- II -
Inhalt
1 Einleitung 1
2 Was ist Autismus 2
2.1 Die Symptome des Autismus 2
3 Autismus nach Kanner und Asperger 3
4 Die kindliche Sprachentwicklung 6
4.1 Voraussetzungen der Sprachentwicklung 6
4.2 Ontogenese der menschlichen Sprache 7
4.3 Sprachentwicklungsstörungen 8
5 Das Sprachverhalten autistischer Kinder 8
5.1 Echolalie 9
5.2 Pronomenreversion 10
5.3 Mutismus bei Autisten 10
5.4 Phonologie 11
5.5 Prosodisch-phonologische Phänomene 11
5.6 Syntax 11
5.7 Semantik 12
5.8 Pragmatik 13
5.9 Paraphrasie 13
6 Zusammenfassung 14
II
- 1 - 1.Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit ist in erster Linie ein Versuch, das Krankheitsbild des Autismus darzustellen und dessen spezielle Sprachstörungen näher zu erläutern und mit dem Verlauf der Sprachentwicklungen bei normalen Kindern zu vergleichen.
Der erste Teil meiner Hausarbeit befasst sich mit der Definition und den Symptomen des kindlichen Autismus. Diese sind unbedingt nötig, um die spezifischen Sprachstörungen in einer verständlichen Art und Weise zu erläutern.
Der zweite Teil meiner Arbeit beschäftigt sich mit der Beschreibung des Autismus nach Kanner und Asperger, sowie die kindliche Sprachentwicklung im allgemeinen, um sie anschließend mit den sprachlichen Auffälligkeiten der Autisten vergleichen zu können.
Der Hauptteil dieser Arbeit befasst sich jedoch mit den Sprache der Autisten. Er zeigt ihre Besonderheiten und ist unterteilt in verschieden Teilgebiete der Sprache, um ein besseren Überblick über die Auffälligkeiten in der sprachlichen Entwicklung zu bekommen.
In Anschluss der Arbeit habe ich die wichtigsten Besonderheiten dann noch einmal kurz zusammengefasst.
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- 2 - 2.Was ist Autismus?
Der Begriff Autismus, abgeleitet von der griechischen Vorsilbe autos (selbst), wurde 1914 erstmals von dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuler geprägt. Ursprünglich bezog er sich auf eine grundlegende Störung bei der Schizophrenie (ein weiterer Ausdruck, den Bleuler prägte), nämlich die Einengung der Beziehungen zu Menschen und zur Außenwelt, die so extrem ist, dass sie alles, außer dem eigenen Ich des Betroffenen, auszuschließen scheint. Lange Zeit galt daher Autismus als Schizophrenie. Etwa dreißig Jahre später prägte KANNER, damals Direktor der Child-Psychiatric-Clinic in Baltimore, den Begriff des “early infantile autism“, der bis heute durchgängig in der Forschungsliteratur verwendet wird. Er grenzte so den kindlichen Autismus von der kindlichen Schizophrenie ab.
2.1 Die Symptome des Autismus
Beim Autismus können viele verschiedene und auch gegensätzliche Symptome auftreten. Des Weiteren sind die Verhaltensauffälligkeiten unterschiedlich stark ausgeprägt; es gibt also kein einheitliches Krankheitsbild. Auch das zeitliche Auftreten der Symptome ist bei den Patienten sehr unterschiedlich. Inzwischen ist man sich jedoch einig, dass die typischen Anzeichen des Autismus in den ersten dreißig Lebensmonaten sichtbar sind.
Am Kannerschen Autismus (auf den nachher noch gesondert eingegangen wird) fallen im Frühstadium besonders auf:
1. der fehlende Blickkontakt, das Ausbleiben der Reaktion des Lächelns,
2. eine fehlende oder deutlich verzögerte Sprachentwicklung mit starker Echolalie-Tendenz, auffallend verspätetem Gebrauch des Wortes „ich“, allgemein falscher Verwendung der Pronomina und mit auch noch später groben Fehlern in Satzbau und Grammatik,
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Diana Fissmann, 2002, Autistische Sprachstörungen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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