Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 2
1 Einleitung 4
2 Abgrenzung 5
3 Entwicklung und Struktur des Erzgebirges 7
3.1 Bis zum 12./13.Jh. 8
3.2 ab 12./13.Jh. 10
3.3 ab etwa 1500 - Aufschwung und Niedergang des Bergbaus. 12
3.4 Ab Ende 18.Jh. 14
3.5 1945-1990. 15
3.5.1 Entwicklung 15
3.5.2 Uranbergbau 16
3.6 nach 1990 18
3.6.1 Kampf mit den Umweltfolgen. 18
3.6.2 Bevölkerung 23
3.6.3 Wirtschaft 26
3.6.4 Tourismus. 30
4 Regionale Beispiele. 32
4.1 Der Stadtkreis Chemnitz 33
4.2 Die Landkreise (Auswahl) 34
4.2.1 Annaberg 34
4.2.2 Freiberg 35
4.2.3 Mittlerer Erzgebirgskreis. 37
4.2.4 Stollberg 38
Literatur - und Quellenverzeichnis. 39
2
Abbildungsverzeichnisextra
Abb. 1 Das Erzgebirge
Abb. 2 Die politische Einteilung des Erzgebirges.
Abb. 3 Besiedlung des heutigen Sachsens um 1100
Abb. 4 Das Markmeißnische Gebiet
Abb. 5 Siebenschlehener Pochwerk (Kobaltabbau)
Abb. 6 Strahlender Uranbrocken in Bergarbeiterhand. Wismut-Urkundenmotiv von 1970
Abb. 7 Umweltbelastung 1992.
Abb. 8 Rekultivierung der Hinterlassenschaften des Uranberbaus in Schlema.
Abb. 9 Waldschäden in Europa.
Abb. 10 Satellitenbild des Erzgebirges von 1991
Abb. 11 Bevölkerungsdichte des Erzgebirges.
Abb. 12 Zentrale Orte im Erzgebirge.
Abb. 13 Bevölkerungsentwicklung 1990-2000.
Abb. 14 Arbeitslosenanteil in Sachsen, 2000.
Abb. 15 Branchenstruktur der Industrie im Erzgebirge
Abb. 16 Entwicklung ausgewählter Wirtschaftsdaten
Abb. 17 Touristische Großräume und Reisegebiete.
Abb. 18 Skifahren auf dem Fichtelberg und Schnitzhandwerk
Abb. 19 Übernachtungen in Sachsen
Abb. 20 Industrie im Landkreis Freiberg
3
1 Einleitung
Im Rahmen der Untersuchung von Räumen in Deutschland soll in dieser Belegarbeit das Erzgebirge betrachtet werden. Für die Wirtschafts- und Sozialgeographie ist dabei insbesondere die Struktur und die Entwicklung des Raumes von Bedeutung. Da jedoch keine Struktur und erst recht keine Entwicklung zusammenhangslos dargestellt werden sollte und kann, wird der Werdegang der Region in den Rahmen des geschichtlichen Hintergrundes gesetzt. Gerade bei dem Erzgebirge ist dies eine sinnvolle Variante der Darstellung, da die heutige Situation sehr stark von der Vergangenheit geprägt worden ist. Einen großen Einfluss hatte dabei der Erzbergbau, worauf auch der Name des sächsischen Mittelgebirges beruht. Nach der Vorstellung der Grundlagen über den Raum, soll auf regionale Beispiele eingegangen werden, um die momentane Situation im Untersuchungsgebiet zu verdeutlichen.
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2 Abgrenzung
Das Erzgebirge befindet sich im Süden von Sachsen, es wird im Norden von der Leipziger Tieflandsbucht, im Westen vom Vogtland, im Süden vom Egergraben und dem Böhmischen Mittelgebirge und im Osten von der Sächsischen Schweiz und dem Elbtal begrenzt. Das Mittelgebirge ist eine so genannte Pultscholle, welche nach Norden abflacht und im Süden steil zum Egergraben abfällt (vgl. Abb. 1).
Abb. 1 Das Erzgebirge
Quelle: Hanle, 1992, S.11.
Die südliche Grenze des im Folgenden betrachteten Raumes ist jedoch nicht die geomorphologische Grenze des Mittelgebirges, sondern die Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik und Tschechien. Bei Nutzung der Begriffe Mittelgebirge oder Erzgebirge wird sich somit nur auf den deutschen Teil davon bezogen.
Doch um eine exakte Eingrenzung des Gebietes Erzgebirge in Deutschland vorzunehmen, ist eine politische Einordnung nötig (vgl. Abb. 2). Die Region lässt sich in folgende Landkreise einteilen:
Weißeritzkreis (größte Stadt: Freital, 40.000 Einwohner) Freiberg (Freiberg, 46.000)
5
Mittlerer Erzgebirgskreis (Marienberg, 12.000) Stollberg (Stollberg, 12.000) Annaberg (Annaberg-Buchholz, 24.000) Aue-Schwarzenberg (Aue, 20.000)
Dazu zählt in der hier vorgenommenen Abgrenzung auch der Stadtkreis Chemnitz als das Tor zum Erzgebirge mit etwa 270.000 Einwohnern zu dem Gebiet (vgl. Kap.4). Im Erzgebirge leben rund 900.000 Menschen, im Vergleich dazu hat Sachsen 4,3 Mio. Einwohner (vgl. Kowalke, 2000, S.305ff).
Abb. 2 Die politische Einteilung des Erzgebirges
6
3 Entwicklung und Struktur des Erzgebirges
„Herrlich, sprach der Fürst von Sachsen, ist mein Land und seine Macht; Silber hegen seine Berge wohl in manchem tiefem Schacht“
(Justinus Kerner: „Der reichste Fürst“, 1818).
Wenngleich in diesem Gedicht am Ende nicht der Sachsenfürst der reichste war, zeigt es doch auf schöne Art und Weise ein Phänomen im Erzgebirge, welches die gesamte Entwicklung des Raumes bis heute geprägt hat: der Bergbau. Dieser wird als „Rückgrat der sächsischen Geschichte“ angesehen, „weil es ihr entscheidende Kräfte und Entwicklungsanstöße verliehen hat“ (Kowalke, 2000, S.28). Nicht ohne Grund existiert im Erzgebirge der Spruch: ‚Wir sind wer, wir waren wer, alles kommt vom Bergbau her.’ Um die Bedeutung des Bergbaus verstehen zu können, ist, wie eingangs erwähnt, ein Blick in die Geschichte notwenig, in der die Entwicklung des Raumes verdeutlicht werden soll. Gleichsam wird dabei die Strukturausprägung angedeutet, welche zeitlich dynamisch mit der Entwicklung verflochten ist.
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3.1 Bis zum 12. / 13. Jh.
Seit dem Neolithikum (jüngere Steinzeit) ist das Erzgebirge besiedelt. Doch die Betrachtung ab etwa 600 n.Chr. genügt, da erst mit der zu dem Zeitpunkt stattfindenden Völkerwanderung der slawischen Stämme das Gebiet Sachsens nachhaltig besiedelt wurde. Seit dieser Zeit ist eine kontinuierliche Entwicklung bzgl. Bevölkerung und Kultur bis heute verfolgbar. Nach den deutschen Eroberungen gehörte die Region zum deutschen Reich (vgl. Kowalke, 2000, S.7ff).
Abb. 3 Besiedlung des heutigen Sachsens um 1100
Quelle: Kowalke, 2000, S.12.
Das Gebiet des heutigen Erzgebirges war trotz der Besiedlung kaum besiedelt. Die meisten Flächen waren von Wald bedeckt, der auch „Miriquidi“ (Dunkelwald) genannt wurde (vgl. Abb. 3). Erst nach und nach fand von Norden nach Süden Siedlungstätigkeit in das Erzgebirge statt. Leitlinien für die Besiedlung waren wie vielerorts Bach- und Flusstäler, aber auch Handelslinien, welche das Mittelgebirge überquerten. Neue Siedlungen wurden von so
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Arbeit zitieren:
Norman Beyer, 2004, Struktur und Entwicklung des Erzgebirges, München, GRIN Verlag GmbH
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