Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS III
1 EINFÜHRUNG 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Gang der Untersuchung. 2
2 URSPRÜNGE UND GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG VON RESORTS 3
3 DEFINITION DES BEGRIFFS RESORT. 5
3.1 Definition Resort 5
3.2 Begriffliche Abgrenzungen 8
3.2.1 Hotel. 8
3.2.2 Destination. 9
4 KLASSIFIKATIONSMÖGLICHKEITEN VON RESORTS. 12
4.1 Unterscheidung nach Themen 12
4.2 Unterscheidung nach geographischen Aspekten. 14
4.3 Unterscheidung in corporate based und community based models 15
4.4 Hybride Formen: Destinationsresort, Resortdestination, Hotelresort 16
5 ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK ÜBER DIE LITERATUR 20
6 POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN IN RESORTS. 22
6.1 Staat als Stakeholder. 22
6.2 Funktion und Einfluss des Staates auf die Resortentwicklung 24
7 FAZIT UND AUSBLICK 28
LITERATURVERZEICHNIS. IV
ANHANG VII
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Ausprägungen von Destinationen
Abb. 2 Koordinationsmodelle virtueller Unternehmen.
Abb. 3 Dienstleistungskette einer Destination
Abb. 4 Bestimmungsfaktoren einer Destination
Abb. 5 Kriterien zur Abgrenzung von Hotel, Destination und Resort.
Abb. 6 Corporate und Community Model
Abb. 7: Hotelarten je nach Serviceleistung
Abb. 8: Resort Life-Cycle
Abb. 9 Literaturübersicht
Abb. 10 Typen von Stakeholdern.
Abb. 11: Literaturübersicht in tabellarischer Form
Abk ürzungsverzeichnis
KMU Klein- und mittelständisches Unternehmen
WTO World Tourism Organization
III
Einführung
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Der Begriff Resort wird im Tourismus häufig verwendet. Bei einem Blick in die Reisekataloge oder bei der Suche auf den Internetseiten von Tourismusanbietern findet sich dieses Wort in der Beschreibung der Anlage oder sogar im Namenszug oftmals wieder (z. B. La Blanche Resort, Hotel Esplanade Resort & Spa, NH Hoteles Resorts Mexico etc.). Ihm haftet normalerweise das Image von Mehr an als einer einfachen Hotelanlage. Resort klingt nach Unterbringung, verschiedenen Restaurants, nach Attraktionen und
Unterhaltungsmöglichkeiten, zahlreichen Angeboten und Einkaufsmöglichkeiten. Und er erinnert dabei an die All-inclusive Anlagen in der Türkei, in Spanien oder Ägypten. Aus diesem Grund wird er oftmals als Marketinginstrument in der Kommunikation verwendet. Mit einer weltweit steigenden Anzahl an Touristen (WTO, 2007) und damit einem zunehmenden Wettbewerb suchen Anbieter nach neuen Lösungen und Alleinstellungsmerkmalen. Durch das häufige Einsetzen jedoch dient das Verwenden des Begriffs Resort heute kaum noch als letzteres.
Nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie wird der Begriff irrtümlich bzw. sehr unterschiedlich verwendet. Diese Arbeit versucht nun, die Literatur in Bezug auf den Ausdruck Resort aufzuarbeiten, den Begriff von anderen abzugrenzen und mögliche Klassifikationen und Formen von Resorts aufzuzeigen. Dies wird unterstützt durch einen einleitenden historischen Überblick, der verständlich machen soll, wo die Ursprünge von Resorts sind. Das Ziel ist es, einen Anhaltspunkt für eine mögliche strategische Ausrichtung eines Resorts zu liefern, der je nach Marktsituation verschieden ist. Der letzte Teil befasst sich mit dem Stakeholder Staat und seinem Einfluss auf die Resortentwicklung. Die Rolle der öffentlichen Hand wurde in der Literatur in Bezug auf Destinationen ausführlich erläutert, jedoch noch keine Übertragungen auf Resorts vorgenommen. Diese Lücke soll die Arbeit ansatzweise schließen. Des Weiteren soll deutlich werden, ob und welchen Einfluss der Staat durch sein Engagement haben kann und welche Aufgaben ihm dabei zufallen.
1
Einführung
1.2 Gang der Untersuchung
Diese Seminararbeit gliedert sich in sieben Kapitel. Das 2. stellt die Vorläufer der heutigen Resorts vor, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Spas in England und den Ski Resorts in den USA liegt. Hierdurch soll verständlich gemacht werden, wo die Ursprünge der heutigen Resorts sind und warum sich Resorts in welche Richtung entwickelt haben. Das 3. Kapitel befasst sich mit allgemeinen Definitionen des Begriffs. Es sollen die Unterschiede in der Literatur aufgedeckt werden, die bei der Definition des Begriffs bestehen (3.1). Weiter wird auf die Abgrenzung von den Begriffen Destination und Hotel eingegangen werden (3.2.1 und 3.2.2). Damit werden die theoretische Basis und Verständnisgrundlage für das 4. Kapitel gelegt, bei dem es um die Klassifikationsmöglichkeiten von Resorts geht. Es wird deutlich werden, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Resorts einzuteilen. Mit der Unterscheidung in Resortdestinationen, Destinationsresorts und Hotelresorts wird deutlich, warum eine Klassifikation sinnvoll ist. Diese liefert die Grundlage für die strategische Ausrichtung und managementtheoretische Entscheidungen. Anhand des 3. und 4. Kapitels ist es nun möglich, die Schwerpunkte der Forschung zu identifizieren. Mittels verschiedener Dimensionen werden die Richtungen der Literatur eingeteilt und erläutert (5). Das 6. Kapitel geht mit den nunmehr gewonnenen Erkenntnissen auf die politischen Rahmenbedingungen in Resorts ein. Es wird erläutert, welchen Einfluss der Stakeholder Staat hat (6.1) und inwiefern er die touristische Entwicklung in einem Resort beeinflusst (6.2). Die kapitelübergreifende Schlussbetrachtung stellt das 7. Kapitel dar. Sie dient vor allem der kritischen Bewertung der Ergebnisse dieser Arbeit.
2
Ursprünge und geschichtliche Entwicklung von Resorts
2 Ursprünge und geschichtliche Entwicklung von Resorts
Die Ursprünge der Resorts reichen weit zurück. In englischsprachigen Geschichtsbüchern wird häufig Baiae, Italien, als bekanntestes Resort der Antike genannt. Dank seiner heilenden Quellen und seiner Lage am Golf von Neapel wurde es zu einem Heilbad und Erholungsort ausgebaut, in dem sich sogar Gaius Julius Caesar und Nero niederließen (Stillwell et al., 2007). Die klassischen Resorts, wie man sie heute kennt, wurden in Europa vor allem im 18. Jahrhundert populär durch den Bau der britischen Spas und Seaside Resorts. Medlik ist bisweilen der Ansicht, dass „historically the evolution of tourism has been closely identified with the beginnings and subsequent development of resorts” (Medlik, 2003, S. 142).
Durch die Erweiterung der Eisenbahn konnten Anfang des 19. Jahrhunderts neue Regionen erschlossen und mehr Menschen in verschiedenste Regionen transportiert werden. Es war nun möglich, Urlaub fernab von zu Hause zu machen. Hierdurch bekam der Tourismus einen Aufschwung und damit auch die Resorts. Bis heute sind z. B. Brighton oder Bath immer noch beliebte Kurorte und Spa Resorts (Page, 2003, S. 174). Auch im Norden Großbritanniens wurden kleine Fischerdörfer als Seaside Resorts entdeckt wie z. B. Dunbar, Schottland. Dunbar, wie auch die meisten Spas in England, musste Mitte des 20. Jahrhunderts jedoch den Sea and Sand Resorts im Süden Europas weichen. Diese konnten nun durch den Ausbau der Transportmittel (im Besonderen dem Flugzeug) leicht erreicht werden. Vor allem Städte, in denen die örtlichen Behörden die einzigen Investoren der Resorts darstellten, konnten nicht schnell und rechtzeitig genug reagieren und sahen sich eines unvermeidbaren Abschwungs entgegen. Um diesem touristischen Rückgang entgegenzuwirken, soll z. B. aus Blackpool heute ein Casino Resort wie in Atlantic City, USA, entstehen, das durch die Kooperation Blackpool Challenge Partnership von privater und öffentlicher Hand finanziert wird; also quasi einem public-private partnership (Howie, 2003, S. 250). Welche Funktion damit der Staat in einem Resort einnimmt, wird in 5.2 näher erläutert.
Mit der ersten Eisenbahn wuchs auch der Tourismus in den USA. Entlang der Gleise entstanden Hotels und Resorts, die oftmals von der Eisenbahngesellschaft gebaut wurden. Reiche Familien machten nun langgedehnte Urlaubsreisen zu den Sea and Sand Resorts in Florida, den Mountain Resorts in den Catskills oder Adirondacks in New York und den Spa Resorts in Saratoga Springs. Die klassischen Ski Resorts entstanden erst Anfang der 1930er Jahre, als der Skilift erfunden wurde. Sun Valley, Idaho, z. B. wurde 1936 von Averell
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Ursprünge und geschichtliche Entwicklung von Resorts
Harriman, dem Vorsitzenden der Union Pacific Railroad, zum ersten Ski Resort der USA ausgebaut. Heute verfügt Sun Valley über, an das Resort angeschlossene, Eigentumswohnungen, mehrere Cottages, einen Goldplatz, eine Einkaufsstraße mit Restaurants, Sportmöglichkeiten und den geschichtsträchtigen Sun Valley Lodge und Sun Valley Inn (Sun Valley Resorts, 2007). The Greenbrier in White Sulphur Springs, West Virginia, entstand im Gegensatz zu Sun Valley nicht in einer völlig unbesiedelten und touristisch unerschlossenen Gegend, sondern wurde von der Eisenbahngesellschaft Chesapeake & Ohio Railway Company zunächst als Hotel mit eigener Heilquelle erbaut. Im Laufe der Zeit benützte es die U.S. Regierung als Internierungslager und als Armeekrankenhaus, bis es von der Chesapeake & Ohio Railway Company (heute CSX Corporation) wieder zurückgekauft und ausgebaut wurde. Heute ist es ein luxuriöses Resort, das mit etlichen Sportanlagen und Konferenzräumen aufwartet.
Aus diesen aufgezeigten Entwicklungen wird deutlich, dass Resorts eine lang zurückgehende Geschichte haben. Die Anfänge reichen zurück bis zur Antike. Jedoch erst mit den Spa Resorts in England im 18. Jahrhundert wurden Resorts populär. Etwas später entstanden die Sea and Sand und Ski Resorts, die vor allem auf die industrielle Revolution und ihre neuen Verkehrsmitteln zurückzuführen sind. Die Einzelbeispiele zeigen, dass die Stakeholder Staat und Privatwirtschaft in nahezu gleicher Weise Einfluss nehmen können.
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Arbeit zitieren:
Sabine Vavra, 2008, Resortmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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