FREIE UNIVERSITÄT BERLIN
FB Politik- und Sozialwissenschaften
Wintersemester 2001/2002
Proseminar: Geschichte als Mittel der Außenpolitik –
am Beispiel der deutsch-französischen Beziehungen seit 1945
Hausarbeit zum Thema
Die Deutschland- und Ostpolitik General de Gaulles
1944-1946 und 1958-1969
Thomas Dietsch
Inhaltsverzeichnis und Gliederung
1. Einleitung
1.1 Gegenstand der Untersuchung 2
1.2 Arbeitshypothese und Fragestellung 2
1.3 Abgrenzung des Themas 3
2. Die Deutschland- und Ostpolitik bis 1946 4
2.1 Charles de Gaulles Beziehungen zu Deutschland 4
2.2 Die Deutschlandpolitik General de Gaulles 5
3. Die Präsidentschaft 1958-1969 7
3.1 Charles de Gaulle und Konrad Adenauer 8
3.2 Die Deutschlandpolitik de Gaulles bis zum Ende der Regierungszeit Adenauers 9
3.2.1 Die Berlin-Krise und die Frage der deutschen Wiedervereinigung 9
3.2.2 Der Deutsch-Französische Vertrag und dessen Scheitern 10
3.3 De Gaulles Politik ab 1963 12
4. Schlussbetrachtungen 13
4.1 Ergebnisse 13
5. Anhang
5.1 Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Auch mehr als fünfzig Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges und mehr als zehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und damit der Beseitigung der bipolaren Nachkriegsordnung in Europa, stellt sich noch immer die Frage nach den Zielen und Vorstellungen der damals handelnden politischen Akteure.
1.1 Gegenstand der Untersuchung
Wie schon dem Thema zu entnehmen ist, befasse ich mich innerhalb meiner Hausarbeit mit der Deutschland- und Ostpolitik General de Gaulles. Beginnend mit einer Betrachtung der persönlichen Erfahrungen de Gaulles mit Deutschland und den Deutschen und seiner Sicht auf Deutschland, werde ich seine Vorstellungen und Konzepte hinsichtlich der Gestaltung des Nachkriegsdeutschland aufzeigen. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit wird dabei auf der Darstellung seiner Politik in der Zeit zwischen 1944 und 1946 liegen. Davon ausgehend wird dann eine Analyse der veränderten Politik de Gaulles während seiner Präsidentschaft erfolgen. Diese kann nicht isoliert betrachtet werden, da sie einerseits auf Ideen der Nachkriegszeit aufbaut, aber andererseits diese - scheinbar oder tatsächlich? – hinter sich lässt.
1.2 Arbeitshypothese und Fragestellung
Die Deutschland- und Ostpolitik General de Gaulles ist meiner Meinung nach im historischen Gesamtzusammenhang zu sehen. Deshalb stellt sich in meiner Untersuchung die Frage nach den persönlichen Motivationen und Vorstellungen, aber auch nach den politischen Handlungsspielräumen. Von Bedeutung wird hierbei die Frage nach der Rolle de Gaulles nach Ende des Krieges sein. Wieso konnte er nach dem Untergang des Vichy Regimes die offizielle Position der Regierung bestimmen?
Innerhalb meiner Hausarbeit werde ich darüber hinaus die veränderten politischen Ansichten des Präsidenten de Gaulle hinsichtlich der Gestaltung Deutschlands und Europas ab 1958 aufzuzeigen und weitergehend die Gründe dieser Entwicklung verdeutlichen.
Weitere wichtige Fragen wirft die Politik de Gaulles nach dem Abschluss des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages ab Januar 1963 auf: War es de Gaulle ernst mit einer wirklichen Partnerschaft mit Deutschland, oder beschritt er diesen Weg nur, um die Position Frankreichs in Europa zu stärken? War eine solch enge Zusammenarbeit zum damaligen Zeitpunkt überhaupt realistisch und bestand der Sinn dieses Vertrages eigentlich darin?
Darüber hinaus bleibt zu untersuchen, auf welchem Fundament die Deutsch-Französischen Beziehungen zum damaligen Zeitpunkt ruhten und welche Rolle dabei die persönlichen Beziehungen zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer spielten.
1.3 Abgrenzung des Themas
Prinzipiell bleibt festzuhalten, dass sich meine Betrachtungen nur auf die Regierungszeiten General de Gaulles beschränken. Die Zeit von 1946 bis 1958 wird innerhalb meiner Untersuchung nur dann von Bedeutung sein, wenn dort geäußerte Positionen für das Verstehen der Politik der Regierungszeit de Gaulles wichtig sind. Eine Behandlung der Zeit der „Résistance“, des Wiederstandskampfes, wird, wie eine Betrachtung der Zeit nach de Gaulles Rücktritt 1969, nicht vorgenommen werden.
Aufgrund des begrenzten Umfanges meiner Arbeit werde ich auf eine Darstellung der innerfranzösischen Diskussionen verzichten. Die oppositionellen Vorstellungen und Konzepte zur Deutschlandpolitik nach 1944 sowie in der Zeit von 1958 – 1969 werden nicht eigenständig untersucht, sie werden jedoch, wenn benötigt, zur Abgrenzung herangezogen.
Ebenfalls verzichtet werden muss auf eine Darstellung und Analyse der Politik de Gaulles gegenüber den anderen europäischen Staaten, den USA und auch der Sowjetunion, wenn sie nicht im Zusammenhang mit der Deutschlandpolitik Frankreichs steht.
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Quote paper:
Thomas Dietsch, 2002, Die Deutschland- und Ostpolitik General de Gaulles 1944-1946 und 1958-1969, Munich, GRIN Publishing GmbH
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