INHALTSVERZEICHNIS i
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Zinzendorf - seine Biographie 2
2.1 Einleitung 2
2.2 Die Schule in der Heilandsliebe
- Zinzendorfs fr uhe Kindheit bei seiner Großmutter 2
2.3 Zinzendorfs konservativ-pietistische Pr agung
- Sechs Jahre Schulzeit auf Franckes P adagogium 4
2.4 Begegnungen mit der lutherischen Orthodoxie
- Zinzendorfs Studienzeit in Wittenberg 5
2.5 Die Entdeckung der okumenischen Dimension
- Zinzendorfs Bildungsreise 6
2.6 Das Vorbild einer philadelphischen Gemeinde
- Zinzendorf in Ebersdorf 7
2.7 Glauben als Lebens- und Dienstgemeinschaft
- Die Gr undung Herrnhuts 8
2.8 Glauben als fr ohlich-kindliche Lebenshaltung
- Die Sichtungszeit 9
2.9 Glauben als Pilgerschaft
- Zinzendorf als Weltreisender 10
3 Zinzendorf - ein unkonventioneller Theologe 12
3.1 Einleitung 12
3.2 Ich habe nur eine Passion, und die ist ER, nur ER
- Zinzendorfs Christologie 14
3.3 Wir sind einf altige und fr ohliche Leute
- Zinzendorfs Anthropologie und Ethik 17
3.4 Herz und Herz vereint zusammen
- Zinzendorfs Tropenlehre 20
3.5 Zinzendorf zwischen Luthertum, Pietismus und Mystik 23
3.5.1 Zinzendorf und Luther 23
3.5.2 Zinzendorf und die Mystik 24
3.5.3 Zinzendorf und der Pietismus 25
3.5.4 Zinzendorfs Bruch mit Halle 26
3.6 Strukturmerkmale der Theologie Zinzendorfs 29
INHALTSVERZEICHNIS ii
4 Zinzendorf - ein progressiver P adagoge 33
4.1 Einleitung 33
4.2 Jede Seele geht ihren eigenen Gang
- Zinzendorf uber die kindliche Entwicklung 35
4.3 Macht, dass Euch die Kinder lieb kriegen
- Zinzendorf uber die Rolle des Erziehers 39
4.4 Wenn Ihr nicht so werdet wie die Kinder
- Zinzendorf uber Kindlichkeit und Kinderfreude 42
4.5 ihr k onnt mit ihm umgehen, wo ihr geht und steht
- Zinzendorf uber das kindliche Verh altnis zum Heiland 45
4.6 Unseren Kindern wollen wir nichts gebieten noch verbieten
- Freiheit versus Zwang im Erziehungskonzept Zinzendorfs 48
4.7 Strukturmerkmale der P adagogik Zinzendorfs 54
5 Beurteilung und Schlussbemerkungen 58
6 Quellen- und Literaturangaben iii
6.1 Prim arliteratur iii
6.2 Sekund arliteratur iv
7 Abk urzungsverzeichnis vii
1 EINLEITUNG 1
1 Einleitung
Diese Arbeit hat das p¨ adagogische Werk des Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzen-dorf zum Thema. Dabei ist es nicht mein methodisches Anliegen, eine komplette Darstellung der Sekund¨ arliteratur zu geben, die sich mit der Gedankenwelt dieses Mannes besch¨ aftigt. Dies gilt insbesondere f¨ ur Zinzendorfs theologische Aussagen. Vielmehr m¨ ochte ich ausgehend von einigen prim¨ aren Texten Strukturmomente seines p¨ adagogischen Denkens herausarbeiten, wobei sich eine ¨ uberraschende Progressivit¨ at vieler Ansichten Zinzendorfs zeigen l¨ asst.
Da Zinzendorfs Aussagen ¨ uber P¨ adagogik nur in dem Licht der verschiedenen Einfl¨ usse, die sich aus seiner Biographie ergeben, verst¨ andlich sind, besch¨ aftigt sich die Arbeit in einem ersten biographischen Teil mit Zinzendorfs Leben. Hier sollen solche Faktoren herausgearbeitet werden, die f¨ ur die Entstehung seines Denkens maßgeblich waren und zeigen, dass Zinzendorf eine Pers¨ onlichkeit war, die entgegen dem Zeitgeist denken und handeln konnte. In einem zweiten Teil soll es um Zinzendorfs Standpunkt zu einigen theologischen Fragen gehen, die wichtig f¨ ur das Verst¨ andnis seines p¨ adagogischen Denkens sind. Dies muss einen relativ großen Teil der Arbeit einnehmen, da nur mit einem umfassenden Verst¨ andnis von Zinzendorfs religi¨ osem Hintergrund seine Reflexionen ¨ uber Erziehung von ihrer eigentlichen Motivation und Sinngebung her nachvollzogen werden k¨ onnen. Dies gilt umso mehr, da Zinzendorf sich selbst in erster Linie als Theologe gesehen hat. Schließlich soll an Hand von f¨ unf zentralen Kategorien die P¨ adagogik des Grafen dargestellt werden, wobei dies in die abschließende Frage m¨ undet, wie seine Gedanken ¨ uber Erziehung
heute bewertet werden k¨ onnen und ob Zinzendorf tats¨ achlich ein ”untersch¨ atzter P¨ adagoge” genannt werden kann.
Jede Arbeit mit Zinzendorfs Schriften wird dadurch erschwert, dass der Graf selbst keine explizite Systematik zu theologischen oder p¨ adagogischen Fragen hinterlassen hat, sondern in seinen Briefen, Ansprachen und Predigten nur mehr oder weniger zuf¨ allig bestimmte Themen anschneidet. Trotz dieses Umstandes m¨ ochte ich zeigen, dass es m¨ oglich ist, eine implizite Struktur in Zinzendorfs Denken aufzuzeigen, die es m¨ oglich macht, die zentralen Denkkategorien dieses Mannes zusammenfassend darzustellen. Diese wesentlichen Strukturmerkmale, die sich in der Sekund¨ arliteratur noch nicht in dieser Art finden, sollen jeweils am Ende des Teils der Arbeit, der sich mit der Theologie, bzw. P¨ adagogik Zinzendorfs besch¨ aftigt, deutlich gemacht werden. Dabei soll in vielen Zitaten Zinzendorf selbst zu Wort kommen, wobei seine Aussagen jeweils durch Kursiv-Schrift hervorgehoben sind.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 2
2 Zinzendorf - seine Biographie
2.1 Einleitung
Bei der Besch¨ aftigung mit der Person Zinzendorfs, die unweigerlich fasziniert, in manchen Punkten aber auch abst¨ oßt, wird deutlich, welch geistige Gr¨ oße und gedanklicher Weitblick sich in diesem Mann vereinigen. Von seinen Zeitgenossen teils bewundert, teils abgelehnt, ist er in seiner Genialit¨ at, aber auch Widerspr¨ uchlichkeit bis heute Gegenstand verschiedenster Forschungen geblieben. Wer war dieser Graf von Zinzendorf eigentlich, der von seinen Anh¨ angern so gl¨ uhend verehrt und von seinen Gegnern so vehement abgelehnt wurde? Die Grundstrukturen sowohl von Zinzendorfs theologischen, als auch p¨ adagogisch-ethischen Ansichten sind bis in seine fr¨ uhste Kindheit zur¨ uckzuf¨ uhren. Aber auch alle sp¨ ateren Lebensabschnitte, sei es seine Schulzeit in den hallischen Einrichtungen August Herrmann Franckes, die Studienzeit in Wittenberg, seine ausgedehnte Kavaliersreise oder seine Arbeitszeit im Staatsdienst in Dresden f¨ ugen ihre Steine ins bunte Mosaik des Pers¨ onlichkeitsprofils Zinzendorfs. Die Kontinuit¨ at mancher seiner Ansichten, aber auch die Br¨ uche in seinem Denken k¨ onnen nur verstanden werden, wenn man sie parallel zu seinem Lebenslauf sieht. Dieser soll daher, insofern er f¨ ur Zinzendorfs Theologie und P¨ adagogik von Bedeutung ist, im Folgenden dargestellt werden.
2.2 Die Schule in der ”Heilandsliebe”
- Zinzendorfs fr¨ uhe Kindheit bei seiner Großmutter
Nikolaus Graf Ludwig von Zinzendorf und Pottendorf wird am 26.5.1700 in Dresden geboren. Da sein Vater sechs Wochen nach seiner Geburt stirbt und seine Mutter bald darauf erneut heiratet, w¨ achst der Junge bei seiner Großmutter Henriette von Gersdorf auf deren Gut Großhennersdorf in der Oberlausitz auf. Diese ”Groß-Frau-Mutter” 1 , wie Zinzendorf seine Großmutter liebevoll zu nennen pflegt, wird auf sein sp¨ ateres Leben großen Einfluss aus¨ uben. Sie ist eine hoch gebildete Frau, die Unterricht in mindestens sieben Sprachen erhalten hat und lateinische Korrespondenz mit etablierten Professoren f¨ uhrt. Dazu ist sie eine offene Anh¨ angerin Phillip Jakob Speners, des ”Vater des Pietismus”, und steht mit August Herrmann Francke, dem Gr¨ under der hallischen Schuleinrichtungen, in enger Verbindung. 2 Durch diese Freundschaften w¨ achst der junge Zinzendorf in einer pietistisch gepr¨ agten, aber dennoch f¨ ur verschiedene theologische Richtungen offenen Atmosph¨ are auf und
1 Zitiert nach Hahn u. Reichel 20: ”Zinzendorf beschreibt sein Leben”, B¨ udingsche Sammlungen, Band I, 1742.
2 Modrow 8.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 3
schreibt sp¨ ater den grunds¨ atzlich ¨ okumenischen Geist Herrnhuts dem Einfluss seiner Großmutter zu: ”Ich habe meine Principia von ihr her. Wenn sie nicht gewesen w¨ are, so w¨ are unsere Sache nicht zu Stande gekommen. Sie war eine Person, der alles in der Welt anlag, was den Heiland interessierte. Sie wusste keinen Unterschied zwischen der Katholischen, Lutherischen und Reformierten Religion.” 1
Des weiteren beeindruckt den jungen Zinzendorf die enge Verbindung seiner Großmutter zu Christus und sie wird darin das gr¨ oßte Vorbild f¨ ur ihn: ”Meine nahe Bekanntschaft mit dem Heiland kommt daher, daß ich zehn Jahre in meiner Großmutter, der Landv¨ ogtin von Gersdorf, eigenem Kabinett bin erzogen worden. Da habe ich sie mit dem Heiland reden h¨ oren ¨ uber Sachen, die ich freilich nicht alle ver-stand, habe aber doch daraus geschlossen, daß der gemeinschaftliche Gottesdienst draußen und im Hause nicht alles sei f¨ ur die Person, bei der ich wohnte, sondern dass sie unendlich mehr allein mit ihrem Herrn zu tun hatte.” 2 Zinzendorfs inniger, pers¨ onlicher Umgang mit Christus, seine ”Heilandsliebe”, die sein sp¨ ateres Denken so auszeichnen wird, findet also hier in Hennersdorf ihren Ursprung und bereits als kleiner Junge bekundete er diese Liebe, indem er Briefe f¨ ur den Heiland aus dem Fenster wirft. 3
Außerdem wird bereits in diesen fr¨ uhen Jahren Zinzendorfs Bestreben deutlich, sich mit Gleichgesinnten zu einer Gemeinschaft zusammenzuschließen und bildend und erziehend auf sie einzuwirken. Mit Freunden gr¨ undet er den ”Bund der Tugendsklaven”, auch ”Senfkornorden” genannt, dem er vorsteht und in dem man sich zu einem besonders heiligen Leben verpflichtet. 4 Dar¨ uber sagt er selbst: ”Ich war ungef¨ ahr neun Jahre alt, als ich soviel Freiraum erlangte, meine gefassten Konzepte auch anderen mitzuteilen und sowohl meine Spielgesellen zu dem gl¨ uckseligen Zustande meines Lebens einzuladen, als auch meiner damaligen Einsicht nach eine kleine Sekte zu stiften.” 5
Als Zinzendorf mit 10 Jahren nicht mehr von privaten Hauslehrern unterrichtet werden kann, sondern als erster Adliger im P¨ adagogium August Herrmann Franckes in Halle aufgenommen wird, befiehlt seine Mutter ihn Francke mit dem Rat an, Zinzendorf ”sehr niedrig zu halten”, da er ”zum Hochmut, zu großen Unternehmungen” neige und sich leicht ”auf Grunde seiner Gaben etwas einbilde.” 6 Zinzendorf ist also trotz seiner fr¨ uhkindlichen religi¨ osen Erlebnisse nach den Maßst¨ aben seiner
1 Zitiert nach Nielsen I 10.
2 Zitiert nach Beyreuther I 15-6.
3 Beyreuther I 71.
4 Ranft 7-8.
5 Zitiert nach Ranft 8.
6 Zitiert nach Beyreuther I 21.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 4
Zeit keineswegs ein Musterkind und hat sich sp¨ ater als P¨ adagoge auf Grund seiner eigenen Erfahrungen mit besonderer Freude ”schwierigen” Kindern angenommen, meint er doch, dass ”sehr ungezogene und beschwerliche Kinder” sp¨ ater oft Großes leisten, w¨ ahrend die ”ehemals so exemplarischen” meist ihren ”faulen Gang” fortgehen und so zu nichts kommen w¨ urden. 1
2.3 Zinzendorfs konservativ-pietistische Pr¨ agung - Sechs Jahre Schulzeit auf Franckes P¨ adagogium
Hier in Halle beginnt f¨ ur den jungen Zinzendorf ein neuer Lebensabschnitt. Er muss lernen, sich unterzuordnen und nicht mehr so individuell wie in Hennersdorf betreut zu werden. Das große Lernpensum, das es zu bew¨ altigen gilt und das manchmal schwierige Verh¨ altnis zu seinen Lehrern geben seinem kindlichen Glauben eine neue Tiefe: ”Zu meiner Zeit musste man lernen, die zehn, zw¨ olf Stunden des Tages mussten nicht fehlen [...]. Daher ist´s kein Wunder, dass wir zu der Zeit Lateinisch, Griechisch, Franz¨ osisch, Historie, Geographie und solche Sachen gelernt haben; man musste wohl. Das hat einem nicht den Heiland und seine Sache aus dem Gem¨ ut gebracht, sondern mehr zu ihm gejagt, weil man das Lernen hasste und als eine Sklaverei traktierte.” 2
Trotz der vielen guten geistigen und praktischen Impulse, die Zinzendorf in Halle bekommt, beh¨ alt er diese Zeit nicht sehr positiv in Erinnerung. So beschreibt er sp¨ ater seine Erziehung in Halle als sehr ”hart und unfreundlich, der Umgang der Scholaren mit mir die meiste Zeit ver¨ achtlich oder feindselig.” 3 Nach der liebevollen Betreuung bei seiner Großmutter f¨ uhlt er sich in Halle oft allein und ist den hohen Erwartungen, die man an ihn wegen seiner adligen Herkunft stellt, nicht immer gewachsen. Auch macht er w¨ ahrend dieser Zeit eine ausgepr¨ agte Pubert¨ atskrise durch. So kann man in den Protokollen der Lehrerkonferenzen immer wieder von verschiedenen Strafen lesen, die Zinzendorf auf Grund seines unangepassten Verhaltens bekommt. Er muss sich ”wegen oft geringer Dinge” an den an den Pranger der Schulanstalt stellen, wo er einmal jemandem, ”der mich dar¨ uber anredete, auf Lateinisch antwortete: Diese Schmach wird mich nicht niederdr¨ ucken, sie wird mich aufrichten!” 4 Obwohl ihn die vielen Strafen in Halle sicherlich tats¨ achlich nicht ”niederdr¨ uckten”, sondern ”aufrichteten”, sind sie doch ein Grund daf¨ ur, dass Zinzendorf sp¨ ater in den von ihm gegr¨ undeten erzieherischen Anstalten ande-
1 Zitiertnach Uttend¨ orfer II 52: JHD 10.12.1753 und JHD 28.4.1756.
2 Zitiert nach Uttend¨ orfer II 63: JHD 19.9.1753.
3 Zitiert nach Hahn u. Reichel 21: B¨ udingsche Sammlungen, Band I, 1742.
4 Zitiert nach Beyreuther I 16.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 5
re p¨ adagogische Schwerpunkte setzt, als man das in Halle getan hat. Dennoch aber kann er am Ende seiner Schulzeit sagen, dass er in Halle gelernt habe, ”was mich in Zeit und Ewigkeit gl¨ ucklich machen kann.” 1
2.4 Begegnungen mit der lutherischen Orthodoxie - Zinzendorfs Studienzeit in Wittenberg
Im Sp¨ atsommer 1716 beginnt Zinzendorf als 16-J¨ ahriger ein Jurastudium in Wittenberg. Eigentlich h¨ atte er gern Theologie studiert, doch seine Familie dr¨ angt ihn, in den Staatsdienst zu treten, weil sich ein Theologiestudium in ihren Augen f¨ ur Adlige nicht schickt - ein Umstand, den Zinzendorf sein ganzes Leben lang bereuen wird. Wittenberg wird als Universit¨ atsstadt gew¨ ahlt, weil Zinzendorf dort, wie sein lutherischer Vormund und Onkel Otto Christian von Zinzendorf es will, dem pietistischen Einfluss Halles entzogen und die strenge Schule lutherischer Orthodoxie kennen lernen soll. 2 Allerdings macht das orthodoxe Luthertum Wittenbergs keinen positiven Eindruck auf Zinzendorf, sondern wirkt eher abschreckend. Die Bindung hingegen, die er w¨ ahrend seiner Schulzeit auf Franckes P¨ adagogium an den dort herrschenden konservativen Pietismus kn¨ upft, ist ohne Zweifel tiefer, auch wenn er sp¨ ater selbst ein freieres und fr¨ ohlicheres Christentum leben will. 3 So tritt Zinzendorf trotz mancher Kritik an Francke in Wittenberg als ¨ uberzeugter hallischer Pietist auf. 4 Besonders in den an der Universit¨ at gef¨ uhrten Streitgespr¨ achen, in denen unter anderem die Unterschiede zwischen hallischem und lutherischen Protestantismus diskutiert werden, tut sich Zinzendorf durch sein umfangreiches theologisches Wissen und seine gl¨ anzende Rhetorik hervor. 5 Er ist zu dieser Zeit ein ”von Fachleuten theologisch ernst genommener junger Mann”, ”der gewiss noch unfertige, gleichwohl aber begr¨ undete Vorstellungen besaß.” 6 Als der junge Graf aber gar als Vermittler in Sondierungsgespr¨ achen zwischen den unterschiedlichen pietistischen Lehrst¨ atten auftreten will, wird er, um das zu unterbinden, von seiner adligen Verwandtschaft zusammen mit seinem Stiefbruder im April 1719 auf eine Bildungsreise quer durch Europa geschickt. 7
1 Beyreuther I 28.
2 Kurz 23.
3 Aalen 100, 102; siehe auch Kapitel 3.5.4.
4 Beyreuther II, Band I 139.
5 Beyreuther II, Band I 139.
6 Dose I 36.
7 Modrow 15-7; Kurz 24-9.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 6
2.5 Die Entdeckung der ¨ okumenischen Dimension - Zinzendorfs Bildungsreise
Die Reise f¨ uhrt Zinzendorf und seinen Bruder von Leipzig nach Frankfurt und D¨ usseldorf, wo sie sich die bekannte Bildergalerie der Stadt anschauen. Zinzendorf wird besonders bewegt durch die Unterschrift unter dem Passionsbild von Fetti: ”Ego pro te haec passus sum; Tu vero, quid fecisti pro me?” 1 Sp¨ ater sagt er ¨ uber
dieses Erlebnis: ”Mir schoss das Blut, daß ich hier auch nicht viel w¨ urde antworten k¨ onnen und bat meinen Heiland, mich in die Gemeinschaft seines Leidens mit Gewalt zu reißen, wenn mein Sinn nicht hineinwollte.” 2 Trotz des starken Eindrucks, den dieses Bild auf Zinzendorf macht, sollte das Ereignis in der Galerie, das in vielen Zinzendorfbiographien als besonders entscheidend f¨ ur seine weitere Entwicklung beschrieben wird, nicht ¨ uberbewertet werden, denn es gibt Zinzendorfs Leben keine neue Wende, sondern best¨ atigt ihn darin, den bereits eingeschlagenen Weg der Nachfolge Christi weiter zu verfolgen. 3 Allerdings veranschaulicht es einen zentralen Punkt in Zinzendorfs Theologie, n¨ amlich, dass f¨ ur ihn der gekreuzigte Christus im Mittelpunkt steht. Die Christuszentriertheit seines Denkens, sowie der Grundsatz seiner Ethik, Gutes wie selbstverst¨ andlich aus Dankbarkeit zu tun, werden bereits in diesem D¨ usseldorfer Ereignis deutlich.
Der wichtigste Gewinn von Zinzendorfs Bildungsreise in Bezug auf seine sp¨ atere Theologie ist ohne Zweifel die Begegnung mit ¨ uberzeugten Christen aus verschiedenen Denominationen, die er vor allem w¨ ahrend seines Aufenthaltes in Utrecht kennen und sch¨ atzen lernt. In Paris kn¨ upft er zudem eine enge Freundschaft mit dem dortigen Erzbischof, dem greisen Louis Antoine Kardinal de Noailles (1651-1729). Als im Fr¨ uhjahr 1720 de Noailles gegen sein Gewissen einen umstrittenen p¨ apstlichen Erlass um der Einheit der Kirche willen unterschreibt, bricht der 19j¨ ahrige Zinzendorf entt¨ auscht den Kontakt mit ihm ab. Hier wird zum ersten Mal Zinzendorfs Haltung deutlich, Freundschaften ¨ uber Konfessionsgrenzen hinweg zu
pflegen, solange wichtige Prinzipien des Glaubens nicht verletzt werden. Einige Jahre sp¨ ater hat Zinzendorf die Verbindung mit dem Kardinal wieder aufgenommen und mit de Noailles bis zu dessen Tod im Jahr 1729 einen sehr freundschaftlichen und fruchtbaren Briefwechsel unterhalten. 4
¨ Uber seine Bildungsreise schreibt Zinzendorf sp¨ ater zusammenfassend: ”Von der Zeit an bem¨ uhte ich mich, das Beste in allen Religionen zu entdecken. [...] Denn
1 Etwa: ”Das tat ich f¨ ur Dich - was tust du f¨ ur mich?”
2 Zitiert nach Beyreuther I 41.
3 Beyreuther III 186.
4 Geiger II 74.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 7
ich wusste, dass in allerlei Volck der Herr die Seinen haben will. Ich kam also mit dem Vorsatz von der Reise, mich in keine Parteilichkeit einzulassen.” 1 Der Ursprung von Zinzendorfs Tropenidee 2 ist also auf seine Erfahrungen w¨ ahrend der Bildungsreise zur¨ uckzuf¨ uhren, denn hier bekommt er den Blick f¨ ur die ¨ okumenische Dimension wahren Christentums, der ihn sein ganzes Leben lang auszeichnen wird. Als weltgewandter Kavalier kehrt Zinzendorf im April 1720 nach Deutschland zur¨ uck.
2.6 Das Vorbild einer philadelphischen Gemeinde - Zinzendorf in Ebersdorf
Nach diversen Aufenthalten in N¨ urnberg und Kastell kommt Zinzendorf schließlich durch einen Unfall seiner Postkutsche nach Ebersdorf. F¨ ur den jungen Pietisten ist diese ungeplante Unterbrechung seiner Reise kein Zufall, sondern er sieht sich von Gott auf besondere Weise an diesen Ort gef¨ uhrt. Besonders die dortige Kirchengemeinde beeindruckt ihn sehr. So sagt er sp¨ ater, er habe ”das Gl¨ uck gehabt, dass ich bin nach Ebersdorf gekommen und habe daselbst eine solche Gemeine zuerst in meinem Leben gesehen. Ich habe in Ebersdorf einen Haufen Seelen angetroffen, die ohne Unterschied der Religionen, ohne Unterschied der Privat-Ideen [...] sich zusammengeschlossen hatten. [...] Dieselben Leute alle zusammen habe ich Jahr und Tag miteinander verbunden gesehen und so verbunden, daß man keinen Unterschied unter den Leuten beobachtete, ob sie gleich einen ganz verschiedenen Weg gingen und jeder auf seinem Sinn blieb und seine Art behielt.” 3 Hier sehen wir, was Zinzendorf bei aller Universalit¨ at von Kirche wichtig ist, n¨ amlich, dass der enge Zusammenschluss nicht zur Nivellierung der individuellen Unterschiede f¨ uhrt. Vielmehr ist es ihm wichtig, dass jeder seine ¨ Uberzeugung, seinen ”eigenen Sinn”
und seine ”eigene Art” behalten kann und darf. Die Schlossgemeine Ebersdorf, in der dies so anschaulich praktiziert wird, wird daher Vorbild f¨ ur Zinzendorfs eigene Glaubensgemeinschaft in Herrnhut. 4
Zinzendorf dehnt seinen Besuch in Ebersdorf aus und lernt w¨ ahrend dieser Zeit die junge Gr¨ afin Erdmuth Dorothea von Reuß kennen, die durch ihre Fr¨ ommigkeit einen tiefen Eindruck auf ihn macht. Im Mai 1722 bekommt er sein v¨ aterliches Erbe ausgezahlt, kauft das Gut Berthelsdorf seiner Großmutter ab und h¨ alt offiziell um Erdmuths Hand an. F¨ ur sein Vorhaben, in Berthelsdorf eine Schlossgemeine nach
1 Zitiert nach Steinecke 127, Hervorhebung Zinzendorf.
2 Siehe Kapitel 3.4.
3 Zitiert nach Beyreuther II, Band I 226-7.
4 Jannasch 8.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 8
Ebersdorfer Vorbild zu gr¨ unden, ist ihm klar, dass niemand als gerade Erdmuth, die ja im Ebersdorfer Geist erzogen worden ist, die passende Partnerin w¨ are. F¨ ur ihre Beziehung schwebt Zinzendorf das Modell der ”Streiterehe” vor, in der das Reich Gottes an erster Stelle stehen soll. Am 7. September findet die Trauung des jungen Paares in der Schlosskirche in Ebersdorf statt. 1
2.7 Glauben als Lebens- und Dienstgemeinschaft - Die Gr¨ undung Herrnhuts
Im Jahr 1722 gibt es ein Ereignis, dass das weitere Leben Zinzendorfs entscheidend ver¨ andert: Es treffen deutschst¨ ammige, m¨ ahrische Exulanten in Berthelsdorf ein, die ihre Heimat verlassen haben, um weiterhin ihren protestantischen Glauben ausleben zu k¨ onnen. Die Freiheit, die den m¨ ahrischen Aussiedlern in Berthelsdorf gew¨ ahrt wird, spricht sich herum und zieht Separatisten, Sonderlinge, Eigenbr¨ odler und andere Menschen an, die irgendwie mir der Politik oder Kirche ihres Hei-matlandes in Konflikt gekommen sind. Dazu kommen schlesische Anh¨ anger des mystischen Spiritualisten Schwenkfeld, die von ihrer katholischen Landesregierung verfolgt werden. 2 Diese Zugezogenen bilden in wenigen Jahren eine ”eigenst¨ andige Synthse” 3 und sorgen so f¨ ur die charakteristische Vielfalt und Multiperspektivit¨ at der Br¨ udergemeine. Am 17. Juni 1725 wird mit dem festen Hausbau f¨ ur die Zugesiedelten auf dem Hutberg begonnen. Es soll eine Stadt werden, die ”unter des Herrn Hut stehe” 4 und daher den Namen Herrnhut bekommt.
Die unterschiedlichen Glaubens- und Lebensgewohnheiten der Einwohner Herrnhuts machen sich bald bemerkbar und es fehlt nicht an Streit und Auseinandersetzungen. Der ortszust¨ andige Pfarrer Johann Andreas Rothe, ein Lutheraner, hat es nicht leicht, die unterschiedlichen Ansichten zu vereinen, so dass Herrnhut droht, ein ”Sektennest” zu werden. Zinzendorf, der zu dieser Zeit noch sehr im Staatsdienst in Dresden eingebunden ist, kann Beurlaubung beantragen und reist 1727 nach Hause, um zwischen den verschiedenen Gruppen zu vermitteln. Schließlich kann er die Verabschiedung allgemein anerkannter Statuten durchsetzen, die das Zusammenleben der Dorfgemeinschaft in allen sozialen, kommunalen und religi¨ osen Aspekten regelt, wozu auch die Abschaffung von Leibeigenschaft und Frondienst ”auf ewige Zeiten” geh¨ ort. 5 Am 13. August 1727 wird nach einem ergreifenden Gottesdienst das erste Mal mit allen Gliedern der Gemeinde gemeinsam das Abendmahl gefeiert.
1 Geiger I 28.
2 Beyreuther II, Band II 106.
3 Lost 96.
4 Zitiert nach Meyer II 21.
5 Beyreuther III 190-1.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 9
Dieses Ereignis stellt die Geburtsstunde der Br¨ udergemeine dar. Sie wird von einer ausgedehnten Kindererweckung begleitet, die sich an den besagten Gottesdienst anschließt und von den Verantwortlichen in Herrnhut unterst¨ utzt wird. Dieses positive Anerkennen kindlicher Fr¨ ommigkeit ist in Herrnhuts sp¨ aterer P¨ adagogik ein entscheidender Faktor geblieben.
Zusammen mit den Niederlassungen f¨ ur die Vertriebenen wird von Zinzendorf und seinen Mitarbeitern mit dem Aufbau verschiedenster sozialer Einrichtungen begonnen. Die st¨ andig wachsende Gemeine in Herrnhut erlebt aber nicht nur Bl¨ utezeiten, sondern ist von Anfang an auch zahlreichen inneren und ¨ außeren Krisen ausgesetzt.
Die umliegenden Standesherren stehen Zinzendorf zunehmend kritisch gegen¨ uber, zumal er auf allen Standesd¨ unkel verzichtet und somit die Lebensweise des Adels in Frage stellt. Die vielf¨ altigen Widerst¨ ande zwingen die Herrnhuter schließlich dazu, uber eine Ansiedlung an anderen Orten nachzudenken. 1 So werden mehrere Sied-¨
lungen in Holland und der Wetterau gegr¨ undet. 1732 sendet die Gemeine die ersten Missionare aus und viele Historiker datieren dies als den Beginn der neuzeitlichen Missionsbewegung. 2
2.8 Glauben als fr¨ ohlich-kindliche Lebenshaltung - Die Sichtungszeit
In verschiedenen Br¨ udergemeinen, vor allem in der Wetterau und in Herrnhaag (Holland), entwickelt sich in den Jahren 1743-49 unter dem Einfluss des spiritualistischmystischen Zeitgeistes eine theologische Sonderstr¨ omung, die sich zu einem geschmacklosen Blut- und Wundenkult ausweitet. Sie beginnt als eine harmlose Gegenbewegung zu dem trockenen Moralismus der Aufkl¨ arung und der tr¨ uben, n¨ uchternen Stimmung in Orthodoxie und Pietismus, weitet sich dann aber zu einer ¨ ubersteigert kindlich-erotischen Fr¨ ommigkeit aus. Im Nachhinein wird diese Zeit von der Gemeine nach dem Wort Jesu ”Der Satan hat Eurer begehrt, Euch zu sichten wie den Weizen” 3 als Sichtungszeit, also Pr¨ ufungszeit gewertet. Die Beurteilung dieser Zeit ist in der Zinzendorf-Forschung sehr kontrovers und noch nicht abgeschlossen. Obwohl sie von der heutigen Br¨ uderkirche eher mit Scham erw¨ ahnt wird, hat die Forschung an dieser Periode großes Interesse gefunden, da sie die sch¨ opferischste Zeit der Br¨ udergemeine darstellt und sie nie wieder eine so große Anziehungskraft
1 Das Bibliographische Handbuch zur Zinzendorf-Forschung f¨ uhrt f¨ ur die Zeit bis zum Jahr 1764 386 Streitschriften mit teilweise sehr polemischem Charakter auf, wie z.B. die Streitschrift Das
entdeckte Geheimnis der Bosheit der Herrnhuthischen Secte. Dies macht deutlich, in welchem
Feuer der Kritik man sich in Herrnhut st¨ andig befindet.
2 Beyreuther III 200; Sierszyn 103-5.
3 Lk. 22,31.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 10
besitzt als gerade in diesen Jahren. Auch haben Forscher darauf verwiesen, dass w¨ ahrend der Sichtungszeit Elemente vorweggenommen werden, die erst in der Roahnlicher Weise erneut ausgedr¨ uckt worden sind. 1 mantik in ¨
Die Sichtungszeit beginnt zu Pfingsten im Jahr 1743 mit Zinzendorfs Gr¨ undung des ”N¨ arrchenordens.” 2 Das Ziel dieser Gemeinschaft ist, dass die Gl¨ aubigen wie Kinder selbstvergessen, fr¨ ohlich und ungehemmt ihr Christenleben f¨ uhren sollen. Dieses Verlangen nach Urspr¨ unglichkeit ist dem Menschen des fr¨ uhen 18. Jahr-hundert nicht fremd, der sich bei aller K¨ unstlichkeit und Steifheit nach Nat¨ urlichkeit und Naturverbundenheit sehnt. Doch das Ganze weitet sich maßlos aus und es kommt es zu einer v¨ olligen ¨ Ubersteigerung der Darstellung der Wundenmahle Jesu, wobei die Schw¨ ulstigkeit des Vokabulars noch weit ¨ uber die ohnehin sehr lebendige barocke Ausdrucksweise hinaus geht. 3 Da Zinzendorf w¨ ahrend dieser Jahre auf langen Reisen unterwegs ist, weiß er zun¨ achst nicht, welche Ausmaße die neue Str¨ omung inzwischen angenommen hat. Nach einem Besuch 1748 in der Wetterau, wo er best¨ urzt die Ausw¨ uchse des von seinem Sohn Christian Renatus gef¨ uhrten Wundenkults zur Kenntnis nimmt, schreibt er von London aus einen Strafbrief an die betroffenen Gemeinen, in dem er die Geschwister streng zurechtweist. Er droht, sein Amt g¨ anzlich niederzulegen, wenn die Gemeine seinen Anweisungen nicht Folge leistet. 4 Auf diese Weise findet die Sichtungszeit mit ihren ¨ uberdreht-religi¨ osen Albernheiten und Spielereien ein j¨ ahes Ende.
2.9 Glauben als Pilgerschaft - Zinzendorf als Weltreisender
Je ¨ alter Herrnhut wird, desto ¨ ofter ist Zinzendorf auf Reisen, um die inzwischen
in aller Welt verstreuten herrnhutischen Tochtergemeinen zu besuchen. Er reist quer durch Europa, f¨ ahrt zwei Mal nach Amerika, sowie nach Westindien. Einige Jahre lebt Zinzendorf in London, wo er seine ber¨ uhmten Londoner Predigten h¨ alt und sich f¨ ur die neu entstandenen Gemeinen im Kolonialreich einsetzt. In Bezug auf seine vielen Auslandsaufenthalte im letzten Lebensabschnitt ist Zinzendorf ein typischer Vertreter des barocken Menschen, der von Fernweh und Abenteuerlust immer wieder auf Reisen getrieben wird. Andererseits setzt sich der Graf gerade durch diese Reisen endg¨ ultig von den Gewohnheiten des europ¨ aischen Adels ab, weil er am liebsten als armer Mann zu Fuß geht, um die Pilgerschaft Jesu besser
1 Beyreuther II, Band III 287.
2 In Bezug auf Matt. 11,25: ”Wenn ihr nicht so werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich Gottes eingehen.”
3 Hahn u. Reichel 162-3.
4 Hahn u. Reichel 172-6: Zinzendorfs Strafbrief an die Gemeinen, London 10.2.1749.
2 ZINZENDORF - SEINE BIOGRAPHIE 11
nachempfinden zu k¨ onnen. 1 Neben der Ortsgemeine in Herrnhut entsteht in diesen Jahren eine ”Pilgergemeine”, die Zinzendorf auf seinen Reisen begleitet und mit daf¨ ur sorgt, dass seinem Denken große geographische R¨ aume ge¨ offnet werden.
Zinzendorf stirbt am 9. Mai 1760, nachdem seine gesundheitlichen Kr¨ afte in den letzten Lebensjahren sehr abgenommen haben. Johann Gottfried Herder schreibt ¨ uber seinen Tod: ”Nikolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf, Pottendorf u.f., geboren 1700, ging im Jahr 1760 als ein Eroberer aus der Welt, desgleichen es wenige, und im verflossenen Jahrhundert keinen wie ihn gegeben. Er konnte sich r¨ uhmen, er habe in aller Welt Gemeinen und Anh¨ anger.” 2
1 Beyreuther II, Band III 104-8.
2 Zitiert nach Beyreuther I 132-3: Adrastea, Herausgegeben von J.G. von Herder, 4.Band, 1802.
Arbeit zitieren:
2007, Zinzendorf - Strukturmomente im Denken eines unterschätzten Pädagogen, München, GRIN Verlag GmbH
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