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Inhaltsverzeichnis und Gliederung
1. Einleitung
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1.1 Gegenstand der Untersuchung
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1.2 Arbeitshypothese und Fragestellungen
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1.3 Abgrenzung des Themas
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2. Richard Sennett: Der flexible Mensch Eine
Zusammenfassung
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2.1 Die Routine Ein Übel des alten Kapitalismus
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2.2 Die Flexibilisierung
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2.3 Der Wertewandel in der Arbeitswelt
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2.4 Die Unlesbarkeit der neuen Arbeitsformen
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2.5 Das Verarbeiten des Scheiterns und die Gemeinschaft als
Mittel gegen den Drift
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2.5.1 Das Verarbeiten des Scheiterns
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2.5.2 Die Gemeinschaft als Mittel gegen den Drift
3. Analyse und Abgrenzung
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3.1 Chancen und Risiken des Wertewandels
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3.2 Alternativen in der Betrachtung des Wandels
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1. Einleitung
1.1 Gegenstand der Untersuchung
Der Gegenstand meiner Untersuchung ist die Frage nach der Entstehung einer neuen Gesellschaft, bedingt durch einen Wertewandel in der Arbeitswelt und der Gesellschaft vor allem in den Industriestaaten. Anhand des Buches “Der flexible Mensch” von Richard Sennett 1 wird der stattfindende Wandel untersucht werden.
Der erste Teil meiner Arbeit wird den Inhalt und die Thesen Sennetts wiedergeben.
Diese Untersuchung wird mit einer Darlegung des, nach Sennett, Übels des alten Kapitalismus, der Routine, beginnen und anschließend die neue Strukturierung der Zeit, die Flexibilisierung, schildern. Danach werde ich den daraus resultierenden Wandel in der Arbeitswelt aufzeigen, bevor ich auf die Schwierigkeiten bei der Betrachtung der neuen Arbeitsformen, das Fertigwerden mit dem Scheitern und der Gemeinschaft als Mittel gegen den “Drift” 2 eingehen
werde.
Im zweiten Teil meiner Arbeit werde ich mich mit einer kritische Betrachtung dieser Ansichten beschäftigen, und sie anhand meiner Ansichten überprüfen, bevor ich dann abschließend eine mögliche Perspektive der zukünftigen Arbeitsformen aufzeigen werde.
1.2 Arbeitshypothese und Fragestellungen
Die meiner Arbeit zugrundeliegende Annahme, das ein Wertewandel in der Gesellschaft und der Arbeitswelt stattfindet, bildet den Ausgangspunkt für die Betrachtungen Sennetts, der eine Flexibilisierung und Individualisierung der Menschen in der Arbeitswelt sieht und damit einhergehend den Verlust von persönlichen Erfahrungen feststellt.
1 Die gesamte Arbeit basiert auf: Sennett, Richard; Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus; Berlin; 1998 2 Der Prozess der Veränderung und diese selbst bedeutet nach Sennett “Drift”
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Anhand des betrachteten Buches möchte ich die Entwicklungen unserer Zeit und die damit verbundenen Veränderungen in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung darstellen und diese dann kritisch betrachten. Meine Untersuchung wird im zweiten Teil darauf eingehen, in wieweit die Thesen Sennetts für mich zutreffend sind. Ich werde mich mit seinem Buch kritisch hinsichtlich zweier Hauptfragen auseinandersetzen:
1. Der von Sennett negativ beurteilte Wandel bietet auch große Chancen. Was
überwiegt?
2. Gibt es Alternativen oder andere Wege der Betrachtung des Wandels als die
Flexibilisierung?
1.3 Abgrenzung des Themas
Die Basis meiner Untersuchung bildet das Buch “Der flexible Mensch” von Sennett. Auf andere, vielfältig vorhandene, Literatur zu diesem Thema gehe ich nicht ein, da ich mich bei meinen Betrachtungen auf die Ansätze Sennetts konzentriere und diese einer subjektiven Analyse unterziehe, ich somit meine Meinung an den einzelnen Punkten abarbeiten werde. Andere zum Teil grundsätzlich abweichende Meinungen anderer Autoren können jedoch Eingang in meine Analyse finden, sofern sie mir als Abgrenzung hilfreich und wichtig erscheinen.
Sennetts Buch wird im Rahmen meiner Arbeit nicht chronologisch beschrieben und w iedergegeben werden. Vielmehr versuche ich die wichtigen Ansätze und Thesen Sennetts herauszustellen und aufgrund des geringen Umfangs meiner Hausarbeit werde ich mich auf die für mich wesentlichen Punkte beschränken. Ich werde mich, analog zu Sennett, nicht mit einer Betrachtung der Entwicklungs- und Schwellenländer befassen, sondern mich ausschließlich, da dort am deutlichsten, auf die Entwicklungen in den großen Industrie- und Wirtschaftsnationen beschränken.
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2. Richard Sennett:
“Der flexible Mensch” – Eine Zusammenfassung
2.1 Die Routine – Ein Übel des alten Kapitalismus 3
In der Mitte des 18. Jahrhunderts, zu Beginn des industriellen Kapitalismus, gab es zwei Richtungen der Bewertung der Routine:
“Die positive Seite der Routine wurde in Diderots großer Encyclopédie (1751- 1772) dargestellt, die negative Seite der geregelten Arbeitszeit zeigte sich äußerst dramatisch in Adam Smiths Der Wohlstand der Nationen (1776). Diderot war der Meinung, die Arbeitsroutine könne wie jede andere Form des Auswendiglernens zu einem Lehrmeister der Menschen werden; Smith glaubte, Routine stumpfe den Geist ab.” (S. 39)
Diderot ging davon aus, dass durch Wiederholungen die Menschen lernen ihre Arbeitsvorgänge zu kontrollieren und somit Routine nicht geistlos ist. Smith hingegen sah das Verhältnis von freien Märkten und einer immer weiter gehenden Arbeitsteilung miteinander verbunden, dass die Beschäftigten also immer die gleiche Tätigkeit verrichten und dadurch abstumpfen. Der Arbeiter verliert die Kontrolle über seine Tätigkeit. Nach Sennett entspricht diese Ansicht dem Bild der Realität mehr als Diderots Vorstellungen, da eine Kontrolle der Arbeit durch die Arbeiter nicht stattfindet. (S. 46) Durch die Einführung der Automatisierung der Arbeitsabläufe, auch “Fordismus” genannt, verstärkte sich das Phänomen der Langeweile in den Fabriken, die Menschen verrichteten immer mehr Tätigkeiten, die fast ohne denken oder erledigt werden konnten. In den 50’er Jahren fand diese Form der Arbeit ihren bisherigen Höhepunkt. Die Intelligenz wurde fast vollständig aus dem Produktionsprozess abgezogen, so dass sich die Arbeiter auf der untersten Ebene nur noch mit Details beschäftigten und nichts mehr mit dem Gesamtprozess zu tun hatten. Die Zeit wurde vollständig kalkuliert und die Arbeiter, beispielsweise bei General Motors, auch nur nach den tatsächlich gearbeiteten Stundenanteilen 3 Siehe Sennett; Der flexible Mensch; Kapitel 2; S. 39 - 56
Quote paper:
Thomas Dietsch, 2001, Richard Sennett: Der flexible Mensch. Die Veränderungen in der Arbeitswelt, Munich, GRIN Publishing GmbH
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