne, mit dem Hauptziel möglichst viele Neuinfektionen an HIV zu verhindern, aufzeigen.
Danach erläutere ich den Aufbau der Kampagne, an der die unterschiedlichsten Akteure von der Bundesregierung bis hin zu nicht staatlichen Organisationen beteiligt sind, und stelle die drei wichtigsten Maßnahmenblöcke vor, nämlich die Massenkommunikation, die Personalkommunikation und die Telefonberatung sowie die Plakatkampagne „Mach’s mit“.
Daraufhin werde ich auf die Möglichkeiten der Evaluation eingehen. Evaluation kann als Bewertung von öffentlichen Maßnahmen betrachtet werden. Außerdem werde ich die Ziele der Evaluation der Kampagne „Gib AIDS keine Chance“, nämlich die der Qualitätssicherung und der zukünftigen Wirkungsoptimierung näher erläutern.
1 Vgl.: freie Enzyklopädie Wikipedia, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/AIDS
3
Im Anschluss betrachte ich die Ergebnisse der letzten Evaluation der Kampagne durch die Repräsentativbefragung „AIDS im öffentlichen Bewusstsein der BRD 2003“ kritisch und zeige Missstände bei der Zielerreichung von „Gib AIDS keine Chance“ auf. Daraufhin gehe ich auf mögliche Ursachen ein, wie zum Beispiel den für die nachlassenden Effekte der Kampagne verantwortlichen geringen Neuigkeitswert des Themas AIDS.
Zum Ende werde ich „Gib AIDS keine Chance“ kritisch würdigen und auf Möglichkeiten der Umorientierung, wie zum Beispiel der vermehrten Zusammenarbeit mit Schulen, hinweisen. Abschließend bleibt dann zu sagen, dass viel getan werden muss, um den sich neu stellenden Problemen in Bezug auf AIDS und HIV gerecht zu werden.
2. AIDS
2.1 Was ist AIDS?
Das Wort AIDS kommt aus dem englischen und ist die Abkürzung für acquired immune deficiency syndrome, was soviel bedeutet wie erworbenes Immundefektsyndrom. „AIDS ist die Folge einer Infektion mit dem HI-Virus (engl.: human immunodeficiency virus = menschliches Immundefektvirus), das eine schrittweise Zerstörung des Immunsystems bewirkt. Die Folge sind Sekundärinfektionen, die in bestimmter Kombination das Syndrom AIDS definieren.“ 2 Die HI-Viren zerstören nach und nach die T-Helferzellen des Körpers und schwächen dadurch das Immunsystem. Ist das Immunsystem durch das HI-Virus geschwächt oder gar ganz zerstört, können selbst „Alltagskrankheiten“, wie zum Beispiel eine Erkältung, schwerwiegende Folgen haben.
Das HI-Virus wird über Blut zu Blut Kontakte von Mensch zu Mensch übertragen. Am häufigsten geschieht dies über ungeschützte Sexualkontakte.
Auch heute gibt es noch immer keine Medikamente oder Impfungen, die AIDS heilen, oder AIDS vorbeugen können. AIDS endet immer tödlich!
2 Freie Enzyklopädie Wikipedia, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/AIDS
4
2.2 AIDS – ein geschichtlicher Überblick Ende der 1970er Jahre häuften sich in den USA die Berichte über eine bis dahin unbekannte Krankheit, welche 1981 von der amerikanischen Seuchenbehörde (CDC = Centers for Disease Control and Prevention) als ein neues Syndrom erkannt wurde. Die häufigsten Erscheinungen, die mit dieser Krankheit einhergingen, waren starke Lungenentzündungen, Hautveränderungen und ein stark geschwächtes oder gar gänzlich zusammengebrochenes Immunsystem. „Der Verdacht, dass es sich hierbei um eine Infektionskrankheit handelte, war von Anfang an gegeben. Der Ausdruck AIDS wurde 1982 geprägt.“ 3 1984 entdeckte Luc Montagnier vom Pasteur-Institut-Paris das für die Krankheit verantwortliche Virus. Gleichzeitig entdeckte auch der U.S Forscher R.Gallo das Virus und nannte es das „human immunodeficiency virus“ kurz HIV. Kurz darauf wurden die ersten lebensverlängernden Medikamente und erste HIV-Tests entwickelt.
In Industrienationen wie den Vereinigten Staaten, oder Europa, sind zunächst „von der Krankheit insbesondere Drogenabhängige(…), homosexuelle Männer sowie Bluter, die auf Blutprodukte angewiesen sind, betroffen.“ 4 In Entwicklungsländern hingegen breitete sich das HI-Virus vor allem durch Sexualkontakte zwischen Heterosexuellen aus.
Heute weiß man, dass das HI-Virus eng mit Viren verwandt ist, welche AIDS ähnliche Symptome bei Primaten auslösen und dass einer dieser Virustypen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts auf den Menschen übertragen wurde. 5
3. Die Kampagne „Gib AIDS keine Chance“
3.1 Entstehung
Als Mitte der 1980er Jahre die ersten AIDS Fälle in Deutschland bekannt wurden, erzeugten diese ein riesiges Medienecho, welches ein großes Interesse am Thema HIV und AIDS in der Bevölkerung hervorrief.
3 Fischbach, Ralf, In: Der Hausarzt, 2002, URL:
http://hausarzt.qualimedic.de/qmDoc.php?fn=aids_geschichte&filetime=1014372360
4 Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, URL:
http://www.bmz.de/include/cgibin/druck.pl?default
5 Vgl.: freie Enzyklopädie Wikipedia, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/AIDS
5
Quote paper:
Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (FH) Fabian Frank, 2005, Die Kampagne "Gib AIDS keine Chance", Munich, GRIN Publishing GmbH
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