Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Einf ührung 3
1.) Überblick über die arabische Medizin vom 8 - 13 Jahrhundert. 4
2) Berühmte arabische Mediziner: Leben und Werke 6
1. Periode. 6
At -Tabari 6
Al -Razi 7
II Period: 8
Az -Zahrawi (Albucasis, Alsaharavius) 8
Ibn Sina (Abicenna) 9
III Period: 10
Ibn Zuhr (Avenzoar) 10
Ibn Rusd (Averroes) 11
Moseh ben Maymon (Maimonides) 11
3.) Weitere arabische Wissenschaftler (Übersetzer, Büchersammler, Händler usw.) und ihr
Beitrag zur Entwicklung der Medizin im Nahen Osten. 12
4.) Die Entwicklung des Gesundheitswesens im Orient. 14
5.) Einflüsse der arabischen Medizin auf Europa 16
Zusammenfassung. 18
Literaturverzeichnis. 21
2
Einführung
Es wäre falsch zu behaupten, dass es möglich sei, das vorliegende Thema in einer Hausarbeit vollständig zu behandeln. Es ist sehr interessant und gleichzeitig sehr umfangreich. Deswegen wurden nur einige Aspekte zur Geschichte der arabischen Medizin beleuchtet, die nach Meinung der Autorin für die Studierenden des arabischen Kulturgutes am interessantesten sind.
Bevor auf die berühmten arabischen Mediziner und ihre Werke eingegangen werden soll, ist es sehr wichtig, die Ursprünge der arabischen Medizin zu kennen. Anschließend geht es um die Geschichte der arabischen Medizin. Es werden auch berühmte arabische Mediziner, ihre Biographien und Werke behandelt.
Die arabische Medizin hat ohne Zweifel einen großen Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Wissenschaften gehabt. Welcher Art dieser Einfluss war, ist ebenfalls Thema dieser Arbeit.
Zuerst soll ein kurzer Überblick über das Wesen und den Ursprung der arabischen Medizin gegeben werden.
Unter "arabischer Medizin" versteht man medizinisches Wissen, das ursprünglich in arabischer Sprache in islamisch-kulturellem Zusammenhang niedergeschrieben worden ist. 1 Interessant ist dabei auch, dass nicht nur Araber die arabische Zivilisation bestimmt haben. Zu den berühmten arabischen Medizinern zählten Perser, Syrer, Spanier und Juden. 2 Als wissenschaftliche Disziplin ist die arabische Medizin seit dem ersten Jahrhundert der Abbasiden bekannt. Die Ursprünge der arabischen Medizin reichen bis nach Griechenland zurück. Im 7. Jahrhundert brachten arabische Eroberer den größten Teil des Orients unter ihre Herrschaft. 642 n. Chr. eroberten die Araber Alexandria, ein bedeutendes Zentrum der hellenistischen Medizin.
Im Gegensatz zu anderen Eroberern, haben die Araber das Kulturgut anderer Völker nicht zerstört, sondern aufbewahrt und ihre Ideen weiterentwickelt. Was für Ideen das waren, was die Europäer aus der arabischen Medizin übernommen haben und welche arabischen Mediziner im Okzident sehr bekannt wurden, ist Gegenstand der folgenden Kapitel.
1 Micheau, F. A Quantitative Approach to Scientific Activity. International Workshops. Experience and Knowledge Structures in Arabic and Latin Sciences. Max-Plank Institute for the History of Science. Berlin.1997. S.3.
2 Abouleish E., M. D. Contributions Of Islam To Medicine. Edited by Shahid Athar , www.alnasir.com/DivineIslam/Articles/Science/contributions_of_islam_to_medi.shtml S.23
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1.) Überblick über die arabische Medizin vom 8 - 13 Jahrhundert.
Die Geschichte der arabischen Medizin ist traditionell in drei oder vier Perioden unterteilt. (F. A. Micheau, L.Sterpellone, M.S.Elsheikh.) 3
Die erste Periode umfasst die Zeit zwischen 750 und 900. L. Sterpellone und M.S. Elsheikh nennen diese Zeit "die Vorbereitungsphase" 4 , weil in dieser Periode Übersetzungen aus griechischen, persischen und indischen Quellen einen grossen Einfluss auf die arabische Wissenschaft ausgeübt haben.
In der ersten Periode beginnt die Entwicklung der Alchemie und Hydromedizin. Viele Ärzte aus der ersten Periode waren Christen, dennoch wurden sie respektiert und gut behandelt. Die erste Periode der arabischen Medizin fiel in die Herrschaft der Omàyyaden und nachfolgend in die der Abbàsiden. Von diesen zwei Familien sind als Schützer des Wissens Hàrùn ar-Rasid (766-809) und sein Sohn Al-Mamùn (786-833) besonders bekannt. In Haruns Zeit fällt die Gründung des ersten Krankenhauses in Bagdad. Sein Sohn Al-Mamùn gründete in Bagdad das berühmte „Haus der Klugheit“, eine Bibliothek mit vielen Manuskripten antiker Autoren. Er gründete auch eine Übersetzerhochschule, wo griechische, persische und indische Manuskripte ins Arabische übersetzen wurden.
Während der Regierung von Al-Mamùn wurde Bagdad das Zentrum der Wissenschaft und Kultur für alle Muslime. Nach dem ersten Krankenhaus, das von seinem Vater gegründet worden war, baute Al-Mamùn weitere (1160 gab es in Bagdad schon 60 Krankenhäuser). Die Organisation in den Krankenhäusern war in allen Bereichen sehr durchdacht: die Leitung, die Ausgaben und die Löhne der Ärzte und vom übrigen Personal wurden genau festgelegt. Die Krankenhäuser haben medizinische Kurse angeboten, es gab Prüfungen und Zeugnisse. 931 wurde eine offizielle Kommission zur Abnahme der Prüfungen eingerichtet. F. Mischeau berichtet, dass in den ersten zwei Jahrhunderten die meisten Wissenschaftler in Bagdad lebten und dort ihre wissenschaftlichen Arbeiten schrieben. 5 (Siehe Anhang, Abb. 2, Tabelle 1). Nach F. Micheau hat die Entwicklung der arabischen Medizin in Bagdad begonnen 6 .
3 Micheau, F. S.3-4; und Sterpellone, L. Elsheikh, M.S. La medicina araba. L’arte medica nei callifat: d’Oriente e d’Occidente. Ciba Edizioni, 1995, S.S.17-19.
4 Sterpellone, L. Elsheikh, M.S.S.17.
5 Micheau, F. S.5
6 Micheau, F. S.5
4
Diese Tatsache erklärt sich aus zwei Gründen:
1) Für die Leute aus den Provinzen bot diese große Stadt viele Anreize, z.B. vielfältige wissenschaftliche Quellen. Außerdem lebten da auch viele berühmte Wissenschaftler. 2) Die Kalifen förderten die Entwicklung der Wissenschaft, vor allem die Medizin. Sie wollten immer die besten und berühmtesten Mediziner haben. Mehr als drei Viertel aller uns bekannten wissenschaftlichen Arbeiten, stammen von Medizinern und Philosophen, die unter dem Schutz der Kalifen standen. 7 Die zweite Periode erstreckte sich von 950 bis 1050.
L. Sterpellone und M.S. Elsheikh nennen diese Zeit die "Goldperiode" der arabischen Medizin. 8 Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass Wissenschaftler und ihre Arbeiten sich außerhalb Bagdads verbreiten. Die Wissenschaftler entfernen sich von ihrem antiken Lehrer. Sie schreiben über eigene Beobachtungen, persönliche Betrachtungen und Erfahrungen. Zu den Medizinern dieser Zeit gehören Avicenna, Albucasis und viele andere. Bagdad war nicht mehr das einzige Zentrum der arabischen Wissenschaft. Andere Zentren der arabischen Medizin waren in der zweiten Periode Kairo, Isfahan, Gurgang, Nishapur usw. (Siehe Anhang, Abb. 2, Tabelle 2). Dritte Periode (nach 1050 bis 13Jh).
Nach 1055 ist die Blütezeit der arabischen Medizin zu Ende. L. Sterpellone und M.S. Elsheikh nennen diese Zeit „die Verwirkungsperiode“ 9 , weil es in dieser Zeit wesentlich weniger wissenschaftliche Arbeiten als in den ersten zwei Perioden gab. In dieser Periode kam es angesichts der Bedrohung durch die Türken im Osten und durch die Christen im Westen zu territorialen Einbußen des arabischen Kalifats. 1236 eroberten die Christen Cordoba. Im Februar 1258 eroberten die Mongolen Bagdad, und binnen einer Woche wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Zeugen berichteten, dass damals mehr als 800.000 Menschen getötet worden waren und die große Bibliothek von Bagdad vollständig verloren ging. Die Manuskripte wurden ins Wasser des Tigris geworfen: Viele berichteten, dass im Fluss eine Brücke aus Büchern zu sehen war. 10
Doch das arabische Wissen ist nicht ganz verloren gegangen. Man kann auch heute etwas über die arabische Medizin sagen, weil in dieser Zeit solche bedeutende Mediziner wie Avenzoar, Averroes und Maimonide lebten und ihre wissenschaftlichen Arbeiten
7 Micheau, F. S.6.
8 Sterpellone, L. Elsheikh, M.S. S. 18.
9 Sterpellone, L. Elsheikh, M.S. S. 19.
10 Payk, T. Gesundheit und Krankheit zwischen Magie und Vernunft. In: Journal Geschichte der Medizin. Westfälisches Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie Bochum, Klinikum der Ruhr-Universität. 2001. S.13.
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aufschrieben. In dieser Periode war Damaskus das grösste wissenschaftliche Zentrum (Siehe Anhang, Abb. 2, Tabelle 3).
Vierte Periode (13. Jh. bis 15. Jh.) wird von F. Micheau als „Renaissance von Ayyubiden“ 11 bezeichnet. Es gab in dieser Zeit nicht so viele arabische Mediziner, wie in den ersten zwei Perioden. Bekannt geworden sind Ibn Abi Usabia (13. Jh.) oder Cali ibn Halifa (Mitte 13. Jh.)
Im 16. Jahrhundert wurden die meisten arabischen Länder von den Türken und später von den Europäern erobert. Nach dem Zerfall der islamischen Kultur vergingen viele Jahrhunderte, ehe neue medizinische Einrichtungen entstanden. Erst Ende des 19.Jahrhunderts wurden neue Krankenhäuser gegründet:
• 1880 das Abbasia-Krankenhaus in Ägypten für mehr als 2500 Patienten;
• 1912 das Khanka-Krankenhaus nördlich von Kairo für ungefähr 3000 Patienten.
Später wurden weitere psychiatrische Kliniken in Ägypten, Libanon, Syrien, im Irak und im Sudan errichtet. 12
2) Berühmte arabische Mediziner: Leben und Werke
Nach F. Micheau stammen die meisten bekannten Werke aus den ersten beiden Perioden. 13 Die Gründe dafür wurden bereits im ersten Kapitel erwähnt. Im zweiten Kapitel geht es um berühmte arabische Mediziner und ihre Werke. Einer der ersten arabischen Mediziner, dessen Name überliefert wurde, ist AI-Thaqafi, ein arabischer Arzt aus dem 6. Jh., der die letzten beiden Nachfolger des Propheten behandelt haben soll. 14
1. Periode.
At-Tabari
Abù '1-Hasan Ali ibn Sahl Rabbàn, at-Tabari. (Geb. 839 in Tabaristan, gestorb. 923 in Bagdad).
Er erbte von seinem Vater - einem Landbesitzer - genug Geld, um ohne finanzielle Sorgen sein Leben ganz der Gelehrsamkeit widmen zu können. Er studierte an unterschiedlichen
11 Micheau, F. S.7.
12 Zohair AI-Tahan. Chronik der (arabischen) Medizin ARABISCHES ÄRZTEBLATT 2/2001 52 http://www.arabmed.de/zeitschrift/majalla0102/S51-52.pdf
13 Micheau, F. S.4.
14 Zohair AI-Tahan.
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Quote paper:
Anna Huenken, 2005, Quellen der arabischen Medizin, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Die arabische Wissenschaft und ihre Spuren in der spanischen Sprache
Romance Languages - Spanish Studies
Term paper, 18 Pages
Arabismen - Der arabische Einfluss in der spanischen Sprache
Romance Languages - Spanish Studies
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